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Humidor "O's Fav's"

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Brick House Mighty Mighty MADURO
10.11.2017

Brick House Mighty Mighty MADURO
Länge: 15.88Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Ich kann mich daran erinnern, diese Zigarre vor sicher fünf Jahren bereits das eine oder andere Mal geraucht zu haben. Ich war jedes Mal sehr zufrieden mit ihr. Jetzt hatte ich erneut die Gelegenheit, die Mighty Mighty zu verkosten – und irgendetwas war anders. Damals kam sie mir immer fest und gleichmäßig gewickelt vor, mein Exemplar jetzt war sehr weich und locker, mit Stellen, die weicher waren als andere. Optisch hat sich nix geändert, dachte ich zuerst, sie wirkt noch immer wuchtig, hat ein schönes kastanienbraunes Deckblatt mit nur dünnen Blattadern. Allerdings ist das - sehr ölige - Deckblatt sehr löchrig, wurde an mehreren Stellen geflickt. Der Kaltduft ist angenehm stallig und schokoladig, der Kaltzug nach dem problemlosen (!) Anschnitt hingegen… nichtssagend. Das Anzünden gestaltet sich wohl dem Format geschuldet langwierig. Die ersten Züge sind bei einem Zugwiderstand, der so gerade noch nicht zu fest ist, pfeffrig würzig, danach mild, holzig, süßlich. Viel Milchschokolade. Raumduft: Bauernbrot, Gewürze, Pfeffer. Die Schokolade und das Brot spielen sich zum 2. Drittel in den Vordergrund. Die Brotnote tendiert zunehmend in Richtung Schwarzbrot. Assoziation: Nutella auf Pumpernickel, dazu ein Käffchen... Im letzten Drittel wird die Mighty Mighty dann zunehmend erdig-holzig, erinnert an Tannenharz, dahinter lässt sich Marzipan erahnen. Jetzt wird sie leider aber auch unerwartet trocken. Es ist fast so als würde man eine völlig andere Zigarre rauchen. Spannend: die letzten Züge hinterlassen ein "frisches, minziges" Gefühl im Mund. Das Rauchvolumen dieser riesigen Vitola war bisher unerwartet dünn, wird dann im letzten Drittel aber brutal. Der Abbrand ist konstant bei dunkelgrau marmorierter, entgegen der Haptik der Mighty Mighty fester Asche, aber auch mit stetigem Schiefbrand, braucht mehrere Touch-Ups. Wie erwartet ist die MMM leicht bis mittelkräftig, dabei medium-bodied. Irgendwie wurde ich selbst aus diesem Raucherlebnis nicht Schlau. Die Mighty Mighty ist eine sehr solide Zigarre mit einem sehr guten PLV, andererseits irgendwie keine „sichere Nummer“…


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Flores y Rodriguez MADURO Cabinet Seleccion Genios
10.11.2017

Flores y Rodriguez MADURO Cabinet Seleccion Genios
Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Die Toro ist fest und gleichmäßig gerollt; der schwarzbraune Decker ist rustikal und weist rötlich-braune Spots auf. Auch frage ich mich bei so dunklen, fast schwarzen und leicht papieren wirkenden Deckern immer, ob die eingefärbt wurden oder dergleichen, um diese Farbe zu erhalten, denn, ich zitiere Robert Caldwell, „tobacco is never black“. Sie liegt gut in der Hand, fühlt sich irgendwie rauh an, hinterlässt aber ein öliges Gefühl auf den Fingerspitzen. Kalt duftet sie würzig-schokoladig und etwas stallig, sehr dezent süß und macht so richtig Vorfreude aufs Anzünden. Anschnitt und Anzünden funktionieren dann auch problemlos; der süßliche, aber auch erstaunlich feinwürzig-tabakige Kaltzug zeigt schon, dass der Zugwiderstand optimal ist. Die Asche ist ein schöner Konterpart zu dem fast schwarzen Decker, schneeweiß mit dezenter grauer Marmorierung und wie oft bei Abe Flores, relativ lose; sie bröselt nicht, fällt aber nach knapp einem Zentimeter, woran man sich auch gewöhnen kann, das bleibt den kompletten Rauchverlauf so und „verunkompliziert“ das Raucherlebnis. Nach dem Anzünden sind die ersten Züge der Flores y Rodriguez Maduro Cabinet Sellecion Toro pfeffrig, aber mild; dann, nach einem knappen Zentimeter, justieren sich die Aromen. Sie zeigen Schokolade mit einer feinen Würze, etwas Leder und viel Tannenharz. Der Rauch hat ein angenehmes Volumen, ist süßlich und cremig. Ich möchte nicht von einem Rauchverlauf sprechen, die bereits genannten Aromen geben sich angenehm die Klinke in die Hand. Erstaunlich "mediterran" würzig für eine Dom.-Rep. Puro. Dabei ist die Toro mild bis mittelkräftig, aromatisch mit vollem Körper. Toll.


