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Die Spanische Zeder - für den Humidor & als Zündholz


Holz ist nicht gleich Holz, das weiß jeder. Weiches Birkenholz eignet sich für Schiffsplanken ebenso wenig wie die rustikale Eiche für Essstäbchen oder zum Geigenbau. Kein Wunder also, dass es auch für das Innenleben eines Humidors bevorzugte Hölzer gibt. Die klare Nummer eins ist dabei die Westindische Zedrele (Cedrela odorata), in der Welt der Zigarren als Spanische Zeder bekannt. Nahezu alle heute erhältlichen Qualitätshumidore sind mit ihrem Holz ausgekleidet.

Wie passt ein Nadelbaum zu Zigarren?

Zigarre mit Zedernholz Span anzündenKurze Antwort: gar nicht. Denn die Spanische Zeder hat mit dem europäischem Nadelbaum nichts gemein, sie sind nicht einmal über mehrere Ecken verwandt. Vielmehr handelt es sich bei der Spanischen Zeder um einen Laubbaum aus der Familie der Mahagonigewächse. Sie ist vor allem in Mittel- und Südamerika beheimatet; mittlerweile wird sie außerdem auf afrikanischen Plantagen, zum Beispiel in Ghana und Tansania, angebaut. Die Spanische Zeder kommt also nicht einmal aus Spanien, sie würde im Klima der iberischen Halbinsel auch gar nicht wachsen.

Ihren Namen verdankt sie dem Aussehen ihres Holzes. Früher war es durchaus üblich, Hölzer nicht nach botanischen, sondern allein nach äußeren Merkmalen zu benennen. Die Spanier hielten den Baum aufgrund der Optik seines Holzes für eine Zedernart und gaben ihm darum den Namen, der bis heute gebräuchlich ist. Leider zählt sie mittlerweile zu den gefährdeten Arten, so dass der Handel mit ihr an strenge Auflagen geknüpft ist.

Was macht die Spanische Zeder so besonders?

Das Holz der Spanischen Zeder lässt sich leicht und gut bearbeiten, weshalb es nicht nur bei Humidoren verwendet wird, sondern z.B. auch beim Bau von Musikinstrumenten sehr beliebt ist. Dank ihrer Verwandtschaft mit dem echten Mahagoni wird die Spanische Zeder oft als sein Ersatz verwendet, etwa bei der Fertigung von Möbeln oder Schiffen.

Es ist aber nicht nur die leichte Verarbeitung, die die Spanische Zeder zum Favoriten der Aficionados gemacht hat. Ihr milder Geruch korrespondiert ganz hervorragend mit dem Kaltgeruch der Zigarren und wirkt sich positiv auf deren Aroma aus. Gleichzeitig unterstützt das Holz den Reifeprozess der Zigarren im Humidor. Auch der Humidor selbst profitiert: das Zedernholz absorbiert Feuchtigkeit deutlich besser als andere Hölzer und verbessert dadurch das klimatische Gleichgewicht in ihm. Zudem ist das Holz der Spanischen Zeder durch seinen Geruch ein echter Schädlingsbekämpfer.

Einziger Nachteil ist die gelegentliche Harzbildung, wenn das Holz vor seiner Verwendung nicht ausreichend getrocknet wurde, wobei sich die Harzausbildungen allerdings leicht und ohne großen Aufwand entfernen lassen.

Alternativen für den Humidor

Auch wenn das Holz der Spanischen Zeder der eindeutige Favorit für die Auskleidung von Humidoren ist, gibt es Alternativen. Ebenfalls verwendet werden die Amerikanische Rot-Zeder sowie das Honduras Mahagoni. Beide Hölzer sind durchaus für Humidore geeignet, haben jedoch gegenüber der Spanischen Zeder Nachteile. Die Amerikanische Rot-Zeder ist zwar deutlich günstiger, jedoch entwickelt sie einen starken Eigengeruch. Dieser kann dazu führen, dass die Zigarren im Humidor ein stark holziges Aroma annehmen. Außerdem besitzt sie nicht die Absorbationsfähigkeit der Spanischen Zeder. Honduras Mahagoni hat in diesem Punkt vergleichbare Eigenschaften, durch den mangelnden Eigengeruch fehlen ihm aber zum Einen die positiven Auswirkungen der Spanischen Zeder auf die Würze der Zigarren, zum Anderen deren präventives Potential gegenüber Schädlingen.

Die spanische Zeder als Streichholz

Früher war es absoluter Standard und auch heute noch ist es unter Liebhabern der Zigarre sehr beliebt: das Entzünden mit einem Zedernholzspan. Wie schon im Humidor macht sich auch hierbei der angenehme Geruch des Holzes positiv bemerkbar, der das natürliche Aroma der Zigarre unterstützt. Außerdem wird im Vergleich zum Streichholz auf einen Schwefelkopf verzichtet, so dass der Prozess des Anzündens, der ja auch immer ein kleines Ritual darstellt, wirklich durch nichts gestört wird. Kleiner Nachteil: Er darf auch wirklich nicht gestört werden, denn Späne der Spanischen Zeder sind mindestens so windempfindlich wie Streichhölzer und daher eher zur Verwendung in einer Lounge oder im eigenen Rauchzimmer geeignet.


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