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Flores y Rodriguez Zigarren

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Flores y Rodriguez Zigarren – dominikanische Sterne am Zigarrenhimmel

altAbraham (Abe) Flores, US-Amerikaner mit Wurzeln in der dominikanischen Republik, hatte eigentlich seit Kindertagen mit Tabak zu tun. Und schlug doch zunächst einen gänzlich anderen Weg ein, da er von Landwirtschaft und all der harten Arbeit, die er als Junge bei seinen Großeltern in der Dominikanischen Republik kennen lernte, die Nase voll hatte. Auf der Farm in Bonao, zentral im Landesinneren gelegen, wurde neben der Rinderzucht auch Kaffee- und Tabakanbau betrieben. Klein Abraham musste dort mit sieben Jahren fleißig mit anpacken, wie es auf einer Familienfarm so üblich ist. Kaum achtjährig wollte sein Großvater ihn schon in die geheimen Genüsse des Zigarrerauchens einweihen – mit fatalen Folgen für Magen und Darm. Vielleicht war das mit ein Grund, warum Flores zurück in den USA zunächst in der IT-Branche landete und dort Berufserfahrung sammelte. Aber das Schicksal holte ihn zurück ins Tabakgeschäft, als er 2002 beim Tabak-Online-Händler Tinder Box anheuerte und dort nicht nur eine Website programmierte, sondern irgendwann die Aufgabe bekam, eine eigene Zigarrenlinie zu entwickeln.

Auf den richtigen Dreh kommt es an

Pinar del Rio war das erste große Projekt für ihn in der Tabakbranche, das er unter der Leitung der drei Rodriguez-Brüder Juan, Ysidoro und Luis entwickeln durfte. 2008 wurde die Marke gelauncht, aber trotz anfänglichen Interesses blieb der nachhaltige Erfolg aus. Das zweite Projekt, an dem er sich versuchte, schlug ein wie eine Bombe: PDR mit dem Meisterwerk PDR 1878, eine Zigarre, die sich über eine Million Mal verkaufte. Dieser Erfolg machte sich auch für ihn persönlich bezahlt: Aus dem einstigen Angestellten wurde nun der Master-Blender und Firmeninhaber Abraham Flores, der seine einstigen Chefs ausbezahlte, um das Label unter seiner Führung eigenständig weiterentwickeln zu können. Nicht nur die herausragende Qualität der Tabake und des Blends verschiedener Sorten sind das Kennzeichen der PDR Zigarren. Auch die Art und Weise, wie diese Zigarren gerollt werden, steht für den Premiumanspruch von Abe Flores. Die klassische Methode des Zigarrendrehens, auf die er für seine Zigarren Wert legt, heißt entubado und wurde schon Ende des 17. Jahrhunderts in Sevilla entwickelt. Schneller geht es zwar mit dem Akkordeon- oder Buch-Wickel. Das besondere aber am Entubado-Wickel ist, dass die Füllung der Tabake sehr komplex ist, was wiederum zu einem perfekten Zug- und Abbrandverhalten führt. Abe produziert unter anderem auch für Gurkha und Dictador.

Boutique-Zigarren: alles andere als von der Stange

Die Flores y Rodriguez, eine neue Linie aus dem Hause PDR Cigars, gehören zu den sogenannten Boutique-Zigarren, einem neuen Trend, bei dem Zigarren von einem Blender in hoher Qualität und kleiner Stückzahl hergestellt werden. Jeder Prozess ist bis ins Detail definiert, vom Einkauf über die Fermentation bis hin zur Rollung und Lagerung, sogar jede Tabakmischung wird abgewogen. Flores y Rodriguez Zigarren werden in Tamboril in der Dominikanischen Republik von Hand gerollt und als Longfiller in mehreren Linien aufgelegt. In Deutschland gibt es eine Serie mit braunem Deckblatt und eine Maduro Serie mit dunkelbraunem bis schwarzem Deckblatt. Die Flores y Rodriguez Maduro Cabinet Seleccion sind vollmundige, aromatische Zigarren die in ein ölig-dunkles Maduro-Deckblatt eingerollt sind. Umblatt und Einlage dieser Longfiller wird aus kubanischem Samen aus der Region Pinar del Rio in der Dominikanischen Republik gezogen. Es sind komplexe Zigarren, die bis zum letzten Zug ihr volles Aromenspektrum entfalten. Die Flores y Rodriguez Claro Cabinet Seleccion Zigarren hingegen bestehend zu 100 % aus feinsten dominikanischen Longfiller Tabaken und haben entweder ein Colorado Claro oder ein schmeichelhaft öliges Maduro Deckblatt. Bei beiden Serien hat Abraham die Formatbezeichnungen seiner kubanischen Vorbilder kopiert und unter anderem ein Format Magicos genannt; naja eine Panatela wie es sie zum Beispiel bei den günstigen Mustique, den Quisqueya oder auch der ebenfalls dominikanischen Belmore gibt ist ja auch nicht dabei! Geschmacklich liegen die Produkte von ihm relativ weit weg von den klassischen Leon Jimenes, Leonel oder den Vegafina Dominican.

Etwas ganz Besonderes hat sich Abe Flores bei seiner Flores y Rodriguez Connecticut Valley Reserve einfallen lassen. Dieser außergewöhnliche Blend startete 2015 seine Karriere von Null auf den ersten Platz – dank seines in der Sonne gezogenen öligen Broadleaf-Deckblattes. Die speziell lange Fermentierung sorgt für eine Maduro-Optik. Die Besonderheit dieser Zigarre liegt aber nicht nur in der äußeren Erscheinung. Unter dem sieben Jahre alten Deckblatt befinden sich nämlich zwei Umblätter aus ecuadorianischem Corojo und nicaraguanischem Habano aus dem berühmten Anbaugebiet Jalapa. Die drei verschiedenen angebotenen Vitolas werden jeweils in äußerst aufwändigen 15er Holzkisten verpackt geliefert. Jedes Format verfügt über zwei Anillas und ein zusätzliches rotes Band am Fuß der Zigarre. Es sind allesamt mittelkräftige Zigarren die mit einer leichten Gewürznote und deutlichen holzigen Noten starten. Das Maduro-Deckblatt transportiert noch etwas schwerere, süssliche Aromen die in Kombination mit der perfekten Verarbeitung ein erstklassiges Raucherlebnis ergeben.