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Mombacho Liga Maestro Gordo (5x54)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Optisch und haptisch steht die Gordo (laut gestempeltemm Datum auf der Rückseite der Banderole vom November 2017) – abgesehen davon, dass sie etwas weicher ist als diese – der Double Robusto dieser Serie in nichts nach. Anders als die „große Schwester“ jedoch ist sie mittelkräftig/mittelkräftig+ mit etwas flacherem Körper und geringerem Aromenspiel. Sie raucht sich wahnsinnig angenehm mit üppigem Rauch, perfektem Abbrand und einem Zugwiderstand, der etwas loser, aber ebenfalls (in diesem Falle gerade noch) perfekt ist. Auch hier erinnern Kaltduft und Kaltzug an einen Old Fashioned – fruchtige Noten konnte ich dann in dem herrlich cremigen Rauch allerdings nicht finden. Mit sehr präsenten Noten von Leder, Zeder, diversen Nüssen, Ahorn, einer guten Prise Pfeffer und sich langsam aufbauenden und immer präsenter werdenden, „dunklen“ und mineralischen Erd-Noten unterhält sie einen bei sehr linearem Rauchverlauf über anderthalb Stunden. Die Mombacho Liga Maestro Gordo ist in meinen Augen eine großartige Zigarre, der jedoch das Außergewöhnliche und die Komplexität der Mombacho Liga Maestro Double Robusto fehlt. Für Experimentierfreudige: die Gordo passt außergewöhnlich gut zu stark rauchigen/torfigen Whiskys. Ich habe sie gestern Abend zu einem 2014’er Bunnahabhain Staoisha aus einem recharred hogshead in Fassstärke genossen. Die Süße des Whiskys ergänzt die der Gordo perfekt, während die rauchigen Noten des Staoishas die Röst- und Erdaromen sehr gut hervorgehoben haben. Danke an Claudio und Hung Ma für dieses kleine Präsent!



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Carlos Torano Single Region Jalapa Churchill
verifizierter Kauf

Länge: 17.78Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die ersten beiden Sachen, die mir auffallen, wo ich dieses Exemplar in Händen halte, sind, dass ich sie damals, als sie auf den Markt kam, bereits mal probiert hatte und, dass sie wirklich viele Jahre „geaged“ ist – zumindest ist das Cellophan dort, wo es mit der Churchill in Berührung war, bräunlich golden eigefärbt. Die Carlos Torano Single Region Jalapa Churchill ist schon eine Erscheinung; sie hat ein imposantes Format mit schön zurückhaltenden Banderolen, die in ihrem Altweiß (wobei ich glaube, dass das damals ein klares Weiß war) und Bordeauxrot schön auf den Milchschokolade-braunen Decker abgestimmt sind. Alles zumindest auf den ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung ist die Churchill sehr krumm, doch trotz vieler offensichtlichen unterfüllten Stellen zumindest fest gebuncht. Das auf den ersten Blick schöne Milchschokoladen-Braun des glatten, speckigen Deckblattes, das an ein paar wenigen Stellen eher Haar als Zahn aufweist, zeigt sich auf den zweiten Blick leicht rötlich und mit dunklen Sprenklern und einigen kleinen Farbfehlern. Kurz: sie wirkt zwar sehr hastig zusammengebastelt – was auch die vielen Falten im Deckblatt unterstreichen – dennoch gut konstruiert. Kalt duftet sie stark nach Süßholz und gegerbten Leder mit stalligen Noten, jedoch ist alles überdeckt von einer stechenden Pfefferschärfe. So heftig, dass diese einen heftigen Nieser auslöst. Offensichtlich ist schon hier Vorsicht geboten bei diesem Blend. Am Fuß erschnüffele ich – viel vorsichtiger jetzt – ebenfalls viel Pfeffer, dahinter Nuss, etwas Bratenjus und Gebäck (jap, Lebkuchen!). Der (vorsichtige) Kaltzug unterstreicht diesen Eindruck: Ich erschmecke Noten von Bratenjus mit Pfeffer und Lebkuchen. Jetzt fehlt nur noch der Sauerbraten! Noten von Salz und Pfeffer bleiben auf den Lippen zurück. Nach sehr langwierigem Entfachen beginnt die Carlos Torano Single Region Jalapa Churchill allerhöchstens mittelkräftig mit erdig-ledrig-grasigen Noten sowie Bratenjus und etwas Pfefferschärfe auf der Zungenspitze. Die ledrigen Noten finden sich vor allem an der Nase. Retronasal haut sie einem Gras, nasse Heuballen, Senf- und Pfefferschärfe um die Ohren. Im Mundraum hingegen schwindet der Pfeffer schnell und tritt zugunsten einer an Trockenfrüchte erinnernden Süße in den Hintergrund. Süßer Bratenjus? Ja, es fehlt definitiv der Sauerbraten! Gebäcknoten kommen langsam auf, nussig, erinnern an Spekulatius. Im Abgang viel Holz und Tabak. Auf den ersten Zentimeter der Churchill war der Zugwiderstand viel zu fest, doch zum Glück hat sich dieser im Verlauf des ersten Drittels geöffnet. Bei erstaunlich dünnem Rauch und sehr loser, hässlicher, gelblich-dunkler Asche brennt die Churchill jedoch von Anfang an besorgniserregend wellig ab; tunneln und nachfeuern gehören hier zum Programm. Ich gehe davon aus, dass es an den Abbrandproblemen liegt, aber leider verliert die Carlos Torano Single Region Jalapa schon zu Beginn des 2. Drittels zunehmend an Körper, die Süße ist weg und neben dunklen, mineralischen Erdnoten schleicht sich langsam eine unangenehme Säure ein, die sich an den Gaumen legt. Auch degasieren hilft nicht. Schade. Nach anderthalb Stunden und exakt der Hälfte der Churchill ist dieser Versuch für mich ganz klar beendet. Abbrandprobleme und immer unangenehme Aromen ersticken allerspätestens jetzt sämtlichen Spaß für mich. Ein Reinfall, der wahnsinnig vielversprechend angefangen hat. Alter hat dieser Churchill nichts gebracht. Zumindest nichts Gutes. Nicht diesem Exemplar. Immerhin weiß ich jetzt wieder, warum ich nach dem ersten Versuch irgendwann in 2010/2011 der Carlos Torano Single Region Jalapa bisher keine zweite Chance gegeben habe.



