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1776 Whiskey

Als Single-Malt-Liebhaber sind wir natürlich dem Scotch eng verbunden. Doch selbstverständlich wagen wir auch den Blick in andere Länder, über den Großen Teich etwa, wo Whiskey - anders als Schottland mit "e" geschrieben - seit Jahrhunderten gebrannt wird. Einer von ihnen ist der 1776, ein Amerikaner durch und durch, benannt nach dem Gründungsjahr der Vereinigten Staaten. 

Das altehrwürdige Getränk wurde einst von einer Familie namens Pepper in Kentucky produziert. Zwischenzeitlich vom Markt verschwunden, zeichnet nun ein größerer Spirituosenfabrikant dafür verantwortlich. Seit dem Relaunch der Marke ist es gelungen, modernstes Knowhow und alte Handwerkskunst miteinander zu verbinden. Das belegen nicht nur die Urteile von Fachleuten, sondern auch zahlreiche Preise, die 1776 eingeheimst hat.

Besonders ans Herz legen möchten wir Ihnen den traditionellen 1776 Rye. Rye ist ein Whiskey, der überwiegend aus Roggen hergestellt wird. Im Vergleich zu Bourbon hatte er in den Staaten lange einen schweren Stand. Rye galt als ziemlich aus der Mode gekommen, obwohl er in der Whiskey-Tradition Nordamerikas einen festen Platz einnimmt.

Die frühen Siedler bauten in großem Stil Roggen an, der ihnen bereits aus ihrer europäischen Heimat vertraut war. Und so lag es nahe, aus ihm auch einen Whiskey zu brennen. Rasch wurde Rye der beliebteste Whiskey Amerikas. Als jedoch die USA in den 1920er Jahren die Prohibition einführten, mussten zahlreiche Brennereien schließen und konnten, als sie wieder frei verkaufen durften, ihre Kunden nicht zurückgewinnen.

Während der Zeit von Abstinenz und illegalem Alkoholkonsum hatte sich der Geschmack nämlich gewandelt. Hoch im Kurs standen nun Getränke wie Gin und Rum, aber auch Bourbon. Rye hingegen schien aus der Zeit gefallen, ein „Altherrengetränk“. Doch das sollte sich nach der Jahrtausendwende ändern: Es wurde wieder in, Rye zu trinken, und neue Marken konnten sich am Markt etablieren. Auch als Zutat in Cocktails wird er gern verwendet. So schätzen viele Barkeeper etwa einen Manhattan mit Rye, weil er würziger und weniger süß als Bourbon ist.

Ob zum Mixen oder pur – der 1776 Rye eignet vorzüglich für beides. Seinen vollmundigen und komplexen Geschmack verdankt er einer Maische mit über 90 Prozent Roggenanteil. Minze, Eukalyptus, aber auch Schokolade und Honig meint man auf der Zunge zu schmecken bei diesem vollmundigen, doch niemals scharfen Whiskey.

Mit naturgemäß mehr Süße kommt der 1776 Bourbon daher. Allerdings steht er seinem Bruder näher, als das Etikett vermuten lässt. Denn mit einem Roggenanteil von über 38 Prozent in der Maische zählt er zu den würzigeren Vertretern seiner Machart. Dazu gesellen sich fruchtige Noten von Vanille und Nelken, die aus ihm einen außergewöhnlichen Drink machen.

Der Zusatz „100 proof“, den man sowohl bei Rye als auch bei Bourbon findet, bezieht sich übrigens auf den Alkoholgehalt. Besitzt ein Whiskey 50 Volumenprozent, spricht man in den USA von „100 proof“ – die Zahl gibt also den doppelten Alkoholgehalt an. Dass „100 proof“ häufig auf Etiketten zu lesen ist, hat historische Gründe. Denn früher mussten Spirituosen mindestens 50 Prozent aufweisen, um offiziell unter Aufsicht der amerikanischen Zollbehörde abgefüllt zu werden – „100 proof“ galt also als Indiz, dass es um ein Getränk handelte, das amtlicher Kontrolle unterlag.

 

*) Alle Preise verstehen sich inkl. gesetzl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Bei "statt"-Preisen handelt es sich um den alten Verkaufspreis im Online-Shop.

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