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Dunhill Zigarren, Pfeifen und Zubehör

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Dunhill Zigarren – Liebling von Königen und Premierministern

Dunhills geschäftliche Anfänge reichen zurück zum Beginn des Automobilzeitalters. Ende des 19. Jahrhunderts stieg der gerade einmal 15-jährige Alfred Dunhill als Lehrling in der väterlichen Sattlerei ein, die sich auf die Herstellung von Automobilzubehör spezialisiert hatte. 1907 kam es dann zur Eröffnung eines Tabakfachgeschäfts auf der Londoner Duke Street, nachdem sich die Dunhills seit längerem mit dem Verkauf von Zigarren befasst hatten. Schon damals wurden exklusive Tabakmischungen im gehobenen Preissegment vertrieben. Später machte sich Dunhill einen Namen als Hersteller von Tabakspfeifen und entwickelte sogar das erste Feuerzeug, das einhändig bedient werden konnte. In den Jahrzehnten vor der Kubanischen Revolution hatte das Unternehmen enge Kontakte zu kubanischen tabacaleras geknüpft und vertrieb berühmte Habanas wie Montecristo und Romeo y Julieta. Aber zum Inbegriff kubanischer Zigarren wurde Dunhill erst nach der Machtergreifung Castros. Als Partner des staatlichen Tabakmonopols Cubatabaco erhielt das Unternehmen das exklusive Recht, die Marken Don Cándido, Don Alfredo und La Flor del Punto weltweit zu vertreiben.

Der „Erfinder“ des begehbaren Humidors

In den Anfangsjahren glich Dunhill mehr einem Zigarrenlager, deren Räume allerdings schon mit Zedernholz ausgekleidet waren und vor allem Zigarren aus Kuba beherbergte, die hier für ein Jahr reifen sollten, bevor sie dem Kunden angeboten wurden. Qualität, das war von Beginn an Alfred Dunhills Kredo, ist die beste Grundlage für ein Geschäft, in dem es darum geht, Erlesenes an eine erlauchte Kundschaft zu verkaufen. Nach dem Ersten Weltkrieg schuf Dunhill schließlich den ersten begehbaren Humidor Europas – ein großer Schrank mit Klimatisierung und Wänden aus dem besagten Zedernholz. Mit dieser Vorrichtung hatte Dunhill einen Maßstab gesetzt, dem Zigarrenhändler überall auf der Welt nacheifern wollten. Nachdem Dunhill seine Hausmarke gleichen Namens in Großbritannien aus importierten kubanischen Tabaken in Eigenregie herstellen ließ, verlegte er später die Produktion direkt nach Kuba. Auch echte Habanas importierte Dunhill: Don Cándido, Flor de Punto und Don Alfredo wurden exklusiv für die Briten gefertigt – und das auch nach der kubanischen Revolution. 1977 einigte sich Dunhill mit Cubatabaco schließlich darauf, die verschiedenen Zigarren unter dem Markendach Dunhill zu vereinen. Rund 20 Jahre währte die Zusammenarbeit zwischen den smarten Briten und dem sozialistischen Tabakproduzenten. Mit der Entscheidung Cubatabacos in den 80er Jahren, seine berühmte Cohiba weltweit – mit Ausnahme der USA – zum Verkauf anzubieten, kam es auch zu einem Bruch in der Zusammenarbeit zwischen beiden Partnern, da die Kubaner keine unmittelbaren Konkurrenten mehr unterstützen wollten. Dunhill musste, wie andere Unternehmen der Branche auch, die Insel verlassen und verlegte seine Produktion in die Dominikanische Republik. Kenntlich wird diese Neuausrichtung übrigens auch anhand der Bauchbinden: Die alten Dunhill Zigarren aus Kuba hatten eine rote Bauchbinde, während die späteren dominikanischen Erzeugnisse blaue Bauchbinden tragen. Exemplare mit schwarzen Bauchbinden hingegen stammen von den Kanarischen Inseln.

Wechselnde Eigentümer. Gleich bleibend hohe Qualität.

Die Jahrzehnte seit dem Bruch mit Cubatabaco, als der Name Dunhill als Inbegriff kubanischer Zigarren galt, sind gekennzeichnet durch häufige Inhaberwechsel der renommierten Marke. Zuerst wurden Lizenzen an tabacaleras aus Honduras und den Kanarischen Inseln vergeben. Doch die Qualität war nicht vergleichbar mit der früherer Jahre. Das Unternehmen wurde an British American Tobacco verkauft. Eine stärkere Ausrichtung der Marke auf die Zigarettenproduktion hatte zur Folge, dass die Zigarren als Stiefkind innerhalb des Global Players behandelt wurden, weshalb die Produktion irgendwann an Carlos Toraño in Nicaragua übergeben wurde, wo seit 2007 die Linie Signed Range gerollt wird. Für die Einlage der Dunhill Signed Range Zigarren werden nur die besten gereiften Tabake aus Nicaragua und der Dominikanischen Republik verarbeitet. Das Umblatt stammt aus Kamerun und das Deckblatt wiederum aus Nicaragua. Aromen von Kaffee, Zedernholz, Kräutern und Nüssen sind perfekt miteinander ausbalanciert. Zusätzlich bieten sie Nuancen von Pfeffer und eine zarte, süßliche Note.

Die meistverkaufte Serie von Dunhill ist heute noch die Dunhill Aged Cigars . Es handelt sich um eine Art Remake der Ur-Linie von Dunhill aus der Dominikanischen Republik, die nach dem Fortzug aus Kuba gefertigt wurde. Die Einlage der Dunhill Aged Cigars besteht aus mindestens 3 Jahre gereiftem Piloto Cubano und Olor aus dem Cibao Tal in der Dominikanischen Republik. Die Einlage wird mit einem Umblatt aus Nicaragua und einem typischen, sehr hellen Deckblatt aus US-amerikanischem Connecticut-Shade gekrönt. Nach der Rollung werden die fertigen Zigarren in sogenannten ruedas (Rädern) noch mindestens ein Jahr in einem mit Zederholz ausgeschlagenen Reiferaum gelagert. Die Aged sind dadurch äußerst milde, leicht süßliche Zigarren die besonders bei Einsteigern sehr beliebt sind.

Ein Gerücht macht übrigens seit einigen Jahren die Runde: In der Zeitschrift CigarClan wurde vor einigen Jahren das Gerücht gestreut, dass Dunhill angeblich 20 Tonnen Tabak auf Kuba gelagert hat. Ab etwa 2016/2017 soll es deshalb wohl wieder echt kubanische Dunhill Zigarren zu kaufen geben!