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Vegas Santiago D8 Skull 77 Unicos
verifizierter Kauf

Länge: 13.97Durchmesser: 2.30 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nach dem Tasting am 24.04. in der Lounge gestern ein zweites Mal verköstigt. Zugegebenermaßen werde ich aus dieser Zigarre nicht so richtig schlau; das geht mir bei Vegas de Santiago Zigarren irgendwie durch die Bank weg so. Während ich sie rauche, gefallen sie mir immer ziemlich gut, es heißt ja auch so schön, die beste Zigarre ist immer die, die man gerade in Händen hält; aber dann bleibt irgendwie nichts wirklich in der Erinnerung – ich wage zu behaupten, dass das (noch) nichts mit dem Alter zu tun hat – hängen. Das war bei diesem Prügel mit der abschreckenden Banderole – damit meine ich nicht den großen Totenkopf mit den Terminator-Anleihen, sondern das Gesamtkonzept mit seinem Glitter und der Farbwahl – und dem niedlichen Pigtail nicht anders. Ich fand sie nicht schlecht – aber wie war sie nochmal? Das waren die Gedanken, die mir dann gestern, als ich sie wieder in der Hand hielt (eine Woche später), durch den Kopf ging. Ich konnte mich erinnern, dass das erste Exemplar sich weich, weicher, am weichsten angefühlt hat. Dieses Exemplar hingegen ist gut konstruiert, schön fest und gleichmäßig. Das Deckblatt ist fein geädert, nur ganz leicht – an der Grenze zu gar nicht – rau und ölig an den Fingerspitzen und hat ein sehr schön mit dezenten Adern und leicht gräulich marmoriertes Rosado. Kalt duftet sie angenehm zurückgenommen nach Leder, Kaffee, frisch geschnittenem Holz und etwas Zucker vor einer dezenten Würze (eine ganz leichte, unfassbar angenehme Balsamico-Note). Der Anschnitt – daran konnte ich mich vom Tasting erinnern – gestaltet sich sehr fusselig; aber ich hätte ja auch einfach nur das Pigtail abdrehen können, wie man das so macht. Der Kaltzug zeigt dann vor allem florale Noten und Noten von Kaffee, dahinter allerdings liegen – etwas verwirrend – Werkstatt-Assoziationen mit metallischen Noten und Lösungsmitteln. Ich habe sie ein paar Stunden liegen lassen, das hilft. Die Werkstatt-Assoziationen verschwinden und machen Platz für eine milchig-grasige Süße, was sich bekloppter liest als es ist. Es wird Zeit, sie zu entfachen, was dem Format geschuldet doch langwierig ist. Das Rauchvolumen ist vom ersten Zug an außer Kontrolle und die sehr helle Asche, die bei dem ersten Exemplar lose, flakig und überall war, in diesem Fall jetzt glücklicherweise sehr fest. Sie hat ein bisschen Anlaufschwierigkeiten, die Skull 77 Unico, und startet viel milder, als der rauchende Totenkopf auf der Banderole vermuten lässt. Nach ein paar Zügen zeigt sie sich mit einem Körper, der so gerade an der Medium-Marke kratzt und einer großen Null in Sachen Stärke – sozusagen mild-. Aromen von süßem Holz, Kaffee, diversen Nüssen, etwas Leder und, so gerade am Horizont erahnbar, Vanille umschmeicheln Gaumen und Nase, retronasal präsentiert sie sich leicht grasig. Unter allem liegt eine dezente, milchig-grasige, aber irgendwie artifizielle Süße. Die Skull 77 wird zunehmend cremig mit längerem Abgang, bei schön festem Zugwiderstand – in beiden Fällen; auch wenn das erste Exemplar in Sachen Abbrand sehr viel Aufmerksamkeit wollte, das zweite hingegen wie von selbst entspannt vor sich hin schwelte. Ohne, dass die Unico stärker oder kräftiger wird, stellen sich im zweiten Drittel Noten von Vanille, Zimt und Holz („frisch gespitzter Bleistift“) in den Vordergrund, dahinter und im Abgang bleibt die artifizielle Süße präsent, mit Kaffee und diversen Nüssen. Im Abgang zeigt sich jetzt auch eine dezente Säure, die alles andere als unangenehm ist. Grasig-würzige und nussige Noten (Nussmix, geröstet & gesalzen“) werden im letzten Drittel präsenter, dabei verliert die Skull 77 Unicos diese artifizielle Süße nicht. Die holzigen Noten mit Vanille und Zimt gehen Zug um Zug in den Hintergrund, ganze dezente Noten von weißem Pfeffer kommen auf, besonders retronasal, wo sich jetzt auch dezent erdige Noten finden. Die dezente Säure im Abgang aus dem 2. Drittel bekommt jetzt endlich diese Qualität, auf die ich seit dem Kaltduft der Skull 77 warte: angenehme, fruchtige Balsamico-Assoziationen! Doch kaum sind diese da, ist der Spaß nach knapp anderthalb Stunden auch schon vorbei. Die Skull 77 Unicos rauchen sich sehr angenehm, aber irgendwie stechen sie für mich aus der Masse überhaupt nicht raus.



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Warped Cigars La Relatos H. (6x38)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 1.51 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Warped La Relatos Habano macht viel her, obwohl – oder gerade weil? – sie so ein kleiner Stick „für zwischendurch“ ist. Optisch. Sie hat ein feines, elegantes Format, welches von einer winzig kleinen, aber großartig und treffsicher gestalteten, violetten Banderole geschmückt wird. Sie wirkt sehr fest und gleichmäßig, fein "pelzig" und ölig an den Fingerspitzen. Erst in der Hand fällt ein dezentes boxpressed auf. Das Deckblatt hat ein sehr schönes, feines, rötliches Colorado und ist fein geädert. Die Konstruktion ist schlichtweg sensationell. Kalt duftet sie leicht stallig, mit holzig-würzig-ledrigen Noten und kräftigem Honig. Der Kaltzug bestätigt das, dazu kommen süßliche und frische (kühle) Qualitäten und ein langer Abgang mit Walnuss-Noten. Formatbedingt ist die La Relatos zügig entfacht und möchte, wenn sie einmal brennt, keinerlei weitere Aufmerksamkeit vom Feuerzeug; sie brennt gestochen scharf und sehr gemächlich ab bei ab dem ersten Moment ebenmäßig weißer und sehr fester Asche. Das erste Drittel begrüßt einen mittelkräftig mit leicht überwiegendem Körper und perfektem Zugwiderstand. Grasige Noten und Noten von asiatischen Gewürzen machen den Anfang, mit einer Wasabi-Schärfe retronasal. Dahinter entwickeln sich Noten von Erdnuss, salzige Noten bleiben auf den Lippen zurück und im Abgang. Leder, Holz, eine Prise Kaffee und Kandis kommen auf, dazu Grill-Assoziationen. Die erste Schärfe schwindet schnell und macht Platz für Noten heller, süßer Früchte mit kräftiger Vanille und Leder. Es ist richtig was los auf der Zunge und an der Nase, die La Relatos ist vollmundig und cremig, ungewohnt und zugleich old school. Hat sich was mit „für zwischendurch“. An der Nase präsentiert sie zunehmend süße und karamellisierte Noten, retronasal nussige Noten und eine ledrig-süße Würze. Hin und wieder kann man überraschend minzig-frische Anklänge erahnen. Der Rauch ist mittlerweile dicht und üppig, fühlt sich an, als würde er im Mund aufquellen wie Marshmallows. Im 2. Drittel wird der Körper voller, während sie in Sachen Stärke eher abzunehmen scheint. Karamellisiertes Holz, süßes Leder und kräftige Vanille-Noten geben jetzt den Ton an, dahinter liegt eine feine Tabakwürze (mit Koriander??). Retronasal und an der Nase bleibt sie wie gehabt, zum Glück, denn sie macht Spaß. Der Abgang ist lang, holzig-erdig mit süßlich-nussigen Qualitäten. Es bleibt dezent asiatisch, mit leichten Noten von Soja-Sauce und eingelegtem Ingwer im Hintergrund. Im letzten Drittel ist sie wirklich „full bodied“, dabei entwickelt sie sich linear, wird kräftiger und würziger. Die Vanille-Noten bekommen eine dunkle und trockene Qualität und das macht richtig was her. Die Soja-Sauce-Noten im Abgang bleiben länger; reife, laubige und tannige Noten schleichen sich auf die letzten Züge ein, angenehm einlullend; Karamell und minzige Frische wechseln sich Zug um Zug ab. Nach gut anderthalb Stunden bis auf den allerletzten Zentimeter runtergeraucht muss ich sie leider weglegen und würde mir am liebsten direkt die nächste La Relatos anstecken. Ein erfrischend anderes Raucherlebnis und für mich ganz großes Kino!



