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Humidor FXS

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Gurkha Heritage Maduro Robusto

Länge: 12.70Durchmesser: 2.18 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Mit 5x55 ist die Heritage etwas "fetter" als die meisten Robustos, die man aktuell bekommen kann. Verarbeitet wurden Tabake aus Mexiko, Brasilien und Nicaragua. Der Decker ist ein San Andres und es ist - wie der Name der Zigarre schon vermuten lässt - ein Maduro. Der Decker ist leicht ölig, die Verarbeitung ist in gewohnter Qualität, nämlich makellos. Optisch ist die Robusto ansprechend gestaltet, der recht breite Zigarrenring lässt das Format wertig erscheinen. Haptisch sagt mir das große Ringmaß zu, man hat hier eben spürbar etwas zwischen den Fingern. Die Zigarre erscheint im ersten Augenblick sehr straff gerollt, man hat deutlich Widerstand zwischen den Fingern. Einmal angezündet zeigt sich, dass irgendwelche Ängste bezüglich eines schlechten Zugs völlig unbegründet sind. Die Heritage hat einen für mich optimalen Zugwiderstand und sie vereinigt auch die Merkmale in sich, die Zigarren aus dem hause Gurkha für mich ausmachen: Der Abbrand ist geradlinig und gleichmäßig, das Rauchvolumen sucht seinesgleichen. Gurkhas waren für mich schon immer echte Nebelkerzen und auch die Heritage reiht sich in diese Tradition ein. Sagen wir einmal so: Nur ein Blinder könnte übersehen, wenn du in seiner Nähe gerade eine Gurkha rauchst. Die Asche tendiert im Kontrast zum Deckblatt ins Weiß und sie hält sich auffallend stabil an der Glut. Der erste Aschefall erfolgte bei mir nach drei Zentimetern, mehr ist in jedem Fall schaffbar. Der Rauch hat eine merklich Creme, wenn auch nicht so, wie von anderen Zigarren aus dieser Schmiede gewohnt. Vorherrschend sind die eher dunklen Noten: Leder und Erde, gepaart mit Schokolade und Kaffee. Gerder während des ersten Drittels weist die Zigarre einen wirklich spürbaren (und konstruktionsbedingten, Pepperblast auf, im weiteren Verlaufbleibt der Pfeffer vorhanden, drängt sich aber nicht stören in den Vordergrund.



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Balmoral Anejo XO Torpedo MK52

Länge: 15.88Durchmesser: 2.18 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Zigarre ist mit 6.25x55 schon einmal eine Ansage. Dem Raucher sagt ein solches Format, dass ihm mehr als nur eine halbe Stunde Rauchvergnügen bevorsteht. Der Anejo XO Torpedo ruft mit seinen Abmessungen förmlich danach, Zeit mitzubringen. Wie bei der XO-Serie üblich, ist der Decker aus Brasilien, das Umblatt aus der Dom. Rep. und die Einlage setzt sich zusammen aus Tabaken aus Nicaragua und der Dom. Rep.. Bei den Zigarren der XO-Serie handelt es sich um die Flaggschiffe aus dem Hause Wintermans, weswegen wir es mit einer erstklassige Qualität zutun haben. Das Deckblatt ist makellos, die Verarbeitung perfekt. Über das Design der Ringe lässt sich sicherlich streiten, festzuhalten ist aber, dass sie ikonisch genug sind, damit die Zigarre in der Masse auffällt. Als Freund größerer Ringmaße liegt mir die Zigarre gut zwischen den Fingern und rundet die haptische Erfahrung ab. Die Qualität der Zigarre zeigt sich gleich nach dem Durchzünden, denn die Anejo XO entwickelt auch in diesem Format einen bemerkenswert geradlinigen, gleichmäßigen und zuweilen nadelscharfen Abbrand. Die Zigarre tut, was sie soll und verlöscht auch nicht, wenn man sie etwas länger ablegt. Das Rauchvolumen ist ordentlich, die Asche hält sich mit Leichtigkeit bis zu drei Zentimeter an der Glut. Größere Türme sind problemlos möglich. Zeit für die Aromen. Was auffällt ist die markante Cremigkeit der Zigarre, die sich mit markanten Noten aus Nuss und Schokolade paart. Dabei wird keiner der Aspekte übermäßig dominant, das Spiel ist ausgewogen. Im zweiten Drittel kommen Ankläge von Leder und Erde durch, bleiben aber im Hintergrund, im Verlauf des letzten Drittels gibt es pfeffrige Töne im Nachklang. Was könnte ich noch zu einer Zigarre sagen, die wirklich so gut wie ihr Ruf ist und für die in den letzten Jahren so die Trommel gerührt wurde? Angesichts der Qualität ist der Preis überaus fair, also schlagt zu, wenn ihr es noch nicht getan habt!



