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Padron Zigarren

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Padrón Cigars aus dem Herzen Nicaraguas

Am Anfang der überaus wechselvollen Geschichte der Padrón-Zigarren steht ein Hammer, genauer gesagt: ein Zimmermannshammer. Wie viele seiner Landsleute flüchtet Firmengründer José Padrón nach der Revolution von seiner Heimat Kuba nach Florida. Als mittelloser Einwanderer ist er auf 60 Dollar monatlicher Unterstützung durch die US-Behörden angewiesen, um sich und seine Familie durchzubringen. Seine Jobsuche verläuft zunächst erfolglos, und Zukunftssorgen setzen Padrón immer mehr zu. Für die glückliche Wende in seinem Leben sorgt ein Hammer, den ihm sein Freund Raul vom kubanischen Flüchtlingsbüro schenkt.

„El martillito“ – „das Hämmerchen“ – wird zum Werkzeug, mit dessen Hilfe Padrón in den Vereinigten Staaten Fuß fasst. Tagsüber arbeitet er als Gärtner, nachts als Zimmermann, angetrieben von seinem großen Traum: Er möchte Zigarren herstellen – solche, wie er sie aus seiner Heimat kennt. Als er 600 Dollar angespart hat, ist es soweit: 1964 eröffnet er in Miami seine eigene Fabrik; sechs Jahre später verlegt er die Produktion nach Nicaragua.

Heute steht Padrón an der Spitze seiner Zunft, bereits zum wiederholten Mal hat das amerikanische Fachmagazin „Cigar Aficionado“ ein Produkt der Marke Padron zur besten Zigarre der Welt gekürt. Doch der Weg dorthin war keinesfalls ein leichter: Während des Bürgerkriegs in Nicaragua brannte die Fabrik bis auf die Grundmauern ab und der Firmensitz in Miami war mehrfach Ziel von Bombenanschlägen. Als Präsident Reagan in den Achtzigerjahren ein Handelsembargo gegen Nicaragua verhängte, musste die Fertigung vorübergehend nach Honduras ausweichen, und auch der verheerende Hurrican Mitch, der 1998 über Mittelamerika zog, machte vor den Feldern der Padróns nicht halt.

Trotz aller Rückschläge war an Aufgeben nie zu denken. Inzwischen ist man nach Nicaragua zurückgekehrt, und Josés Sohn Jorge leitet nun die Geschäfte der Familie. Im Sommer 2014 handelte der deutsche Exklusivimporteur Kohlhase & Kopp wesentlich einfachere Bezugswege mit ihr aus. Zahlte man für eine Padrón zuvor rund doppelt soviel wie in den USA, haben sich die Preise angeglichen, was diese Zigarre auch im Hinblick auf das Preis-/ Leistungsverhältnis äußerst attraktiv macht. Somit sind sie im Vergleich zu Serien wie zum Beispiel den Macanudo, Dunhill, Fuente, Rocky Patel oder auch den Carlos Torano mittlerweile sehr günstig. Die beleibtesten Formate sind unter anderem die Churchill, die Exclusivo, die Diplomaticos und die Robusto. Der Deutschlandimporteur Kohlhase & Kopp vertreibt unter anderm noch die Flor de Copan, Chinchalero, Santa Damiana und die Cumpay.

Padrón Zigarrenlinien

Eine klassische Padrón besteht aus mindestens zwei Jahre gereiften, nicaraguanischen Sungrown-Tabaken, entweder in einem hellen Natural- oder im dunkleren Maduro-Deckblatt. Ergänzt wird das Sortiment durch exklusive Sondereditionen, wie etwa die „Padrón 1964 Anniversario“, welche anlässlich des Firmenjubiliäums erschienen ist oder auch die „Padrón Series 1926 Anniversary“ zu Ehren des Geburtstags von Firmengründer José.

Übrigens: Der Hammer besitzt längst einen Ehrenplatz in der Firma. Auch wenn Tabak längst das Brot der Familie ist, wissen die Padróns, was sie „el martillito“ zu verdanken haben.