Bohekio Robusto
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Robusto
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Unit
Item number (SKU)
90041673
In the assortment since
10.05.2024
Brand
Length
5 inches / 12.70 cm
Flavoured
Wrapper origin
Wrapper Variety
Topsheet / -leave property
Binder origin
Filler origin
Boxpressed
Tabacalera
Supreme Tobacco S.A.
Importer
Kleinlagel oHG, Friedrich-Silcher-Str. 2-4, 76646 Bruchsal, ohg@kleinlagel.com, https://www.kleinlagel.com
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Ratings
Price/Value
5
4 Bewertungen
Quality
6
4 Bewertungen
Strength
4
4 Bewertungen
Humidor 2295

anonym Bohekio Robusto – eine rustikale Überraschung mit Charakter Die Bohekio Robusto war für mich zunächst eine Zigarre, bei der ich dachte: Eigentlich nicht meine Welt. Mein bevorzugtes Profil liegt normalerweise nicht unbedingt bei sehr erdigen, rustikalen und wilden Zigarren. Umso spannender war die Erfahrung, denn genau diese Eigenheiten haben am Ende den Reiz dieser Zigarre ausgemacht. Schon der Einstieg zeigt sehr deutlich, wohin die Reise geht. Das erste Drittel ist direkt, präsent und fast schon ungestüm. Die Zigarre startet mit einer kräftigen Mischung aus schwarzem Pfeffer, dunkler Erde und Holz. Besonders die Erde fällt auf: keine trockene, staubige Erde, sondern eher ein Bild von feuchtem, fruchtbarem Waldboden – roh, organisch und unverfälscht. Das Holz bleibt dabei eher im Hintergrund. Es begleitet den Rauchverlauf, gibt Struktur und Tiefe, aber die Bühne gehört ganz klar der Erde. Der Pfeffer sorgt zusätzlich für eine gewisse Wildheit und vermittelt den Eindruck eines Tabaks, der nicht glattgebügelt wurde, sondern seinen eigenen Charakter zeigt. Im zweiten Drittel beginnt die Zigarre, sich deutlich zu verändern. Der Pfeffer nimmt spürbar ab und macht Platz für kräftiges Leder, das jetzt eine zentrale Rolle übernimmt. Die Erde bleibt weiterhin das Fundament, wirkt aber weniger roh und aggressiv – sie wird runder, harmonischer und etwas gezähmter. Die Rauchtextur ist dabei interessant: Die Zigarre entwickelt einen cremigen Rauch, erreicht aber nicht diese ölige oder seidige Eleganz mancher Premium-Zigarren. Sie bleibt kernig, tabakbetont und ehrlich. Ein spannender Punkt ist die Reaktion auf die Rauchtemperatur. Etwas wärmer geraucht zeigt sie eine andere Facette. Dann treten deutlicher Kaffee, Röstaromen und geröstete Haselnuss hervor. Die Zigarre gewinnt dadurch an Tiefe und bekommt eine fast ursprüngliche, wilde Tabakseite, die überraschend viel Spaß macht. Im letzten Drittel findet sie schließlich ihre Balance. Leder und Erde bilden weiterhin die Basis. Die anfänglich feuchte, rohe Erde verändert sich zu einer wärmeren und trockeneren Erdigkeit. Das Leder wird runder und weicher. Die Röstaromen entwickeln sich weiter und erinnern nun stärker an Kakao und Kaffee. Was mir besonders gefällt: Die Bohekio wird zum Ende hin nicht einfach nur stärker oder lauter, sondern tatsächlich harmonischer. Sie verliert etwas von ihrer anfänglichen Wildheit, ohne ihren Charakter aufzugeben. Bei der Verarbeitung gibt es Licht und Schatten. Der Zug ist hervorragend und liefert einen sehr angenehmen Rauchfluss. Der Abbrand war bei meinem Exemplar eher durchschnittlich, wobei äußere Einflüsse wie Wind beim Rauchen auf dem Balkon sicherlich eine Rolle gespielt haben. Beim sehr langsamen, kalten Rauchen zeigte sie außerdem eine leichte Tendenz zum Ausgehen. Etwas wärmer geraucht funktioniert sie für mich dagegen fast besser, weil dann ihre kräftigen Tabaknoten und Röstaromen richtig zur Geltung kommen. Fazit Die Bohekio Robusto ist keine Zigarre, die mich mit Eleganz oder perfekter Feinabstimmung überzeugt hat. Sie überzeugt auf eine andere Art: durch Charakter. Sie ist rustikal, ehrlich und manchmal etwas wild. Sie verlangt Aufmerksamkeit und belohnt den Raucher, der sich darauf einlässt. Gerade weil sie nicht sofort gefällig ist, bleibt sie im Gedächtnis. Eigentlich nicht ganz meine Welt – aber genau deshalb war sie spannend. Sie hat mich überrascht, beschäftigt und mir ein fast aufregendes Raucherlebnis geboten. Eine Zigarre mit Ecken und Kanten, die nicht jedem gefallen wird, aber definitiv Persönlichkeit besitzt. Gesamtbewertung: 88–89/100 Punkte Profil: Stärke: mittel bis mittelkräftig Charakter: rustikal, erdig, ledrig, tabakbetont Highlights: Entwicklung, Zug, ehrlicher Tabakcharakter Schwächen: Abbrand, etwas empfindlich bei langsamem Rauchen