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AVO Limited Editions Unexpected Tour Edition West

Länge: 13.97Durchmesser: 2.10 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Bei der Unexpected Tour Edition West handelt es sich um einen Belicoso in 5.5x53. Die Tabake stammen aus Ecuador, der Dom. Rep. und Honduras. Mit 300 Kisten (a 10) ist die Limitierung dieser Zigarre relativ stark. Optisch präsentiert sich die Zigarre als Hingucker: Das Deckblatt ist seidig und makellos, mit dem Türkis der beiden Zigarrenringe sticht diese LE optisch aus dem "Einerlei" im Humidor hervor. Auch haptisch macht die Zigarre einen überaus guten Eindruck, sie liegt gut zwischen den Fingern, ist weder zu fest noch zu weich gerollt. Nach dem Anzünden zeigt sich der AVO-typische, geradlinige Abbrand. Er ist nicht ganz nadelscharf, aber die kleinen Ungereimtheiten, die sich im Verlauf ergeben, korrigieren sich praktisch von selbst. Das Rauchvolumen ist ordentlich aber nicht aufdringlich, die Asche hält sich bei ruhiger Hand gut und lange an der Glut. Ein Nachzünden war im gesamten Rauchverlauf bei normalem Rauchverhalten nicht nötig. Zeit, sich einmal zu fragen, wie es zu der Namengebung der Zigarre gekommen ist. AVO hat sich hier an die USA angelegt, die West soll das Gefühl und die Aromen der Westküste einsammeln, die East dann eben - genau - jene der Ostküste. Ob das gelungen ist, bleibt letztlich die große Frage. In der offiziellen Ankündigung wird von Aromen aus Schokolade, Nougat, Orangenschalen und Gewürzen gesprochen. Kann diese LE das halten? Der Rauch besitzt spürbare Creme, behält sich aber auch genug Schwere zurück. Immer wieder sticht ein Hauch von holzigen Noten hervor. Das alles wird durchwirkt von fruchtigen Zügen. Ob dies unbedingt Orangenschalen sind, sei einmal dahingestellt - vorhanden sind diese Noten aber in jedem Fall. Gerade im Nachklang der Zigarre gibt es tatsächlich eine Mischung aus Süße und Schokolade, gefolgt von Kaffee, letteres jedoch nur ganz sanft und untergründig. Alles in allem braucht diese Zigarre ihre Zeit - aber die sollte man sich bei einer LE so oder so nehmen. Die klassische Frage stellt sich immer wieder: Ist der Preis angemessen. ich finde, die aufgerufenen 14.50 sind für das, was man bekommt, ein fairer Preis. Bei insgesamt 300 Kisten hierzulande rate ich dazu, schnell zuzuschlagen :)



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Joya de Nicaragua Reserva Especial Cuatro Cinco Doble Robusto

Länge: 12.70Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Cuatro Cinco zählt zu den Obras Maestras von Joya - also in den Bereich der ultra-premium Zigarren, in die auch Numero Uno oder die Cinco Decadas gehören. Die Zigarre kommt in vier Formaten, mir liegt die Doble Robusto mit 5x56 vor. Abgesehen vom Umblatt, dies stammt aus der Dom. Rep, stammen die Tabake der Zigarre aus Nicaragua (was bei dem Namen des Herstellers nicht verwundern dürfte). Die Doble Robusto ist boxpressed und, erwartungsgemäß, eine echte Schönheit. Das Deckblatt ist seidig und makellos, der Zigarrerning wuchtig und breit. Damit passt er aber wunderbar zum Format und dem Charakter der Zigarre. Optisch ist die Cuatro Cinco schon einmal ein Hingucker und was die Haptik angeht, so liegt sie wunderbar zwischen den Fingern. Einmal angesteckt, zeigt sich ein erstklassiger Abbrand, wenngleich dieser auch nicht nadelscharf ist. Die Die Cuatro Cinco entwickelt ein Rauchvolumen, dass sich sehen lassen kann, der Rauch bleibt dabei angenehm cremig. Der Zug der Zigarre ist nahezu perfekt, der Widerstand nicht zu gering und nicht zu hoch. Man merkt jedenfalls das Können, mit dem die Zigarre hergestellt wurde. Die kompakte Asche hält sich gut an der Glut. Hinsichtlich der Aromen dominiert eindeutig Holz, welches sich wiederum mit kräftigen und dunklen Tönen aus Erde und Leder paart. Süße und Pfeffer halten sich in der Waage und schaffen es immer wieder, den Gaumen zu überraschen und zu kitzeln. Das ist sie also, eine von drei Zigarrenlinien, die Joya selbst unter "ultra premium" einordnet. Ist dieses Einordung gerechtfertigt? Ich gestehe, die Zigarren seit einigen Wochen richtig zu schätzen gelernt zu haben und glaube, Joya hat nicht umsonst einen erstklassigen Ruf. Insofern passt auch diese Zigarre ins Portfolio und hat das Zeug zu einem Aushängeschild zu werden. Wer beim Klang von "ultra Premium" übrigens fürchtet, dass er ein Vermögen zahlen muss, den kann ich beruhigen. Mit 12 Euro ist der Preis für diese Zigarre überaus fair.