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Winston Churchill The Late Hour Robusto

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Seitdem mir die Davidoff The Late Hour Robusto im November 2017 geschenkt wurde, schlummerte sie in meinem Humidor. Dort fand ich sie beim Re-Organisieren gestern wieder und musste sie einfach sofort genießen. Denn optisch macht sie sehr viel her; sie wirkt makellos und trotz des dicken Formates und des leicht rustikalen Deckers noch sehr elegant, was auch durch die beiden schönen, eleganten, grünstichig schwarzen Banderolen unterstrichen und hervorgehoben wird. Sie liegt sehr weich und schwammig in der Hand, aber nicht unterfüllt, sondern einfach perfekt ausgeführt, Davidoff eben. Das Deckblatt fühlt sich speckig-ledrig an den Fingerspitzen an, fest und fett. Das Mahagoni-Maduro wirkt ebenmäßig, erst bei genauerer Betrachtung fallen die vielen kleinen schwarzen Sprenkler und der kaum spürbare Zahn auf. Sie ist wirklich perfekt konstruiert mit schöner Triple Cap - sie wird im Rauchverlauf dann leider im letzten Drittel sehr weich, ohne zu heiß zu werden. Kalt duftet sie holzig-würzig-ledrig mit leichter Süße; Honig-Assoziationen kommen auf. Kaffee, Zucker und etwas Fass mit dunklen Beeren kann man am Fuß erschnuppern. Der Kaltzug bestätigt den Kaltgeruch, jedoch weniger süß, mit Holzkohle- und Fass-Noten im Abgang. Salz bleibt auf den Lippen. Nach erstaunlich langwierigem Entfachen beginnt die Davidoff The Late Hour Robusto pfeffrig-würzig mit Noten von Nuss und schwelendem Lagerfeuer und salzig-karamelligem Abgang mit Holz und Laub/Erde. An der Nase kommen süße Röst- und Nussnoten hinzu, retronasal würzige Holz- und Leder-Noten. Die Robusto ist ab dem ersten Zug mittelkräftig, dabei aromatisch sehr schön rund, gediegen und smooth. Die nussigen Noten erinnern zunehmend an Rauchmandeln, dunkle Beeren kommen hinzu, smooth und cremig. Im Abgang wird sie zunehmend erdig mit leichter Säure. Bei einem Zugwiderstand, den ich als einen Ticken loser als perfekt einstufen würde, und brutal hässlicher, fast schwarzer und lockerer Asche brennt sie leicht wellig ab und verströmt einen kaubaren Rauch, der so dicht ist, wie ich ihn zuletzt bei einer Liga Privada No. 9 erlebt habe. Im zweiten Drittel wird sie nur etwas kräftiger (mittelkräftig+). Die holzig-erdigen Noten treten angenehm cremig in den Vordergrund, mit einer süßen Melange dahinter. Retronasal sind Zimt und Nuss sehr präsent. Sie wirkt reif, mit Laub und Kaffee an der Nase. Alles sehr schön und angenehm eingebunden. Im letzten Drittel bleiben Holz und Erde mit Röstnoten im Vordergrund, beerige und nussig-karamellige Noten liegen dahinter. Die Davidoff The Late Hour Robusto nimmt in Sachen Körper noch etwas zu, dabei wird sie aromatisch trockener, bleibt aber cremig. An der Nase liegen Laub und nasser Waldboden, mehr Würze und etwas Pfeffer retronasal. Leichte Marzipan-Noten schleichen sich in den holzig-erdigen Abgang ein. Espresso-Noten gewinnen auf die letzten Züge die Oberhand. Die Davidoff The Late Hour Robusto ist zwar ein herrliches einstündiges Rauchvergnügen, jedoch bei einem etwas fragwürdigem PLV. Die Fassreifung eines der verarbeiteten Tabake ist zwar spürbar, jedoch ist das – meines Erachtens – leider zu zurückhaltend eingesetzt worden. Da hätte man sich etwas mehr trauen können, wie es bei den Camacho ABA/NBA und den Barrel Aged aus dem Hause Perdomo gemacht wurde – zu einem doch verbRaucherfreundlicheren Preis.



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9 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