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Joya de Nicaragua Antaño 1970 Gran Perfecto
10.11.2017

Joya de Nicaragua Antaño 1970 Gran Perfecto
Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Die Gran Perfecto liegt gut in der Hand, wirkt allein haptisch schon „ausbalanciert“, sie ist definitiv "firmly packed", gibt dennoch nach. Fühlt sich gleichmäßig an, das Deckblatt hat etwas "Sandiges". Optisch wirkt die Gran Perfecto sehr gut und gleichmäßig gerollt, das sehr schön rotbraune Deckblatt gibt ihr jedoch etwas rustikales mit seinen prominenten Blattadern und der ungleichmäßigen Farbe, die fast wie eine Maserung oder Camouflage wirkt. Nach dem Entpacken verströmt die JDN Antano 1970 einen süßlichen, sehr stark-würzigen Kaltduft, der an Worcherstershire-Sauce erinnert (ähnlich der Dark Corojo, wobei diese einfach nach Maggi "stinkt"), dieser Geruch legt sich aber (leider) bereits nach wenigen Tagen Lagerung im Humidor. Im Kaltzug erahnt man dann auch neben einer klaren, angenehmen Tabak-Note Gewürze, Erde und Leder. Anschnitt und Anzünden gestalten sich problemlos, der Zugwiderstand allerdings ist nach dem Anzünden erstmal viel zu hoch, doch sobald die Perfecto "über den Buckel" geraucht ist, ist er an der Grenze zwischen optimal und etwas zu lose. Die Asche der Gran Perfecto ist nahezu weiß mit grauer Marmorierung, leider jedoch recht lose und teilweise flakig. Bei angenehmem Rauchvolumen ist die JDN Antano 1970 erstaunlicherweise höchstens mittelkräftig plus; ich fand sie recht leicht bei einem sehr angenehmen, komplexen, vollen Körper. Der Rauch transportiert tolle, kräftig-würzige Aromen mit dominantem Leder, Kaffee und Schokolade. Dazu kommt eine feine Röstsüße. Das 2. Drittel kann man am Besten beschreiben wie ein kleiner Frühstücks-Snack; ein Crema, dazu Schwarzbrot mit etwas Butter und Honig und eine kleine Schale Nussmix mit getrockneten Beeren. Die ganze Zeit über hat man dezent Pfeffer und Leder an der Nase. Bis hierhin war die Gran Perfecto ein tolles Raucherlebnis, Rauchvolumen, Konstruktion, Abbrandverhalten (sie ist, wohl dem Format geschuldet, ein Slow Burner) und Zugwiderstand waren erstklassig bei unerwartet „leichten“ Aromen (sie ist eine Flavor-Bomb, aber die Aromen sind entgegen der wuchtigen Erscheinung der Zigarre wirklich fein, ausbalanciert und gefällig, sozusagen ein Schaf im Wolfspelz). Doch das letzte Drittel war dann plötzlich nicht nur sehr zurückhaltend, leider kamen da dann auch Abbrandprobleme (Schief- und zunehmend Tunnelbrand) dazu. Bis dahin war das ein sehr angenehmes Raucherlebnis, doch das letzte Drittel lies dies auf einer sauren Note enden. Muss ich zur verlässlichen Bewertung erneut rauchen, zum Glück habe ich noch eine im Humidor.