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Drew Estate Liga Privada No. 9 T52 Toro (6x52)

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Mit 6x52 handelt es sich um einen klassischen, vielleicht sogar etwas schmales Toro-Format. Der Decker stammt aus den USA, das Umblatt ist ein Mata Fina aus Barsilien, die Einlage stammt aus Nicaragua und Honduras. Die Liga Privada gilt als Flaggschiff von Drew Estate und das sieht man ihr auch an: Das Deckblatt ist makellos und leicht ölig, die Verarbeitung auf höchstem Niveau. Der Zigarrenring strahlt in seiner Schlichtheit Wertigkeit aus. Das Anzünden klappt problemlos und liefert einen überaus geradlinigen, fast nadelscharfen Abbrand. Das Rauchvolumen ist beachtlich, die Asche hält sich gut und lange an der Glut. Haptisch ist die Zigarre ein Erlebnis, man hat sie gerne zwischen den Fingern :) Vom ersten Zug an umfängt einen ein einzigartiges Aroma. Die T52 ist eher den dunklen Aromen gewidmet: Kaffee, Schokolade, Leder, Erde - und das ist einer Komposition, die ihresgleichen sucht. Der Rauch weißt dabei eine merkliche Cremigkeit auf, wenngleich die Spitze noch nicht erreicht ist. Die Süße bleibt untergründig, kaum merklich spielt ab dem zweiten Drittel Pfeffer mit. Alles in allem eine tolle Zigarre, die mich immer wieder ins Schwärmen bringt - und ihren Preis tatsächlich uneingeschränkt wert ist!



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Don Pepin My Father La Opulencia Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Viele Jahre bewegten sich die MF-Zigarren unter meinem Radar, erst mit der Judge (die ich übrigens in ordentlichen Quantitäten immer auf Lager halte), änderte sich dies. Warum genau mir die Zigarren bis dahin entgangen waren, kann ich nicht einmal genau sagen und schiebe es einfach auf die Vielfalt des Marktes. Darin kann man sich gern und schnell verlieren. Die La Opulencia jedenfalls gibt es seit etwas mehr als einem Jahr bei uns, erschienen ist sie zur IPCPR 2017. Mit 6x54 ist der Toro schon ein ziemliches Schlachtschiff, die Zigarre ist noch dazu boxpressed und erscheint noch einmal etwas wuchtiger. Der Decker stammt aus Mexiko (es ist ein Rosado), der Rest der Zigarre stammt aus Nicaragua. Die Zigarre ist, wie man es von My Father Cigars gewohnt ist, erstklassig, die Zigarre ist eine Schönheit, die im Humidor aus der Masse hervorstechen kann. Sie kommt mit zwei Ringen daher, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen, aber genau das ist es ja, was man mit der Marke erreichen will. Wie bei allen Zigarren der MF-Reihe gibt es ein Stoffband am Fuß, bei der La Opulencia ist es grün. Optik und Haptik gewinnen schon einmal einen Preis, die Zigarre möchte eben auffallen. Einmal angezündet, zeigt sich der kleine Makel, mit dem viele boxpressed Zigarren zu kämpfen haben: Der Abbrand ist nicht immer optimal. Damit möchte ich nicht sagen, dass es großen Schiefbrand oder gar Schlimmeres gab, aber wirklich absolut geradlinig oder gar nadelscharf war er nicht. Letztlich ändert das aber am Rauchgenuss wenig, mit dem richtigen Zugverhalten lässt sich alles korrigieren, nachfeuern muss man nicht. Die Asche ist überaus fest und kompakt, der erste Aschefall erreicht mit Leichtigkeit die drei Zentimerter. Mehr ist machbar. Hinsichtlich der Aromen wird die Zigarre ihrem Namen gerecht. Der Rauch ist opulent und voll, schmeichelnd und cremig. Im ersten Drittel verbergen sich deutliche Aromen aus Schokolade und Erde, Pfeffer ist bestenfalls untergründig vorhanden. Erst im zweiten Drittel macht sich der Pfeffer etwas stärker, aber keinesfalls störend bemerkbar, vorherrschend bleiben Schokolade und Erde, es mischt sich jedoch auch noch deutlich Kaffee hinzu. Ebenfalls im zweiten Drittel - und dann auch bis zum Ende - sind nussige Aromen vorhanden. Die Mischung macht es und sorgt für ein wirklich wundervolles Erlebnis. Mit 12 Euro pro Stück liegt die La Opulencia etwas über der bei uns üblichen kritischen Preisgrenze. Ich finde jedoch, dass sie das durchaus wert ist. Abgesehen davon führt Cigarworld den Toro aktuell leider nicht, aber ich gehe davon aus, dass ihr auch mit dem Robusto viel Spaß haben werdet (der kommt dann zu 10 Euro).



