Sillems Pipe Tobacco Schwarz 100g

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Schwarz 100g

 
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    "Extravagant" - das Attribut darf man diesem Blend durchaus zuschreiben! Vielleicht ist es ein wenig hochgegriffen, zu behaupten, der Sillem's Schwarz hätte die schottische Mischkunst revolutioniert, doch einen solchen Tabak findet man in der Tat nicht alle Tage: Würzig-rauchiger Latakia ist die Hauptzutat, durch die Zugabe von Black Cavendish gewinnt diese Komposition einen sanfteren und dezenteren Charakter, etwas Burley bringt ein Röstaroma ein, und ein Hauch gelben Virginias steuert eine süßliche Note dazu. Vollmundige, liebliche Aromen von Mirabelle und Vanille verleihen der Mischung schließlich einen besonderen Geschmack. Dieser Tabak wird Sie begeistern.

    • Inhalt: 100 Gramm Dose.
Item number (SKU)
90002785
In the assortment since
15.11.2006
Brand
Cut
Aroma
3
Room fragrance
4
Flavouring
type
Strength
Flavor Profile
room smell

Average Aroma Rating (8)

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    Importer
    Kopp Tobaccos GmbH & Co. KG, Hans-Löns-Weg 36, 25462 Rellingen, info@kopp-tobaccos.com, https://kopp-tobaccos.com