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CLE Connecticut 11/18
10.11.2017

CLE Connecticut 11/18
Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Auf der Hausmesse bei Bendens erhalten. Die CLE Connecticut ist eine wirklich gute Zigarre mit einem meines Erachtens sensationellen PLV. Wie schon die Corona ist sie mild, cremig, fruchtig, süß und wird im Rauchverlauf zunehmend fruchtiger. Der Clou bei der 11/18 ist, dass sie durch die Veränderung im Ringmaß dazu sehr feine holzig-ledrige Aromen entwickelt, die im letzten Drittel mit der Fruchtsüße und -Säure zu einer Geschmacksmelange kumulieren, die an Erdbeeren mit grünem Pfeffer erinnert. Dabei bleibt sie cremig und zurückhaltend. An der Konstruktion, am Abbrandverhalten und an der Haptik gibt es nichts zu bemängeln, auch der Zugwiderstand ist angenehm, auch wenn er sich natürlich mit den unterschiedlichen Durchmessern ändert. Die 11/18 ist leider in ihrer Aufmachung mit dieser seltsam orange-silbernen Banderole echt unattraktiv…


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RoMa Craft Tobac CroMagnon Aquitaine Anthropology (Grand Corona)
27.10.2017

RoMa Craft Tobac CroMagnon Aquitaine Anthropology (Grand Corona)
Länge: 14.61Durchmesser: 1.83 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Vor einer Woche in einem Sampler gewonnen und gestern als erste aus diesem geraucht. Die CroMagnon Aquitaine Anthropology (eine Gran Corona, die den Namen „Menschenkunde“ trägt… finde ich fast noch amüsanter, als die Vitola Toro als „Schädel“ zu bezeichnen und die fette Robusto „Early Modern Human“ zu nennen… sie ist nicht einfach steinzeitlich, sondern oft auch ein kleines Bisschen morbid, die Mythologie, in der Skip und Martin sich mit ihren Zigarren bewegen, was ja auch an den Kisten zu sehen ist) liegt gut in der Hand. Sie wirkt sehr fein, keineswegs primal rustic strong. Sie ist sehr fest, gibt auf Druck nicht nach und wirkt sehr stramm gewickelt, so wie man es von RoMa Craft gewohnt ist. Das Habano-Deckblatt hat ein sehr schönes rotstichiges Braun, das sich auch in der Banderole wiederfindet, wirkt satt ölig und riecht nach nassem, schwelenden Heu und – vor allem – Leder. Der Kaltzug bestätigt diesen ersten Eindruck. Anschnitt und Flammannahme sind problemlos. Die ersten zwei, drei Züge hauen einem Pfeffer um die Ohren und sagen schonmal an, wo die Reise nikotinmäßig hingehen wird. Der Pfeffer tritt jedoch schnell in den Hintergrund (ohne jemals zu verschwinden, um sich im letzten Drittel wieder vorzumogeln). Man merkt sofort, wie gut die Gran Corona konstruiert ist, bei (bis zur Hälfte) konstantem Abbrand und mit einem angenehmen Rauchvolumen zeigt sie von Beginn an (anders als die beiden anderen in Deutschland erhältlichen Vitolas dieser Serie) ihre Stärke (ohne overpowered zu sein!) und ihren vollen Körper. Assoziation des ersten Drittels: Ein Barbecue-Fest auf einem Reiterhof bei leichtem Nebel. Die Asche ist schön graumelliert und fest, fällt in ca. 3cm „chunks“ wie von selbst. Im 2. Drittel spielt sich eine cremige, fruchtige Süße in den Vordergrund, mit karamellisierten Nüssen und – ja, Popcorn! Der Nebel ist verzogen und wir scheinen von dem Barbecue-Fest aus einen kleinen Spaziergang auf die benachbarte Kirmes zu machen… Grillfeuer mit Leder, frische Ballen feuchten Heus, kandierte Äpfel und Popcorn umspielen die Nase. Im letzten Drittel geht der Spaziergang weiter, durch einen Nadelholzwald, an der Nase Bourbon Whiskey (ausgebrannte Weißeiche?) mit Zimt und Pfeffer (erinnert mich stark an den FEW Grain Bourbon). Ab der Hälfte brennt sie nicht mehr so gerade ab, brauchte ein paar Nachbesserungen. Trotz des geringen Formates habe ich etwas über anderthalb Stunden mit der Gran Corona zugebracht und war wie weggetreten – ich dachte, ich würde wissen, was auf mich zukommt, da ich die Mode 5 und die Cranium der Serie bereits einige Male geraucht habe und Zigarren unter einem 50er Ringmaß gegenüber so meine Vorbehalte habe. Aber die Anthropology habe ich genossen, bis die Fingerspitzen brannten. Literally, am Schluss landete ein Nub von einem Zentimeter im Aschenbecher. Ich muss die Aquitaine Anthropology erneut probieren, aber soweit ist sie schonmal mein Favorit aus dieser Serie.