 Delete Neues Bild zu Romeo y Julieta Anejados Piramides

Länge: 15.56Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Piramides sind schon ein wirklich schönes Format; in dem Falle der Romeo y Julieta jedoch wirkt dieses ziemlich schlampig ausgeführt; meine Exemplare waren allesamt krumm und schief – jedoch fest und ohne unterfüllte Stellen. Das Milchkaffee-mit-etwas-Sand-braune Deckblatt ist sehr rustikal, mit vielen prominenten Blattadern und übersäht mit grünen und grauen Flecken, an manchen Stellen wirkt es, als hätte man sie in einen Aschenbecher fallen lassen und die Asche wäre über die Jahre einfach Bestandteil des Deckblattes geworden; in der Sonne bekommt der Decker jedoch einen sehr ansehnlichen orange-rötlichen Schein. Das Deckblatt hat eine leicht raue und „pelzige“ Textur, wirkt auf mich jedoch so trocken und spröde, dass ich mich, obwohl die Piramides „schwammig“ ist, nicht traue, den „give“ zu prüfen. Zu Recht, denn bei jedem einzelnen Exemplar ist mir beim Anschnitt das Deckblatt an der Kappe gebrochen und „fusselig gerissen“. Das war jedoch, nach leichter Nachbehandlung, nicht weiter schlimm und hat sich nicht negativ auf das Raucherlebnis ausgewirkt. Kalt duftet die RyJ extrem unauffällig, nur ganz leichte süß-holzige Aromen kommen durch. Der Kaltzug verrät dann auch nicht mehr als eine dezent würzige Honigsüße. So legt sie dann auch los. Die Piramides beginnt mit viel würzigem Honig und Erde vor etwas Holz und, am Horizont, dezente Lakritz-Noten. An der Nase und retronasal liegen Noten von Würze, Leder und etwas Pfeffer. Der Abgang ist erstaunlich kurz, die Romeo y Julieta Anejados Piramides ist sehr leicht, aber ebenso süffig. Sie hat aromatisch hier noch keine große Diversität zu bieten, aber das, was kommt, ist angenehm eingebunden und macht echt Spaß. Bei durchschnittlichem Rauchvolumen und fast weißer, loser Asche brennt sie fast perfekt ab, sehr langsam und gediegen. Der Zugwiderstand wäre normalerweise für meinen Geschmack etwas zu lose, doch da die Piramides sehr gemächlich abbrennt, ist das hier kein Minus, sondern optimal. Im zweiten Drittel legt sie etwas zu, ich würde sie hier bei mittelkräftig einstufen. Allerdings nur in Sachen Körper und Aromen, die Stärke stagniert bei „mild“. Holzige und nussige Noten gesellen sich nun zu der Erde im Vordergrund, die Honigsüße geht zurück, bleibt mit den Lakritz-Noten jedoch im Hintergrund. Milchig beschreibt die süffige Cremigkeit wirklich am besten! Der Abgang ist jetzt länger mit Erde, Leder und etwas Holz. Retronasal bleibt sie würzig mit Erde, Leder und Honig. Ab der Hälfte kommen die Lakritz-Noten zu den erdigen Tönen in den Vordergrund. Ich bin kein Fan von Lakritz - aber das, was hier gerade aromatisch/sensorisch los ist, finde ich wirklich phänomenal. Im letzten Drittel wird sie nochmal ein kleines bisschen kräftiger; die erdigen Noten bleiben die tonangebenden, mit Holz (Fasscharakter!) und Honig-Würze. Im Hintergrund, retronasal und im Abgang kommen laubige und fruchtige Noten auf, süßlich-sauer. Alles vor einer tollen Melange aus Nuss und Leder; malzige Noten kann man ebenfalls hin und wieder an der Nase erahnen. Nach anderthalb Stunden RauchERLEBNIS kann ich nur das Fazit ziehen: don't judge a book by it's cover. Die RyJ Piramids ist eine hervorragende, nicht perfekt ausbalancierte, dennoch erstaunlich angenehme Anejado.



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El Galan Vegas del Purial Gran Reserva Belicoso (5.5x52)
verifizierter Kauf

Länge: 13.97Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Alleine optisch besticht die Vegas del Purial Gran Reserva Belicoso. Das mag einerseits von den wundervoll überbordend old school designten Banderolen unterstützt werden, andererseits aber durch das tolle Format. Definitiv liegt es aber an dem wunderschönen, im Sonnenlicht orange schimmernden, fein geäderten, milchkaffee-braunen Sumatra-Deckblatt. Sie fühlt sich sehr fest gerollt an und hat keine weichen oder unterfüllten Stellen, das Deckblatt hat so gut wie gar keinen Zahn, dafür viel Öl. Es wirkt sehr dünn, sehr filigran – was beim Anschnitt dann auch direkt bestätigt wird: das Deckblatt platzt bei geringstem Druck auf. Spoiler-Alert: das wird sich weder negativ auf den Rauchverlauf auswirken und ist außerdem das einzige Manko an dieser sonst in meinen Augen außergewöhnlichen Belicoso. Kalt duftet sie wundervoll honigsüß mit Anklängen von Nuss (Cashew?) und leichten Getreidenoten; am Fuß kommen würzig-erdige Noten durch. Der Kaltzug lässt einem mit Noten von würzigem Honig, Nuss (definitiv: Cashew!), frisch gemahlenen Kaffeebohnen und ganz ganz weit entfernt einer Prise Pfeffer ebenfalls das Wasser im Munde zusammenlaufen. Erstaunlicherweise ist die Prise Pfeffer das allererste Aroma, was die Vegas del Purial Gran Reserva Belicoso einem bietet, sobald sie einmal entfacht ist. Das legt sich nach nur wenigen Zügen und Gaumen und Nase werden von würzigen Honig-Aromen mit süßer Vanille, Latte Macchiato und Cashew verwöhnt. Holzige, ja, Nadelwald-Aromen und süßliche Tabak-Noten kommen und gehen Zug um Zug. Bei erstaunlich dichtem Rauchvolumen ist der Abbrand perfekt, ebenso der Zugwiderstand. Die Asche ist schön, ebenmäßig hellgrau und fest. Sie macht wirklich Spaß, diese Belicoso, und setzt im 2. Drittel noch einen drauf. Aromatisch ändert sich nicht viel, sie wirkt nur viel ausgewogener, was vielleicht auch den besonders im Retrohale liegenden, aufkommenden süßen Zimt-Noten zu verdanken ist. In Sachen Nikotin gibt es hier nichts zu berichten, aber die Aromen sind full-bodied. Die Zimt-Noten werden im letzten Drittel vordergründig, in einem angenehmen Mix mit Vanille und „terroir“. Alles wird getragen von einer Melange aus würzigem Honig, (Nadel-) Holz und dezenten Pfeffer-Noten. Retronasal erlebt man vor allem Zimt, Gewürze und Nadelwald. Herrlich. Nach knapp zwei Stunden allerhöchstens mittelkräftigem, doch full-bodied Rauchvergnügen würde ich mir am liebsten sofort die nächste Vegas del Purial Gran Reserva Belicoso anstecken…