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09.03.2026

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Dr. Magill
1. Einleitung: Sillem’s Black trägt einen Namen, der auf eine traditionsreiche hamburger Familie von Handelsherren verweist. Die Sillems gehörten seit dem 18. Jahrhundert zum hanseatischen Patriziat und waren über Generationen im internationalen Überseehandel tätig. Aus ihren Kontoren wurden Kolonialwaren – darunter auch Tabak – über Hamburg in den europäischen Markt vermittelt. Angehörige der Familie wirkten zudem im politischen und wirtschaftlichen Leben der Stadt; so stand etwa Johann Sillem exemplarisch für jene Verbindung aus Handel, Bankwesen und hanseatischer Bürgertradition, die das Selbstverständnis dieser Kaufmannsschicht prägte. Auch wenn die heutige Tabakmarke nicht unmittelbar aus diesem historischen Handelshaus hervorgegangen ist, ruft ihr Name bewußt diese traditionell-hanseatische Welt des Überseehandels und des zurückhaltenden, kultivierten Genuß in Erinnerung. Die Mischung selbst ist bemerkenswert, da sie sich als schottisch-aromatisierter Hybrid präsentiert: Latakia, Black Cavendish, Burley und Virginia bilden dabei das Tabak-Fundament; eine behutsame Aromatisierung mit fruchtigen und vanilligen Akzenten rundet das Ganze ab. So entsteht ein Hybrid-Blend, der zwischen englischer/schottischer Tradition und aromatisierter Komposition vermittelt: Nicht streng naturrein, aber auch kein typischer Aromat, sondern eine sorgfältig austarierte Verbindung beider Stilwelten. In dieser Balance liegt der eigentliche Reiz von Sillem’s Black. 2. Optik & Schnitt: Beim Öffnen der aufwendig gestalteten, schwarzen Schmuckdose mit silbernem Hanseatenkreuz zeigt sich in einer prosaischen Cellophantüte eine überwiegend dunkle Mischung mit einem klaren Übergewicht tiefschwarzer Cavendish-Fasern. Dazwischen liegen dunkel- bis schwarbraune Partien – mutmaßlich Burley und Latakia – sowie einzelne hellere Virginia-Streifen. Der Schnitt entspricht einem lockeren Ribbon- beziehungsweise Loose-Cut. Hersteller ist die bewährte Firma Kopp in Rellingen. 3. Kaltaroma: Das Kaltaroma verrät bereits die hybride Natur dieser Mischung: Zunächst tritt eine süßliche Duftigkeit hervor, geprägt vom kräftig saucierten Cavendish mit einer sanften Vanillenote und einer leicht synthetisch anmutenden, fruchtigen Nuance, die gut zur angegebenen Mirabellenaromatisierung paßt. Unter dieser aromatischen Oberfläche liegt jedoch eine deutlich wahrnehmbare rauchige Tiefe. Der Latakia meldet sich mit einem Anklang von dunklem Holzrauch, altem Leder und harziger Würze. Diese Note bleibt im Hintergrund, verleiht dem Duftbild aber eine durchaus klassische, britische Dimension. Zusammen mit einer trockenen, leicht nussigen Komponente des Burley entsteht ein Duft, der zugleich süß, würzig und tabakecht wirkt. 4. Rauchverlauf: Anfang: Der erste Eindruck ist bemerkenswert ausgewogen. Die Aromatisierung – Vanille und fruchtige Süße – tritt zunächst sehr deutlich hervor, wird jedoch sofort von der würzigen Rauchigkeit des Latakia begleitet. Anders als bei reinen englischen Mischungen wirkt der Latakia hier nicht dominierend, sondern wie ein dunkler Unterton, der der Süße Tiefe verleiht. Die Virginias steuern eine feine, honigartige bis feigenartige Süße bei, während der Cavendish dem Rauch eine cremige Textur verleiht. Insgesamt beginnt der Tabak weich, aromatisch und harmonisch. Mitte: Im mittleren Drittel tritt die Tabak-Basis stärker hervor. Der Latakia gewinnt etwas an Präsenz und verbindet sich mit den trockeneren Burley-Noten zu einer leicht würzigen, holzig-balsamischen Mitte des Bouquets. Gleichzeitig bleibt die Aromatisierung durchaus präsent, wirkt jedoch deutlich eingebundener als zu Beginn. Ende: Im letzten Drittel tritt die Aromatisierung merklich zurück. Der Rauch wird trockener und gewinnt etwas an erdiger Tiefe. Latakia und Burley bestimmen nun stärker das Bild, während der Cavendish weiterhin für eine gewisse Weichheit sorgt. Das Finale bleibt angenehm und frei von scharfen Spitzen. Ein leichter Nachklang von dunkler Frucht und Vanille begleitet den Abgang. 5. Abbrand & Technik Die Mischung brennt im Allgemeinen gleichmäßig und relativ wohltemperiert ab. Durch den saucierten Cavendish-Anteil kann sich gelegentlich etwas Feuchtigkeit bilden, doch bei bedächtigem Rauchtempo, das sich eigentlich immer empfiehlt, bleibt dies gut kontrollierbar. Der Tabak läßt sich unkompliziert stopfen und benötigt meist nur wenige Nachzündungen. Die Feuchte liegt oberhalb des idealen Rauchzustandes: Ein kurzes Ablüften empfiehlt sich; insbesondere, wenn der Tabak frisch geöffnet wurde. Durch die zwar sehr ästhetische, doch funktional wenig befriedigende Verpackung trocknet er ohnehin schnell aus. Insgesamt zeigt sich Sillem’s Black technisch gutmütig; mithin eine Eigenschaft, die ihn auch für weniger erfahrene Pfeifenraucher zugänglich macht. 6. Raumnote: Die Raumnote ist angenehm und relativ gesellschaftskompatibel. Süßliche Vanille- und Fruchtnoten dominieren den Eindruck, während der Latakia lediglich einen dezenten rauchigen Hintergrund beisteuert. Im Vergleich zu klassischen englischen Mischungen wirkt die Raumnote deutlich milder und freundlicher, ohne jedoch völlig die charakteristische Rauchigkeit zu verlieren. 7. Vergleich & Einordnung: Stilistisch bewegt sich Sillem’s Black in einer relativ seltenen Kategorie. Während klassische englische Mischungen Virginia, Orienttabake und Latakia in unterschiedlicher Priorität in den Vordergrund stellen und weitgehend auf Aromatisierung verzichten, verfolgt diese Mischung einen anderen Ansatz: Sie kombiniert englische (oder schottische (siehe Cavendish)) Tabakkomponenten mit einer moderaten aromatischen Veredelung. Im Vergleich zu stark latakia- oder orientbetonten Klassikern wirkt Sillem’s Black deutlich weicher, runder und zugänglicher. Gegenüber vielen reinen Aromaten hingegen zeigt er deutlich mehr tabakeigene Tiefe und Struktur. Gerade diese Balance macht m. E. seinen Reiz aus: Der Latakia verleiht klassische Ernsthaftigkeit, während Virginia, Cavendish und Aromatisierung eine kultivierte Süße einbringen (auf den weiteren Saucenträger Burley hätte ich verzichtet und stattdessen vielleicht 5% Périque zugesetzt). 8. Eignung & Empfehlung: Sillem’s Black eignet sich besonders für Pfeifenraucher, die eine Brücke zwischen traditionellen englischen/schottischen Mischungen und aromatischen Blends dänischer Schule suchen. Wer die Rauchigkeit des Latakia schätzt, aber eine gewisse Süße und Weichheit bevorzugt, wird hier eine interessante Alternative finden. Als Tagesbegleiter ist er durchaus geeignet, entfaltet seine Qualitäten jedoch besonders in ruhigen Momenten, wenn der Rauch langsam und aufmerksam genossen werden kann. 9. Fazit: Sillem’s Black ist eine gelungene Hybridkomposition, die zwei unterschiedliche Traditionen miteinander verbindet: Latakia sorgt für rauchige Tiefe, Burley für etwas trockene Erdigkeit, während die Kombination von Cavendish, Virginia und einer dezenten Aromatisierung dem Blend eine weiche, leicht fruchtige Süße verleihen. Das Ergebnis ist ein ausgewogener Tabak mit eigenständigem Charakter: Weder streng naturrein englisch/schottisch noch rein dänisch aromatisch, sondern eine harmonische Verbindung beider Stilrichtungen. Gerade diese Balance macht m.E. Sillem’s Black zu einer interessanten und kultivierten Mischung innerhalb der modernen Pfeifentabaklandschaft, wenngleich er, wie sein Pendant im Geiste - Tabac Benden‘s Pink Villa - stark polarisiert.

