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Nicarao Furia Sampler
verifizierter Kauf

Länge: 0.00Durchmesser: 0.00 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Ein sehr schön gemachter und schräg, aber passend designter Sampler. Im Vergleich zu den Einzelpreisen der Zigarren hat der Sampler ein gutes PLV.



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L´Atelier Maduro MAD 54
verifizierter Kauf

Länge: 11.43Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die L’Atelier MAD54 ist ein wirklich schöner kurzer dicker Stumpen; „Stumpen“ ist hier dieses eine richtige Wort. Das grob und prägnant geäderte Deckblatt – „leichter Schmirgel“ – hat ein dunkles, rotstichiges Braun mit leichten Verfärbungen ins Schwärzliche, wirkt marmoriert; schimmert rötlich im Sonnenlicht – ein waschechtes Connecticut Broadleaf. Die sehr schlicht gehaltene, breite, glänzende, schwarz-weiß-goldene Banderole mit dem goldenen Emblem und den silbernen Tabakblättern gibt einen guten Kontrast zu dem dunklen Deckblatt. Die kurze Dicke fühlt sich fest und trocken an, hat nur wenig „give“. Sie liegt gut in der Hand, wirkt jedoch etwas uneben und leicht oval, eben nicht ganz rund. Kalt riecht sie ledrig-schokoladig, etwas stallig, und dezent zuckrig-süßlich, am Fußende entdeckt man Noten von frisch aufgeschichteten Heuballen – und versteckte Eukalyptus-Noten. Da die MAD54 kaum „give“ hat, platzt das Käppchen bei leichtem Druck mit dem Doppleklingen-Cutter easy ab. Der Kaltzug zeigt dann Kaffee- und Kakao-Bohnen, Leder, dezente Süße und die schon im Kaltgeruch zu erahnenden, versteckten Eukalyptus-Noten. Das macht Bock auf mehr! Sie braucht ein bisschen, bis sie brennt, doch dann sind die ersten Züge erstaunlich süß, doch gepaart mit einem ordentlichen Pepper-Blast. Die Asche ist nicht die ansehnlichste, dunkelgrau-marmoriert, fast schwarz, jedoch sehr stabil. Wie zu erwarten ist der Zugwiderstand auf der festeren Seite, ein Ticken zu fest. Vom ersten Zug an verströmt die kleine Dicke einen zurückhaltenden, ledrig-holzigen und leicht süßlichen Raumduft. Dabei ist das Rauchvolumen sehr gemäßigt; der Rauch hat zwar eine cremige Textur, hinterlässt jedoch ein sehr trockenes Mundgefühl. Nach dem ersten Zentimeter legt sich der Pfeffer, bleibt jedoch im Hintergrund und an Nase, Gaumen und am Hals spürbar. Sie lässt sich ziemlich direkt einstufen im Bereich mittelkräfig+ und das in allen Belangen. Im Mundraum spricht sie besonders die Zungenspitze und -Seiten an, Aromen von Kaffee, Herrenschokolade und Leder setzen sich sehr zügig durch. Dahinter finden sich dezente Lakritz-Noten und eine leichte Säure, sie scheint mir bewusst zum Genuss bei einem schweren Rotwein geblendet zu sein. Im 2. Drittel hat sie sich dann eingefunden bei mittelkräftig++ mit einem mittelkräftigem+ Körper. Sie wird erdiger und dezent stallig, mit feinholzigen und dezent süßlichen Noten, an der Nase hat sie vor allem Pfeffer, dahinter ein Hauch der im Kaltduft zu findenden Eukalyptus-Note. Die LAT MAD54 raucht sich sehr trocken, macht durstig. Im letzten Drittel stehen süßholzige Noten, brauner Zucker und Leder im Vordergrund; dahinter dezent stallige und erdige Noten und weißer Pfeffer an der Nase. Hin und wieder ist Eukalyptus erahnbar – eine tolle Melange. Doch sie hinterlässt zunehmend ein trockenes Mundgefühl mit dem Nachgeschmack von kräftigem Café Crema. Heimlich schleichen sich bittere Noten ein – es wird wohl nach anderthalb Stunden Zeit, die kleine Dicke wegzulegen. Eine angenehme kleine Zigarre, die sich gemächlich raucht, dabei jedoch zu Schiefbrand und zum Ausgehen neigt. Besonders im letzten Drittel möchte die kurze Dicke viel Aufmerksamkeit und gelegentliches Nachfeuern ist gefragt.



