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So finden Sie gute Zigarren


Als erstes stellt sich natürlich die Frage, was ist eine gute Zigarre und woran erkennt man sie? Der subjektive Eindruck einer guten Zigarre ist selbstverständlich jedem Aficionado und Aficionada überlassen, da man über Geschmack ja bekanntlich nicht streiten kann. Aber es gibt natürlich auch objektive Merkmale an denen man sehen kann ob es sich um eine gute Zigarre handelt. Diese Merkmale wollen wir Ihnen im Folgenden etwas näher bringen.

Allgemein

Grundsätzlich ist ein guter Tabak die Grundlage einer guten Zigarre. Neben dem guten Tabak und der Tabakmischung spielen das Herkunftsland und das Format eine entscheidende Rolle für den Geschmack der Zigarre. Allgemein gilt, dass handgerollte Zigarren aus langen Blättern (also Longfiller) eine höhere Qualität haben als maschinell hergestellte Zigarren (in der Regel Shortfiller). Vorausgesetzt, das beim kompletten Produktionsprozess keine Fehler passiert sind.

Wie bei allen Produkten ist der Preis kein qualitatives Kriterium. Auch preiswerte Zigarren können eine gute, wenn nicht sogar hochwertige Qualität besitzen. Die Auswahl einer Zigarre hängt natürlich auch davon ab, ob der Raucher ein Anfänger oder ein fortgeschrittener, erfahrener Aficionado ist.

Lesen Sie auch hierzu: Was Einsteiger bei der Wahl einer Zigarre beachten sollten.

Herkunftsland

Das Herkunftsland der Zigarre ist das erste Kriterium bei der Auswahl. Denn die Geschmacksrichtungen kann man anhand des Landes ein wenig eingrenzen. Die mildesten Zigarren kommen eher aus der Dominikanischen Republik und sind für Einsteiger gut geeignet. Sie haben meistens einen süßlichen Geschmack und ein wenig nussiges Aroma. Zigarren aus Honduras hingegen sind etwas würziger. Nicaragua-Zigarren haben eine Geschmacksbreite von mild bis kräftig und sind auch eine Alternative zur Königin der Zigarre – der kubanischen Zigarre. Die kubanische Zigarre besticht durch einen erdig-würzigen Geschmack und wird allgemein als kräftig oder auch stark eingestuft.

Formatauswahl

Als allgemeine Regel gilt, dass dicke Zigarren meist ein volleres Aroma besitzen, gleichmäßiger und langsamer brennen als dünne Zigarren und weniger heiß werden. Weiterhin werden – zumindest auf Kuba – die großen Marken und Formate von erfahrenen Rollern (Torcedores) produziert. Die kleinen Formate werden eher von Lehrlingen oder weniger geübten Rollern hergestellt.

Zu den kleinen Formaten zählen hier die Petit Corona und die kleine Panetela. Die Corona, Corona Gorda, Panetela und die Robusto zählen zu den mittleren regelmäßigen geformten Formaten. Die Gran Corona und die Double Corona sind die Vertreter der großen Formate. Eine Zigarre mit einem unterschiedlich dicken Körper nennt man Figurado oder auch Torpedo oder Piramide. Auch die Salomones und Diadema gehören zu dieser Art der Zigarre.

Siehe auch Artikel: Zigarrenformate – welche Formate gibt es und wie unterscheiden sie sich.

Weiterhin bestimmt in der Regel auch die Tageszeit die Auswahl einer Zigarre. Die meisten Aficionados werden am Vormittag kleine und milde Zigarren auswählen. Erfahrene Raucher werden tagsüber vielleicht eher zu einer Robusto greifen, die viel Geschmack in einem überschaubaren Zeitrahmen bietet. Und nach einem Abendessen wird man zu den großen Zigarren mit viel Körper und Rauchdauer greifen, da dünne Zigarren nicht lange brennen und vielleicht zu mild sind.

Lesen Sie auch: Wie das Zigarrenformat den Zigarren Geschmack beeinflusst.