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Balmoral Anejo XO Gordito
25.10.2017

Balmoral Anejo XO Gordito
Länge: 10.16Durchmesser: 2.30 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Tolles Format, gut verarbeitet. Wunderschön anzusehender Decker. Die Banderolen sind gut abgestimmt und sehr schön zurückhaltend designt. Toller, süßlich-holziger Kaltgeruch. Dem Ringmaß wegen hab ich sie angebohrt und erstmal fast eine Stunde den Kaltzug genossen. Das ist mir bisher auch noch nicht passiert; alleine der Kaltzug hinterlässt schon einen wunderbaren süßlichen Eindruck auf der Zunge. Flammannahme problemlos. Über den kompletten, fast 2-stündigen Rauchverlauf (allerdings rauche ich auch extrem langsam) verwöhnt die Gordito einen mit sehr cremigem Rauch und Noten von frisch gemahlenem Kaffee und trockener, herber Bitterschokolade. Dazu kommt eine Melange diverser gerösteter Nüsse und dunkler Beeren. Etwas Laub auf nassem Waldboden lässt sich dahinter erahnen. Tannenharz mit Honig an der Nase. Ein bisschen wie ein Picknick im Kottenforst. Kein Pfeffer, null Schärfe. Die Balmoral Anejo XO Gordito wirkt wirklich sehr gereift und "erwachsen". Leider brennt sie wohl dem Format geschuldet sehr wellig ab und die Asche ist mit ihrem sehr dunklen Grau, tlw. Schwarz, zwar fest, aber nicht sonderlich schön. Bei einem so leckeren Smoke kann man da aber durchaus drüber hinwegsehen.


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4 von 4 Usern fanden diesen Beitrag hilfreich

Daniel Marshall DM2 Red Series Corona
24.10.2017

Daniel Marshall DM2 Red Series Corona
Länge: 13.97Durchmesser: 1.75 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Tolle kleine Zigarre, aber nichts für Zwischendurch. Die Kraft der Aromen sind ab dem ersten Zug zu spüren, ohne zu überfordern; sie hat einen sehr schönen, vollen Körper. Tolle, dunkle Aromen von Kaffee, Leder und Erde, etwas Pfeffer, eine schöne, trockene Zimt-Süße und gelegentlich Anklänge von Fruchtsäure. Schöner, weicher, dichter Rauch. Dabei mag ich gar nicht von einem Rauchverlauf sprechen, es ist eher ein Wechselspiel prominenter Aromen. Toll. Dazu ist die Corona sehr gut konstruiert, sie liegt gut in der Hand, brennt leicht wellig, aber konstant und langsam ab. Der Zugwiderstand ist in meinen Augen perfekt. Man kann die kleine dunkle Schönheit auch mal ein bis zwei Minuten unbeachtet lassen - ausgehen tut sie nicht. Eine tolle Zigarre für ein über einstündiges Raucherlebnis mit einem noch angemessenen PLV.


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2 von 2 Usern fanden diesen Beitrag hilfreich

Kristoff Ligero Maduro Robusto
24.10.2017

Kristoff Ligero Maduro Robusto
Länge: 13.97Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Von Glenn auf dem Big Smoke Cologne 2017 bekommen. Danke dafür! Liegt gut, aber erstaunlich leicht für eine Kristoff in der Hand. Schönes, speckiges, dunkelbraunes Deckblatt, tolle Präsentation. Riecht nach Erde und nassen Schwarzteeblättern. Scheint locker gedreht, sehr fusselig am Mundende nach Anschnitt. Flammannahme schwierig, produziert dennoch sofort viel dichten, cremigen Rauch. Startet mit Röstatomen von karamellisiertem Rindfleisch auf dem Holzkohle-Grill. Im Rauchverlauf kommen immer mehr Schokoladenaromen in den Vordergrund, wird dabei zunehmend trockener und holziger. Gewürze und eine schwer definierbare Schärfe an der Nase. Im letzten Drittel Aromen von frisch gemahlenen Kaffeebohnen und karamellisierten Nüssen (Mandeln?). Abbrand schwierig, braucht mehrfach Starthilfe. Interessant, muss ich erneut probieren; die ersten Exemplare davon, die ich vor einigen Jahren rauchte, schmeckten mir nicht so gut. Die Erfahrung macht doch einiges aus.