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Alec Bradley Prensado Lost Art Robusto

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Prensado Lost Art ziert ein schönes, gleichmäßiges, nur sehr fein geädertes Deckblatt. Man möchte das tolle, ebenmäßige Kastanienbraun mit den wenigen dunkleren Schlieren und den vielen "dots" fals als „marmoriert“ bezeichnen. Die Banderole ist AB-typisch absoluter Augenkrebs, jedoch mit dem hervorstechenden hellen Petrol irgendwie ansehnlicher als die originale Prensado, "Pop Art" ist wohl "Lost Art". Das Deckblatt fühlt sich zugleich seidig-ölig und "sandig" an, man kann die dots (den „Zahn“) spüren, wenn man mit dem Finger leicht drüberfährt. Die boxpressed Robusto hat genau die richtige Menge Elastizität, wenn man sie leicht drückt, der Decker macht das mit. Das boxpressed ist beispielhaft, ebenmäßig wirkt es, wenn man sie zwischen den Fingern hin und her rollt. Der Kaltzug ist wie der Kaltgeruch süßlich-grasig und sehr mild, bei einem Zugwiderstand, den ich als am leichteren Ende von perfekt einordnen würde. Nach einem sehr einfachen Entfachen haut einem der erste Centimeter der Robusto mit der Holzhammer-Methode einen Trailer der zu erwartenden Aromen um die Ohren, allerdings ohne Pfeffer, ohne das im Kaltzug erahnte Gras. (- das findet man beides gut geröstet retronasal, der Pfeffer hat dann tatsächlich die Qualität von in die heiße Pfanne geworfenem, frisch gemahlenem weißen Pfeffer, ein bisschen was von Jalapenos. Das ist ganz nett, passt aber nur schwerlich zu dem restlichen Raucherlebnis...) Danach beruhigt sie sich, das geht jedoch leider mit Schiefbrand einher, der zeitnah korrigiert werden will. Der Schiefbrand zieht sich leider durch den kompletten Rauchverlauf, bei flakiger und loser, weißlich bis hellgrauer Asche, die nach ca. 2cm ohne Vorwarnung fällt. Die Prensado Lost Art Robusto ist leicht und mild, die Aromenfülle hingegen würde ich als mittelkräftig+ einstufen. Mir kam es sogar so vor, als würde alles im Rauchverlauf eher abnehmen und die Robusto zunehmend cremiger und gefälliger werden. Nachdem die brutal fest verklebte Banderole entfernt ist, verschwindet im letzten Drittel der Schiefbrand, dafür muss man einige Male reinpusten, um nicht "Hallenbad-Aromen" zu erleben. Dafür entschädigt die Robusto retronasal jetzt ohne Pfeffer mit schönen, karamellisierten Röstaromen. Hin und wieder Benzin, was irre klingt, aber sehr angenehm ist. Wie der Duft in Benzinern in den 90s.Die AB Prensado Lost Art ist kein Schornstein, gibt aber genug Rauch mit cremiger Textur ab, um einem nicht das Gefühl zu vermitteln, es käme nix. Für meinen Geschmack könnte es etwas mehr sein, um optimal zu sein, aber eben nur einen Ticken. Also: hier gibt es nix zu beanstanden. Für mich ist die Lost Art die bessere Prensado; wo ich mit der Originalen nichts anfangen konnte, macht mir die Lost Art richtig viel Spaß; eine Tendenz, die man ebenso bei der ABBM/ABBM Esteli feststellen konnte. Die Marke scheint erwachsen geworden zu sein.



