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Humidor Blue Cloud

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Cornelius & Anthony Meridian Toro (6x50)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nachdem die Daddy Mac von Cornelius & Anthony inzwischen einen festen Platz in meinem Humidor hat, war es folgerichtig, auch einmal die Meridian zu probieren. Ein leicht öliges, fast glattes und nur von wenigen Adern durchzogenes Deckblatt im Colorado Claro Farbton riecht einladend süss nach Leder und Kakao. Der Kaltzug ist würzig und zeigt ebenfalls eine dezente, luftige Süsse. Der Beginn ist klassisch mit Holz, Erde, Ledergeschmack und einer angenehmen Beteiligung von Pfeffernoten. Retronasal verbindet sich diese Melange zu pfeffrigem Lakritz. Auf dieser Basis entwickelt sich ein komplexer, aber fein ausbalancierter Geschmacksreigen, der fleischige, fruchtige und mineralische Komponenten in wechselnder Zusammensetzung enthält. Süssholz, Vanille, Paprika, Quitte, Haselnuss, Kaffee, Moos, Steak und Muskatnuss fallen mir ein, aber ich glaube, dass dieser Blend von Zigarre zu Zigarre unterschiedlich sein kann und einiges dem individuellen Gaumen überlassen bleibt. Man sollte sich bei der Meridian unbedingt einen eigenen Eindruck verschaffen. Der Rauch ist cremig und intensiv, bleibt aber im Abgang trocken, wodurch er etwas harsch wirkt. Asche gut, Abbrand gut, Zugwiderstand luftig - eine kleine Bohrung reicht vollkommen aus. Ein interessantes Raucherlebnis mit dem Fazit, dass unter die Daddy Mac Robusto eine Lage Meridian Toro zu liegen kommt. 8+/10



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Principle Cigars Money to Burn $ 1,000 The New York Central
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Limited Edition mit dem kreativen Namen und dem ebenso kreativen Zigarrenring - zumindest dem am Fuß - ist aus bestem Haus. Ob man allerdings auch zu den besten verfügbaren Deckblättern gegriffen hat, möchte ich bezweifeln. Bei sichtbaren Adern, wenig Glanz und einem Touch von feinem Schmirgelpapier fehlt es auch an einem sich zuordnen lassenden Geruch. Der Kaltzug hinterlässt einen Geschmack, als hätte man auf nasser Pappe gekaut und so schnell wie möglich entflammt man diesen Stick, um einen anderen Geschmack auf die Zunge zu bekommen (NACHTRAG: Ich wurde von einem netten Aficionado dieses Blogs darauf hingewiesen, dass ein solcher Geschmack beim Kaltzug entstehen kann, wenn die Zigarre in einer zu feuchten Umgebung gelegen hat. Danke, wusste ich nicht und habe alles auf Boveda umgestellt). Der Geschmackwechsel nach der Flammenannahme geschieht auch prompt und eine fast ersehnte Rosinensüsse breitet sich cremig am Gaumen aus. Im nächsten Zug wird schwarzer Pfeffer beigemischt. Die Welt ist wieder in Ordnung, als sich Anklänge von Zedernholz und eine Mischung von feinem Leder und Walnuss entwickeln. Die Süsse bleibt - im Übrigen bis zur Ablage - und der Pfeffer zieht sich dezent in den Hintergrund zurück. Ein mittlerer Körper mit einer leicht im Verborgenen wirkenden mittleren Stärke macht diesen Smoke zu einem passenden Begleiter für einen Cappuccino. Gegen Ende blitzt ein wenig Säure auf, allerdings bleibt schlussendlich trotz der Creme am Gaumen kaum etwas zurück. Der Abbrand ist tadellos und die Asche fest und hellgrau. Auch wenn die Zigarre im Verlauf etwas weich wird, gibt es an der Konstruktion und dem Zugwiderstand nichts auszusetzen. Es hat geschmeckt, jedoch hat man auch das Gefühl gerade Geld verbrannt zu haben. 8+/10, aber viel zu teuer.