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AVO Limited Editions 2019 Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Limited Editions erfreuen sich in den letzten Jahren einer immer größer werdenden Beleibtheit. Was einst nur kubanischen Zigarren mit ihren ER´s und EL´s vorbehalten war, gilt mittlerweile längst nicht mehr: Viele Hersteller machen Jahreseditionen oder Zigarren zu besonderen Anlässen. AVO Cigars bildet da keine Ausnahme. Nachdem in diesem Jahr schon die AVO Limited Editions 2005 (LE 05) "30 Years Redux" das Licht der Welt erblickte (Sie ist mittlerweile bei den meisten Händlern ausverkauft), gibt es nun auch die "Jahreszigarre". In alter Tradition wieder einmal ein Toro. Mit 6x52 handelt es sich um ein eher klassisches, vielleicht sogar etwas schmales Format. Vielleicht ist meine Wahrnehmung aber auch nur von den zahlreichen großen Ringmaßen auf dem Markt geprägt. Gut zwischen den fingern liegt diese Zigarre in jedem Fall und sie ist nicht nur haptisch ein Erlebnis, auch optisch macht sie etwas her. der doppelte Ring harmoniert in diesem Jahr ziemlich perfekt mit dem makellosen Deckblatt. Hier ist eine Schönheit geschaffen worden. Die verwendeten Tabake stammen, wenig verwunderlich, da typisch, aus Ecuador, Peru und der Dom. Rep.. Handwerklich gibt es an dieser Zigarre jedenfalls nichts zu rütteln. Man arbeitet auf gewohnt hohem Niveau. Nach dem Durchzünden zeigte sich das, was ich an den Zigarren aus dem Hause Avo so liebe, nämlich ein geradliniger, beinahe nadelscharfer Abbrand. Eine Korrektur war den ganzen Rauchverlauf über nicht nötig und wo wir gerade bei Rauch sind: Das Volumen ist wirklich angenehm. Die Asche ist kompakt und stabil, hält sich jedoch nicht sonderlich lange an der Glut. Das ist aber in Ordnung, da man einer Zigarre dieser Gewichtsklasse so oder so eine besondere Aufmerksamkeit schenkt. Hinsichtlich der Aromen startet die 2019er mit kräftigen Noten aus Erde und Kaffee, der Rauch hat die ganze zeit über eine deutlich cremige Note. Ab dem zweiten Drittel gesellen sich Züge aus Schokolade und Nuss zum Erlebnis, hier taucht dann auch erstmalig eine Spur Pfeffer auf, die aber so sehr im Hintergrund bleibt, dass sie einem fast entgehen kann. im letzten Drittel zeigt der Tabak mit einem deutlichen Schwung erdiger Aromen noch einmal, was er kann. Mir hat die Zigarre gut gefallen. Sie liegt natürlich über der kritischen Preisgrenze von zehn Euro, aber das ist der angesprochenen Kundenschicht wahrscheinlich herzlich egal. Ihr Geld wert ist sie in jedem Fall, weswegen ich dazu rate, zuzugreifen, solange es geht.



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Villa Zamorano Reserva Expreso

Länge: 8.89Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Villa Zamorano erfreut sich hierzulande seit Jahren großer Beliebtheit. Die Zigarren aus dem Hause Maya Selva Cigars sind bei Cigarworld aber auch bei vielen lokalen Händlern Bestseller - und das mit Recht. Der Preis ist fair, die Verarbeitung ordentlich und der Geschmack ist gefällig. Kein wunder also, dass man die Palette nun auch mit der Reserva erweitert. Vor ein paar Tagen habe ich mir die Edicion Alemania angesehen, heute dann also eines der beliebtesten Formate: Expreso. Wieder einmal: Ein kurzes Format (3.5x25), das wahrscheinlich auch deswegen so beleibt ist, weil es so wunderbar zur deutschen Seele von Effizienz und Zeitdruck passt. Wir wollen zwar genießen und entspannen, aber es darf bitte nicht zu lange dauern. Die Tabake der Reserva stammen allesamt aus Honduras. Es handelt sich also um einen Puro. Die Verarbeitung ist gewohnt erstklassig, optisch unterscheidet sich die Zigarre durch den zweiten, auffällig roten Ring von den regulären VZ. Auch qualitativ kann die Zigarre punkten, denn nach dem Durchzünden ergibt sich ein überaus geradliniger und gleichmäßiger Abbrand. die recht helle Asche hält sich an der Zigarre, man kann recht problemlos einen kleinen Turm damit "bauen". Schauen wir uns die Aromen an. Deutlich ist eine Mischung aus Holz und Kaffee, wobei Kaffee in meinen Augen überwiegt. Der Raucht hat nicht nur ein angenehmes Volumen sondern auch eine spürbare Creme. Pfeffer habe ich beim Rauchen nicht erkennen können, dafür aber ab dem zweiten Drittel deutliche Hinweise auf Nuss. Der Preis ist mit 3,40€ überaus fair. In diesem Format kostet die Expreso einen guten Euro mehr als in der normalen Version, nach meinem Dafürhalten ist sie das aber wert. Die VZ sind normal schon angenehme und unkomplizierte Zigarren, mit der Reserva haben sie ein Upgrade erhalten, ohne damit in ungewohnte Höhen zu steigen. Mir gefällt es!



