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Winston Churchill Zigarren – ein Name von Format


Churchill und Zigarren sind fast ein Synonym – man denkt automatisch an die Zigarre, wenn man den Namen des berühmten englischen Politikers hört, und vor dem geistigen Auge tauchen die Gesichtszüge dieses Mannes mit dem Bulldoggengesicht auf, wenn man eine ungewöhnlich lange und dicke Zigarre in Händen hält. Selten hat es ein Mensch unserer Tage geschafft, seine Persönlichkeit und seinen Namen unauflöslich mit einem Genussmittel zu verbinden. Und nicht nur in der Welt der Aficionados hat der Name Churchill einen guten Klang, steht er doch als Mensch und als Zigarre jeweils für Charakter und ein ganz besonderes Format.

Das Leben Zug um Zug genießen

Winston Churchill, eigentlich Sir Winston Leonard Spencer-Churchill, war ein adeliger Lebemann. Dass sein Image von einer allzeit präsenten Zigarre geprägt wurde, ist eigentlich nur ein Aspekt in seinem langen Leben. Churchill war neben seinem leidenschaftlichen Zigarrenkonsum auch Whiskyliebhaber und Freund opulenter Mahlzeiten, die er – wie soll es anders sein – mit einer guten Zigarre ausklingen ließ. Auf den Geschmack des Zigarrerauchens kam er als junger Offizier während des Spanisch-Amerikanischen Krieges in den 1890er-Jahren, als er in seiner Funktion als Kriegsberichterstatter auf Kuba weilte. Ob es schon zum damaligen Zeitpunkt die später als Churchill-Format bekannt gewordenen Double Coronas waren, die sein Herz – und seinen Gaumen – erfreuten, ist nicht überliefert. Es scheint aber allem Anschein nach kein Märchen gewesen zu sein, dass er seit dieser Zeit täglich bis zu 10 Zigarren geraucht hat, ein Leben lang. Somit kommen manche Historiker auf die unglaubliche Zahl von 200.000, andere gar auf 300.000 Zigarren, die er im Zuge seiner Leidenschaft in Rauch aufgehen ließ.

Eine Zigarre mit Format

Churchills Leidenschaft für die großen Zigarrenformate blieb aufgrund seiner Prominenz natürlich auch im Herkunftsland seiner Lieblingszigarre, Kuba, nicht unbeachtet. Diese kostenlose Werbung, die einer der berühmtesten Zeitgenossen des frühen 20. Jahrhunderts ständig im Munde mit sich führte, machten sich einige Manufakturen wie die Jamaica Tobacco Co oder die Hoyo de Monterrey zunutze, indem sie Churchill lange Zeit kistenweise Zigarren "mit freundlichen Grüßen" schickten.

Churchill selbst genoss, wortwörtlich, diese Geschenke und er setzte alles daran, dass dieses geschenkte Gut auch frei von Einfuhrzöllen und Tabaksteuern blieb. Bei einer solch innigen Zweisamkeit von Mensch und Zigarre bleibt es vermutlich nicht aus, dass beide irgendwann zu einem Synonym werden.

Die als Churchill-Format bekannte Zigarre ist klassischerweise die Romeo y Julieta No 2 (Romeo y Julieta Churchills ), die seit 1946 Churchills Namen trägt, als er zu Gast in Havanna war. Aber auch ähnliche, große Formate werden manchmal als Churchill-Zigarren bezeichnet. Bei einem Durchmesser von fast 19 Millimetern und einer Länge von rund 18 Zentimetern bereitet die Romeo y Julieta No 2 ein unnachahmlich langes Rauchvergnügen von nahezu anderthalb Stunden.

Churchill, die wiedererstandene Marke

Neben dem bekannten Format gibt es jedoch auch noch eine Zigarren-Marke mit Namen Winston Churchill Cigars – was bei manchen Aficionados für Verwirrung sorgt. Die Firma Dannemann hatte einst die Lizenz, unter dem Namen Churchill eine Zigarrenserie zu vertreiben. Anbaugebiet war Nicaragua, das nach Kuba die besten Tabake hervorbringt. Als nach einer Reihe von Jahren deutlich wurde, dass trotz des prominenten Namens der erwünschte Erfolg ausblieb, entschloss sich das Unternehmen, die Serie einzustellen. Nach einer längeren Ruhephase wurde jedoch der glanzvolle Name vom schweizerischen Unternehmen Davidoff wieder belebt. Winston Churchill Cigars werden nun in der Dominikanischen Republik hergestellt und sind in den vier Formaten Blenheim, Chequers, No. 10 und Marrakesch erhältlich.


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