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A.J. Fernandez New World Puro Especial Short Churchill
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Bisher habe ich nicht viel Vergnügen mit Zigarren aus der Tabacalera von AJ Fernandez gehabt. Immer hat irgendetwas für mich nicht gestimmt, meistens war das eine sich einmischende holzig-trockene Bitternote, die mir so gar nicht schmeckt. Vorweg gesagt - das hat sich mit dieser Vitola geändert und sie wird mit Bestimmtheit in Zukunft in meinem Humidor anzutreffen sein. Dort macht sie sich auch optisch gut mit ihrem dunklen, marmorierten Deckblatt und dem auch von der New World (only) bekannten Zigarrenring, der nur durch die Aufschrift "Puro Especial" ergänzt ist. Ein erdiger Tabakgeruch entströmt dem charaktervollen Criollo 98 Deckblatt, am Fuß mischt sich die Erde mit Anklängen von Frucht und Nuss - sehr speziell, riecht aber ausgesprochen einladend. Der Kaltzug schmeckt wie eine Handvoll Studentenfutter, in die etwas Pfeffer eingestreut wurde. Die Reise in die Neue Welt beginnt luxuriös mit cremigem Rauch, der intensiv nach Erde und Nuss schmeckt. Etwas später kommen Aromen von Leder, Kaffee und Vanille hinzu, die sich in der Intensität abwechseln, aber zu jeder Zeit einfach gut schmecken. Im Hintergrund hat sich Süsse entwickelt, die auf Holz- und Schokolade basiert. Die Short Churchill fährt so ziemlich alles auf, was Nicaragua zu bieten hat. Den obligatorischen Pfeffer aus dem Kaltzug allerdings erlebe ich nur sporadisch und in erster Linie mit Zimt gemischt retronasal. Kurz vor der Mitte fällt die weisse Asche und die Aromatik verändert sich, ohne jedoch meine Angst vor bitteren Holztönen zu bestätigen. Der Rauch wird etwas holziger, würziger und grasiger, aber die Süsse und die Creme bleiben. Das Ende des Vergnügens wird von einer feinen Mischung von Erde und Leder eingeläutet und nach und nach verabschieden sich die unterschiedlichen Aromen. Komplex, harmonisch, geschmackvoll bei cremigem Körper und etwas über der Mitte liegenden Stärke war dieses Erlebnis jeden Penny wert. 9/10



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Hiram & Solomon Cigars Master Mason Maduro Toro 6x52
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das sehr dunkle Maduro Oscuro Deckblatt mit sichtbaren Adern und fühlbaren Zähnchen strömt einen Geruch nach Kaffee, Erde und englischem Weingummi aus. Die Toro hat eine leichte Boxpressung und ist bei meinem Exemplar prall gefüllt. Es sind keine schwammigen Stellen zu ertasten, so wie man es auch bei der Herstellung in einer Tabacalera wie Plasencia erwartet. Die Kappe allerdings wirkt wie drauf geworfen und hebt sich auch in der Farbe von dem übrigen Deckblatt ab. Dafür sind die beiden Zigarrenringe sehr schön gestaltet und der Font, in dem die Schrift gehalten ist, stellt eine Verbindung mit der Hintergrundgeschichte der Freimaurer her. Etwas sensibilisiert von früheren Bewertungen des Rauch- und Abbrandverhalten bohre ich sehr konservativ mit 7mm, um Kontrolle zu behalten. Das zahlt sich aus, denn beides ist im späteren Rauchverlauf einwandfrei. Ich kann mir auch nicht verkneifen, einen kleinen Farbtest am Deckblatt vorzunehmen und kann keine künstliche Färbung entdecken. Der Kaltzug ist geprägt von süssem Teiggeschmack mit einer satten Pfefferkomponente. Letztere kommt aufgrund der nicaraguanischen Einlagetabake aus Jalapa, Ometepe und insbesondere dem Libero aus Esteli nicht unerwartet. Gleichzeit wird auch klar, dass es sich um einen zumindest mittelkräftigen Smoke handeln wird. Zunächst startet der Rauch jedoch süss mit Anklängen von Waffeln, Nüssen und Erde. Bald schon wird es kräftiger mit dem Geschmack nach Zeder, Kaffee, Leder, Kakao - und natürlich Pfeffer. Die Zigarre entwickelt sich hocharomatisch und komplex. Der Rauch ist dicht und hat Ansätze von Creme. Eingestreut schmeckt man Gewürze wie Muskat, Zimt und Lorbeer, bevor ein sättigendes, geschmackvolles Raucherlebnis in einer Mischung von Eiche, Pfeffer, Gewürzen und Bitterschokolade endet. Empfehlenswert. 8+/10