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Arturo Fuente Classic 8-5-8 Maduro (Corona Grande)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die 8-5-8 ist ein schönes Format, das eine tolle, oldschool Banderole ziert, die nicht zu groß ist, dafür viel zu üppig und golden. Herrlich. Die Corona Grande ist rustikal verwickelt mit einem grobadrigen, fleckigen, löchrigen und stumpf dunkelbraun marmorierten Kamerun-Maduro-Decker, der in der Sonne einen an Rost erinnernden, rötlichen Schimmer hat. Starke Klebereste zieren das Mundende. Die Corona Grande fühlt sich so an, wie sie aussieht: uneben. Kopf und Fuß sind viel weicher und loser als die Mitte. Der Decker fühlt sich trocken, stumpf und rauh an, ein bisschen wie feiner Schmirgel. Feine Härchen und viel Zahn auf'm Decker. Die 8-5-8 liegt erstaunlich leicht in der Hand und gibt auf Druck gehörig nach. Im Rauchverlauf wird sie zunehmend weich, ebenso die lose, bröselige, aber sehr schön weiße Asche. Kalt duftet sie dezent nach Zartbitterschokolade, Leder, etwas Erde, Stall, Gras. Der Anschnitt bei meinen beiden Exemplaren war knifflig. Der Decker platzte bei erhöhtem Druck auf - zum Glück nur auf der Kappe. Hab ein bisschen nachkorrigieren müssen, damit sich das nicht auf das Rauchverhalten auswirkt. Wenn man das Mundende dann von den Tabakfusseln befreit hat, präsentiert sich der Kaltzug dezent, wie der Kaltduft, doch "regnerischer", Assoziationen zu der Luft wie nach einem kurzen, heftigen Sommerregen kommen auf. Man spürt eine leichte Tabakschärfe auf den Lippen und ein erdiges Mundgefühl. Der Zugwiderstand ist recht lose, 4 von 10. Dementsprechend zügig und gierig ist die Flammannahme (2er Jetflame). Wenn sie einmal brennt, begrüßt sie einen mit einem sehr angenehmen Raumduft, man riecht süßlichen, ehrlichen Tabak. Dabei ist das Rauchvolumen dezent, gerade genug, um zu zeigen, dass sie brennt. Der Rauch ist auch eher buttrig als cremig, hinterlässt nur gering etwas wie ein Mundgefühl. Im letzten Drittel qualmt sie stärker - zum Glück. Die Corona Grande beginnt erdig-ledrig, ein bisschen mineralisch. Hält man den Rauch länger im Mund, wird es heuig-grasig. Langsam werden Aromen von dunklem Espresso und gerösteten Kakaobohnen erahnbar. Eine dezente Süße und Holz umspielen die Nase. Sie neigt leider zu Schiefbrand und zum Ausgehen. Bereits nach wenigen Minuten ist das erste Nachfeuern nötig. Danach treten Kaffee, Kakaobohnen und Holz in den Vordergrund, dahinter dezent Leder, Heu und die oben erwähnte Regenluft. Nussige Nuancen an der Nase. Im 2. Drittel umschmeicheln dezente Noten von kräftigem Espresso, Kakaobohnen und Leder die Zunge und Erde, Leder und Nussmuß die Nase. Retronasal ist besonders besagte Regenluft und eine dezente Süße präsent. Der Rauch bleibt trocken, hinterlässt nun ein erdiges Mundgefühl. Lässt man ihn länger im Mundraum, bekommt der Rauch stallige Noten. Scheint mir besonders die seitlichen Areale und ein bisschen die Mitte der Zunge anzuregen. Auch scheint sie mir jetzt ihr volles Potenzial zu zeigen. Sie ist mild+ mit sehr dezenten, milden Aromen. Würde sie sich besser rauchen und besser abbrennen, wäre es ein Fest. Das letzte Drittel präsentiert sich dunkler, etwas erdiger, etwas schärfer. Das Leder wird wieder vordergründiger, die stalligen Noten ziehen nach, gefolgt von der Erde, verdrängen den Kaffee, glücklicherweise aber nicht die Kakaobohnen. Die Aromen verweilen jetzt länger auf der Zunge, mit stark erdig-holzigem Nachgeschmack. Hier gefällt sie mir am besten. Nie bitter oder unangenehm scharf. Beim Entfernen der Banderole ist Vorsicht geboten: hier wurde nicht am Kleber gespart und das Deckblatt möchte gleich mit... nach einer Stunde und 45 Minuten zeigt die Corona Grande durch Erlöschen selbst, dass nun Ende ist. Es ist ein ehrlicher, zurückgekommener und angenehmer Smoke, kein Feuerwerk, aber gut komponiert. Gefällig und für jedermann - das Abbrandverhalten hingegen ist verhaltensauffällig und schmälert das Vergnügen. Eine tolle Zigarre, bei der es doch an der Konstruktion mangelt – die dafür aber mit der konstant bleibenden Assoziation an gereinigte Luft nach einem herrlichen Sommerregen zu entschädigen weiß.