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Factory Overrun Dominikanische Republik Naturales Short Churchill (MM - 48x6)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Naturales Short Churchill kommt mit einem rustikalen, hellen Colorado-Claro-Deckblatt voller dunkler Flecken und fetter Blattadern daher. Das Deckblatt ist so rustikal, es sieht tatsächlich aus wie Patchwork, ist aber ein Blatt, und zwar ein festes, sehr speckig, zumeist glatt, doch an einigen Stellen "voller Zahn". Die Naturales Short Churchill weist sowohl ein leichtes boxpressed auf als auch einige unterfüllte Stellen. Dabei liegt sie dennoch gut in der Hand. Kalt duftet sie dezent und blumig-ledrig-frisch, der Kaltzug – nach doch etwas problematischem Anschnitt, da scheint sich ein dicker Ast in der Mitte des Wickels zu befinden – präsentiert sich minzig-kühl mit etwas Leder und etwas Holz. Einmal entfacht, beginnt das erste Drittel – hier gibt’s Gemeinsamkeiten mit der Flammannahme – sehr zurückhaltend, mild, milder, am mildesten, sozusagen mild- mit dezent cremig-süßen Noten vor Ideen von Gras und Holz. Nach wenigen Zügen werden die cremig-süßen Noten präsenter und definierter mit Anklängen von Nuss, Karamell (leicht angebrannt) und Ideen von Vanille. Retronasal kommen grasige Noten durch, die nicht so richtig passen wollen. Bei ordentlich Dampf und bilderbuchhaften Abbrand zieht sie am loseren Ende von perfekt. Die Asche ist ebenmäßig grau, aber wie zu erwarten sehr lose. Im 2. Drittel werden die Aromen präsenter, jedoch bleibt die Naturales Short Churchill in allen Belangen mild (vielleicht mild+). Holz und Röstsüße mit Noten von Nuss, Karamell und Vanille stehen im Vordergrund – im Abgang und retronasal erlebt man sehr interessante Noten von karamellisierten Zwiebeln. Im letzten Drittel bleibt vor allem die Röstsüße im Vordergrund, allerdings nur kurz – leider. Der Abgang ist lange, brutal grasig und bitter. Schade - denn das 2. Drittel fand ich sehr lecker und angenehm... nach gerade mal einer Stunde und 15 Minuten kann ich zu der Naturales Short Churchill nur sagen: kann man machen - muss man aber nicht. Irgendwie glaube ich aber, dass ich diese hier noch das eine oder andere Mal versuchen werde, in der Hoffnung, dass die anderen Exemplare einem viel länger das Vergnügen schenken, welche mein Exemplar mir im 2. Drittel offeriert hat.



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EPC Ernesto Perez-Carrillo CABINET Supremos Extra Kiste
verifizierter Kauf

Länge: 13.02Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Carrillo hat wirklich ein Händchen für außergewöhnliche Blends – meines Erachtens zwar eher für andere Labels wie z.B. Crowned Heads – aber was das Designs der Banderolen angeht… sagen wir mal, dass das in meinen Augen sehr schöne Deckblatt, das einen so offensichtlichen Farbverlauf hat, dass ich zuerst dachte, es sei eine Barber Pole, von einer wunderschön hässlichen Banderole umschmeichelt wird. Die Supremos Extra liegt schwer in der Hand, wirkt dank null give sehr fest gebuncht. Das sehr sehr fein geäderte Deckblatt hat einen heftigen Farbverlauf von Karamell- nach Haselnuss-Braun und ist auf den Fingerspitzen feinste Schmirgel aller Zeiten, wirkt trocken, mit wenig Öl. Kalt duftet die Supremos Extra sehr kräftig und interessant nach einer süßen Würze von allem – also wie Worchestershire Sauce. Dieser Duft erinnert mich total an die Joya de Nicaragua Antano und macht Lust auf mehr. Der Anschnitt ist ein kleines Highlight. Die Kappe platzt auf leichten Druck wie von selbst ab und gibt den Blick frei auf die Schnittkante des Wickels. Toll. Der Kaltzug bestätigt dann den Kaltduft: Worchestershire Sauce! Dahinter kann man etwas Leder, etwas Holz, etwas Erde erahnen, dazu einen bitter-holzigen Nachgeschmack. Nach erstaunlich williger Flammannahme beginnt das erste Drittel nichtssagend mit frisch gespitztem Bleistift, leichter Schärfe auf der Zunge, würzig-blumig im Abgang. Nach wenigen Zügen entwickeln sich langsam eine noch undefinierbare Süße hinter säuerlichen und leicht moosigen Noten. Die moosigen Noten machen zum Glück schnell Platz für blumig-würzige und dezent an Brombeeren erinnernde Noten. Nach 20 Minuten wollte ich die EPC Cabinet schon wieder weglegen vor Langeweile, da legt sie plötzlich los. Nussige Noten gesellen sich zu den beerigen Noten, was dem Ganzen etwas von einem dezent würzigen PB&J auf Bauernbrot gibt. Retronasal gibt's endlich auch etwas zu berichten: extrem angenehme Aromen von schwelendem Lagerfeuer mit feuchtem Holz... bei durchschnittlichem Rauchvolumen, einem einen Tick zu losen Zugwiderstand und gelblich-dreckig-grauer, flakiger und loser Asche brennt die Supremos Extra zügig, nicht gerade, aber selbstkorrigierend ab. Im 2. Drittel ist sie dann endlich da, die bereits im Kaltduft auffindbare Worchestershire Sauce! Dazu kommen eine angenehme Röstsüße und Anklänge von Holz/Nuss. Dahinter, sehr dezent, Leder. Retronasal schwelt weiterhin das Lagerfeuer und auch die PB&J-Assoziationen kommen – wenn auch nur noch sehr selten, aber wenigstens hin und wieder – auf. Schade ist nur, dass die Supremos Extra, die mild mit mild++ Körper startete, eher Rückschritte in der Entfaltung macht. Zwar wird sie dezent kräftiger (mild++), doch der Körper ist kaum noch vorhanden. Das ändert sich leider auch im letzten Drittel nicht. Die holzig-würzigen Noten mit ein wenig süßlich-nussigen Anklängen sind toll, aber viel zu hohl. Auch retronasal erlebt man zwar noch immer das Lagerfeuer, aber viel hohler... Die Supremos Extra wird zunehmend schärfer und bitter, grasige Noten kommen auf. Nach einer Stunde und 45 Minuten hab ich die EPC Cabinet Supremos Extra sehr verwirrt weggelegt. Bei dem kräftigen und vielversprechenden Kaltgeruch/Kaltzug habe ich eine ganz andere Zigarre erwartet!