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RoMa Craft Tobac CroMagnon Connecticut Broadleaf Maduro Anthropology (Grand Corona)
verifizierter Kauf

Länge: 14.61Durchmesser: 1.83 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

In handwerklicher Hinsicht wird die Anthropology höchsten Ansprüchen gerecht, darüber braucht man kein Wort zu verlieren. Das fast schwarze Maduro Deckblatt strahlt etwas Edles aus und hinterlässt sozusagen als Vorgeschmack Aromen von Leder, Kakao und Gewürzen in der Nase. Ledernoten bestimmen auch den Kaltzug und sind unterlegt von einer malzigen Süsse. Nach der Flammenannahme entwickelt sich über mehr als eine Stunde ein cremiger, etwas mehr als mittelstarker Rauchgenuss rundherum um den Geschmack von Leder und Erde. Feine Nussnoten auf einer würzigen Zimtbasis, die auch Pfeffer mit sich bringt. Man schmeckt frisches Gebäck und einen Hauch von Kirsche. Ich muss ein wenig lächeln, als ich etwas später tatsächlich den Geschmack von Kellogg´s Frosties mit in Milch aufgelöstem Zucker entdecke. Der Blend begeistert mit so ziemlich allem, was mir schmeckt und sättigt mich dabei ausreichend mit Nikotin. Das Ende des Raucherlebnis kündigt eine leicht bittere Graphitnote an, das ist allerdings unterhalb der schlichten, aber coolen und zum Gesamteindruck passenden Anilla. Wunderbarer Smoke, der nicht zu teuer ist, für das was geboten wird. 9/10



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God of Fire Churchill einzeln in Holz by Carlito 2004 (Limited Edition 2006)
verifizierter Kauf

Länge: 17.78Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Von einem anderen Stern....mir fehlen die Worte 10/10



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Casa Magna Domus Magnus Caligula (Double Perfecto boxpressed)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Ein interessantes Format, dass knallhart unter einem Colorado Maduro Deckblatt gerollt ist. Die Nahtstellen der Wicklung und der Kappe sind deutlich zu erkennen, was ich entweder dem schwierig herzustellenden Format oder der Unerfahrenheit der Torcederos zuschreibe. Das verhindert natürlich nicht den wirklich appetitlichen Geruch nach Schokolade, der der Figurado entströmt. Für den Cut orientiere ich mich sicherheitshalber an der Ausrichtung der unaufdringlichen Zigarrenringe und erlebe dann einen geschmackvollen Kaltzug mit Anklängen von Kaffee, Nuss und Vanille. Die Spitze des Fusses ist leicht entzündet und zu meinem Vergnügen breitet sich bald der Geschmack meiner ehemaligen Lieblingsschokolade Trauben-Nuss-Rum aus. Als mehr Tabak zur Verfügung steht addieren sich Aromen von Erde, Leder und Kaffee dazu. Der Rauch hat schon einen guten Körper, behält aber eine Stärke der milderen Art. Im Hintergrund ist Tee zu schmecken, aber die Schokolade bleibt im Kern des Geschmacksspektrums. Als der Tee gegen Mitte des Smokes allmählich bitterer wird, gleicht die Süsse von Ahornsirup diese Veränderung elegant aus. Etwas Pfeffer spüre ich nur auf der Zungenspitze. Die Süsse wird gegen Ende immer fruchtiger, bis man den Geschmack überreifer Pflaumen zu schmecken glaubt. Das passt zu der erdigen Schokolademischung. Die dunkle Asche fällt mittig und der Zugwiderstand ist optimal auch bei dem sich verändernden Durchmesser. Dreimal musste ein beginnender Schiefbrand korrigiert werden, vielleicht habe ich aber auch etwas beim Entzünden des spitzen Fusses falsch gemacht. Empfiehlt es sich, diesen auch leicht zu cutten? Ein milder Smoke für Leckermäuler, den ich mir öfter gönnen werde - Trauben-Nuss-Rum Schokolade. 9/10 trotz Schiefbrand



