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Pfeifentabak für Anfänger - Tipps für Einsteiger


Der Einstieg in die Welt des Pfeifenrauchens ist für viele Interessenten vielleicht etwas verwirrend. Denn neben der Auswahl der Pfeife, ist es vor allem die Wahl des Pfeifentabaks, die ein entscheidender Punkt für den guten Rauchgenuss einer Pfeife ist.

Nachstehend geben wir Ihnen einen kleinen Überblick, der Ihnen dabei helfen soll, den richtigen Tabak für Sie zu finden. Diese Übersicht ersetzt aber in der Regel nicht die Beratung durch einen Freund, der bereits erfahren im Pfeifenrauchen ist, oder natürlich die Beratung durch einen Fachhändler.

Allgemeines

Pfeifentabak sollte weder zu trocken noch zu feucht sein. Der Feuchtigkeitsgehalt sollte zwischen 13% und 16% liegen. Ist der Tabak zu trocken, brennt er schneller und kann zu heiß werden. Dadurch kann auch die Pfeife Schaden nehmen und unbrauchbar werden. Ist der Tabak zu feucht, entfaltet er zwar mehr Aromen, brennt aber auch schlechter und sorgt für einen schlechten Rauchgenuss.

Die verschiedenen Sorten an Pfeifentabak

Fertiger Pfeifentabak besteht aus verschiedenen Roh- und Würztabaken. Durch die verschiedenen Verarbeitungsschritte sowie Kombinationen unterschiedlicher Tabake entsteht eine Vielzahl an Pfeifentabaken bzw. Tabakmischungen. Allein in Deutschland stehen dem Pfeifenraucher über 700 verschiedene Pfeifentabake für den individuellen Rauchgenuss zur Verfügung.

Bei dem Rohtabak unterscheidet man zwischen Virginia- und Burley-Tabak. Ein dritter, häufig genannter Pfeifentabak ist der Cavendish-Tabak. Dieser ist aber keine reine Tabaksorte, sondern das Ergebnis zwischen den oben genannten Rohtabaken, Virginia und Burley-Tabak. 

Der Virginia-Tabak ist benannt nach dem US-Bundesstaat Virginia, in dem er erstmals kultiviert wurde. Heute werden überall auf der Welt mehrere hundert Sorten angebaut, jährlich kommen neue hinzu. Der Virginia-Tabak ist die am meisten verwendete Tabaksorte in Pfeifentabaken. Wegen seiner orangegelben Farbe, die er der Heißlufttrocknung verdankt, wird er auch „heller Tabak“ genannt.

Außerdem wird er meistens soßiert und aromatisiert, also mit einer zucker- und aromenhaltigen Lösung getränkt und wieder getrocknet. Dem Tabak wird mit den aromatischen Substanzen ein besonderer Geschmack und Geruch verliehen. Am bekanntesten dürften wohl die Vanille-Tabake sein. Weitere Ingredienzen sind z.B.: Rosenblätter, Tee, Lakritze, Nelkenholz, Honig, Rum, Whisky, Schokolade, Lakritz.

Latakia ist auch eine Orient Tabaksorte, die jedoch in der Regel als Würztabak verwendet wird. Lakatia-Tabak hat einen unverwechselbaren rauchigen Geschmack, der durch die Rauchtrocknung (fire-cure) entsteht. Der Geschmack hängt von der für das Feuer verwendeten Holzart ab. Latakia ist oft ein Bestandteil Englischer Tabake.

Der Burley-Tabak ist eine der meist verwendeten Tabaksorten für Zigaretten und Pfeifentabak. Diese Tabake werden zwar in der ganzen Welt angebaut, die typischen Anbaugebiete liegen aber in den USA. Hier sind es vor allem Kentucky und Tennessee. Burley-Tabak benötigt schwerere Böden und stärkere Düngung als Virginia-Tabak.

Die Burley-Tabaksorten haben eine hell braune bis in dunkelbraune Farbe. Dies kommt aus einem Mangel an Chlorophyll. Es handelt sich hier um einen großblättrigen und luftgetrockneten (aircured) Tabak.

Durch die Lufttrocknung wird dem Tabak der Zucker größtenteils entzogen. Dadurch erhält er seine charakteristische braune Farbe und einen zigarrenähnlichen Geschmack. Lesen Sie dazu auch:

Ein seltener Burley-Tabak ist der Perique-Tabak, ein roter Burley-Tabak aus Louisiana. Der Perique-Tabak brennt langsam, schmeckt streng und ist eher stark. Perique-Tabak wird kürzer getrocknet als herkömmlicher Burley-Tabak. Der aromen- und nikotinreiche Perique findet hauptsächlich in Pfeifentabakmischungen als Würztabak Verwendung.

Siehe hierzu auch: 

Press- und Schnittarten und Tabakmischungen

Grundsätzlich gilt, dass, je grober ein Tabak geschnitten ist, desto langsamer und kühler lässt er sich rauchen. Die Schnittbreite eines Tabaks ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal und beeinflusst das Glimmverhalten einer Mischung. Die geläufigsten Schnittbreiten liegen zwischen 1,5 und 2,5 mm.

Pfeifentabake werden außerdem in den unterschiedlichsten Press- und Schnittformen angeboten.