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MeinPfeifentabak
05.06.2016

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Genussmensch
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Dieser Tabak ist definitiv etwas Besonderes. Das fängt mit der hochwertigen Dose an, geht über den speziellen Duft, das besondere Tabakbild und endet bei dem einzigartige extravaganten Geschmack. Fein herb mit süßen Spitzen. Guter Abbrand, angenehme Raumnote. Klare Empfehlung an Alle welche mal was Anderes bzw. Besonderes suchen.

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Karl Werners Pfeifentabak
12.03.2026

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Karl
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Geraucht ab 3.10.24 / 24,40 / 100g Geruch wie ein erloschenes Lagerfeuer, der Latakia kommt da voll zum Tragen. Unter Feuer sehr rauchig und würzig. Erwärmt mischen sich viele Aromen, Süße und Rauchigkeit wechseln, dazu Fruchtspitzen. Leider auch Koreander, was für mich eine seifige Note einbringt. Aber die ist nicht dauerhaft und penetrant. Und außerdem Geschmackssache. Besonders ist dieser Tabak in jedem Fall, auch im Rauch sehr stark latakialastig und dennoch durch die Beimischungen und Aromen sehr interessant.

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Pfeifenspezialitäten
20.05.2018

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Smoky
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Mein liebster Vollaromat, weil mit viel Latakia gemacht. Aromatisch englisch sozusagen.

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Ernies Pfeifenhumi
25.05.2020

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anonym
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Beim Öffnen der prächtigen Dose stömt mir vor allem der rauchige Duft des Latakia entgegen. Auch beim Rauchen ist dessen Note dominant. Dazu gesellt sich der ein dezenter Geschmack von Backpflaumen. Verarbeitung und Abbrand gut. Kann man nicht meckern. Allerdings echt auch teuer, definitiv ein Tabak für besondere Stunden, nix für zwischendurch.

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Lovely stuff
08.12.2023

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Piper
Excellent English blend, classic Latakia with Burley and Virginia. However, it delicately features notes of citrus and sweetness. Very interesting and well-crafted, though perhaps a bit pricey.

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Gerauchte_Pfeifentabake
29.06.2022

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ZDogg
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Ravey´s Räucherkiste
 

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Ravey
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