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Crowned Heads Las Calaveras Edición Limitada 2018 LC 54
verifizierter Kauf

Länge: 13.97Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine feine, perfekt konstruierte Zigarre, die mit etwas Gewicht gut in der Hand liegt. Das braune, glänzende Deckblatt ist zwar von deutlichen Adern durchzogen und fühlt sich rustikal rau an, wirkt aber irgendwie angenehm natürlich. Tabakwürze, Schokolade und dezenter Honig sind die ersten Eindrücke, die durch den Kaltgeruch vermittelt werden. Würzig mit einer Note von Süssholz ist auch der Kaltzug nach dem V-Cut. Es dauert eine Weile, bis der Fuß in voller Glut steht. Nach ein paar Zügen hat sich eine harmonische Mischung aus frischem Holz, Schokolade, Nuss und Backgewürzen gefunden, die sehr beständig über die erste Hälfte des Smokes ein geschmackliches Glücksgefühl vermittelt. Der Rauch hat Körper und ist mild, als cremig kann man ihn nicht bezeichnen. Trotz des beständigen Geschmacks ist diese erste Hälfte nicht langweilig, weil im Hintergrund immer wieder unterschiedlichste Aromen aufblitzen. Ich gebe bald auf, sie identifizieren zu wollen und geniesse es einfach. Gerade als ich bereue, die Las Calaveras nicht am frühen Morgen zum Kaffee geraucht zu haben, beginnt der Schokoladenanteil edelbitter zu schmecken. In dem Moment fällt auch die fast weisse, feste Asche. Ein zwei Züge später hat sich die Bitterkeit in eine frische, leicht fruchtige Säure verwandelt, die durch eine Rohrzucker-Süsse einen Gegenpart bekommt. Dazwischen entwickeln sich nun elegante Leder- und schwere Erdaromen. Von einem milden Smoke kann nun nicht mehr die Rede sein. Der Erd-Leder-Körper wird immer voller, füllt sich mit Lakritz, Süßholz und Espresso und - weil ich danach suche - schmecke ich auch die in einem anderen Tasting beschriebenen "Worcester"- Anklänge. Vielleicht auch Einbildung, aber was soll es. Es schmeckt mir gut. Mit einem kontinuierlich guten Zugwiderstand geht dieser Smoke mit etwas Salz auf den Lippen und Gewürzen am Gaumen zu Ende. Zwei völlig unterschiedliche Hälften haben mich begeistert und ich bin gespannt darauf, ob das auch bei Wiederholungen der Fall sein wird. Im Aroma-Rad findet sich die zweite Hälfte wieder. 9/10



