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Don Pepin Zigarren

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Die Ursprünge der Familie Garcia in Kuba

Mittlerweile dürfte auch hierzulande die Marke Don Pepin Garcia und der gleichnamige Masterblender ein Begriff sein, wenn nicht sogar ein Synonym für höchste Qualität in der Zigarrenproduktion und -kunst! Doch bevor wir uns ein wenig mit den inzwischen klassischen Marken auseinandersetzen, blicken wir einmal zurück auf den Werdegang des überaus talentierten und prägenden Kopf der Garcia-Familie.

Jose Garcia lernte die Kunst der Zigarrenverarbeitung in seiner Heimatstadt Baez, östlich von Havana. Mit gerade mal bubenhaften 11 Jahren saß er zum ersten mal an einem Rollertisch in der Fabrik seines Onkels und lernte das Handwerk kubanische Stumpen zu fertigen. Das aufstrebende Talent durfte seine Fähigkeiten wenig später in der Felix Rodriguez Cigar Factory in seinem Heimatort Baez unter Beweis stellen und verarbeitete reichhaltigen kubanischen Tabak zu einer Cohiba, Montecristo, Ramon Allones etc. Im weiteren Verlauf seiner noch jungen Karriere lehrte er circa 200 angehende und gefestigte Roller an und war der Einzige unter ihnen, der die komplexesten Vitolas (z.B. eine Salomones) herstellen konnte.

Über Nicaragua und Mexiko kamen Jose und sein Sohn Jaime Garcia in die USA. Doch erst durch die wichtige Zusammenarbeit mit Eduardo Fernandez (Tabakproduzent in Nicaragua) konnte er in 2002 in den USA seinen eigenen, selbstständigen Fuß in die Zigarrenwelt setzen. Eduardo Fernandez besitzt einen unbekannten Prozentanteil an El Rey de los Habanos Inc. und beliefert nebenbei das Unternehmen mit Tabaken - wenn es passt, dann passt es.

Im Gegensatz zu anderen großen und sehr bekannten sowie erfolgreichen Herstellern, arbeiten in der kleinen Fabrik in Little Havana (Miami) keine Hundert Tabakroller, sondern nur wenige Arbeiter die ohne den Einsatz von Maschinen ihr Handwerk verrichten dürfen. Die Arbeit an jeder Zigarre soll langsam und sehr sorgfältig von statten gehen. Des weiteren gibt es in der El Rey de los Habanos Inc. eine gröbere Aufgabenverteilung - üblicherweise wird die Arbeit des Torcedores (Zigarrenrollers) und des Buncheros (Einlagevorbereitung) getrennt. Hier nicht! Bezogen auf die besonderen Herstellungsmerkmale, verwendet man zwei Umblätter für eine insgesamt höhere Komplexität und fügt der gesamten Zigarre eine "triple cap" am Mundstück bei, damit dieses sauberer und robuster ist. 2006, also 3 Jahre nach der Gründung der Firma, vedoppelte man die Räumlichkeiten des in Miami ansässigen Unternehmens.

Steiler Aufstieg und Expansion nach Nicaragua

Doch damit nicht genug. In Esteli (Nicaragua) erschuf man die Tabacalera Cubana, die ebenfalls durch die Zusammenarbeit mit Eduardo Fernandez zustande kam und die deutlich größere Räumlichkeiten hervorbringt, als der Erstsitz in Miami. Anders als in Little Havana, ähnelt die Arbeitsverteilung eher dem allgemeinen heutigen Standard, wodurch Roller und Rollerinnen ihre/n eingegrenzten Arbeits- und Aufgabenbereich besitzen und die Zigarren nicht in die Boxen einpacken müssen. In Nicaragua konnte man aber auch einen großen Fisch der Branche für sich begeistern: Ashton Cigars. So werden in der Tabacalera Cubana zum Beispiel die San Cristobal (bei uns unter Paradiso bekannt) und die La Aroma de Cuba (bei uns heissen diese La Aroma del Caribe) produziert. Als weiteren großen Namen darf man wohl Pete Johnson erwähnen, der mit seiner Tatuaje Cigar Inc. eine sehr enge und erfolgreiche Beziehung zu den Garcias pflegt. Pepin Garcia und Herr Johnson arbeiten oft Hand in Hand und konnten schon viele Tatuaje-Zigarren gemeinsam blenden und erfolgreich an den Mann und die Frau bringen.

Mehr als 20 Ratings in der Cigar Aficionado und Cigar Insider mit über 90 Punkten sackte das höchst erfolgreiche Zigarrenunternehmen in den letzten Jahren ein. Der Name ist mittlerweile weltweit mehr als präsent und steht für intensiven Genuss mit der besonderen pfeffrigen Würze samt höchster Qualität. Einer der (noch) erfolgreicheren Stumpen aus dem Hause Garcia dürfte wohl die Flor de la Antillas sein, die auf dem ganzen Globus viele Liebhaber zu haben scheint - Die Cigar Aficionado krönte sie zur besten Zigarre 2012! Zu den Klassikern gehören seine drei Kreationen Original Blue Edition, Black Edition und Don Pepin Serie JJ. Mit seinen Sohn Jaime Garcia arbeitet der "Don" an vielen erfolgreichen Blends unter dem Label "My Father Cigars" - Darunter fallen zum Beispiel die My Father Cigars (wir bieten Ihnen auch eine Lounge Exclusive an!), My Father Le Bijou 1922 und die Jaime Garcia Reserva Especial. Weitere Linien sind die La Duena, die La Reloba, eine Connecticut Edition der My Father und die wiedergeborene El Centurion.

"To me, in the last five years, the most exciting person and cigar concept to hit the industry has been Pepin Garcia (...) He has a special way of blending that has not been seen in the industry." - Jose Blanco (marketing director La Aurora S.A.) aus der Cigar Aficionado (Nov./Dez. 2007)

Jose Pepin gehört mit zu den Großen der Zigarrenbranche  und ist neben Nick Perdomo, Nestor Placensia und Rocky Patel immer ein gern gesehener Gast bei uns in der Cigarworldlounge.