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Arturo Fuente Hemingway Maduro Best Seller (Perfecto)
verifizierter Kauf

Länge: 11.43Durchmesser: 2.10 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Best Seller hat ein witziges, kleines, dezent boxpressed Figurado-Format. Umwickelt von einem echt schönen, gleichmäßig schokoladenbraunen Maduro Deckblatt, das sich rauh und ölig anfühlt. Der Kaltgeruch ist angenehm stallig, ledrig und süß; Assoziationen von Lehm kommen auf. Ein bisschen von der Kappe abgezwackt und die kleine Figurado überrascht mit einem weit leichteren Kaltzug, als der Kaltduft erwarten lässt. Dezent transportiert der Kaltzug trockene Herrenschokolade und nasses Leder – dafür muss man allerdings nuckeln, der Zugwiderstand ist erstmal ordentlich, 7 von 10 würde ich sagen. Der kleine Zipfel am Fuß lässt sich sehr einfach entfachen; dann legt die Best Seller auch schon los mit ledrig-pfeffrigen Aromen und einer anfänglich Off wirkenden Curry/Cayenne-Pfeffer Note. Diese verfliegt jedoch, wenn sich das Ringmaß öffnet; die kleine Kurze wird reifer, süßer, smoother, schokoladiger & ledriger. An der Nase ist sie erdig-holzig (ausgebranntes Fass?), dezent feinwürzig und laubig. Sie „schmeckt“ extrem schokoladig, so bleibt sie auch das zweite Drittel. Sie bietet erstmal nicht viel Abwechslung, die will man aber auch nicht, so gut, wie die Maduro-Variante der Arturo Fuente Hemingway Best Seller mundet. Ab der Hälfte schleichen sich angenehme Noten von geräuchertem Speck ein, subtil werden die Leder- und Fassnoten stärker. Zum letzten Drittel kommen dezente cremige Mandelnoten hinzu. Dabei bleibt Leder angenehm im Vordergrund. Das eigentliche Highlight der Zigarre ist der laaaaange, angenehm warme, pfeffrige Nachgeschmack. Retronasal wirkt sie trockenlaubig und dezent pfeffrig-salzig, an der Nase wecken die holzigen Noten Erinnerungen an einen Nadelwald. Dieser kleine, gerade mal anderthalbstündige Smoke wirkt trotz seines milden Körpers und der höchstens an der Grenze zu „mittelkräftig“ kratzenden Aromen sehr "reif". Ich musste sie einfach bis auf den letzten Zentimeter runter rauchen, wollte sie gar nicht weglegen. Vor allem wegen des üppigen Rauchvolumens. Der Rauch hat eine wundervoll cremige Textur, man kann ihn fast kauen. Jedoch sollte man ihn nicht zu lange im Mundraum verweilen lassen, da er sonst dort leicht bittere Noten annimmt. Toll. Trotz des eher welligen – und auch sehr gemächlichen – Abbrands hält die graumellierte, feste Asche, bis man die kleine Figurado weglegt. Ein tolles Teil zu leichtem Rum. Die Best Seller raucht sich viel länger, als man bei der Größe annimmt.



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Kristoff Edicion Limitada 685 Woodlawn Perfecto

Länge: 11.43Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Von Glen Case auf dem Kölner Big Smoke 2017 zugesteckt bekommen mit den Worten "this is the best cigar I've made - so far. But I am not sure if it is for you, it is more mild to medium". Gestern Abend dann im Humidor wiederentdeckt und bei einem langen, angeregten Gespräch genossen. Mein Fazit: Glen hat Recht. Die 685 Woodlawn Perfecto ist eine ganz untypische Kristoff. Sie raucht sich wahnsinnig gut mit sehr fester, lange haltender, graumelierter Asche (die Asche hielt, bis ich den Nub dem Ascher übergab). Und die variierenden Ringmaße haben einen tollen Einfluss auf die Aromen. Die mächtige Perfecto startet wunderschön cremig-süß mit den Aromen dunkler Kirschen, Karamell und braunem Zucker, dahinter – dezent – ein wenig Pfeffer, viel Leder und Erde. Umso breiter das Ringmaß wird, umso mehr treten die dunklen Kirschnoten mit dem Pfeffer in den Vordergrund. Sobald sie auf dem 60er Ringmaß ist, verschwindet der Pfeffer und die Kirschsüße wird zu – mir fällt keine bessere Beschreibung ein – süßem Tabak. Bei abnehmendem Ringmaß treten die Leder- und Erd-Noten immer stärker in den Vordergrund, werden getragen von einer feinen Würze, die den Pfeffer gänzlich abgelöst hat. Alles sehr ausbalanciert, mit vielen überraschenden, subtilen Noten. Leider habe ich mir keine Notizen gemacht – aber bis auf den letzten Centimeter geraucht! Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob es sich tatsächlich um den hier angebotenen Stogie handelt, da der Prügel, das ich verköstigt habe, doch ganz andere Maße hatte – eine 6 ½ x 60 Perfecto.