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Bespoke Traditional Line Robusto (neues Design)
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Als ich - ausgesprochen neugierig gemacht von einem Tasting-Review - nach der "Casdagli Limited Edition Spalato Club Mareva" gesucht habe, tauchte auf meinem Radarschirm zum ersten Male der Brand "Bespoke" auf. Obwohl ich mich erst seit etwas mehr als zwei Jahren mit Zigarren beschäftige, ist dieses späte Kennenlernen doch erstaunlich. Immerhin tauchen in der Geschichte dieser Marke bekannte Namen exzellenter Tabakfachleute wie Hendrik Kelner jr. und Jeremy Casdagli auf. Seit neuestem spielt auch der Name Alan Rubin eine Rolle, ist doch Alec Bradley das Unternehmen, weshalb "Bespoke" in USA nun unter dem Namen "Casdagli" firmiert. Aufgrund der Bewertungen der Bespoke Zigarren in diesem Blog musste bei mir Eindruck aufkommen, dass ich bisher etwas Gutes verpasst habe. Deshalb liegen nun seit einiger Zeit drei Vitolas der Bespoke Traditional Line und zwei Formate der Club Mareva Series - natürlich inklusive der "Spalato" im Humidor. Meine Reise in die "Bespoke"-Welt beginnt mit der Robusto aus der traditionellen Linie. Mit dem geschlossenen Fuß und einem netten Zopf am Kopf ist der erste Eindruck wertig. Das tadellose brasilianische Deckblatt umhüllt ein doppeltes Umblatt und hat ein festgerolltes Innenleben. Diese Robusto hat Gewicht und liegt dementsprechend gut in der Hand. Der Kaltgeruch ist brasilianisch betörend süss und erinnert an unterschiedlichste Honigsorten. Die Süsse ist mit einem malzigen Nussgeschmack auch im Kaltzug vorhanden und ich ahne langsam, was mir dieser Stick noch zu bieten hat. Und tatsächlich beginnt mein erstes Tete-a-Tete mit Bespoke mit dem Geschmack von Tabak und braunem Zucker. Der Rauch wird nach V-Cut großzügig angeboten. Es reichen langsame, vorsichtige Züge um bei normalem Zugwiderstand den Geschmack an den Gaumen zu bekommen. Bald sind es auch Noten von Holz und Erde, die die Süsse abmildern. Im Hintergrund und auch retronasal macht sich dezent ein Nussaroma erkennbar. Der Rauch bleibt satt, ist aber nicht cremig, als im zweiten Drittel Zitrusnoten die Süsse weiter abrunden. Karamellgeschmack ist nun im Hintergrund und als sich ein feine Schärfe von weissem Pfeffer bemerkbar wird, ist die Welt - und dieser Smoke - keine Scheibe mehr, sondern rund. In das letzte Drittel hinein fällt eine feste, weisse Asche und hinterlässt einen spitzen Glutkegel. Für einen Moment wird der Geschmack dumpf und kreidig, um dann wieder aromatisch Fahrt aufzunehmen. Leder- und Erdnoten wachsen heran, die Süße wird fruchtig und lässt an Orangen, Zitronen und Pfirsiche denken. Ein feines Finale, vielleicht nicht grandios, das sich aber nahtlos in den Gesamteindruck einfügt. Nice to meet you! Ein süsses, mildes, körper- und abwechslungsreiches Erlebnis. Hübsche Zigarrenringe übrigens mit dem Koloss von Rhodos und meinem Lieblingsgrün. 8+/10 mit Luft nach oben.



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Padilla Finest Hour CONNECTICUT Double Toro
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Obwohl das Format für meine Verhältnisse am oberen Ende angesiedelt ist, habe ich nach fast zwei Stunden mildem, aber sehr aromatischem Rauchgenuss, bedauert, dass die unvermeidliche Ablage nicht mehr aufzuhalten war. Äusserlich gefallen die stilvollen Zigarrenringe mehr als das leicht unregelmässige, stumpfe Claro Deckblatt. Dafür aber ein Kaltgeruch von Honigkuchen, der vom Hocker reisst. Mit V-Cut geöffnet - nicht zuletzt, um den im Humidor "Maiwald" beschriebenen "Kreuz-Cut" auszuprobieren - macht ein mehr floraler, mit Holzwürze angereicherter Honiggeschmack ebenfalls richtig gute Laune. Die Flammenannahme gestaltet sich einfacher als erwartet und auch im Weiteren gibt es keine Probleme mit dem Abbrand. Dank der großflächigen Öffnung ist der Zugwiderstand auf der leichten Seite und die ersten Züge bringen bereits großzügig cremigen, milden Rauch zum Vorschein. Es schmeckt nach Erde - habe ich irgendwo Walderde gelesen (?!) - nach frischem Teig und würzigem Gebäck. Das Rückgrat bildet einerseits ein voller Honiggeschmack und anderseits eine frische Note von weissem Pfeffer. Der Rauch ist luftig, aber die Aromen bleiben am Gaumen beständig. Retronasal verspürt man Lebkuchenwürze und Heu. Ungefähr in der Mitte angekommen, probiere ich den zweiten V-Cut. Die Kappe übersteht das Abenteuer unbeschadet und mit vorsichtigen Zügen, die kaum noch Kraft benötigen, versuche ich zusätzliche Aromen zu schmecken. Tatsächlich spielt plötzlich Kaffee in der Form von Cappuccino eine Rolle. Florale Noten, etwas Heu, etwas Leder, etwas Mandeln und der an anderer Stelle erwähnte Hauch von Portwein sind zu schmecken. Immer noch leicht bietet die Double Toro im letzten Drittel dann mehr Holz an, zu der immer noch begleitenden Honigsüsse kommen fruchtige Anklänge. Mit einem Espresso-Kick geht ein wunderbares Raucherlebnis zu Ende. Wann ist die Asche gefallen? Keine Ahnung. Da passe ich beim nächsten Mal besser auf, denn eine Wiederholung ist sicher. Wahrscheinlich werde ich aber auch die Nicaragua Puro aus der Serie probieren, mit der Hoffnung, dass das Aromarad dort ähnlich, aber ein weniger "bissfester" ist. 8+/10