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The Traveler Cigars MADURO Miami International
verifizierter Kauf

Länge: 11.43Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die The Traveler Cigars MADURO Miami International ist ein ansehnlicher kleiner Stick mit einer sehr interessanten, sehr eigenwillig gestalteten Banderole. Ein Hingucker, der sofort Appetit macht – und außerdem die Frage aufwirft, warum man hier dem drittwichtigsten internationalen Flughafen der USA nur eine so winzig kleine Widmung gemacht hat. Sie ist herrlich konstruiert, wirkt fest mit sehr wenig give. Dabei ist sie leicht und sehr krumm/uneben, aber ohne unterfüllte Stellen. Sie schmückt ein sehr dunkles, mehr Oscuro als Maduro-Deckblatt, das durchzogen ist von einem feinen Netz feinster Blattadern und sich sowohl rau als auch speckig anfühlt. Kalt duftet sie ein nach Nadelwald, dahinter erschnuppert man Noten von Kaffee und eine leicht minzige Frische. Alles sehr präsent. Am Fuß erahnt man würzige Noten mit Kaffee, Nuss und blumigen Anklängen. Im Kaltzug kommen zu der Würze mit Kaffee noch etwas dunkle Schokolade und eine dezente Minz-Note im Abgang, die etwas an After Eight erinnert. Einmal entfacht, was trotz des geringen Ringmaßes etwas langwierig ist, beginnt die Miami International scharf-würzig mit süß-ledrig-nussig-holzigem Abgang. An der Nase ist Tannenholz präsent, retronasal Pfeffer mit etwas Leder und Ideen von Zimt. Wenn die anfängliche Schärfe dann nach wenigen Zügen weg ist, stehen ledriger Kaffee mit wenigen Zuckerkörnern im Vordergrund. Hin und wieder kommen die Erinnerungen an After Eight im Abgang durch. Die Schärfe auf Zunge und Lippen geht nie ganz. Nachdem der Zugwiderstand im Kaltzug perfekt wirkte, ist er, hat man die Zigarre einmal entfacht, leider sehr offen und lose bei ordentlicher Rauchentwicklung. Die Asche präsentiert sich San Andres typisch sehr hell und schön marmoriert und hält lange, ist dafür brutal flakig. Ab dem ersten Zug kratzt sie in Sachen Stärke so gerade an der Medium-Marke, ohne sie je zu erreichen und der Körper liegt auf halber Strecke zwischen medium und kräftig. So wird es bleiben, das Aromenprofil wird jedoch im 2. Drittel erdiger, dabei aber auch sanfter. Erde, Tannenholz und würzig-ledrige Noten stehen im Vordergrund, dahinter süßer Kaffee. Retronasal wird der Pfeffer stärker, an der Nase schwelt das Tannenholz. Hin und wieder kommen Assoziationen zu Mandelmus auf. Bei nahezu perfektem Abbrand hat das letzte Drittel keine großen Veränderungen für einen parat. Das Profil wird trockener, sperriger; die erdigen Noten bekommen eine metallisch-mineralische Qualität. Hin und wieder erhascht man wieder einen Zug After Eight. Das Tannenholz tritt langsam in den Hintergrund und retronasal wird die Erde präsent. Nach einer Stunde und 15 Minuten Rauchvergnügen bleibt mir nur zu sagen, dass die Miami International ein wirklich angenehmer Smoke ist, bei dem es zu dem Preis nun wirklich nichts zu meckern gibt. Gerne wieder, aber sehr gerne in größeren Formaten.



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The Traveler Cigars Madrid Barajas (Figurado Pig Tail)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.30 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die The Traveler Cigars Madrid Barajas wirkt auf den ersten Blick hastig gewickelt mit sehr prominenten „Blattkanten“. Die Banderole der „The Traveler Cigars“ ist in meinen Augen wundervoll daneben und das "flying pig"-Figurado-Pig-Tail-Format ist sehr ansprechend. Das grob geäderte und um den Wickel geprügelte Deckblatt hat ein rotstichiges und fleckiges Milchkaffee-Braun, nur wenig Öl und man findet auf den Fingerspitzen nur einen ganz dezenten, feinen Schmirgel. Die Figurado liegt sehr leicht in der Hand und gibt auf Druck stark nach. Alles in allem kann man sagen: perfekt ist anders. Na und? Wenn die inneren Werte stimmen… Kalt duftet die The Traveler Cigars Madrid Barajas nach Leder und Gras, dahinter finden sich etwas Gewürze und Kandis, am Fuß Würze und Nuss. Nach problemlosem Anschnitt präsentiert der Kaltzug sich leicht, luftig, frisch, fast minzig und grasig. Im kurzen Abgang kann man Nussschalen erahnen. In Sekundenschnelle fängt Madrid Barajas Feuer – es tut mir wirklich leid, diesen düster-blöden Scherz konnte ich mir jetzt nicht verkneifen. Die Figurado beginnt sehr verhalten mit Noten von Leder und Honig-Salz-Nüssen, dahinter liegen krautige Noten, die ein wenig off erscheinen. Retronasal zeigt sich viel Pfeffer; der kurze Abgang zeigt sich süßlich-holzig und sehr cremig bzw. "lässt einem das Wasser im Mund zusammen laufen". Sobald die Figurado sich auf das volle Ringmaß geöffnet hat, sind die Aromen präsenter; süßes Leder und vanillige Holznoten kämpfen um die Aufmerksamkeit, dahinter findet sich Nussmus mit Salz/Pfeffer und etwas kräftiger Honig. Die Aromen sind sehr angenehm, trotz trockenem, krautigem Abgang. Retronasal bleibt es bei viel Pfeffer – allerdings jetzt vor Salz und Kandis. Bei sehr geringem Rauch und sehr heller und ungeheuer loser Asche brennt die Figurado wellig, doch selbstkorrigierend ab. Der Zugwiderstand hingegen war bei meinem Exemplar schon zu lose, bevor man überhaupt das volle Ringmaß erreicht hat. Nach einem in allen Belangen milden Start adjustieren sich Stärke und Körper zu Beginn des 2. Drittels bei mittelkräftig und bleiben da. Leder und süße, karamellisierte (geröstete) Nüsse stehen nun im Vordergrund, dahinter ist es vor allem holzig-cremig mit sich ganz weit im Hintergrund, ja hier noch am Horizont, langsam steigernden Räucher- und Peat-Noten. Hätte ich zurzeit nicht nur einen Octomore und einen Stoisha hier, würde ich zu dieser angenehmen Gelegenheit einen Whisky trinken. Beide wären zu kräftig, aber ansonsten passend. Vor allem im letzten Drittel, in dem die Räucher- und Peat-Noten im Vordergrund stehen, mit Kandis-süßem Abgang. Wirklich wie ein guter Islay-Whisky. Dahinter tummeln sich leider zunehmend grasige, bittere und saure Noten. An der Nase erlebt man Leder und Torf, retronasal Pfefferschärfe mit dezenten Nuss-Noten. Doch die sauren und bitteren Noten werden leider immer präsenter. Die The Traveler Cigars Madrid Barajas beschert einem zu einem guten Preis ein sehr angenehmes, anderthalbstündiges Raucherlebnis, bei dem das letzte Drittel leider zunehmend und gewaltig abstinkt.



