Manil Tabac Semois La Reserve du Patron 90g Pouch

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Manil Tabac Semois La Reserve du Patron 90g Pouch
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La Reserve du Patron 90g Pouch

 
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Manil Tabac Semois La Reserve du Patron 90g Pouch
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    Im Sortiment seit
    15.04.2021
    Marke
    Manil
    Produkt
    La Reserve du Patron 90g Pouch
    Schnitt
    Loose Cut
    Aroma
    5
    Raumduft
    4
    Aromatisierung
    Nicht aromatisiert
    Typ
    Holländisch
    Stärke
    Voll
    Charakter
    Würzig
    Enthaltene Rohtabake
    Burley
    Raumnote
    tolerierbar

Bewertungen

Preis/Leistung

Qualität

Stärke



Senoritas Kistchen
26.05.2021

Profilbild
Senorita
verifizierter Kauf

Der Feinschnitt von Vincent Manils Semois kommt in einer ungewöhnlichen Verpackung, mit Goldpappe zum festen Ziegel gefaltet, ins Haus. Leider haben die Tugendwächter der Tabakprävention ihre Warnschilder gleich zweifach dorthin geklebt, wo der schön oldfashioned gestaltete Aufkleber des Herstellers ist. Sanft abgeknibbelt, freue ich ich mich an der ungewöhnlichen Gestaltung, die ja den frühen 70er zu kommen scheint. Der Tabak selbst drängt so ungebärdig aus der Verpackung wie die Mähne seines Blenders, sehr schmal, aber nicht zu fein geschnitten, in allen Brauntönen. Er liegt leicht in der Hand, und kommt ungewöhnlich trocken an, knistert fast zwischen den Fingern, riecht etwas strohig. Den Großteil fülle ich in einer Tabakdose um, und ein Teil mit Befeuchterpad in ein Glas, um zu testen, ob der drüsche Ardennentabak etwas geschmeidiger wird. Meine Erfahrungen unter Feuer: Erster Durchgang im kleinen Falcon-Pfeifenkopf, lässt sich gut stopfen, flammt sofort an. Die Nase wähnt sich am offenen Feuer nahe einer Verbrennungsanlage, der Gaumen empfängt ungebremst strenge Tabakwürze, trockene Säure, bissigen Rauch wie bei verbranntem Holz. Burley, sonst nichts. Die nächsten Züge, sehr viel vorsichtiger genippt, sprechen von Würzkraut, starken Kräutern, bis sich ein kräftiges Walnussaroma durchsetzt. Etwas zigarriges kommt mit. Gleichzeitig merkt man, wieviel Nikotin der Semois an die Geschmacksnerven leitet, und ist dankbar für ein gutes Abendessen. So geraucht, hätte nicht einmal ein Laphroig eine geschmackliche Chance. Der Semois brennt tadellos runter und hinterlässt nur etwas Staub. Und eine trockene Kehle. Fazit: Interessanter Tabak, aber nicht mehr ohne Filter. Der zweite Versuch in einer gefilterten Rattray kommt etwas gebändigter an die Sinne, liegt aber auch auf der Skala der kräftigen Tabak weit oben. Hier differenzierten sich die Aromen etwas, auf der breiten Würzebasis kommen einzelne Aromen von Pistazie, Mandel und Walnuss immer wieder durch. Nikotin bleibt hoch. Mich erinnert das an das Verkosten von sehr puristischen Tabaken wie dem Amsterdamer Rooktabak oder dem belgischen Schippers; ein Tabak, eine Geschmacksrichtung, sonst nichts. Für meinen Geschmack, der es gerne komplexer hat, und obwohl ich viel an nicht aromatisierten Tabken genieße, schon eine echte Herausforderung. Den dritten Anlauf mit dem Semois finde ich letztlich zufrieden stellend in der Mischung. Als Beigabe zum einem Caledonian Highland in der Pfeife oder als einzelne Einsprengel im Stopftabak für eine Zigarette findet der Semois für mich zu einer Bühne, die passt: hier darf er auffallen, mal bissig, mal nussig auf der Zunge tanzen, hier heizt er die Verbrennung im Pfeifenkopf erstaunlich an und führt alles feiner Asche zu. In die Zigarette eingestreut, sorgt er für einen extrem langen Aschestand, den ich so noch nie hatte. Wird kein Dauergast, ist aber probierenswert. Der Preis für 30 Gramm hält sich in üblichen Grenzen, aber ein Sharing des 90-Gramm-Barrens unter mehreren experimentierfreudigen Rauchern empfehle ich doch.

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