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Partagas Anejados Corona Gorda

Länge: 14.29Durchmesser: 1.83 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine sehr professionell konstruierte Zigarre im Boxpressed-Stil mit einem ausgesprochen schönen matt-seidig glänzenden und glatten Deckblatt. Ein dezenter, würziger Geruch nach frisch aufgebrühtem Kaffee schafft eine gemütlich Atmosphäre. Beim Kaltzug achte ich weniger auf den Geschmack, sondern bitte innerlich um ein gutes Zugverhalten. In letzter Zeit hatte ich in dieser Hinsicht bei Kubanern etwas Pech, allerdings scheint der V-Cut eine gute Hilfestellung zu sein - auch in diesem Fall. Einwandfreie Feuerannahme mit dem Streichholz, danach macht die Corona Gorda weitere Pluspunkte mit cremigen, würzigen Aromen von Erde, Holz und Kaffee. Eine frische Pfeffernote im Hintergrund wird bald ergänzt von einer ganz speziellen Zimtsüsse. Das alles ergibt eine höchst geschmackvolle Mischung. Die Tabake wirken gereift und tatsächlich sind die "Anejados" fünf Jahre in ihrer Zigarrenkiste gelagert worden, bevor sie ab 2016 in den Markt gegeben wurden. Das erklärt auch dieses komplette, harmonische Raucherlebnis, das keine Bitterkeit aufkommen lässt und mit den beschriebenen Aromen keinesfalls protzend, sondern elegant spielt. Ab der Mitte gibt es mit dem Geschmack von Walnüssen kleine Veränderungen in der Mischung und auch die würzige Süsse wird fruchtiger. Der Abbrand ist scharf markiert und eine hellgraue Asche hält die Aromen lange Zeit zusammen. Eine tolle Qualität, die an all das erinnert, was man in schönen Büchern über kubanische Zigarren lesen kann. 9/10 - wenn man vom stolzen Preis absieht.