09.07.2026

anonym Bohekio Robusto – eine rustikale Überraschung mit Charakter Die Bohekio Robusto war für mich zunächst eine Zigarre, bei der ich dachte: Eigentlich nicht meine Welt. Mein bevorzugtes Profil liegt normalerweise nicht unbedingt bei sehr erdigen, rustikalen und wilden Zigarren. Umso spannender war die Erfahrung, denn genau diese Eigenheiten haben am Ende den Reiz dieser Zigarre ausgemacht. Schon der Einstieg zeigt sehr deutlich, wohin die Reise geht. Das erste Drittel ist direkt, präsent und fast schon ungestüm. Die Zigarre startet mit einer kräftigen Mischung aus schwarzem Pfeffer, dunkler Erde und Holz. Besonders die Erde fällt auf: keine trockene, staubige Erde, sondern eher ein Bild von feuchtem, fruchtbarem Waldboden – roh, organisch und unverfälscht. Das Holz bleibt dabei eher im Hintergrund. Es begleitet den Rauchverlauf, gibt Struktur und Tiefe, aber die Bühne gehört ganz klar der Erde. Der Pfeffer sorgt zusätzlich für eine gewisse Wildheit und vermittelt den Eindruck eines Tabaks, der nicht glattgebügelt wurde, sondern seinen eigenen Charakter zeigt. Im zweiten Drittel beginnt die Zigarre, sich deutlich zu verändern. Der Pfeffer nimmt spürbar ab und macht Platz für kräftiges Leder, das jetzt eine zentrale Rolle übernimmt. Die Erde bleibt weiterhin das Fundament, wirkt aber weniger roh und aggressiv – sie wird runder, harmonischer und etwas gezähmter. Die Rauchtextur ist dabei interessant: Die Zigarre entwickelt einen cremigen Rauch, erreicht aber nicht diese ölige oder seidige Eleganz mancher Premium-Zigarren. Sie bleibt kernig, tabakbetont und ehrlich. Ein spannender Punkt ist die Reaktion auf die Rauchtemperatur. Etwas wärmer geraucht zeigt sie eine andere Facette. Dann treten deutlicher Kaffee, Röstaromen und geröstete Haselnuss hervor. Die Zigarre gewinnt dadurch an Tiefe und bekommt eine fast ursprüngliche, wilde Tabakseite, die überraschend viel Spaß macht. Im letzten Drittel findet sie schließlich ihre Balance. Leder und Erde bilden weiterhin die Basis. Die anfänglich feuchte, rohe Erde verändert sich zu einer wärmeren und trockeneren Erdigkeit. Das Leder wird runder und weicher. Die Röstaromen entwickeln sich weiter und erinnern nun stärker an Kakao und Kaffee. Was mir besonders gefällt: Die Bohekio wird zum Ende hin nicht einfach nur stärker oder lauter, sondern tatsächlich harmonischer. Sie verliert etwas von ihrer anfänglichen Wildheit, ohne ihren Charakter aufzugeben. Bei der Verarbeitung gibt es Licht und Schatten. Der Zug ist hervorragend und liefert einen sehr angenehmen Rauchfluss. Der Abbrand war bei meinem Exemplar eher durchschnittlich, wobei äußere Einflüsse wie Wind beim Rauchen auf dem Balkon sicherlich eine Rolle gespielt haben. Beim sehr langsamen, kalten Rauchen zeigte sie außerdem eine leichte Tendenz zum Ausgehen. Etwas wärmer geraucht funktioniert sie für mich dagegen fast besser, weil dann ihre kräftigen Tabaknoten und Röstaromen richtig zur Geltung kommen. Fazit Die Bohekio Robusto ist keine Zigarre, die mich mit Eleganz oder perfekter Feinabstimmung überzeugt hat. Sie überzeugt auf eine andere Art: durch Charakter. Sie ist rustikal, ehrlich und manchmal etwas wild. Sie verlangt Aufmerksamkeit und belohnt den Raucher, der sich darauf einlässt. Gerade weil sie nicht sofort gefällig ist, bleibt sie im Gedächtnis. Eigentlich nicht ganz meine Welt – aber genau deshalb war sie spannend. Sie hat mich überrascht, beschäftigt und mir ein fast aufregendes Raucherlebnis geboten. Eine Zigarre mit Ecken und Kanten, die nicht jedem gefallen wird, aber definitiv Persönlichkeit besitzt. Gesamtbewertung: 88–89/100 Punkte Profil: Stärke: mittel bis mittelkräftig Charakter: rustikal, erdig, ledrig, tabakbetont Highlights: Entwicklung, Zug, ehrlicher Tabakcharakter Schwächen: Abbrand, etwas empfindlich bei langsamem Rauchen

