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Havanna Zigarren - Eigenschaften von Habanos


Habano ist die spanische Bezeichnung für die weltbekannte Havanna Zigarre. Das Wort ist verwandt mit La Habana, wie die kubanische Hauptstadt Havanna in der Landessprache genannt wird. Selbst bei Menschen, die mit Zigarren wenig anfangen können, ist die Havanna ein Begriff. Sie ist, das darf man ohne Übertreibung sagen, ein Mythos und ein Markenbegriff zugleich. Sie wird von Genießern kultivierter Lebensart geschätzt, von Aficionados – den Liebhabern guter Zigarren – hoch verehrt und gilt als formvollendeter Begleiter ausgesuchter Whiskys und Cognac oder als perfekter Abschluss eines gelungenen Menüs.

Strenge Qualitätskriterien

Damit Zigarren den Namen Habanos tragen dürfen, müssen sie ganz bestimmte Kriterien erfüllen. Wie bei allen Produkten, die einen guten Ruf genießen, gibt es auch bei Havanna Zigarren Fälschungen, die den Namen missbrauchen. Das wichtigste Markenzeichen ist natürlich die Herkunft. Eine echte Habano kommt aus Kuba. Denn nur dort gibt es die klimatischen Bedingungen und die besondere Bodenbeschaffenheit, die die besten Tabake der Welt wachsen lassen. Das zweite Qualitätsmerkmal ist die Tatsache, dass sämtliche Bestandteile einer Havanna Zigarre, die Einlage, das Umblatt und das Deckblatt, aus einem Land stammen. Man nennt solche Zigarren auch Puros (das spanische Wort für „rein“), denn für ihre Herstellung werden ausschließlich Tabake verwendet, die aus ein- und demselben Land – sprich Kuba – stammen. Zu guter Letzt müssen Habanos auch ein Mindestgewicht von 3 Gramm haben.

Echte und falsche Havannas

Nicht nur die oben genannten Merkmale müssen echte Habanos erfüllen. Es gibt auch eine Reihe von Sicherheitskriterien, um die Königin der Zigarren vor skrupellosen Nachahmern zu schützen. Da ist zunächst einmal das Gütesiegel der Republik Kuba zu nennen, das erstmals 1889 auf Grund einer Anordnung des spanischen Königs (Kuba war damals eine spanische Kolonie) verwendet wurde. Dieses Siegel erscheint auf allen Verpackungen von Tabakprodukten, die auf Kuba hergestellt werden. Seit 1994 tragen darüber hinaus alle Zigarrenkisten den sogenannten „Habanos Winkel“ als eine weltweit geschützte Herkunftsbezeichnung für Havanna Zigarren. Keine Zigarrenkiste verlässt die Insel ohne dieses Gütesiegel. Auf der Unterseite jeder Zigarrenkiste sind zudem drei Stempel eingebrannt: Seit 1960 gibt es das Brandzeichen „Hecho en Cuba“ und steht für „Hergestellt auf Kuba“. Seit 1994 wird auch die Marke „Habanos S.A. in den Kistenboden gebrannt, der Name der staatlichen Handelsgesellschaft, die die weltweite Distribution von Havanna Zigarren vornimmt. Schließlich steht dort seit 1989 auch „Totalmente a mano“ und bedeutet „Reine Handarbeit“. Auf den Kistenböden befinden sich zudem zwei Tintenstempel – eine verschlüsselte Buchstabenfolge, die anzeigt, aus welcher Fabrik die Zigarren stammen, und ein Kürzel für Jahr und Monat, in denen die Zigarren in die Kiste abgepackt wurden.

Lage, Lage, Lage

Was für ausgesuchte Top-Immobilien gilt, trifft auch auf Habanos Zigarren zu. Als Naturprodukt sind das Klima und die Bodenbeschaffenheit von überragender Bedeutung für das Endergebnis und der Hauptgrund, warum es eine so große Vielfalt von Farben und Aromen gibt wie beispielsweise bei Weinen. Denn wie beim Wein hängt die Qualität des Tabakblattes vom Boden, der Lage der Plantage, dem Wetter, der Art der Fermentation und schließlich vom Können und der Erfahrung des Zigarrenmachers ab. Havanna Zigarren haben einen mittleren bis vollen Geschmack und bieten eine ganze Fülle von Erd-, Kaffee- und Honigtönen. Da die Farbe des Tabaks Rückschlüsse auf den Geschmack zulässt, lässt sich sagen, dass der Geschmack umso milder ist, je heller die Farbe. Je dunkler die Farbe, desto süßer und voller ist er.

