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Laphroaig

Laphroaig

Islay ist eine besondere Insel. Das gilt nicht nur für ihre wundervolle Naturschönheit, sondern auch für ihren legendären Whisky. Das kleine Eiland vor der Westküste Schottlands ist gesegnet mit einer einzigartigen Dichte an Brennereien, was ihm den Beinamen Whisky-Insel einbrachte. Auf einer Fläche, doppelt so groß wie München, leben zwar nur dreitausend Menschen, aber gefühlt eine Millionen Schafe – schließlich sind wir im Land des Tweeds. Doch nicht nur das: Die Insel zählt ganze acht Destillerien von Weltrang.

In ihrer unnachahmlich rauchigen Art heben sich Islay-Whiskys deutlich ab von den Scotch-Sorten des Festlands, aber auch von den Single-Malts der übrigen Inseln. Eine stetig wachsende Zahl an Liebhabern ist geradezu versessen auf den einzigartigen Charakter. Torfig ist sicher das Attribut, das man am meisten mit Islay in Verbindung bringt.

Derlei pauschale Zuschreibungen unterschlagen allerdings, dass es auf Islay eine große Bandbreite an unterschiedlichen Sorten gibt. Manche sagen, diejenigen aus dem Norden der Insel seien die milderen. Die Brennereien an der Südküste hingegen besitzen eine stark ausgeprägte Torfrauchnote – eben genau das, was oft als typisch für Islay bezeichnet wird. Der hiesige Torf, so beschwören Islay-Puristen, soll die besten Voraussetzungen für Whiskyproduktion besitzen: Bäume sind spärlich, und so sind die Moore frei von verrottendem Holz.

Wie an einer Schnur aufgereiht, liegen die Destillerien von Ardbeg , Lagavulin und Laphroaig nur wenige Meilen voneinander entfernt. Es sind hauptsächlich diese drei, die den Mythos des rauchigen Islay-Whiskys begründen. Beinah scheint es, als machten sie sich einen Sport daraus, einander in Sachen Torfrauch-Aroma gegenseitig zu übertreffen.

Laphroaig ist der bestverkaufte Single-Malt der Insel, und auch Prince Charles zählt zu seinen Fans. Er erhob die Marke in den exklusiven Club der Hoflieferanten der britischen Krone. Der Sohn der Queen trägt zwar den Titel Prince of Wales, als Heranwachsender besuchte er jedoch ein Internat in Schottland. Und bis heute sucht der Thronfolger immer wieder die herbe Schönheit der Landschaft. Die raue Umgebung ist es auch, die ihre Spuren im Laphroaig hinterlassen hat. Gewiss, er ist ein Drink, der wohlige Wärme verströmt. Aber auch ein Whisky, der polarisiert – glühende Verehrung oder entschiedene Ablehnung schlägt ihm entgegen. Mit diesem Image spielt er gern, und lange Jahre lautete sein selbstbewusster Slogan "You love it or you hate it".

Anhänger schätzen sein sattes Teer-Aroma, während er bei anderen Assoziationen an den Maschinenraum eines Hochseeschiffs weckt. Der 10-jährige Laphroaig ist – selbstverständlich – rauchig. Neben seinem medizinischen, phenolischen Charakter bestimmt aber auch Seetang seinen Geschmack. Manche meinen gar Bückling zu vernehmen, und auch eine ganz leichte Süße kann Laphroaig nicht verleugnen. Aficionados streiten gern darüber, ob er oder der Ardbeg Ten denn nun der ultimative Islay-Whisky seien. Ehrlich gesagt: Wir wissen es nicht, und wir werden hier niemals über Geschmack streiten. Probieren Sie ihn! In etwas mehr Zurückhaltung übt sich dagegen der Quarter Cask. Für das Finish wurde er in 125 Liter fassende Quarter Casks umgefüllt. So besitzt der Whisky 30 Prozent mehr Holzkontakt und reift schneller heran. Das Ergebnis ist ein milderer, jedoch nicht minder komplexer Whisky.

Übrigens: Laphroaig blickt zurück auf eine fast zweihundertjährige, wechselhafte Geschichte. Der Gründer und Erbauer der Destillerie starb 1847, als er in Whiskyfass fiel und ertrank. Mitte der 1950er bis 70er Jahre wurde die Brennerei von der glamourösen Lady Bessie Williamson geführt. Sie, als Lehrerin eine Quereinsteigerin der Branche, war die erste Frau an der Spitze eines Whisky-Unternehmens. Sie sah bereits sehr früh die aufkommende Nachfrage nach Single-Malt voraus, während anderswo noch Blended Scotch den Ton angab. Heute dient die malerische Destillerie vielen Paaren als Hochzeitskulisse – für einen guten Drink zur Feier ist auf jeden Fall gesorgt.

*) Alle Preise verstehen sich inkl. gesetzl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Bei "statt"-Preisen handelt es sich um den alten Verkaufspreis im Online-Shop.

**) Der angezeigte Kistenpreis enthält bereits 3% Kistenrabatt.

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