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Schuster Zigarren

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Schuster Zigarren – familiäre Tabakbande aus Bünde

altObwohl der Tabak nicht wirklich eine urdeutsche Pflanze ist, hat sich auch hierzulande eine vielhundertjährige Tradition in Sachen Tabakanbau und -verarbeitung herausbilden können. Dennoch ist diese Tradition deutliche älter als die meisten der heute noch tätigen Manufakturen, die mit dieser schönen Arbeit Geld verdienen und vielen Aficionados genussreiche Stunden schenken. August Schuster gehört zu diesem erlesenen kleinen Kreis deutscher Tabakfirmen, die sich gegen eine internationale Konkurrenz, nicht zuletzt aus Asien, behaupten müssen. Aber noch sieht die Welt der „ Schuster Cigarren“, wie man noch so herrlich großväterlich bei August Schuster schreibt, sehr gediegen aus – trotz nationaler Antirauchergesetze und dem internationalen Gegenwind aus Billiglohnländern und Billigprodukten.

100 Jahre westfälische Firmengeschichte

1909 wurde Schuster Zigarren von August Schuster gegründet – und er ist der einzige in einer großen Familie von Tabakunternehmern, dessen Firma noch heute in Bünde tätig ist. Das westfälische Bünde galt einst als Zigarrenstadt – ein ehrenvoller Titel, den sie eigentlich nur noch aus historischen Gründen trägt. Auf die Mitte des 19. Jahrhunderts kann man den Beginn der dortigen Zigarrenherstellung festlegen, als der gebürtige Bündener Tönnies Heinrich Wellensiek bremischen Tabak mitbrachte, um in seinem Elternhaus die ersten Rauchwaren herzustellen. Die Schusters, eigentlich eine alteingesessene Bäckersfamilie, kamen erst einige Jahrzehnte später auf den Geschmack, vielleicht war es auch der Wahlspruch der Familie „Seit Generationen dem Genuss verpflichtet“, der Herman Schuster 1897 zur Gründung einer Zigarrenfabrik veranlasste. Die Schusters, in deren Reihen es zahlreiche Tabakunternehmer gab, gelten noch heute mit als eine der größten Zigarren-Familien der Welt. Schuster Zigarren wird mittlerweile in dritter Generation geführt, seitdem 1983 die Enkel Philipp und Manfred Schuster das Ruder übernahmen. Die nächste Generation
steht auch schon bereits in den Startlöchern um diese wunderbare Tradition weiterzuführen. Die Tabakwaren des westfälischen Unternehmens bestechen nicht allein durch die vielen Jahrzehnte Tabakkunst. Auch das Drumherum, die Etiketten und sogar die Holzkistchen für die Zigarren werden in der Firma mit viel handwerklichem Geschick selbst hergestellt. Bis zum heutigen Tage wird ein großer Teil der Zigarren, die von Händlern in Deutschland als ihre Eigenmarken angeboten werden, hier produziert. Vieles maschinell, das ist wahr. Aber auch einige Premium-Shortfiller-Zigarren in Handarbeit, die mit dem Begriff TAF gekennzeichnet werden und die eine Qualitätsstufe unterhalb von TAM-Zigarren stehen. So zum Beispiel die renommierten Hausmarken Lepanto, Partageno y Cia und C. Mendoza, die Liebhabern hochwertiger Zigarren aus reinem Tabak ein Begriff sind.

Tabakvielfalt auf hohem Niveau

Bei Schuster Zigarren ist man stolz darauf, dass die hauseigenen Produkte ausschließlich aus 100-prozentigem Tabak bestehen. Es wird somit kein so genannten Bandtabak verwendet, bei dem es sich um ein Gemisch von Tabak- und Zelluloseresten handelt – typisches Kennzeichen von Billigzigarren. Die Kunden wissen dieses Qualitätsmerkmal zu schätzen – Schuster Zigarren sind heute so beliebt wie vor 100 Jahren, zumal auch das Sortiment an Zigarren-Marken breit gefächert ist und sowohl Tabake karibischer als auch mittelamerikanischer Herkunft verarbeitet werden. Nicht zuletzt die Verwendung von Mata-Fina-Tabaken trägt zur hohen Qualität bei, gilt er doch unter Kennern als derzeit teuerste Tabaksorte, die für Zigarren verwendet werden. Aufgrund des 100-jährigen Firmenjubiläums 2009 wurden die Schuster Aniversario kreiert, für die schon 1995 einige besondere Tabakballen beiseite gelegt wurden, damit diese sorgsam über die Jahre reifen konnten. Die Aniversario No. 1 und No. 2 werden maschinell hergestellt, enthalten aber Tabake dieses speziellen Jahrganges, was sie zu etwas Außergewöhnlichem macht. Die No. 3 ist hingegen ein handgemachter Longfiller aus der Tabacalera in Honduras, mit denen die Bündener bereits lange zusammenarbeiten. Zu nennen ist vielleicht auch noch die Schuster Hole 19, die einen hochwertigen Genuss zum Abschluss eines gelungenen Golfspiels verspricht. Hole 19 Zigarillos sind mit einer Mischung aus Tabaken aus Havanna, Brasilien und der Dominikanischen Republik in der Einlage gefertigt und in ein helles Connecticut-Deckblatt eingerollt. Passend dazu wird das aufwändig hergestellte Holzkistchen mitgeliefert, das dieser Rauchwaren eine angemessene Aufbewahrung verspricht.