Die Anbaugebiete auf Kuba

Vegas Finas de Primeras (Pflanzungen erster Qualität) - so werden die wenigen speziellen Anbaugebiete auf Kuba bezeichnet, in denen die Voraussetzungen für Habanos-Tabake, bestehen.

Anbaugebiete in Kuba - Tabak TrocknungSie befinden sich im Vuelta Abajo im Südwesten Kubas und gelten allgemein als die am besten geeignete Region in der Welt für den Tabakanbau. Die Region ist zwar 35-40.000 Hektar groß; das sind aber nur zwei Prozent der gesamten Fläche Kubas.

In der Region der Provinz Pinar del Rio sind das Klima, die Bodenbeschaffenheit und die Regenmenge so einzigartig, dass es nirgendwo sonst auf der Welt solche klimatischen Bedingungen für den Tabakanbau gibt. Und es ist auch die einzige Region, in der alle Blattsorten für eine Zigarre hergestellt werden und damit das Kriterium „Puro“ erfüllen. Die daraus hergestellten Habanos sind äußerst begehrt, besonders die bis zu 17,5 Zentimeter langen Formate Doppel-Corona und Churchill, denn die verfügbare Menge erstklassiger Deckblätter ist nur sehr begrenzt. Im Westen Kubas, auch in der Provinz Pinar del Rio, zwischen Havanna und Vuelta Abajo liegt Semi Vuelta. Hier werden dickere Blätter mit einem stärkerem Aroma produziert. Diese werden hauptsächlich für Einlage- und Umlageblätter verwendet.

Im Anbaugebiet Partito, südöstlich von Havanna werden die hochwertigen Deckblätter angebaut, die für die Exportzigarren bestimmt sind. Zwei weitere Anbaugebiete liegen im Osten Kubas. Im Vuelta Arriba sind dies Remedios und Oriente. Der Tabak aus der Region Remedios wird für die Marken Jose L. Piedra und Guantanamera verwendet. Die Tabake aus Oriente werden nicht für die erstklassigen Habanos verwendet.
 

Anbaumethoden für den Tabak

Anbaumethoden für TabakGrundsätzlich gibt es zwei Anbaumethoden. Die Pflanzen, die für die Deckblätter ausgesetzt sind, werden nach 10-20 Tagen nach dem Verpflanzen unter Tüllschleiern (sog. Tapados / Tele Tapados) abgedeckt. Diese Tapados schützen die Pflanzen vor dem Sonnenlicht und speichern gleichzeitig die Wärme. Das bewirkt, dass einerseits die Blätter nicht zu ölig werden und dass die Blätter andererseits glatt bleiben und größer werden.

Die zweite Methode ist entsprechend ohne Tapados. Die Pflanzen reifen unter direkter Sonneneinstrahlung. Diese Blätter werden hauptsächlich für die Einlage und Umlage verwendet. Mit dieser Art der Reifung können auch verschiedene Geschmacksrichtungen erreicht werden.

Verarbeitung des Tabaks

Verarbeitung von TabakNach der Ernte werden die Blätter langsam und sorgfältig an der Luft getrocknet. Die Blätter sind komplett den lokalen Verhältnissen ausgesetzt. Die geernteten Blätter liegen in Tabakhäusern und durch das Öffnen und Schließen der Türe an beiden Enden werden Temperatur und Luftfeuchtigkeit reguliert, um Schwankungen auszugleichen. Dieser Vorgang dauert 25 Tage.

Danach werden die Blätter zum ersten Male fermentiert. Diese Fermentierung bewirkt, dass die Fremdstoffe wie Säure, Teer und Nikotin reduziert werden und dabei eine Fülle von Aromen freigesetzt werden. Dieser Vorgang dauert 45 – 60 Tage. Nach der ersten Fermentation werden Auslese und Sortierung vorgenommen. Die Kriterien für die Auslese sind Größe, Farbe und Textur des Blattes. Danach kommen die Blätter zu den Despolilladores. Das sind die Frauen, die das Entrippen der Blätter vornehmen und nochmals sortieren und damit endgültig bestimmen, welche Blätter für die weitere Verarbeitung verwendet werden sollen.

Diese zweite Fermentation dauert je nach Blattart 45-60 Tage: Ligero 60 Tage, Seco sowie Velado 45 Tage und Deckblätter 35-40 Tage. Die Blätter werden mit Wasser befeuchtet und mit Sackbezug bedeckt. Abschließend werden die Blätter zu rechteckigen Ballen mit Palmenrinde umwickelt und in die Fabrik oder in die Lagerhäusern verschickt, wo sie noch mehrere Jahre lagern und reifen können. Diese zweite Fermentation dient einerseits dem Geschmack, aber auch um eine gewisse Gleichmäßigkeit des Tabaks zu erzielen.


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