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2 von 2 Usern fanden diesen Beitrag hilfreich

Camacho Criollo Robusto
24.10.2017

Camacho Criollo NEU 2014 Robusto
Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Startet unerwartet mild mit viel Leder und einer milden (Röst-)Süße. Brennt toll ab. Wird im Rauchverlauf zunehmend zimtig mit starken, am Schluss leider überwiegenden, grasigen Noten, flacht geschmacklich auch zunehmend ab. Kann leider nicht halten, was das 1. Drittel verspricht. Mittelkräftig+.


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1 von 1 Usern fanden diesen Beitrag hilfreich

Casa de Torres Limited Edition Gran Corona Colorado Maduro 2016
24.10.2017

Casa de Torres Limited Edition Gran Corona Colorado 2016
Länge: 15.24Durchmesser: 1.59 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Konstruktion und Abbrandverhalten der LE16 sind tadellos, sie hat einen schönen, holzig-stalligen Kaltgeruch. Die Gran Corona produziert dichten und anfangs cremigen Rauch. Zug ist relativ fest, doch die Flammannahme top. Schon bei den ersten Zügen zeigt sie, wo es langgeht. Sie startet mit sehr kräftigen, dunklen und trockenen Aromen von Holz, Espresso und etwas Chili. Starke Röstnoten. Erinnert zu Beginn an die großartige Liga Privada T52 von Drew Estate. Doch das legt sich schnell, die Chili- und Röstnoten prügeln sich schon in den ersten Zentimetern in den Vordergrund und bleiben da. Im Rauchverlauf bleibt die Gran Corona linear mit wenig bis gar keiner Abwechslung. Hinterlässt ein trockenes Mundgefühl und den Nachgeschmack von nassem Leder auf Pferderücken. Wird zunehmend stechend pfeffrig an der Nase. Rauchdauer knapp 90min.


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La Galera 1936 Pegador (Corona Gorda)
06.10.2017

La Galera 1936 Pegador (Corona Gorda)
Länge: 13.97Durchmesser: 1.83 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Die Pegador hat ein schönes Erscheinungsbild, auch ohne Banderole. Schön marmorierter Sun Grown Decker, mit prominenten, doch dünnen Äderchen. Das boxpressed Format steht ihr. Kalt riecht sie schön ledrig-süßlich. Der Kaltzug des sehr leicht in der Hand liegenden Wickels bestätigt diesen Eindruck. Nach dem Entfachen war mein erster Gedanke: ist das echt eine Dominikanerin? Die ersten Züge werden dominiert von Erde und interessanten mineralischen Untertönen, ich würde sie schon als mittelkräftig einschätzen. Erde und die mineralischen Töne verschwinden nach wenigen Zügen ganz, Leder und eine starke Süße drängen sich in den Vordergrund. Die Corona bleibt über den gesamten Rauchverlauf mittelkräftig, das ist dann aber auch alles, was konstant bleibt. Obwohl sie mir gut konstruiert scheint, neigt sie zum Ausgehen, der Zug wird dementsprechend auch immer schwerer. Es schleichen sich dann ab der Hälfte auch viele "Fehlnoten" ein, weswegen mich dieser kleine Stick, der leider nicht halten kann, was Erscheinung und Kaltzug versprechen, verwirrt zurückgelassen hat und alles andere als pleased.


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Gurkha Cellar Reserve 12 years Platinum Solara (5x58)
06.10.2017

Gurkha Cellar Reserve Platinum Solara
Länge: 12.70Durchmesser: 2.30 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Gurkha Zigarren polarisieren und ich gehöre zu den Rauchern, die (nachdem ich das kaum überschaubare Sortiment anhand diverser Sampler durchprobiert oder besser anprobiert habe) eher nichts von dieser Marke halte außer Abstand. Die meisten der Wickel aus dem "Hause Hansotia" treffen, gelinde gesagt, überhaupt nicht meinen Geschmack bzw. kommen mir tendenziell eher aromenbefreit vor. Dagegen steht meist ein gesalzener Preis und eine prollig-überzogene Aufmachung; die Gurkhas sind klar auf Hingucker getrimmt. Die "Cellar Reserve" Linien sind da meines Erachtens jedoch echte Ausreißer - und die Platinum Solara besonders. Auf der Hausmesse als Probe erhalten hab ich sie gestern probiert. Die ersten ein bis zwei Zentimeter fühlte ich mich dann auch erst in meinen Vorurteilen bestätigt, doch sobald sie auf ihre volle Breite runtergeraucht ist, entfaltet sie wahnsinnig angenehme Aromen. Leichter Pfeffer und Zedernholz machen den Auftakt, treten aber zugunsten einer sirupartigen Süße in den Hintergrund. Im zweiten Drittel dominiert eben diese Süße, zu der sich aber langsam würzige Noten gesellen, die dann auch das letzte Drittel dominieren. Sie hat relativ viel Aufmerksamkeit erfordert; obwohl sie sehr lose gedreht wirkte, hatte mein Exemplar einen recht schweren Zug und tendierte zum Erlöschen. Ich musste mehrfach nachfeuern, denn stärkere Züge führen eher dazu, dass die Solara heiß und weich wird. Dennoch ein angenehmer, leckerer Smoke für knappe 1,5h. Höchstens mittelkräftig, doch (zumindest im letzten Drittel) full bodied. Wird seinen Weg sicher noch das eine oder andere Mal in meinen Humidor finden.


