Summe
0 €

Pfeifenfilter

10 Artikel gefunden
von 1
von 1
Informationen

Pfeifenfilter – für den angenehm milden Rauchgenuss

Pfeifenfilter erfreuen sich unter unseren Kunden großer Beliebtheit. Das ist keine Überraschung, sind ihre Vorteile doch offensichtlich: An erster Stelle steht natürlich der gesundheitliche Aspekt: So ist ein Filter in der Lage, Teer und andere Schadstoffe, die beim Abbrand von Tabak freigesetzt werden, zurückzuhalten. Auch die Nikotinmenge, die den Filter passieren kann, fällt geringer aus.

Zudem bindet der Filter Kondensate aus dem Abbrand des Tabaks und ermöglicht so ein trockeneres und damit auch kühleres sowie milderes Rauchen. Das macht den Smoke angenehmer, was von Einsteigern ebenso wie von erfahrenen Pfeifenfreunden geschätzt wird. Da es zahlreiche verschiedene Filter mit unterschiedlichen Eigenschaften gibt, will die Auswahl sorgfältig getroffen sein.

Pfeifenfilter: eine deutsche Erfindung

Unbedingt wissen sollte man, ob die eigene Pfeife eine Filterkammer besitzt und, falls ja, wie groß diese ist. Ein Großteil der Pfeifen auf dem deutschen Markt sind für Filter von 9 mm ausgelegt. Das hat historische Gründe: Die Wiege des Aktivkohlefilters, wie wir ihn heute kennen, steht nämlich in Deutschland, genauer gesagt in Franken. Die Nürnberger Firma Vauen war es, die ihn 1934 als sensationelle Weltneuheit präsentierte – mit einer Dicke von 9 mm. Inzwischen hat eine Vielzahl von Pfeifenmanufakturen ihre Filterbohrung für den deutschen Markt auf dieses Maß angeglichen. Der Original-Filter von Vauen ist unter seinem ursprünglichen Markennamen Dr. Perl übrigens noch immer erhältlich, auch wenn er seit seiner Markteinführung ständig optimiert wurde.

Doch nicht überall konnte sich der Trend zum Pfeifenfilter durchsetzen wie hierzulande. In vielen anderen Ländern verzichtet man überwiegend darauf. Kritiker wenden u.a. ein, dass manche Filter den natürlichen Tabakgeschmack verfälschen würden, und beklagen den im Vergleich zum ungefilterten Smoke stärkeren Zugwiderstand. Und da die Verwendung von Filtern also eine weitestgehend auf Deutschland beschränkte Praxis ist, besitzt eine nicht unbedeutende Anzahl ausländischer Pfeifenmodelle überhaupt keine Filterkammer.

Pfeifenfilter mit unterschiedlicher Dicke

Auch die Dicke der Pfeifenfilter variiert. Die genannten 9 mm sind zwar am weitesten verbreitet, es gibt sie jedoch auch in sehr dünn wie 3 oder 4 mm, wie sie von Denicotea hergestellt werden. Sie können auch in Pfeifen eingeführt werden, die nur über die sogenannte Normalbohrung verfügen, d.h. keine spezielle Filterkammer besitzen. Der italienische Pfeifenhersteller Savinelli hat auch Pfeifen mit einer Bohrung von nur 6 mm sowie passende Filter im Angebot. Der Vorteil gegenüber einem 9 mm dicken Filter ist, dass sich bei der geringeren Größe der Pfeifenholm entsprechend schlanker gestalten lässt.

Aktivkohlefilter für Pfeifen

Der klassische Aktivkohle-Filter besteht aus granuliertem Kohlenstoff mit einer großen inneren Oberfläche. Sie ermöglicht es ihm, sehr viele Schadstoffe aufzunehmen. Allerdings kann Aktivkohle nur einen vergleichsweise geringen Teil des Kondensats absorbieren, wodurch man den Tabak etwas nass raucht.

Wer sich für einen Aktivkohlefilter entscheidet, sollte außerdem beachten, ihn richtig einzulegen. Filter wie zum Beispiel der von Vauen haben eine Deckkappe, die sich farblich abhebt. Sie sollte immer zur Mundstückseite zeigen und vom Pfeifenkopf weg eingesetzt werden, denn sie besteht aus Kunststoff, das ab einer gewissen Temperatur schmilzt und daher nur für die kalte Seite konzipiert wurde. Das weiße Ende hingegen ist aus hitzebeständigem Keramik und weist in Richtung Kopf.

Meerschaumfilter

Filter aus Aktivkohle sind zwar das gängigste, aber nicht das einzige Material. Auch Filter aus Meerschaum finden Verwendung. Durch seine grobe und offene Struktur kann das Mineral Sepiolith, so der wissenschaftlich korrekte Name von Meerschaum, Feuchtigkeit wie ein Schwamm binden. Vor allem bei gesoßten Tabaken ist diese Eigenschaft nützlich, weil diese Tabake meist etwas feuchter abbrennen. Allerdings filtert Meerschaum, was Teer und Nikotin betrifft, nicht ganz so gründlich wie Aktivkohle.

Balsaholzfilter

Zudem fertigt Savinelli auch Filter aus Balsaholz. Es handelt sich dabei um ein poröses, leichtes Holz, das vor allem dazu dient, Kondensate aufzunehmen. Es macht also den Smoke angenehm und mild, absorbiert jedoch kaum Schadstoffe.

Die Gefahr des Durchbrennens

Wer einen Pfeifenfilter verwendet, muss sich bewusst sein, dass der Filter durchaus einen gewissen Widerstand beim Zug leistet. Naturgemäß neigt man daher dazu, kräftiger an der Pfeife zu ziehen. So besteht aber die erhöhte Gefahr, dass die Pfeife zu heiß geraucht wird und ein Durchbrenner entsteht. Dies sollte man stets im Hinterkopf behalten.

Filtergranulate

Für jene, die ohne Standart-Filter rauchen, d.h. ihre Pfeife filterlos bevorzugen, und trotzdem Schadstoffe und Kondensate meiden möchten, gibt es Filtergranulat. Es wird direkt unter dem Tabak in den Pfeifenkopf gelegt. Je nach Größe des Pfeifenkopfs benötigt man etwa drei bis fünf Granulate. Auch sie bewirken eine filternde Wirkung und lassen sich anschließend mit dem gerauchten Tabak entsorgen.