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Condega Serie F Robusto Maduro

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Zugegeben: ungeachtet der nicht zu verleugnenden und höchstwahrscheinlich beabsichtigten Ähnlichkeit zu denen der Partagas Serie D & E, gefallen mir die Banderolen der Serie F (nanu, noch eine zufällige Ähnlichkeit?) von Betrachtung zu Betrachtung besser. Sie sind schlicht, farblich gut gewählt und haben Wiedererkennungswert. Auch dem fleckigen San-Andres-Colorado-Maduro-Deckblatt mit seinen prominenten, "gebügelt" wirkenden Blattadern stehen sie zu Gesicht. Den rustikalen Decker kontrastierend wirkt die Robusto sehr fest, schwer und sehr schön gleichmäßig gerollt. Sie wirkt erstmal wertig und macht Lust auf mehr – doch nach dem ersten Schnuppern habe ich beide Exemplare erstmal wieder für ein paar Tage ohne Cellophan in einer kleinen Kiste zurück in den Humi gelegt. Nun sind die unangenehm stechend-muffigen Noten endlich weg und ich kann sie testen! Der Kaltzug ist – nach gehörigem Fusselalarm nach Anschnitt – dezent mit Noten von Holz, Tabak und Honig. Lange bleibt eine leichte Pfefferschärfe auf den Lippen und der Zungenspitze. Nach etwas langwierigem Entfachen beginnt die Condega Serie F Robusto Maduro dann auch pfefferscharf, doch das legt sich bereits nach wenigen Zügen. Sobald der Pfeffer in den Hintergrund getreten ist, baut sich langsam eine etwas trockene Melange aus holzig-würzigen und ledrig-laubigen Noten mit Anklängen von Zimt und Zucker auf. Der Abgang ist kurz mit zimtig-holzigen Noten. Retronasal lässt sie etwas Erde und grasige Noten erahnen. Bei eher durchschnittlichem Rauchvolumen, für mich perfektem Zugwiderstand und nahezu perfektem Abbrand ist schnell alles um mich herum voller weißer Asche-Flakes. Die Condega Serie F Robusto Maduro ist vom ersten Zug an mittelkräftig, doch im zweiten Drittel flachen die Aromen und der Körper jedoch leider bei bleibender Stärke ab. Hier stehen nun holzig-erdige Noten im Vordergrund, dahinter lassen sich etwas Laub und Gewürze erahnen. Die Süße zeigt sich nur noch selten, Zimt ist zumindest retronasal mit grasigen Noten zu finden. Ab der Mitte kommen nussige Noten auf. Im letzten Drittel nimmt sie in Sachen Stärke bei immer weiter abnehmendem Körper zu. Das Profil bleibt, wenn auch viel flacher, holzig-erdig mit Mandelmus und Honig. Im Abgang bleiben holzig-pfeffrige Noten mit Röstnoten (Kohle?) und einer immensen Trockenheit am Gaumen, retronasal ist der Zimt stechendem Pfeffer mit Gras gewichen. Die Condega Serie F Robusto Maduro ist bei weitem keine Offenbarung und auch noch lange nicht das ausgewogenste Raucherlebnis, dennoch waren die jeweils knapp anderthalb Stunden interessant genug, um das Erlebnis doch noch einige Male zu wiederholen – denn bei dem Preis gibt es hier nichts zu beanstanden. Besonders in Abbrand und Konstruktion kann die Condega Serie F Robusto Maduro punkten. Geht gut zu ein paar Bier.



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Rafael Gonzalez Petit Coronas

Länge: 13.02Durchmesser: 1.59 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Rafael Gonzalez Petit Corona ist eine wirklich unscheinbare Zigarre. Das das liegt zum einen an dem stumpfen, zwar stark, aber sehr fein geäderten und leicht gräulichen Colorado Claro Deckblatt und zum anderen an dem kleinen, gleichmäßig boxpressed Format – und wird noch unterstrichen durch die unauffällige, winzig kleine, brutal schlichte, ja, geradewegs hässliche Banderole. Zwei sehr auffällige dunkle Flecken im Decker und viel Kleber-Reste an der Unterseite schaffen dem keine Abhilfe. Die sehr schöne Triple Cap und der simple Fakt, dass der Saum des Deckblattes sonst kaum erkennbar ist, weisen zusammen mit dem sehr leichten Give auf eine ansonsten sehr gute Konstruktion hin. Sie liegt wie zu erwarten sehr leicht in der Hand, das Deckblatt ist leicht ölig und weist einen sehr feinen Schmirgel auf. Kaltduft ist nicht vorhanden, nach problemlosem Anschnitt verspricht der Kaltzug bei sehr geringem Zugwiderstand hingegen Ideen von Vanille; wenn man ganz kräftig dran zieht, kann man, weit entfernt, Sattel und Stall erahnen mit einer leichte Menthol-Note im Abgang. Einmal entfacht, legt die Petit Corona auf halber Strecke zwischen mild und mittelkräftig los und umspielt Gaumen wie Nase mit Noten von Leder, Honig, Holz und Vanille. Espresso- und Kokosmilch-Noten kommen und gehen. Bei kerzengeradem Abbrand und sehr heller, ebenmäßiger und fester Asche verströmt die Rafael Gonzalez doch erstaunlich viel und dichten Rauch. Im zweiten Drittel zeigt sich die Petit Corona mittelkräftig mit leicht überwiegendem Körper, die Aromen kommen nun etwas ungestümer daher mit frisch geröstetem Kaffee, Mandelbutter und Leder vor mineralisch-erdigen und würzigen Noten. Retronasal stehen stallige Noten von Erde und Heu im Vordergrund. Im Abgang kommen Assoziationen von ausgebranntem Fass mit Lehmboden auf. Im letzten Drittel stellen sich kräftige Erd-Noten in den Vordergrund, mineralisch, kantig und rau. Dahinter lungern dunkler Honig und trockene Vanille-Noten herum. Der Abgang ist nun trocken holzig mit Anklängen von Kaffeepulver. Retronasal gibt es nichts neues zu berichten. Nach einer Stunde und 15 Minuten endet der nette, aber etwas uninteressante und unausgewogene Smoke von 2008 auf einer harschen Note.