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Plasencia Alma del Campo Sendero (6x56 Toro Gordo)
06.10.2017

Plasencia Alma del Campo Sendero
Länge: 15.24Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Zwei auf der Hausmesse erstanden und relativ direkt testen müssen, auf dem Big Smoke in Köln dann noch mal nachgelegt. Die Toro Gordo ist ein herrlicher, mild bis mittelkräftiger Smoke mit dichtem, cremigen Rauch und hellen, süßen Aromen von weißer Schokolade und cremigem Karamell. Zum 2. Drittel hin mischen sich Zug um Zug Aromen von Erdnüssen und einer Idee Salz dazu. Langsam kann man (grünen?) Pfeffer erahnen. Das letzte Drittel verwöhnt einem dann mit prominenten Leder und Pfeffer, dahinter lässt sich noch immer die cremige Süße erahnen. Zug und Abbrand sind nahezu perfekt, die schön graumellierte Asche bis zu 5cm stabil. Ein wirklich guter Smoke, der trotz langsamen Rauchens und des großen Formates nach erstaunlich kurzen 1,5h vorbei ist. PLV bleibt jedoch fragwürdig.


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Don Pepin Flor de las Antillas MADURO Toro
06.10.2017

Don Pepin Flor de las Antillas MADURO Toro
Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Tolles, ovales boxpressed Format, schönes, dunkelbraunes Deckblatt, gut abgestimmte, überbordende Banderolen. Haptik, Optik und Kaltgeruch sind einzigartig. Die Flammannahme ist problemlos. Über die ganze Länge (gute 2h Rauchgenuss) ein mittelkräftiger, entspannter Smoke mit fester, schneeweißer Asche und nicht zu viel, aber cremigem Rauch. Wundervolle Aromen. Die Toro beginnt mit kräftiger, dunkler Bitterschokolade mit etwas weißem Pfeffer, im zweiten Drittel gesellt sich eine feine Würze hinzu, zusammen mit schwelendem, nassem Zedernholz und nassen Laub. Das letzte Drittel überrascht dann mit trockeneren, süßen und leicht salzigen Aromen, dominant bleibt am Schluss Leder. Toller, süßlich-würziger Raumduft. Herrlich. Direkt eine ganze Kiste geordert.


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Plasencia Reserva Original Robusto
06.10.2017

Plasencia Reserva Organica Robusto
Länge: 12.07Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM
Schönes Format, die etwas kürzere, dicke Robusto. Sieht auch toll aus, die angenehm "gehobenen" weiß-goldenen Banderolen sind ein schöner Kontrast zu dem hellen, fleckigen, rustikalen, braunen Deckblatt - allerdings hat man es hier stark übertrieben mit der Gestaltung; mit den drei z.T. doch sehr fetten Banderolen hat man das Gefühl, nur 25% der eigentlichen Zigarre zu sehen. Sie wirkt wertig und gleichmäßig, verströmt einen angenehmen Duft. Der Abbrand ist makellos, die graumellierte Asche hält fest. Die Plasencia Reserva Original Robusto raucht sich angenehm, sie ist mild und stark (sirupartig) süßlich, der wahsinnig cremige Rauch transportiert gezügelte Aromen von Erdnuss, frisch gemahlenem Kaffee, etwas Honig und Milchschokolade. Wird im Rauchverlauf holziger und würziger; im letzten Drittel ist sie dann mild++. Schöne Zigarre für den Start in den Tag oder zum nachmittäglichen Kaffee. PLV ist mehr als angemessen.


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Rodrigo de Jerez BLAU
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