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Joya de Nicaragua Rosalones Reserva R650 Toro (6x50)

Länge: 15.24Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Rosalones Reserva Toro wirkt rustikal und oldschool. Die Jungs von JdN wissen, dass diese Zigarre nicht auffallen muss. Das nicht fein, aber sehr schön geäderte, rauhe Deckblatt macht Appetit mit seinem schön marmorierten Haselnussbraun mit wenigen, kleinen, dunklen Flecken; die Banderolen sind farblich sehr passend abgestimmt und sehr schön zurückhaltend oldschool designt. Sie wirkt schwer und fest gerollt wie für Joya de Nicaragua üblich, allerdings sehr wellig und krumm gewickelt, dennoch gleichmäßig. Der Kaltgeruch ist wunderschön süßlich-fruchtig mit Worchestershire-Sauce-Würze (ist das vielleicht der Signature Taste von JdN?) im Hintergrund. Der Anschnitt bringt dann auch keine bösen Überraschungen mit sich, der Longfillertabak bröselt nicht. Im Kaltzug ist sie sehr direkt, man „schmeckt“ noch dampfenden Café Creme, Brombeeren und die besagte Worchestershire-Sauce, die, wie ein Bekannter von mir gerne sagt, nach allem schmeckt. Flammannahme ist ein bisschen zurückhaltend, die Rosalones ist aber auch sehr vollgepackt, was man auch an dem recht festen Zug merkt. Die Asche ist schön weiß mit schwarzen Ringen, die einem nach ca. 2-3 cm sagen, dass man abaschen sollte; an den Linien fällt sie dann auch ohne großes Zutun. Sie brennt kerzengerade und unkompliziert – bedenkt man, wie fest und schwer die Toro wirkt, ist der Abbrand jedoch etwas zügig; gelegentlicher Schiefbrand bei einem Exemplar korrigierte sich von selbst. Einmal entfach, begrüßt die Toro einen mit süßlicher Würze und viel Leder; weißer Pfeffer an der Nase, jedoch dezent. Der Pfeffer legt sich auch nach wenigen Zügen. Die Würze tritt zugunsten der Kaffeearomen und den schon im Kaltduft zu erahnenden Brombeer-Noten, die sich von jetzt auf gleich in den Vordergrund stellen, in den Hintergrund. Anklänge von Weißeiche sind zu finden, ähnlich des Geruchs eines frisch ausgebrannten Bourbon-Whiskey-Fasses, mit dezenten – Wunder, oh Wunder! - Tabaknoten. Im 2. Drittel präsentiert sich die Toro mild bis mittelkräftig. Dabei ist sie medium im gut ausbalancierten Körper. Der Pfeffer ist weg, auch retronasal; karamellisierte Röstaromen der ausgebrannten Weißeiche, geröstete Kaffeebohnen, Ahorn-Sirup und Brombeeren bilden einen tollen Mix, der getragen wird von nun dezenten Ledernoten. Der Rauch ist sehr angenehm, nicht zu trocken, es verlangt einen nicht danach, zwischendurch zu trinken. Retronasal sind die Holznoten sehr vordergründig, „an der Nase“ eher die Fruchtsüße und der Ahorn-Sirup. Ab der Mitte kommen langsam feine erdige Aromen hinzu; die (Frucht-)Süße geht zugunsten dieser langsam in den Hintergrund. Im letzten Drittel dominieren die Aromen des ausgebrannten Weißeiche-Fasses, dahinter Leder und Erde; jetzt wirkt die Toro – ohne dass sie heiß oder bitter wird – eine Nuance trockener und kräftiger als zuvor. Noch ca. 3cm misst der Stumpen der Joya de Nicaragua Rosalones Reserva Toro, wenn sie einem nach gut einer Stunde und 40 Minuten dezent zu verstehen gibt, dass die Affäre nun vorbei ist. Das Rauchvolumen ist erstaunlich dünn, es ist wenig, aber man hat nicht das Gefühl, es käme nix. Ab dem zweiten Drittel ist der Rauch dicker, hinterlässt ein cremiges Mundgefühl, so cremig wie Softeis. Eine Zigarre wie ein Blanton’s Original Single Barrel Bourbon; dabei nicht zu kräftig und das zu einem tollen Preis! Schade, dass sie zu leicht ist, um mit dem assoziierten Bourbon zusammen genossen zu werden.