Die Farben des Deckblatts

An der Farbe des Deckblatts kann man ein wenig ablesen, welches Aroma die Zigarre wahrscheinlich hat. Je dunkler das Deckblatt ist, desto süßer und stärker wird das Aroma sein. Das liegt daran, dass dunkle Blätter durch mehr Sonneneinwirkung einen höheren Öl- und Zuckergehalt haben. Welchen Einfluss das Deckblatt auf den Geschmack hat, können Sie auch hier nachlesen.

Allgemein unterscheidet man zwischen sieben Grundfarben bei den Deckblättern. Natürlich gibt es noch viele Schattierungen neben diesen Grundfarben mit recht obskuren Namen. Diese haben sich aber im Allgemeinen nicht durchgesetzt.

Double Claro oder auch Claro Claro

Farbe ist ein grünliches braun. Der Geschmack ist sehr mild und leicht, kaum öl-haltig. Dies liegt daran das die Blätter früh gepflückt werden.

Claro

Farbe ist ein helles Braun. Es ist die Farbe der klassischen milden Zigarre. Eine Zigarre der Farbe claro:

Colorado Claro

Farbe ist mittelbraun und ist im Geschmack ähnlich der Farbe Claro. Eine Zigarre der Farbe Colorado Claro:

Colorado

Farbe ist ein rötliches, dunkles braun und hat einen aromatischen Geschmack. Eine Zigarre der Farbe Colorado:

Colorado Maduro

Farbe ist dunkelbraun. Der Geschmack ist mittelstark und noch aromatischer als Maduro. Eine Zigarre der Farbe Colorado Maduro:

Maduro

Farbe ist ein sehr dunkles Braun und hat ein eher kräftiges Aroma. Eine Zigarre der Farbe Maduro:

Oscuro

Farbe ist schwarz. Der Geschmack ist sehr stark mit wenig Bouquet. Eine Zigarre der Farbe Oscuro:

Wenn man sich eine komplette Kiste einer bestimmten Zigarre zulegen möchte, kann man die Qualität der Zigarren auch bereits an der Zusammenstellung der Farbtöne innerhalb der Kiste anschauen. Traditionell liegt in Zigarrenkisten aus Kuba die dunkelste der Zigarren immer links. Von links nach rechts werden die Zigarren in der Kiste dann immer heller.

Beschaffenheit des Deckblatts

Ein wichtiges Kriterium für eine gute Zigarre ist die Beschaffenheit des Deckblatts. Dieses sollte selbstverständlich unbeschädigt sein und es sollte keine Risse oder gar Löcher beinhalten. Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass das Deckblatt wenige und sehr feine Adern ausweist. Dicke Adern enthalten kein Aroma und sind reine Nikotin-Lieferanten.

Sollte die Zigarre die gerade erwähnten fehlerhaften Merkmale aufweisen, wären ein irregulärer Abbrand, weniger Entfaltung des Aromas und stärkerer Zugwiderstand die Folge.

Die Sinnesempfindung bei der Auswahl einer Zigarre

Nach dem man sich nun die Zigarre und insbesondere das Deckblatt angeschaut hat, sollte man abschließend die Zigarre noch zwischen die Finger nehmen.

Hierbei kommt die sensorische Wahrnehmung der Zigarre dem Aficionado zu Gute. Dazu nimmt man die Zigarre zwischen den Zeigefinger und dem Daumen und drückt leicht die Zigarre vom Brandende bis hin zum Kopfende. Die Zigarre sollte an allen Stellen – vielleicht mit einer kleinen Ausnahme des Kopfendes – gleichmäßig gerollt sein und sich fest aber nicht hart anfühlen. Sie sollte nach dem Drucktest in ihre ursprüngliche Form zurückkehren und sich elastisch geben.

Den Geruch einer Zigarre kann man am besten am Brandende erfahren. Viele riechen sich am Deckblatt entlang, dies ist jedoch nicht sehr aussagekräftig, da Sie hier nur das Aroma des Deckblattes ergründen.

Hier sollte noch erwähnt werden, dass Sie dies besser nicht beim Händler austesten, da viele darauf verständlicherweise nicht erfreut reagieren.

Am Ende entscheiden wie immer die momentane Verfassung des Aficionados und die ihm zur Verfügung stehende Zeit für den Genuss einer dann hoffentlich guten Zigarre!


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