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Davidoff Escurio Petit Robusto

Länge: 8.26Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Es ist wie es ist: An Davidoff scheiden sich die Geister. Die einen halten sie für viel zu teuer, die anderen für die besten Zigarren der Welt. Dann gibt es noch jene, die bereit sind, eine Davidoff zu einem besonderen Anlass rauchen zu wollen. Dazwischen jedoch - da gibt es nicht viel. Ich selbst versuche ien Zigarre immer als eine Zigarre zu sehen - und im Grunde ist es nicht der Moment, der sie besonders macht, sie macht den Moment besonders. Insofern kann man egal welche Zigarre eigentlich auch zu jedem Zeitpunkt rauchen. Dennoch, bei der Escurio in diesem Format kommt man kurz ins Stutzen. die Petit Robusto ist mit 3.25x50 wirklich klein und schlägt gleichzeitig mit einem ordentlichen preis zu Buche. Die Frage bleibt wie immer, ob sie das wert ist. Die Tabake jedenfalls stammen aus Ecuador, Brasilien und der Dom. Rep. und der brasilianische Decker ist es, der dieser Zigarre ihren Schliff geben soll. Handwerklich ist die Escurio wie alle Zigarren aus dem Hause Davidoff: Auf höchstem Niveau. Mir wäre ad hoc niemand bekannt, der derartig perfekt herstellen kann. Das Deckblatt ist makellos und einigermaßen seidig, der Ring, typisch, eher schlecht. Ein zweiter RIng weist die Zigarre als das aus, was sie ist. Das Erlebnis beginnt im Grunde mit dem Kaltgeruch und -zug, jedoch zeigt sich die Stärke aber auch besonders nach dem Durchzünden. Die Zigarre brennt nadelscharf ab und sie hält die Glut auch dann, wenn man die Petit Robusto ein paar Minuten aus den Fingern legt. Das Rauchvolumen hingegen lässt zu wünschen übrig, eine Nebelkerze ist diese Zigarre jedenfalls nicht. Hinsichtlich der Aromen gibt es eine interessante un harmonische Mischung aus Kaffee, Schokolade und leichten Röstaromen. Der Rauch ist angenehm cremig, wird aber von untergründigem Pfeffer begleitet. Im weiteren Verlauf kommt Leder zum Vorschein, fügt sich aber gut in die bestehenden Aromen ein. Ob die Zigarre ihren Preis wert ist? Das soll jeder für sich selbst entscheiden. Mir hat es nicht geschadet, sie zu rauchen, das Erlebnis war es mir wert. Bei einem zweiten Durchgang würde ich jedoch automatisch zu einem größeren Format greifen.



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Plasencia Alma del Fuego Flama Panatela

