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Bewertungen zu Bugatti Signature Toro

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Preis/Leistung

Qualität

Stärke



Karl Werners Notitzblock
24.04.2018

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Karl
Sie fängt leicht kräftig an, ohne viel Geschmack - aber nach ein paar Minuten entwickelt sie Charakter. Sie ist sehr leicht aber schmeckt richtig gut. Aschefall nach 30 Minuten. Geschmack bleibt cremig und breit, und bevor sie langweilig wird, entwickelt sich einen dezenten Pfeffer. Also das ist schon eine wirklich ziemlich perfekte Zigarre. Geschmack und Abbrand bis zum letzten Zug klasse. Aber sie hat schon einen stolzen Preis. 100 Minuten 9/9

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2 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.
Alles Asche jetzt
25.08.2018

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jo
Die Bugatti Signature Toro „zieren“ zwei Banderolen, die designt wurden, um sich gegenseitig im Auge des Betrachters zu duellieren, in Hochglanz. Lässt man die Banderolen mal außer Acht – sie verwirren das Auge eh zu sehr – ist die Toro ein stattliches Format, liegt gut in der Hand. Sie ist fest gerollt, gibt auf Druck nicht nach – außer am Brand- und am Mundende. Der rauh und trocken wirkende Colorado Claro Decker gibt kaum Geruch ab, riecht sehr dezent höchstens nach ein bisschen Holz, Assoziation eher „Sägespäne auf Papier“. Am Fuß kann man ebenfalls sehr dezente, ja zurückhaltende Aromen von Gras, Heu und einer blumigen Süße erahnen. Da bei meinem Exemplar die Kappe unterfüllt war, gestaltete sich der Anschnitt schwierig, im Kaltzug – der relativ unspektakulär „Sägespäne auf Papier auf einer Wiese“ zeigte, wenn man ganz ganz feste nachgeschmeckt hat – durfte ich dann auch Tabakfussel kauen. Bereits beim Entfachen verströmt die Bugatti Signature einen feinholzigen Duft, der jedoch begleitet wird von einer artifiziellen Süße. Die schmeckt und riecht man dann auch in den ersten Zügen in erster Linie – ich möchte meinen Vorredner zitieren: „Man hat das Gefühl, als würde man sich Parfüm auf die Zunge zerstäuben“. Das erste Drittel zeigt sich blumig-holzig-grasig-süß, dabei mild und wenig spektakulär. Retronasal hat man etwas Gras mit dezent würzigen Noten. Dabei brennt die Toro immerhin gut ab, mit schöner, fester, graumellierter Asche. Nach einem viel zu langen ersten Drittel fällt das Zweite nicht viel spannender aus. Im Mundraum hinterlässt der nicht allzu cremige, recht dünne Rauch einen Geschmack, der mich an meine ersten Erfahrungen mit Zigaretten erinnert: als Jugendlicher durfte meine Familie natürlich auf keinen Fall erfahren, dass ich rauche. Also habe ich nach den heimlichen Zigaretten am örtlichen Tümpel immer ein paar Blätter von einem Baum gerissen und zwischen den Fingern zerrieben, damit man den Zigarettenrauch nicht riecht. Man hat es natürlich immer noch gerochen, den Tabak, den Filter, nur eben unter dem grasigen Geruch zerriebener Blätter. Dazu kommt im 2. Drittel retronasal Papier. Zum letzten Drittel hin stellt sich die artifizielle Parfüm-Süße in den Vordergrund, dahinter findet sich Heu und Gras, eventuell etwas Holz. Es ist noch ein guter Zentimeter bis zu den Banderolen, da wird sie bissig und kratzig. Die Bugatti Signature Toro könnte fast ein Spinoff zum Marvel Avengers Franchise sein: sieht gut aus, doch es fehlt der Inhalt.

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