Presstabak

Fast alle Pfeifentabake sind sogenannte Presstabake. Bei diesem Herstellungsprozess werden die Blätter nach dem Mischen und Befeuchten zu einem Tabakkuchen mit einem Druck von bis zu 50 Tonnen für mindestens 12 Stunden zusammengepresst. Danach werden die Platten mehrere Wochen gelagert um eine volle Aroma-Entfaltung zu erhalten.

Anschließend werden aus dem Tabakkuchen, Riegel und weitergehend dünne Scheiben geschnitten. Diese kommen dann in die Verpackungsdosen, die der Kunde erwerben kann. Dabei wird der Tabak meistens in eine der im Folgenden beschriebenen Schnittarten verarbeitet.

Schnittarten

Die Pfeifentabake, die nach der oben beschriebenen Prozedur verarbeitet werden, nennt man Flake Cuts. Weitere Bezeichnungen sind Plug (Plug Cut oder Plug Slice) und Navy Cut.Pfeifentabak bestellen

Der Name Navy Cut kommt daher, dass diese Methode der Verarbeitung ursprünglich von Seefahren erfunden wurde. Sie hatte den Vorteil, dass man große Mengen platzsparend transportieren konnte, und die Tabake hatten dadurch eine längere Lagerungszeit. Denn durch die geringe Oberfläche halten die Flakes die Feuchtigkeit länger als geschnittene Mischungen.

Bei dem Flake Cut muss der Pfeifenraucher die Scheiben vor dem Einfüllen in die Pfeife auflockern. Entweder wird der Tabak in der Handfläche in die gewünschte Feinheit zerbröselt, oder man legt die Flakes geknickt oder gefaltet in die Pfeife.

Das Anzünden, ebenso wie den Tabak in Brand halten zu können, erfordern etwas Übung, und es ist nicht ratsam, als Einsteiger mit diesen Pfeifentabaken anzufangen. 

Curly Cut ist eine weitere geläufige Schnittart. Damit bezeichnet man in Scheiben geschnittenen, meist dünneren Strangtabak. Strangtabak hat seinen Namen durch das Spinnen von entrippten Tabakblättern zu einem Endlosstrang. Anschließend wird der Strangtabak in ca. 20 cm lange Stücke abgeschnitten, von denen sich der Pfeifenraucher selbst seine gewünschte Portion abschneiden konnte.

Beim Curly Cut hingegen werden die ganzen Tabakblätter mit den Saftadern zu einem kompletten Strang von ca. 3 cm Durchmesser gesponnen. Bei diesem Vorgang wird den Blättern tropfenweise Olivenöl zugesetzt, wodurch der Tabak seine spezifischen Merkmale erhält.

Der Curly Cut-Tabak wird wie der Flake Cut in Scheiben, geknickt oder gefaltet, in die Pfeife gelegt. Am besten für diese Schnittart sind schlanke, hohe Pfeifen.

Auch bei diesem Pfeifentabak erfordert die Handhabung Übung und ist eher für fortgeschrittene Raucher ratsam.

Granulate oder auch Cross-Cut genannt ist gekörnter Tabak. Dieser wird wie der Presstabak verarbeitet und in Scheiben geschnitten. Durch einen weiteren Schneidevorgang, dem Cross Cut, entsteht dann die typische Körnung.

Als Ready Rubbed (Mixture) bezeichnet man die Schnittart, die heute sehr verbreitet ist. Bei dieser Schnittart wird der Tabakkuchen wie beim Flake Cut geschnitten, allerdings nur einmal. Anschließend wird der Tabak in einer Wirbeltrommel zu pfeifengerechten Flakes (Scheiben) zerlegt.

Dies ermöglicht es dem Pfeifenraucher, den Tabak ohne große Vorbereitung in die Pfeife zu legen. Der Tabak brennt leichter, und daher ist Ready Rubbed für Einsteiger in das Pfeifenrauchen von den oben genannten Schnittarten am ehesten zu empfehlen.

Crimp Cut ist der Name für einen kurzgeschnittenen Pfeifentabak. Diese Schnittart wird zwar auch gepresst, aber nur kurz. Durch den anschließenden Schnitt und eine spezielle Trocknung erhält der Tabak eine kräuselnde Form.

Abschließend gibt es dann noch den lose geschnittenen Pfeifentabak. Dieser als Loose Cut bezeichneten Tabake werden nicht gepresst und müssen vor dem Stopfen nicht aufgelockert werden.

Diese beiden Pfeifentabake lassen sich leichter stopfen, sind gleichmäßiger im Abbrand und daher für Einsteiger sehr zu empfehlen.

Lagerung und Pflege

Um den vollen Genuss zu haben, sollten Sie mit dem Tabak sorgfältig umgehen. Bei 'normalem' Verbrauch, regelmäßigem Rauchen einer Pfeife mit dem gleichen Tabak, ist eine geöffnete Packung mindestens zwei Wochen haltbar.

Wechselraucher sollten sich kleine Befeuchter in die Dosen oder Packungen legen, um Frische und Feuchtigkeit des Tabaks zu erhalten.

Wer aber seinen Tabak über längere Zeit frisch halten möchte, entweder, weil er nicht oft, oder aber, weil er viele Mischungen gleichzeitig raucht, kommt um die Anschaffung geeigneter Vorratsgefäße nicht herum. Prinzipiell eignen sich alle Behälter, die luftdicht schließen. 

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