Länge: 16.51Durchmesser: 1.51 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Mit insgesamt fünf Linien will man bei Plasencia Cigars den Stützpfeilern der familieneigenen Zigarrenproduktion ein Denkmal setzten. Zwei Linien haben uns hierzulande schon erreicht, die Alma del Campo und die Alma Fuerte. Neu dazugekommen und dank der Wolfertz GmbH nun auch bei uns zu bekommen ist die Alma del Fuego - also die "Seele des Feuers". Die Alma-Serien sind etwas ganz besonderes, und hier wird nicht gekleckert. Es handelt sich um die Flaggschiffe der Familie, womit der hohe Preis mehr als gerechtfertigt ist. Mir ist bewusst, dass Zigarren jenseits der Marke von 10 Euro die Leute hierzulande abschrecken, doch ich appelliere immer wieder dazu, über den Tellerrand zu schauen. Es gibt oberhalb dieser kritischen Marke sehr viele sehr tolle Zigarren - und die Alma del Fuego ist eine davon. Verköstigt habe ich ein schlankes Format (von denen ich übrigens glaube, dass sie langsam aber sicher wieder ihren Weg zurück zu uns finden), nämlich ein Panatela. Mit 6.5x38 dürfte dieses Format die Herzen einiger Aficionados wärmen. Wenig verwunderlich übrigens, dass die Tabake allesamt aus Nicaragua stammen, was die Alma del Fuego zu einem Puro macht. Es geht sogar noch genauer und der Name ist ein deutlicher Hinweis darauf: Ein Großteil der verwendeten Tabake stammt von der Vulkaninsel Ometepe. Der Ring dieser Zigarre ist diesmal in rot gehalten und passt nach meinem Empfinden wunderbar. Über die Verarbeitung kann man beim besten Willen nichts Schlechtes sagen. Haptisch ist die Zigarre übrigens auch besonders, denn es handelt sich um eine boxpressed. Es gibt nicht viele andere Hersteller, die das so machen. Die Zigarre lässt sich wunderbar durchzünden und liefert danach einen gleichmäßigen und geradlinigen Abbrand. Die Asche hält sich ein gutes Stück, konstruktionsbedingt dürften größere Aschekegel aber eher eine Seltenheit sein. Das Rauchvolumen ist angenehm, eine Rauchbombe, mit der man sich einnebeln kann, hält man hier jedoch nicht zwischen den Fingern. Einen Hinweis muss man geben: Diese Zigarre will mit Ruhe geraucht werden - allein schon wegen des Formats. Hinsichtlich der Aromen kann die Alma del Fuego ziemlich viel. Der Rauch ist schmeichelnd und cremig, immer wieder wird jedoch auch mit pfeffriger Schärfe gespielt, jedoch nie so, dass es unangenehm wäre. Über den verlauf der Zigarre kristallisiert sich eine fruchtige Note hinaus, die wunderbar in die weiteren Aromen aus Erde und Leder eingebunden wird. Damit ist das Erlebnis aber noch nicht vorbei, gerade im zweiten Drittel gibt es auch einen nussigen Zug, der mir sehr gefallen hat. Alles in allem handelt es sich bei dieser Zigarre um einen Leckerbissen mit einem gerechtfertigten Preis. Ich mag die Alma-Serie, kann aber aktuell beim besten Willen noch nicht sagen, welche Ausprägung mir bisher am besten gefallen hat.



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Cigarkings Corona Sun Grown

Länge: 13.65Durchmesser: 1.75 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Samstagsmorgen auf der Intertabac 2019: Man hat den ersten Tag der Messe hinter sich und fragte sich, mit was man nach viel zu vielen Zigarren den zweiten Tag beginnen soll. Irgendwie wünscht man sich einen sanften Einstieg - oder vielleicht ein paar Zigarren weniger. Und dann landet man bei Philipp Kugler am Stand. Cigarkings ist den meisten Aficionados mittlerweile ein Begriff und ich muss sagen: Der Stand machte ordentlich was her. Schnell kamen wir in netter Runde ins Gespräch und die Frage nach einer ordentlichen Morgenzigarre beantwortete Philipp mit der Corona Sun Grown. Und was soll ich sagen? Die acht Zigarren des vorherigen Tages lagen mir noch im Magen - aber nachdem ich mir die Cigarkings angesteckt hatte, war dieses Gefühl wie weggeblasen. Philipp wendet sich mit seinen eher milden bis maximal mittelkräftigen Zigarren nach eigenem Bekunden an Einsteiger und Neulinge. Davon sollten sich alte Hasen aber nicht abschrecken lassen, denn das, was er liefert, schafft durchaus zu begeistern. Ganz bewusst bleibt man übrigens bei den kleineren Formaten und schwimmt nicht auf der Welle von "größer und dicker" mit. Die Corona (5.375x44) kommt mit einem Decker aus Ecuador und einer Einlage aus Nicaragua daher. Das Umblatt hingegen bleibt ein Geheimnis. Und man muss eines sagen: hier sind schöne Zigarren geschaffen worden. Optisch wie haptisch wirklich angenehme Stücke und gerade der Ring ist klasse. Die Zigarre ließ sich wunderbar durchzünden, das Abbrandverhalten war so, wie man es sich wünscht, nämlich gleichmäßig und geradlinig, zuweilen nadelscharf. Wer nun mit Blick auf die Einlage Wucht erwartet hat, der wird sich wundern, denn der Rauch besticht mit Cremigkeit und Süße, dominant sind holzig-nussige Noten. Gegen Ende des zweiten Drittels gewinnt die Zigarre spürbar an Wucht, bleibt aber weiterhin seidig. ich habe sie sehr genossen und kann nur jedem Aficionado raten, es hier auf einen Versuch ankommen zu lassen.