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Condega Umnum Canonazo (Robusto)

Länge: 13.34Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Umnum Robusto ist schlichtweg – großartig. Zumindest in meinen Augen. Spongy, aber sehr gleichmäßig gerollt, kommt sie mit einer schönen, schlichten Banderole auf einem ansehnlichen Colorado Claro Deckblatt daher, das wenige feine Blattadern hat und gleichmäßig, glatt und leicht ölig wirkt. Sie macht sozusagen direkt Appetit. Sie liegt sehr leicht in der Hand und wirkt etwas lose, aber das mag man ihr verzeihen bei dem aufgerufenen Preis. Kalt duftet sie ein wenig nach Kandiszucker, Leder und Stall, am Fuß lassen sich blumig-tabakige Noten erahnen. Der Anschnitt ist etwas tricky dank der dezent unterfüllten, aber gut ausgeführten Kappen und das Mundende dementsprechend ganz schön fusselig danach. Im Kaltzug präsentiert die Umnum Canonazo sich dann bei nahezu garkeinem Zugwiderstand verhalten salzig-holzig-ledrig-süß. Willig nimmt die Canonazo die Flammen an und verströmt schon vor dem ersten Zug Unmengen von Qualm. Sie legt auch direkt mittelkräftig los mit ledrig-süßen Noten, blumigen Anklängen und dem Geschmack, NICHT der Schärfe!, von Pfeffer. Die Süße – die irgendwie künstlich wirkt – definiert sich recht zügig als dominanter Geschmack, mit gesalzenem Nussmuß und etwas Ahornsirup. Im Nachklang finden sich Noten von Leder und Holz. An der Nase präsentiert die Umnum sich feinwürzig mit Kaffee, retronasal Kaffeepulver mit Zimt. Der Rauch ist angenehm cremig. Bisher finde ich nur drei Minuspunkte an diesem Stick: die Asche ist wirklich nicht schön, sondern sowohl sehr dunkel als auch extrem lose, Zugwiderstand ist nicht vorhanden und ich verspreche mich jedes Mal, wenn ich „Umnum“ sagen will. Im zweiten Drittel bleibt bei dezent zulegender Stärke – medium+, höchstens – die Süße im Vordergrund. Allerdings flacht der Körper etwas ab mit holzigeren, trockeneren Noten. Auch der Abgang wird kürzer mit einer ordentlichen Planke Holz auf der Zunge und dezenten Kohle-Noten an der Nase. Retronasal zeigt sich jetzt mehr Pfeffer. Hintergründig schleichen sich eine leichte Säure und angenehm (!) bittere Noten ein. Bis hierhin ist die Umnum Canonazo zwar zügig, aber dafür kerzengerade abgebrannt – ab dem 2. Drittel jedoch zeigten alle verköstigten Exemplare einen unterschiedlich ausgeprägten Hang zum Ausgehen. Im letzten Drittel stehen Noten von Kaffee und süßem Leder mit viel Nuss im Vordergrund. Dahinter zeigen sich florale und grasige Noten mit leichter Säure, an der Nase Nussmuß und retronasal Pfeffer und Zimt. Der Abgang wird zunehmend bitterer mit Assoziationen von Holzkohle. Die Süße zieht sich angenehm als Leitmotiv durch den kompletten Rauchverlauf, der leider auf einer bitteren Note endet – doch das ist Meckern auf hohem Niveau. Trotz des zügigen Abbrandes waren meine Exemplare der Umnum Robusto ein zwischen anderthalb und zweistündiges Raucherlebnis der Sorte „easy smoking“. Für mich bei dem, was sie sensorisch zu bieten hat, ein absoluter PLV-Kracher!



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Carlos Torano The Exodus 1959 - 50 YEARS BFC (6x60)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die „Big Flavorful Cigar“ der Exodus 1959 Linie der Marke Carlos Torano ist ein ordentlicher Prügel. Sie liegt fest und schwer in der Hand, wirkt gleichmäßig und gut gewickelt, gibt auf Druck nur leicht nach. Die Banderolen sind dezent, aber in meinen Augen – auch wenn sie dem Deckblatt gut zu Gesicht stehen – farblich komplett daneben gestaltet. Das Deckblatt hat einen rötlichen, dunklen Maduro-Ton und fühlt sich rau, ölig, fest und fett an. Nur sehr dünne Blattadern verlaufen auf dem Deckblatt. Haptisch wirkt sie perfekt. Kalt duftet sie kräftig und würzig-süß mit Noten von Kaffee, Holz, Schokolade, Leder und Worchesterhire-Sauce; am Fuß kann man ledrig-würzige Noten mit Anklängen von Kaffee und etwas Brombeere erahnen. Der Kaltzug bestätigt den Kaltduft, doch liegen hier die Würze und Leder im Vordergrund. Dank des stattlichen Ringmaßes der „Big Flavorful Cigar“ gestaltet die Flammannahme sich etwas anstrengend und zeitaufwändig, doch wenn sie einmal entfacht ist, brennt sie nahezu gestochen scharf ab – erst im letzten Drittel wollte sie noch einmal von der Flamme geküsst werden. „Geschmacklich“ startet sie im ersten Drittel etwas stallig, doch das legt sich schnell. Optisch ist die Carlos Torano Exodus 1959 brutal, die Aromen sind dementgegen süß und cremig mit Kaffee, Holz, Schokolade, Leder und ein wenig Pfeffer bei mittelkräftigem Körper. Die Stärke würde ich auf halber Strecke zwischen mild und mittelkräftig einstufen. An der Nase kommen besonders Noten Schokolade, Leder und Brombeeren durch, retronasal dunkle Früchte und weißer Pfeffer. Die Schokoladen-Noten stellen sich mit dezenten Weißbrot, vielleicht Butterkeks?, Noten zunehmend in den Vordergrund, (ein bisschen wie ein Nutella-Toast). Der Zugwiderstand ist fest, so, wie ich es mag, das Rauchvolumen hingegen außer Kontrolle. Im zweiten Drittel wird sie kräftiger, bei vollerem Körper mit trockeneren Aromen (ohne dabei ihre Cremigkeit zu verlieren) von getrockneten dunklen Früchten und dunkler Schokolade vor Leder. Im Abgang findet sich mehr süße Würze, ebenso an der Nase, wohingegen retronasal Würze und Früchte die erste Geige spielen. Die Leder-Noten steigern sich langsam, Zimt (mit Zucker) kommt auf, auch retronasal, bleibt lange im zunehmend holzigen Abgang. „Einlullend“ beschreibt die Carlos Torano Exodus 1959 50 years BFC wohl am besten. Die fast weiße, gleichmäßige Asche wirkt lose, hält dafür erstaunlich lange – bis ins letzte Drittel Das letzte Drittel wird dominiert von Noten von Herrenschokolade, getrockneten Brombeeren, Tabak und ausgebranntem Weißeichenfass – erinnert mich ein bisschen an Blantons, besonders in dem langen, holzig-erdig-würzigen Abgang. Dahinter erahnt man Bratenjus mit Zimt. Retronasal sind die Noten von Zimt präsenter, mit weißem Pfeffer und etwas Kaffee. Viel Leder an der Nase. Hin und wieder tauchen dezente Chili/Paprika-Noten auf. Das Erlebnis „Big Flavorful Cigar“ ist ein bisschen, als hätte man am Dessert schon vor dem Hauptgang genascht. Die Carlos Torano Exodus 1959 50 years BFC bietet ein fast dreistündiges, ungeheuer angenehmes Rauchvergnügen – allerdings glaube ich, dass der Blend in geringeren Ringmaßen viel besser zur Geltung kommt, da er hier meines Erachtens auf die Dauer etwas monoton wird und eine Robusto mit demselben Blend sicher viel „knackiger“ ist.



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