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Bugatti Quattro MADURO Robusto

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

San Andres Maduro Bubble Gum. Würde es ein Hubba Bubba mit Tabakgeschmack geben - das wäre die Bugatti Quattro Maduro. Klingt komisch, ist auch gewöhnungsbedürftig. Hat man sich dran gewöhnt, ist sie allerdings sehr gefällig. Mild+, mit medium Aromen und mild- Körper. Raucht sich angenehm und ohne Beanstandung. Stabile, dennoch flockige Asche, graumelliert. Süßer Pfeffer, mineralische Erde, dahinter eine artifizielle Süße, die im letzten Drittel irgendwie an Orangina erinnert. Eigenwillig & Verrückt.



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Bugatti 5-Pack Probierpackung mit 5 Zigarren
verifizierter Kauf

Länge: 0.00Durchmesser: 0.00

Dieser Sampler bietet einen sehr guten Überblick über das Portfolio von Bugatti Cigars - und das zu einem meines Erachtens grandiosen PLV. Das einzige Manko ist in meinen Augen das sogenannte "Fresh Pack" - mit diesen Plastiktüten werde ich mich wohl nie anfreunden.



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RoMa Craft Tobac Neanderthal HS
verifizierter Kauf

Länge: 14.61Durchmesser: 1.83 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Vorweg: die Neanderthal HN – hier passt die Flat Cap meines Erachtens auch optisch am Besten – und SPG finde ich wirklich großartig. Sie haben eine ungemeine Power und wirklich merklich viel Nikotin – not for the faint hearted. Doch dementgegen steht ein wundervoll cremiger Rauch mit zwar brutal vordergründigen Noten von Leder, Pfeffer und Tanne – Harz wie auch frisch geschnittenes, trockenes Tannenholz – hinter denen aber gut ausbalanciert und wirklich angenehm würzige und nussig-zimtig-süße Aromen durchkommen. Funfact am Rande: meine erste Neanderthal hat mich so dermaßen an meine Kindheits-Frühstücks-Droge, die Nestlé Cini Minis mit kalter Milch, erinnert, dass die seitdem wieder immer bei uns auf dem Frühstückstisch stehen müssen. Irgendwie hatte ich erwartet, dass die HS dasselbe bietet. Pustekuchen. Ja, die Neanderthal ist die stärkste Linie aus dem Hause RoMa Craft Tobac und ja, die sind overpowered. Aber die HS… die setzt dem ganzen nochmal einen oben drauf. Sie ist wirklich gut verarbeitet, das dunkelbraune, rustikale San Andres Deckblatt ist sehr schön und robust, fühlt sich rauh an und hat in dem wieder einmal sehr stilsicher ausgesuchten Orange-Ton der Banderole einen sehr ansehnlichen Kontrast. Der Zugwiderstand mag, ebenfalls RoMa Craft Tobac typisch, etwas fest sein, dafür brennt die HS sehr schön und langsam runter. Aber das erste verköstigte Exemplar hat mir einfach nur die Schuhe ausgezogen und die Fußnägel hochgekrempelt. Durch die ganze Kraft konnte ich auch nicht mehr als Leder, Tannine, Leder, Pfeffer, Leder, Kakaobohnen, Leder und Pfeffer schmecken. Der voluminöse Rauch war anders als bei den oben genannten, bisher gerne und oft gerauchten Vitolas brutal trocken. Ich hoffe, dass das an meiner Tagesform lag, dennoch sehe ich der Verköstigung des noch in meinem Humidor verweilenden 2. Exemplars mit gemischten Gefühlen entgegen.