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Flor de Copán Maduro Rothshild
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Seit dem Heiligabend des Jahres 2005 ist diese Zigarre im Angebot von Cigarworld und bisher hat sie 99 zum grössten Teil positive Bewertungen erhalten. Da kann man schon damit beginnen,von einem Klassiker sprechen. Der aufwendige Schutz des leicht rauhen Maduro Deckblattes in Form einer Hülse aus Zedernholz und ein dazu passender, hübscher Zigarrenring lassen optisch nicht vermuten, dass es sich bei dieser Vitola um ein Angebot im 5-Euro Bereich handelt. Der Kaltgeruch ist würzig frisch und im Kaltzug schmeckt man bereits, was einen im Rauch die nächste Stunde begleiten wird: Schokolade und Nuß. Da die Rothshild sehr festgerollt und ohne jegliche SoftSpots ist, habe ich einen V-Cut benutzt, um einem potentiell zu hohen Zugwiderstand möglichst aus dem Weg zu gehen. Perfekt, die ersten Züge bereits produzieren einen cremigen Rauch, der einen schönen, mittelkräftigen Körper zum Ausdruck bringt. Sofort ist auch eine geradezu saftige Milchschokolade zu schmecken. Feine Nußnoten und malzige Kaffeearomen sind eine perfekte Ergänzung, wenn man auf Süssigkeiten steht. Für alle anderen macht sich im Hintergrund und sehr subtil eine Ingwerschärfe breit und es entwickeln sich retronasal Aromen von Leder, Lorbeer und Anis. Aber entkommen kann man dem süssen Kakaogeschmack nicht. Ab und zu jedoch genossen, kann das zu einer willkommenen Abwechslung werden. Das Finale des durchweg gleichmässigen Smokes bringt noch ein wenig Erde ins Spiel und hier und da fruchtige Noten von getrockneten Pflaumen. Um den Abbrand muss man sich nicht kümmern, er ist scharf mit gut stehender Asche. Angenehm ist auch dieses On-Off Verhalten, das einem erlaubt, die Zigarren ein paar Minuten beiseite zu legen. Nach der Wiederaufnahme ist sie augenblicklich wieder im Wachzustand. Ein unkomplizierter, schokosüsser Rauchgenuss bei dem man einige komplexere Facetten erkennen kann, wenn man sucht. 7+/10 und einen Extrapunkt für das Preisleistungsverhältnis.



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La Aroma del Caribe Mi Amor Magnifico (Toro)
verifizierter Kauf

Länge: 15.19Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Ein sehr schönes, glattes mexikanisches Deckblatt macht mit den beiden "Old School" Zigarrenringen einen ersten Eindruck, wie er besser nicht sein kann. Der feine Kaltgeruch nach Kaffee, Kakao und schwarzen Früchten verstärkt diesen ersten Eindruck positiv und der ehrliche Geschmack nach Kaffee und einem Hauch Vanille im Kaltzug lässt mich entspannt nach dem Feuerzeug greifen. Beim Anzünden spürt man die gutgefüllte Schwere dieser Boxpressed Vitola, die bereitwillig Glut aufnimmt. Von Beginn an entfaltet sich ein körperreicher, cremiger Rauch, der den Raucher über den Verlauf mit den unterschiedlichsten Kaffeesorten bekannt macht. Um die Kaffeenoten, die immer wieder mit einem Hauch Vanille abgerundet werden, legt sich geradezu elegant der Geschmack von Kakaobohnen und Karamell. Die Aromen gehen nicht schwammig ineinander über, sondern ergänzen sich fast spielerisch. Ein komplexer Meisterblend, dem eine beständige, ausgesprochen angenehme Schärfe im Hintergrund Festigkeit und Struktur verleiht. Holz, Erde und Leder spielen am Rande durchaus eine Rolle, sind aber immer leicht transparent und sorgen eher für etwas Abwechslung. Dasselbe gilt für das Aroma von frischem Apfel, das im ersten Drittel den Geschmack begleitet und seltsamerweise etwas Salz auf den Lippen zurücklässt und den Zitruskick, der im letzten Drittel noch einmal für Frische sorgt. Die Stärke der Magnifico zieht im mittleren Drittel stark an, um sich gegen Ende wieder zu entspannen. Trotzdem muss man von einem etwas mehr als mittelkräftigen Smoke sprechen, der einen mit würzigen Kaffeearomen verwöhnt und geschmacklich angenehme Abwechslung bietet. Mich erinnert das Raucherlebnis ein wenig an die Don Pepin My Father La Opulencia, es ist aber um einiges preiswerter. Nicht nur deshalb ist diese Zigarre empfehlenswert. 8+/10



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Plasencia Alma Fuerte Robustus I
verifizierter Kauf