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RoMa Craft Tobac CroMagnon Aquitaine Mode 5 (Short Perfecto)

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

RoMa Craft Tobac erfreut sich in den USA bekanntlich einer ziemlich großen Beliebtheit, und auch bei uns haben die Zigarren dank des unermüdlichen Einsatzes von Schustercigars Bünde einige Fans gefunden. Auch in mir: Ich mag die Zigarren aus dem Hause RoMa Craft sehr (mit einer Ausnahme) und letztlich fiel mir auf, dass ich noch nicht zu ihnen geschrieben hatte. Das will ich einmal nachholen. Meine Wahl fiel dabei auf die Aquitaine. Interessanterweise meine erste Berührung mit RoMa Craft, irgendwann in 2016, wenn ich mich recht erinnere. Der Zigarre gelang damals eine Punktlandung bei mir und sie ist bis heute positiv in meinem Gedächtnis geblieben. Und da man ja sagt, dass es der erste Eindruck ist, der zählt, ist es nur fair, das auch festzuhalten. Die Aquitaine gelten gemeinhin als "kräftig" und "voll", doch davon sollte sich niemand abschrecken lassen. Vielleicht ist es nicht die beste Idee, sie auf nüchternen Magen rauchen zu wollen, aber das gilt wohl für fast jede Zigarre ;). Ich jedenfalls hatte 2016 (als ich noch viel weniger rauchte) keine Probleme mit ihr und noch weniger habe ich es heute. Die Mode 5 ist ein Short Perfecto in 5x50. Mittlerweile dürfte bekannt sein, dass ich dieses Format sehr schätze, ich glaube einfach, es gehört viel mehr handwerkliches Können dazu, eine solche Zigarre zu rollen als eines der Standardformate. Andererseits: Was weiß ich auch schon? Die verwendete Tabake stammen aus Ecuador und Nicaragua, das Deckblatt ist, wie auch das Bild eindeutig beweist, ölig. Optisch und haptisch gefallen mir diese Zigarren sehr, auch wegen des doppelten Zigarrenrings. Ein nettes Gimmick übrigens, das meines Wissens alle Zigarren aus dem Hause RoMa Craft haben. Nach dem Durchzünden entwickelt sich ein gleichmäßiger und geradliniger Abbrand. Die Asche ist gest und kompakt, die Gefahr, Asche in der Gegend zu verteilen damit minimiert. Wie bei diesen Formaten üblich, erscheint die Zigarre die ersten Züge über schwergängig, was jedoch dem Format geschuldet ist. Sobald der volle Durchsatz erreicht ist, gibt es nichts zu klagen. Hinsichtlich der Aromen ist die Aquitaine vielfältiger, als man zunüchst annehmen mag. Dominant sind für mich Noten aus Pfeffer, leder und Erde. Damit ist die Zigarre kantig und kräftig, eben genau so, wie man es sich bei Tabak aus Nicaragua eigentlich wünscht. Spannend ist, dass der Rauch dennoch eine angenehme Cremigkeit besitzt. Das Rauchvolumen ist in Ordnung, man nebelt sich mit diesem Format jedenfalls nicht ein. Alles in allem eine schöne Zigarre zu einem überaus fairen Preis. Skip Martin: Keep up the good work!



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Joya de Nicaragua Celebracion Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Und wieder einmal eine Zigarre aus der Rubrik "Reste und Raritäten in meinem Humidor". Heute dann die Joya de Nicaragua Celebracion Toro. Joya de Nicaragua dürfte mittlerweile allen Aficionados ein Begriff sein. Die Celebracion stammt noch aus einer Zeit, da Joya durch Villiger importiert wurde (was bis 2013 der Fall war). Seitdem wird Joya bekanntlich durch Arnold André vertrieben. Die Celebracion findet man trotzdem nicht mehr: Villiger strich sie aus dem Programm und Joya legt sie mittlerweile nicht mehr auf. Will sagen: Wer aktuell noch irgendwo diese Zigarren findet, hat absolute Restbestände ausgegraben. Ob sich die Jagd danach lohnt? Schauen wir mal... Die Celebracion kommt aus einer ganz anderen Zeit, was auch schon der Preis suggeriert. 4,70€ für einen Toro sind aus der heutigen Perspektive geradezu spottbillig, was in der Ära prä 2013 natürlich anders ausgesehen haben mag. Da allein kubanische Zigarren mit einem Boxingdate arbeiten, kann ich nicht sagen, von wann genau meine Zigarre ist. Alles, zwischen 2005 und 2013 ist möglich, womit wir eine Spanne von 6-14 Jahren hätten. Legt man das zu Grunde, dann handelte es sich um eine wirklich tolle Zigarre. Mit 6x50 handelt es sich um einen klassischen Toro, und es ist gar ein Puro (wie der recht schlichte Ring auch angibt): Alles an der Zigarre stammt aus Nicaragua. Damit ist die Richtung eigentlich schon klar, sollte man zumindest meinen. Hinsichtlich der Aromen gibt es dann aber doch einige Überraschungen. Die Zigarre hat die bekannte, wenn auch untergründige Wucht nicaraguanischer Tabake, schlägt aber niemals wirklich zu. Den gesamten Rauchverlauf über bleiben Leder und Erde die dominanten Noten, wobei der Rauch eine wirklich schöne Cremigkeit vorweisen kann. Manchmal stechen Nuancen aus Gras und Heu hervor. Was den gesamten Rauchverlauf über fehlt, ist Pfeffer. Der Abbrand der Zigarre war übrigens ein echter Traum. Gleichmäßig und nadelscharf hat er mich zu überzeugen gewusst.



