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Ardbeg

Für viele ist Ardbeg die Marke der Inbegriff des Islay-Whiskys – stark, rauchig und torfig. In der Tat entspricht erfüllt er all die Attribute, die man mit der Hebriden-Insel verbindet. Und so hat sich der Brennerei von der Südküste Islays eine treue Anhängerschar verschrieben, die nicht ohne Stolz behauptet, dem torfigsten und rauchigsten Whisky überhaupt zu huldigen. Auch wenn dies sachlich nicht ganz richtig ist, denn es gibt durchaus noch stärker getorfte Tropfen – fest steht, dass wir es bei Ardbeg um einen wirkliches Schätzchen mit einem überaus satten Phenolgehalt (so nennen Wissenschaftler den Richtwert zur Bestimmung der Torfnote) handelt.

Die Geschichte des Hauses ist, ebenso wie die anderer schottischer Brennereien, von wechselhaftem Schicksal bestimmt. Ardbegs Wurzeln reichen zurück bis in 18. Jahrhundert, doch über diese lange Zeit wurde hier nicht kontinuierlich Whisky produziert. Zuletzt war die Brennerei während der Achtziger Jahre geschlossen. Inzwischen gehört Ardbeg zu Glenmorangie, die wiederum unter dem Dach der Konzernfamilie von Moët Hennessey Louis Vitton beheimatet sind. Die französische Unternehmensgruppe ist aktiv auf dem Feld der Luxusgüter – wie der Name verrät, sind darunter u.a. Champagner, Cognac und edle Handtaschen. Aber auch namhafte Weine, Wodkas oder Single-Malts finden sich darunter.

Der 10-Jährige ist der Standard-Whisky des Hauses, wobei man Standard hier keineswegs mit durchschnittlich gleichsetzen sollte. Denn das ist er gewiss nicht. Rauchig und torfig bei einer lässigen, doch spürbaren Schärfe, entfaltet er am Gaumen nach und nach seine ganze Klasse. Deutlich vernehmbar bleibt stets eine salzige Note. Sie verdankt er der Meernähe von Ardbeg und ist charakteristisch für Brennereien von der Südküste Islays. Zahlreiche Kenner halten den Ardbeg Ten Years für den intensivsten seiner Art.

Als wahres Schwergewicht erweist sich hingegen der in Fassstärke abgefüllte Uigeadail, benannt nach einem der Lochs, die die Brennerei mit Wasser speisen. Er ist vor allem heftig, das macht sich bereits beim ersten Nippen bemerkbar und ist wohl der Grund, warum ihn viele, auch erfahrene Scotch-Liebhaber, gerne mit Wasser verdünnen. Doch hinter seiner kraftstrotzenden Fassade offenbart sich ein filigranes Kunstwerk: Sein intensives Raucharoma weckt Assoziationen an Barbecue-Sauce, besitzt aber auch eine scharfe Würze, die an Weihnachtsgebäck mit Ingwer erinnert. Dabei sorgt sein öliger Körper für einen heißen Abgang – ein Whisky wie eine winterliche Sturmnacht vor dem Kamin.

*) Alle Preise verstehen sich inkl. gesetzl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Bei "statt"-Preisen handelt es sich um den alten Verkaufspreis im Online-Shop.

**) Der angezeigte Kistenpreis enthält bereits 3% Kistenrabatt.

Zigarren-Assistent
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