Länge: 13.34Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine weitere wundervolle Vitola aus der Alma Fuerte Serie. Das dunkle Deckblatt mit seinem leicht öligen Glanz ist fast makellos und lässt die Zigarrenringe wie passende Armbänder wirken. Ein betörender Geruch nach frisch gemahlenen Kakaobohnen mit einer Backstubenwürze regt die Geschmacksnerven an. Beim Kaltzug bekommt man mit dem Geschmack von Schokoladen und Pfefferminz einen ersten Eindruck von dem bevorstehenden Rauchgenuss. Gebohrt mit 7 mm ist der Zugwiderstand und später die Rauchentwicklung optimal. Begrüßt wird man nach der problemlosen Flammenannahme mit einem erdig-grasigen Geschmack, der mit einem kurzen Pfeffercrescendo "Hallo" sagt. Im Gegensatz zu anderen Bewertungen spielt diese minzige Pfeffernote bei meinen Exemplaren eine zwar dezente, aber omnipräsente Rolle über den gesamten Rauchverlauf. Retronasal ist der Pfeffer kaum zu spüren, aber er stellt allen anderen Aromen eine energiereiche Eleganz zur Seite. In der Nase sind es eher florale Erlebnisse, die durch feine Ledernoten ergänzt werden. Im ersten Drittel wird der Gaumen von dem Geschmack frischer Walderde, aromatischen Hölzern und der Süsse von getrockneten Früchten verwöhnt. Zum zweiten Drittel hin nimmt der Körper zu, der Rauch wird butterig und schmeckt nach Schokolade, Haselnuss und braunem Zucker und Cookies. Die Nougatnote zieht sich in das letzte Drittel - jetzt fällt auch die feste, weisse Asche - hinein. Die bereits erwähnte pfeffrige Hintergrundnote bekommt einen kräftigen Hauch von Pfefferminz und die Fruchtsüsse wechselt in einen Geschmack von Zitrus- und Orangenzester. Was für eine grandioses Finale! Der Preis ist nicht von schlechten Eltern, aber dieses Raucherlebnis ist ihn wert. 9+/10



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Barrio Viejo Robusto (5x52)
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Mit der AF Rosado Sungrown R 54 hatte ich zum morgendlichen Kaffee bereits ein aussergewöhnlich geschmackvolles Raucherlebnis hinter mir. Was lag also näher, als sich vor dem Supercup-Spiel endlich einmal mit der Barrio Viejo aus dem Value-Segment zu beschäftigen. Die anerkennenden Bewertungen von Aficionados, deren Meinungen ich sehr schätze, lassen mich vorab vermuten, dass dieser Smoke kein Reinfall wird. Die Robusto ist gut und gleichmässig fest gerollt. Das Deckblatt macht in dunkelbraunem, kräftigen Colorado Farbton einen ansprechenden Eindruck. Ein würziger, leicht süsslicher Geruch ist angenehm und auch der Kaltzug mit Geschmack von Kaffee und trockenem Holz fällt nicht unangenehm aus der Reihe. Der Rauchbeginn ist sehr transparent und es dauert eine Weile, bis der Ansatz eines Geschmacksprofils erkennbar wird. Aber dann sind schöne Aromen von Holz, Kaffee und geröstetem Brot zu schmecken. Schwarzer Pfeffer stützt diese Grundnoten ab, verschwindet im zweiten Drittel und ist im letzten Drittel wieder spürbar. Im zweiten Drittel hat man dafür den Geschmack von Edelbitter-Schokolade und gebrannten Mandeln am Gaumen. Die Abwechslung macht Spaß, ohne dass man jedoch von einem komplexen Aromaspiel sprechen kann. Aber es schmeckt und weil eine dezente Süße im Hintergrund ein schöner Kontrast zum Pfeffer ist, schmeckt es sogar richtig gut. Über das Abbrandverhalten ist nicht zu klagen, ein einmaliger Schwelbrand korrigiert sich schnell durch einen kleinen Eingriff mit der Flamme. Der Zugwiderstand ist mir etwas zu niedrig, jedoch muss ich mir das selber zuschreiben. Die Empfehlung zu bohren habe ich irgendwie verpasst und mein V-Cut war völlig kontraproduktiv für diese Vitola. Da ich mir aber ein paar von diesen "Schnappern" in den Humidor legen werde, spricht nichts gegen eine Wiedergutmachung von meiner Seite. Probieren werde ich auch die Half Corona und die Short Rubosto. Es bleibt zu vermuten, dass diese Formate bei ähnlicher Geschmacksqualität perfekte und preiswerte Begleiter für die halbe Stunde zwischendurch sind. 7+/10



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