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Buena Vista Dark Fired Kentucky Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Toro hat ein schönes, gleichmäßig hellbraunes Deckblatt, das weder dunkle Spots noch Risse/Löcher hat. Der stark, jedoch mit sehr dünnen Venen geäderte Decker fühlt sich angenehm an den Fingerspitzen an, ein bisschen speckig, sehr glatt, doch mit feinen „Härchen“. Allerdings wirkt die Toro recht lose gedreht, liegt leicht in der Hand und gibt auf Druck extrem nach – interessant ist dabei die Elastizität des wie an Fuß und (nach dem Anschneiden) am Kopf erkennbar sehr fetten Deckers. Der Kaltgeruch ist ein Fest, wirklich eigenwillig und vielversprechend. Holzrauch und Schwarzwälder Schinken, kräftig und alles andere überdeckend – ich hatte sofort Bock auf ein Steak und einen Ardbeg An Oa. Der Anschnitt ist easy, ABER: der Filler ist sehr lose; ich hatte erstmal viele Tabakfussel und -Krümel im Mund. Das war nicht die einzige Überraschung nach dem Anschnitt, auch der Kaltzug ist verwirrend: hier ist nix von dem Raucharoma zu merken, ich konnte nur eine grasige Note erahnen… Bei der Flammannahme merkt man dann erneut, wie wenig Tabak man hier in das sehr schön ausgeführte Format gepackt hat – Vorsicht ist geboten; sie saugt. Gemessen am Kaltduft startet die Buena Vista Dark Fired Kentucky Toro, einmal entfacht, brutal mild und zurückhaltend; grasige, an nasses Heu erinnernde Aromen stehen im Vordergrund, dahinter zu erahnen die Idee des über Holzkohle räuchernden Schwarzwälders. Die Toro braucht ein bisschen, um sich zu adjustieren, doch dann stehen geräuchertes Holz mit Erde und etwas Leder im Vordergrund; an der Nase dahinter recht mild eine feine Würze mit einer zurückhaltenden Prise Pfeffer. Im Nachgeschmack findet sich dann auch fast nur diese feine Würze, etwas Trockenes und eine erstaunliche Süße, da scheint etwas auf dem Grill zu karamellisieren. Die Asche ist dabei schön weiß-hellgrau gemasert, erstaunlich stabil für so einen losen Wickel, hält 2-3 cm und dann sieht man die Solbruchstelle. Die Blattadern, die der Decker aufweist, flaken weg, doch sonst ist die Asche sehr stabil. Der mitteldichte Rauch hinterlässt ein irgendwie „fettiges“ Gefühl im Mundraum. Im 2. Drittel zeigt sich die Toro dann in ihrer ganzen Pracht: sie ist gerade mal mittelkräftig; der Körper ist aber schön voll, medium+. Jetzt steht auch der angepriesene Holzrauch im Vordergrund, ohne, dass es zuviel oder seltsam wirkt; die Toro ist gut ausbalanciert. Auch der Raumduft ist jetzt fein rauchig, der Ardbeg passt – allerdings vorsichtig genossen mit seltenen Sips, denn die Toro ist viel milder als der Kaltduft erwarten lässt. Leider löst sich bei meinem Exemplar jetzt langsam aber sicher das Deckblatt am Mundende… Hat da gerade irgendwer Holz in den Smoker gelegt? Der Holzrauch und diese Note von karamellisierendem Fleisch sind wirklich eine herrliche Abwechslung zu „herkömmlichen“ (ahahahaha) Cigarren, allerdings fehlt mir sonst eben das an dieser Cigarre: Abwechslung. Die Aromen sind ausbalanciert, aber zu „hell“ und leicht, um gegen eben das Raucharoma „anzustinken“. Etwas mehr Kraft und ein vollerer Körper hätten ihr gutgetan; so tendiert sie zur „Gefälligkeit“. Im letzten Drittel bleibt der Holzrauch prominent, die „Schwarzwälder Noten“ werden fleischiger. Salzige Noten gesellen sich zu der Süße im Nachgeschmack. Die grasigen und feinwürzigen Noten werden kräftiger, an der Nase wirken sie „frischer“. Der Rauch wird trockener, macht durstig. Es entwickeln sich nussige Noten (ein bisschen wie der Geruch von gerade vom erdigen Strauch gezogenen, zwischen den Fingern zerriebenen Erdnuss-Schalen) – doch kurz bevor das Entfernen der Banderole zum weiteren Genuss notwendig wird, mogeln sich bittere Noten ein – ich bin mir nicht mehr sicher, ob der Islay das richtige Pairing ist. Nach einer Stunde und 15 Minuten landet sie im Ascher. Das ist recht kurz für eine Toro, finde ich. Die Buena Vista Araperique Dark Fired Kentucky Toro brennt schön gleichmäßig, aber sehr zügig ab, nur im 2. Drittel brauchte sie ein bisschen Nachhilfe. Dafür, dass sie so lose wirkt und so zügig runterbrennt, raucht sie sich erstaunlicherweise nicht heiß – dennoch wird sie im Rauchverlauf sehr matschig zwischen den Fingern, was ich aber bei meinem Exemplar jetzt mal auf den sich konstant lösenden Decker schieben möchte. Fazit: Fire Cured Tabak ist ein Experiment, das man gerne öfter machen kann – dann für mich aber eher wieder mit der MUWAT Kentucky Fire Cured von Drew Estate. Denn das eigentliche Raucherlebnis wird hier meiner Meinung nach nicht dem Kaltgeruch der Cigarre und somit der Erwartung gerecht und das killt für mich ihren X-Faktor.



