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CAO Zigarren

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CAO Zigarren – Genuss und Design für Augen und Gaumen

Es mag sicherlich ein Zufall in der bunten und vielhundertjährigen Geschichte der Zigarre sein. Aber die Parallelen zwischen Avo Uvezian und seinem Zigarrenlabel AVO und Cano Aret Özgener, dessen Zigarrenimperium C. A. O. seinen festen Sitz in den Herzen der Aficionados hat, sind mehr als auffällig. Beide entstammen einer alten Kultur von Händlern des Nahen Ostens – Özgener wurde 1937 als gebürtiger Türke armenischer Abstammung im Istanbuler Stadtteil Moda geboren. Beide Lebenswege waren voller Wendungen und zum Teil Brüchen, die sie am Ende doch zu ihrer Bestimmung führten, ihrer beider Leben der Entwicklung und Verfeinerung bester Zigarren zu widmen. Und beiden sind – der eine beruflich, der andere aufgrund seiner Heimatstadt – mit der Musik verbunden, Uvezian als ausgebildeter Pianist, Özgener, der schon von Kindheit an Violine spielte und (war es Zufall?) seine neue Heimat in Nashville, der Stadt der Countrymusik, fand. Vielleicht ist das die tiefer liegende Wahrheit, warum beide Marken, warum CAO Zigarren zu den besten Premium-Longfiller gehören, die Zigarrenliebhaber erstehen und genießen können.

Von Meerschaumpfeifen und ersten Zigarrenversuchen

Özgener, der in seiner US-amerikanischen Heimat eher als Cano A. Ozgener bekannt ist, gehört zu den wenigen international bekannten Zigarrenherstellern, hinter denen auch ein Gesicht und eine Biographie steht. Obwohl Tabakgenuss sehr früh in seinem Leben eine Rolle spielte, weniger wegen des eigenen Konsums, eher aufgrund der jahrhundertealten Traditionen des Pfeiferauchens in seiner türkischen Heimat, ging Özgener doch zunächst einen gänzlich anderen Weg. 1961 emigrierte der intelligente und umtriebige junge Mann in die USA und studierte Maschinenbau an der New Yorker Columbia University. Während des Studiums lernte er seine spätere Frau Esen kennen, derentwegen er in das beschaulichere North Carolina zog, um dort eine Familie zu gründen und Kinder aufziehen zu können. Als Bastler und Tüftler, der er immer war, beschäftigte er sich zunächst damit, Tabakpfeifen zu konstruieren und deren Zug- und Abbrandverhalten zu verbessern. Mit seiner Familie war er bereits nach Nashville, Tennessee, umgezogen, als er seit Ende der 60er Jahre immer mehr Erfolge mit seinen selbst entworfenen Meerschaumpfeifen erzielte, die er nach seinen Wünschen in der alten Heimat in der dafür bekannten Stadt Eskişehir herstellen ließ, wo diese Kunst seit alters beheimatet ist. 1977 war es dann soweit, dass er seine Stelle als Ingenieur bei DuPont aufgab, um sich gänzlich dem eigenen Geschäft zu widmen. Bald kamen als Humidore und als kunstvoll verzierte Zigarrenkisten umfunktionierte, türkische Folklore-Holzkistchen hinzu.1980 versuchte er sich erstmals als Zigarrenmanufaktor – und scheiterte. 1995 startete er mithilfe der erfahrenen kubanischen Kollegen Nestor Plasencia und Carlos Toraño ein zweites Mal – diesmal unter dem Label mit den später weithin berühmten Initialen CAO. Auch die Zeit war nun eine andere, denn in den USA boomte der Zigarrengenuss. Die „Black“ war die erste CAO Zigarre, die sich im Markt nachhaltig etablierte, da sie seinen unbedingten Willen zur Perfektion verkörperte. Als dann 1996 von El Niño verursachte Stürme ganze Ernten vernichteten, zeigte Özgener, dass es ihm Ernst in Sachen Qualität war: Er stellte für einige Jahre die Produktion ein, da es seiner Überzeugung nach keine qualitativ hochwertigen Tabake für seine „Black“ gab.

Back in Black

2002 kehrte die „Black“ zurück und damit eine der bedeutendsten CAO Zigarren, die Özgener etablierten konnte. Und auch ihre würzig-weichen Aromen waren von noch höherer Qualität als zuvor. Die Blends, also die fein austarierten Mischungen und Kompositionen verschiedener Tabake, waren zunächst eher aus der Not heraus geboren, da Özgener keine Tabake zusammenstellen konnte, um eine perfekte Puro zu kreieren. Diese Blends wurden jedoch im Laufe der Jahrzehnte zu einem echten Markenzeichen der CAO Zigarren und sind ein Grund, warum es eine derart breite Palette von Aromen und Geschmäckern gibt – von kräftig bis mild ist alles dabei, was das Herz des Aficionados höher schlagen lässt. Es gibt drei große Sortimentslinien bei CAO Zigarren, die je nach Herkunft aus Nicaragua, Honduras oder der Dominikanischen Republik stammen. Mit der CAO Gold Honey, CAO Bella Vanilla und CAO Eileen's Dream gibt es sogar Tabake für den Liebhaber von aromatisierten Zigarren. Bei der CAO-Gold-Serie existieren dreierlei Formate – Corona, Robusto und Torpedo, die mit bestem nicaraguanischem Tabak verarbeitet wurden und von einem ecuadorianischen Umblatt umwickelt sind. Das Deckblatt aus Connecticut-Shade-Tabak hat eine gelbbraune Färbung und schimmert bei Sonneneinstrahlung goldig. Die CAO Zigarren der Linie OSA hingegen werden in Honduras gefertigt und richten sich an Aficionados, die es etwas würziger mögen. Sie ist somit eine gute Alternative zu den eher milden Flor de Copan aus Honduras oder Santa Damiana aus der Dominikanischen Republik. 

Auch das Auge raucht mit

Özgeners Anspruch auf Vielfalt kombiniert Sorten unterschiedlichster Herkunft zu einer innovativen Mischung wie etwa die CAO Brasilia mit ihrem dunklen brasilianischen Deckblatt sowie einem Umblatt und Einlagetabaken aus Nicaragua. Oder die La Traviata, die Tabake aus Nicaragua und der Dominikanischen Republik in einem Umblatt aus Kamerun vereinigt und so leicht würzige, mild pfeffrige Noten erzeugt. Auch wenn CAO inzwischen Teil des Konzerns General Cigar geworden ist, hält man an Özgeners ursprünglicher Ausrichtung fest, aus einzigartigen und alles andere als alltäglichen Zutaten Neuartiges zu kreieren. Ein ganz besonderes Beispiel hierfür stellt die CAO Italia dar: Ihr zwischen Rom und Neapel angebauter Tabak sowie das Deck- und Umblatt aus Honduras sorgen für eine angenehme, erdige Süße. Das Streben nach Perfektion äußert sich auch in optisch ansprechenden Verpackungen, die Teil des Gesamterlebnisses einer CAO Zigarre sind. Es ist wohl der künstlerisch-kreativen Ader von Özgeners Sohn Murat zu verdanken (der sich auch Tim nennt), dass der Wille zu einem anspruchsvollen Design und die Liebe zum Detail bei jedem Connaisseur Vorfreude auf den Rauchgenuss wecken: Von der ferrariroten Sopranos-Kiste mit Heckflossenoptik zum computergesteuerten und mit Leuchtdioden verstärkten Vision-Humidor taugen die Verpackungen und die Banderolen von CAO Zigarren immer als echter Hingucker.