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Zigarren Knigge – was Sie dürfen und was Sie besser unterlassen


Zigarren Knigge – was Sie dürfen und was Sie besser unterlassen

Der Begriff Knigge ist im deutschen Sprachraum weit verbreitet. Viele Menschen scheinen der Überzeugung zu sein, dass der Begriff Knigge ein Fachwort für „gutes Benehmen“ ist. Dabei handelt es sich vielmehr um den Namen seines Autors, Freiherr von Knigge, der in seinem Buch den Umgang mit Menschen beschrieb. Ein Zigarren-Knigge hingegen soll den Umgang mit Zigarren beschreiben. Das Netz ist voll von Tipps, zitiert werden die großen Namen der Zigarren-Welt, deren Umgang mit Zigarren als vorbildlich für alle Aficionados gesehen wird. Doch eines sollten wir klären: Wie beim Menschen-Knigge, so gibt es auch beim Zigarren-Knigge einen Unterschied zwischen Umgangsformen und Etikette. In der Etikette werden Vorschriften gemacht, wie etwas unbedingt zu sein hat. Umgangsformen beschreiben hingegen ein Verhalten, das ein harmonisches Miteinander ermöglicht. Und darum soll es in einem Zigarren-Knigge gehen: Respekt und Diskretion gegenüber anderen Menschen – Rauchern wie Nichtrauchern – sowie die optimalen Kniffe und Handgriffe, um ein Maximum an Genuss aus dem Rauch einer Zigarre zu entwickeln. Keine Befehle.

Das kleine 1x1 zum Rauchgenuss

Eine Zigarre zu rauchen, hat etwas mit Stil zu tun. So wenig sich jemand schon zum Frühstück einen Whisky runterkippt, so wenig zündet man sich in loser Folge immer und immer wieder eine Zigarre an, als würde es sich um Glimmstängel handeln. Nein, eine Zigarre ist vergleichbar mit Champagner oder einem guten Cognac: Zeit, Ort und Gelegenheit müssen passen, um sich auf einen formvollendeten Rauchgenuss einlassen zu können. Am einfachsten lässt sich das 1x1 zum Rauchgenuss auf die Formel AAA+ reduzieren: Auswählen. Anschneiden. Anzünden. Das Plus, das folgt, beschreibt den genussvollen Smoke, da er optimal vorbereitet wurde.

Auswählen

Als Einsteiger sollten sich vorsichtig sein, mit welcher Zigarre Sie sich einlassen. Ist das Format zu groß und der Tabak zu schwer, kann das Rauchen bald zu einem Kampf gegen die Uhr und den Kreislauf werden. Lassen Sie sich bei dem Händler Ihres Vertrauens beraten und probieren Sie in der Cigar Lounge verschiedene Zigarren aus, bevor Sie sich festlegen. Sind Sie bereits ein erfahrener Raucher, werden Sie sicherlich blind Ihre Lieblingszigarre in Ihrem Humidor ertasten können.

Anschneiden

Sie halten also die Zigarre Ihrer Wahl in Händen. Wie machen Sie sie rauchbar? Wenn Sie als Anfänger das Ding einfach in den Mund stecken und anzünden, werden Sie feststellen, dass Sie nichts feststellen. Denn Sie müssen zuvor die Capa, also das Ende, das Sie sich in den Mund stecken, entfernen. Dazu benötigen Sie idealerweise eine Guillotine, ein kleines Werkzeug, mit dem Sie die Zigarrenkappe sauber mit einem Schnitt abtrennen können – wenige Millimeter reichen da schon. Es gibt auch spezielle Messer oder Cutter, auch hier dürfen Sie gern vieles ausprobieren, womit Sie am besten klar kommen.

Anzünden

Sie glauben, Sie greifen zu Ihrem Zippo oder Streichholz und zünden Ihre Lieblingszigarre einfach so an! Weit gefehlt. So wenig das Bouquet eines schweren Bordeaux in einer Kaffeetasse optimal zur Geltung kommt, so wenig wird sich das nuancierte Aromenspektrum einer guten, vielleicht sogar Premium-Zigarre entfalten, wenn Sie den Geschmack von Beginn an durch die Benzinflamme eines Feuerzeuges oder den brennenden Schwefel eines Streichholzes versauen. Am besten sind Zigarren-Streichhölzer aus Zedernholz. Es ist geruchsneutral und wird lediglich die Zigarre entzünden, nicht durch eigene Aromen beeinträchtigen.

Haben Sie alle Punkte befolgt, ist Ihre Zigarre optimal für den nachfolgenden Rauchgenuss vorbereitet.

Was geht, was geht nicht

Natürlich unterlaufen einem, als Anfänger ebenso wie als Aficionado, manche Fehler oder Missgeschicke. Entweder weil man es nicht besser weiß, oder weil man den Stil von jemandem imitiert, der es angeblich besser zu wissen meint. Nachfolgend wollen wir Ihnen eine stichpunktartige Übersicht geben, wie Sie mit Ihrer Zigarre umgehen dürfen und wie besser nicht.

Das geht

  • Erwärmen Sie das Mundende der Zigarre, zum Beispiel durch sanftes Rollen zwischen Ihren Fingern.
  • Wenn Sie die Bauchbinde entfernen möchten warten Sie einige Minuten bis sich die Zigarre erwärmt hat.
  • Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Zigarre zu rauchen – ein Zug pro Minute ist angemessen.
  • Halten Sie die Zigarre zwischen Daumen und Zeigefinger, weniger wie eine Zigarette zwischen Zeige- und Mittelfinger.
  • Lassen Sie die Zigarre am Ende von selbst ausgehen.
  • Entsorgen Sie Ihre ausgerauchte Zigarre in einem dafür vorgesehenen Aschenbecher.
  • Sollte Ihre zigarre ausgehen können Sie sie innerhalb der nächsten 10 Minuten wieder neu entzünden.

Das geht nicht

  • Schneiden Sie die Zigarre nicht mit Ihrem Schweizer Taschenmesser an. Es gibt gute und angemessenere Werkzeuge dafür.
  • Setzen Sie die Zigarre beim Entzünden nicht in Flammen. Sondern toasten Sie das Brandende vorsichtig gleichmäßig an.
  • Niemand muss herbeispringen, um Ihnen Ihre Zigarre zu entzünden. Es ist Ihre Aufgabe. Haben Sie dafür stets Ihre eigenen Hilfsmittel dabei.
  • Machen Sie nicht einen auf dicke Hose, wenn Sie mal eine Cohiba rauchen. Seien Sie diskret und zurückhaltend.
  • Klemmen Sie Ihre Zigarre nicht zwischen die Zähne. Es macht vielleicht in einem Hollywood-Film Eindruck. Im Alltag wirkt es barbarisch.
  • Spießen Sie die Zigarre nicht auf, um bis zum letzten Zentimeter rauchen zu können. Es sollte reichen, das letzte Drittel oder Viertel ungeraucht dem Aschenbecher anzuvertrauen.
  • Zigarre nicht ausdrücken sondern einfach nur im Aschenbecher ablegen.

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