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Principle Cigars Aviator Series Cochon Volant

Länge: 12.70Durchmesser: 2.58 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Cochon Volant hat mir Darren Cioffi auf dem Event in der Cigarworld Lounge am vergangenen Samstag in die Hand gedrückt. Abgesehen von Formaten jenseits der 6x60 bin ich ein großer Freund von – wie Darren es nannte – „weird shapes“. Dementsprechend musste ich diese kleine Keule dann nach dem Event zuhause auch gleich ausprobieren – und was soll ich sagen: ich bin begeistert. Dem Format geschuldet beginnt die Cochon Volant zwar mit leichten Abbrandproblemen, doch diese korrigieren sich von selbst; die schön marmorierte, dunkelgraue Asche hält über den kompletten Rauchverlauf. Verarbeitungsmängel: Fehlanzeige. Vom ersten Zug an steht man dann von den Aromen her mitten in einer Konditorei; wie auch die Accomplice White Series ist die Cochon Volant eine milde (höchstens mittelkräftige) und sehr cremige Cigarre mit einem extrem süßlichen Einschlag. Nuss, Zitronen-Creme, etwas Karamell, etwas Sahne, etwas Kaffee. Mit abnehmendem Ringmaß wird der kaffeelastige Einschlag stärker, die Cochon Volant kerniger. Die Zitronen-Creme geht in den Hintergrund, wo sie bleibt, und macht Platz für eine Sensation, die ich selten bei einer Zigarre erleben durfte. Es bleibt ein Nachgeschmack im Mundraum, wie als würden sich langsam ein paar kleine Kristalle braunen Zuckers, die in dem letzten Rest aufgeschlagener Milch eines Latte Macchiato waren, auflösen. Man hat das Gefühl, den Zucker fast physisch spüren zu können. Die Banderolen der Cigarren von Darrens Marke Principle Cigars haben mich immer ein bisschen abgeschreckt; sie sind mir zu gewollt edel und haben mir dadurch auch etwas das Gefühl vermittelt, nicht in die Zielgruppe zu gehören. Doch die Aviator Series Cochon Volant ist für mich ein instant classic. Sie ist so entspannt und laid back wie der Markeninhaber.



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Principle Cigars Accomplice White Label Robusto

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Creme, cremig, am cremigsten… am vergangenen Samstag bei dem Principle Event in der Cigarworld Lounge ein Exemplar von verköstigt. Die Accomplice ist mild und sehr gefällig. Sie brennt beispielhaft ab, es sind keinerlei Konstruktionsschwächen festzustellen (zumindest war das bei meinem einem Exemplar so). Sie raucht sich angenehm und gemütlich bei fester, stahlgrauer, fast weißer Asche. Nach dem ersten Zentimeter, in dem die Robusto selber noch nicht ganz weiß, wo sie aromatisch hinwill, wird sie sehr schön karamellig-süß mit viel Zedernholz und etwas frisch geröstetem Kaffee. Der Kaffee ist dezent im Hintergrund, zum 2. Drittel hin entfaltet die weiße Accomplice sehr angenehme Noten von einer heißen Milch mit Honig. Es macht tatsächlich Sinn, wie auf diesem Event zu dieser Zigarre Gebäck zu reichen, denn „Gebäck“ ist eine Assoziation, die einem sehr früh kommt – und die dann auch aromatisch das letzte Drittel dominiert. Die hier beschriebenen blumigen Noten konnte ich nicht feststellen – aber ich hatte ja auch nur ein Exemplar. Und das wird nicht das letzte gewesen sein, denn diese ungemein süße, buttrige Cremigkeit ist wirklich einmalig.



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Tabak aus Columbien
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