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Montecristo Edmundo

Länge: 13.49Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Heute dann mal ein echter Klassiker, zu dem ich sträflicher weise noch kein Wort verloren habe: Der Montecristo Edmundo. Mit kubanischen Zigarren setze ich mich erst seit zwei Jahren wirklich intensiv auseinander (und habe sie mittlerweile sehr zu schätzen gelernt) - und einer der Dauerrenner ist für mich eben die Edmundo. Es handelt sich um eine Regulares, was ihre Verfügbarkeit eigentlich immer sicherstellt. Nichts gegen Regionales oder Limitadas - aber sie sind mitunter schwer zu bekommen und kosten eben auch ein paar Euros mehr. Bei der Edmundo hat man jedenfalls ordentlich etwas zwischen den Fingern liegen. Mit 5.31x52 handelt es sich um ein dem Robusto ähnlichen Format. Über die Verarbeitung gibts es nichts Schlechtes zu sagen, außer dem üblichen Hinweis: Da man kubanische Zigarren auf der Insel nicht in Cellophan verpackt, schaut man sich seine Zigarren bei einkauf besser gut an.- Die Möglichkeit, dass die Deckblätter kleinere Schäden aufweisen (gerade, wenn schon ein paar Exemplare aus der Kiste verkauft wurden und die Zigarren sich "frei bewegen" können) ist gegeben. Aber auch hier. Das tut dem Rauchgenuss keinen Abbruch. Hinsichtlich des Preises kann man aber natürlich auf eine schadlose Zigarre pochen. Auch ein bisschen was zum Zug und Abbrand: Kubanische Zigarren haben einen notorischen Ruf, auf beiden Feldern nicht immer zu liefern. Ich halte die meisten Berichte darüber für übertrieben. Ich will nicht sagen, dass es die meisen Exemplare nicht gäbe (auch ich habe sie schon gehabt), ich will nur sagen, dass sie nicht so gehäuft vorkommen, wie man meint. Wenn ich mir allein die Zigarren anschaue, die ich in den letzten acht Wochen dieses Sommers geraucht habe, so hatte ich einen wirkliche Totalausfall binnen fünfzig kubanischer Zigarren. Das ist in meinen Augen zu verkraften. Bei diesem Exemplar hatte ich weder mit dem Zug noch mit dem Abbrand zu kämpfen. Und das ist eben eher die Regel als eine Ausnahme. Ein Blick auf die Aromen: Hervorstechend sind Nuss, Leder und Holz. Der Rauch verfügt über eine spürbare und schmeichelnde Cremigkeit. Auch das Rauchvolumen kann sich sehen lassen. Mit dieser Zigarre kann man durchaus 90 Minuten füllen - und sie ist es wert.



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Debonaire H Robusto

Länge: 13.34Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Es gibt ja diesen Spruch, in dem es heißt, das Qualität sich durchsetzt. Schustercigars Bünde ist für mich der Beweis für diese Redewendung, denn es handelt sich bei dem Familienunternehmen nicht nur um Importeure, sondern auch um einen der letzten Produzenten von Zigarren in diesen Landen. Persönlich bin ich ein Freund der Longfiller - und auch dort haben Philipp Schuster und natürlich Annemarie Schuster ein echtes Händchen. Seit letztem Jahr ist die Debonaire nun bei uns verfügbar, leider bin ich jetzt erst dazu gekommen, mir sie genauer zu Gemüte zu führen. Wer sich ein wenig mit der Marke beschäftigt, wird merken, dass dahinter keine Newcomer stecken - diese Erfahrung allein sagt ja schon was über die Zigarre an sich aus. Was wir hier haben ist ein Robusto in 5.25x50, die Tabake stammen aus der Dom. Rep und Nicaragua, der Decker ist ein Sungrown. Die Verarbeitung ist erstklassig (und etwas anderes darf man auch nicht erwarten, wenn man das "Ultra Premium" auf dem Ring bedenkt), der Zigarrenring ist relativ breit und das Gold dominiert. Es passt alles stimmig zusammen, mir hingegen ist es etwas zuviel Gold. Aber gut, das ist sehr subjektiv... Nach dem Durchzünden zeigt sich ein relativ gleichmäßiger und geradliniger Abbrand, wobei sich die Debonaire während der ersten paar Züge als zickige erweisen kann. Ist das jedoch überstanden, dann steht dem Rauchgenuss nichts im Wege. Die Debonaire H macht eine ganze Menge Dampf, sprich: Das Rauchvolumen ist überaus ordentlich. Hinsichtlich der Aromen dominieren Holz, Nuss und ein wenig Leder. Der Rauch weißt eine Cremigkeit auf, die im Nachgang von einem Hauch Pfeffer begleitet wird. Die Mischung stimmt und kann einen einige ganze Zeit begeistert halten :)



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Davidoff Millennium Blend
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