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Partagas  (Portofrei)

Partagas (Portofrei)

Partagas ist eine der Marken mit der breitesten Produktpalette Cubas, welche immer noch in der gleichen Fabrik hergestellt werden wie zur Zeit ihrer Gründung im Jahre 1843 durch Don Jaime Partagas. Die kleineren Formate werden teilweise maschinell hergestellt und in Cellophan verpackt, wohingegen die größeren würdige Vertreter der typischen, voll-würzigen Geschmacksrichtung cubanischer Cigarren sind. Besonders hervorzuheben ist die Double Corona Lusitania, die neben dem leicht ölig-süßlichen Eindruck auch würzige Aromen in Richtung Kaffee-und Kakaoaroma bietet. Insgesamt ist sie dennoch innerhalb der Partagas-Serie als mild einzustufen. Bedeutend kräftiger hingegen sind die Churchills de Luxe und die 8-9-8 Varnished, welche ihren Namen im Übrigen durch die Art der Präsentation in drei Lagen zu 8-9-8 Stück bekam. Die Série du Connaisseur besticht durch ein homogeneres Rauchverhalten und eine gewisse Eleganz im Geschmack, was durch die drei Formate optisch unterstrichen wird. Hierbei ist die No. 3 als Einsteigercigarre geeignet, während bei der No. 1 wiederum kämpfen angesagt ist.

Das Format Petit Bouquet läuft leider aus. Auch hier haben wir uns für Sie den Restbestand des Importeurs gesichert.

Wissenswertes zur Marke:

Don Jaime Partagás gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten der cubanischen Tabakgeschichte.  Er ist der Gründer der berühmten Partagás-Cigarrenmanufaktur im Jahr 1845. Sein vollständiger Name lautet Jaime Partagás y Rabell. Der Katalane, um den sich eine ganze Reihe von Geschichten und Legenden rankt, wurde auf seiner eigenen Tabakplantage, der Vega Hato de la Cruz in der Vuelta Abajo ermordet.  Dieses Verbrechen ist bis heute genauso unaufgeklärt, wie nach Erzählungen der Arbeiter aus der Fabrik in der Calle Industria, das mysteriöse Auftauchen des Don Jaime nach seinem Tod.

Auf dem Gelände der heutigen Partagás-Fabrik stand seit 1827 ein anderes Gebäude, das ein sogenanntes „Chinchalito“ beherbergte. Der Begriff „Chinchalito“ bezeichnet eine dieser unzähligen kleinen Cigarrenmanufakturen, die es im späten 18., frühen 19. Jahrhundert in Cuba gab. Es handelte sich dabei um kleine Familienunternehmen, die Geschäft, Fabrik und Wohnsitz unter einem Dach hatten.

Im Jahre 1845 erbaute Partagás an dieser Stelle, in der Calle Industria 60 (das Gebäude trägt heute die Nummer 520) die „Königliche Cigarrenmanufactur Partagás“, direkt hinter dem Capitol, im Herzen der Stadt Havanna. Es ist inzwischen die älteste Cigarrenfabrik Cubas, die heute noch in Betrieb ist. Schon zu Partagás Lebzeiten müssen die Geschäfte ausgezeichnet gelaufen sein, denn für die damalige Zeit war dies eine sehr große Fabrik. Die Bezeichnung „Königliche Manufaktur“ hat sich Partagás einer Legende zufolge dadurch verdient, dass er bedeutende Persönlichkeiten Europas und Mitglieder arabischer Königshäuser mit Cigarren belieferte.  Ein Grund seines Erfolges war die Tatsache, dass er einige der besten Plantagen der Vuelta Abajo besaß und persönlich den Tabak für seine Cigarren auswählte. Als erster experimentierte er außerdem mit unterschiedlichen Fermentationsarten und reifegelagertem Tabak.

Seit 1860 wurde in der Fabrik ein Vorleser beschäftigt, der den Rollern laut vorlas. Damit wurde die zum Teil recht monotone Arbeit der Roller weniger langweilig und die Arbeiter außerdem gebildeter. Ob er, wie behauptet, tatsächlich der erste gewesen ist, der dies tat, steht nicht zweifelsfrei fest.

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere, entweder 1864 oder „in der Nacht des 17. Juni 1868“ (beide Todesdaten werden in den Quellen genannt) wurde Partagás auf einer seiner Plantagen durch einen Schuss verletzt und erlag kurze Zeit später seinen Verletzungen. Die Umstände seines Todes sind nie eindeutig geklärt worden, eine Legende erzählt, dass ein Rivale einer seiner amourösen Affären der Mörder sei.

Sein Sohn José Partagás übernahm daraufhin die Geschäfte. Ende des Jahrhunderts veräußerte die Partagás-Familie die Fabrik an einen Banker namens José A. Bance. 1900 verkaufte dieser dann an „Cifuentes, Fernandez y Cía“, wobei der Grund dafür nicht ganz klar ist. Die Arbeiter der Fabrik berichteten von finanziellen Schwierigkeiten während des zweiten Unabhängigkeitskrieges von 1895 bis 1899.

Im Jahre 1954 kamen zur Marke Partagás die Marken Bolívar und La Gloria Cubana hinzu, die seitdem auch in der Partagás-Fabrik produziert werden. Während der Revolution war Partagás der zweitgrößte Cigarrenexporteur nach H.Upmann.

Nach der Revolution, 1961, verließ die Cifuentes-Familie Cuba, die Partagás-Fabrik ging in staatliche Hand über. Seitdem werden in der Fabrik neben Partagás vor allem auch die Habanos der Marken Bolívar und Ramón Allones produziert, allesamt Cigarren von eher kräftigem Geschmack.

 

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