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Der Zigarrenschneider


Wer den schnellen und unkomplizierten Rauchgenuss will, der ist sicherlich bei den Zigaretten bestens aufgehoben: Schachtel aufreißen, Zigarette herausholen, in den Mund stecken, anzünden, fertig. Wie "umständlich" hingegen ist der Genuss einer Zigarre hecho a mano. Doch nicht umsonst ist die Selbstbezeichnung eines Zigarrenrauchers Aficionado, das heißt Liebhaber. Ein Liebhaber sucht nicht den schnellen (und günstigen) Genuss, er zelebriert seine Leidenschaft. Wer eine Zigarre also formvollendet genießen will, sollte sich einiger handwerklicher Grundregeln bedienen, um ein Maximum an Rauchgenuss zu erzielen – und das beginnt mit dem Anschneiden der Zigarre, um diese überhaupt rauchbar zu machen.

Zigarren kinderleicht rauchbar machen

Zigarrenschneider sind Handwerksgeräte, die das allseits abgeschlossene Deckblatt am Kopfende öffnen, um die Rauchkanäle freizulegen. Dass es neben den beliebten Schneidern oder Cuttern alternative Methoden gibt, die Kappe zu entfernen, zeigt einmal mehr den Einfallsreichtum von Zigarrenrauchern. Sehr hemdsärmelig ist es, das Kopfende kurzerhand abzubeißen; es scheint früher vor allem im Wilden Westen und noch heute bei manchen Einheimischen der Karibik verbreitet zu sein. Ebenso archaisch ist die Methode, mit einem harten und längeren Fingernagel die Kappe abzuknipsen. Offenbar können oder wollen sich manche einen vernünftigen Zigarrenschneider nicht leisten.

Sehr preiswerte Zigarrenschneider, auch Cutter genannt, erleichtern das Entfernen der Kappe – besonders in der Variante des Doppelklingencutters. Er erzeugt einen sauberen und glatten Schnitt, ohne das Deckblatt zu beschädigen. Die große Öffnung des Schnittes ermöglicht, dass sich die Aromen optimal entfalten können. „Martialischer“ wirken da ein wenig die sogenannten Guillotinen. Sie sind klein und darum problemlos mit sich zu führen. Die Zigarre wird durch ein Loch in der Mitte von diesem Zigarrenschneider gesteckt und kurzerhand geköpft. Wichtig ist auch hier der saubere Schnitt, der sich wesentlich auf das Brandverhalten der Zigarre während des Rauchens auswirkt. Die ebenfalls gut zu handhabende Zigarrenschere, derer sich bereits Zino Davidoff gerne und ausgiebig bedient hatte, hat den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass sie einen sauberen und kreisrunden Schnitt gestattet – ganz gleich, wie der Durchmesser der Zigarre beschaffen ist.

Der Profi greift zum Spezialgerät

Gute Zigarrenschneider haben ihren Preis, den Aficionados zu schätzen wissen. Das gilt im Übrigen auch für den nächsten Zigarrenschneider, den wir Ihnen vorstellen möchten: den V-Cutter, auch Kerbschneider genannt. Bei diesem Gerät wird die Zigarre ebenfalls durch die rundliche Öffnung gedrückt und von einer V-förmigen Klinge gekerbt. Der Nachteil dieses Zigarrenschneiders liegt manchmal darin, dass, wenn die Klinge stumpf geworden bzw. der Druck beim Schneiden übermäßig hoch ist, das Deckblatt geschädigt wird. Elegant dagegen geht es mit dem Zigarrenbohrer zu. Mit dem Bohrer lässt sich das Deckblatt einer Zigarre wunderbar öffnen und man stanzt auch noch ein wenig Tabak aus der darunter liegenden Schicht heraus. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist der brösel-freie Rauchgenuss, weil keine absplitternden Deckblattteile auf der Zunge landen. Die Handhabung ist denkbar einfach: Man drückt den Bohrer in das Kopfende der Zigarre und erzeugt ein scharfkantiges, rundes Loch. Allerdings ist der Bohrer nicht für jede Zigarre geeignet – zum Beispiel nicht für spitze Zigarrenformate. Relativ einfach, und auch in seiner Anwendung ursprünglich, ist es, mit einem Zigarrenmesser das Mundstück mit einem sauberen Schnitt zu kappen. Die Klinge sollte jedoch ausgesprochen scharf sein, um die Zigarre beim Schneiden nicht zu quetschen oder gar zu zerdrücken. Am sinnvollsten ist die Verwendung eines Messers bei spitzen Formaten, zum Beispiel den Torpedo- oder Pyramide-Zigarren. Welchem Zigarrenschneider auch immer Sie den Vorzug geben: Der Abschluss eines gelungenen Cuts wird immer der Beginn eines genussvollen Rauchvergnügens sein.


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