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Humidor Senoritas Kistchen

329 Einträge
Kommentar: Kleines feines Rauchvergnügen

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Don Diego Classic Special Edition Piramides extra

Length: 12.70Diameter: 2.14 Fabrication Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die ultimative Sanfte San Diego! Eine Vitola, die sich schon zum Morgentee genießen lässt: mit einer unglaublichen Milde, die einen Darjeeling gut ergänzt. Von vorn: ich habe mir gleich ein Kistchen davon geschenkt, und hatte den Spaß, eine farblich ungewöhnliche Kiste auszupacken. Retro? Schrille Farbkombi, und innen vierzehn bildschöne Belicosos im schimmernden Connecticut-Deckblatt. Der Decker ist seidig dünn, also Vorsicht beim Lösen der zweiten Bauchbinde. Makellose Verarbeitung, sehr gut gefüllt, ganz leicht stallig duftend. Bin gespannt, wie die nach einem Jahr im Humidor riechen. Glatter Cut und eine feine Süße im Kaltzug. Unter Feuer dann sanfte, weiche Aromen nach Walnuss, Zeder und gelben Früchten, sehr zurückhaltend, damit muss man erst einmal umgehen. Mit einem Begleitgetränk, das den Smoke nicht dominiert, wie einem Tee, entwickelt sich ein feines im Dichten, cremigen Rauch. Sehr langer Aschenstand mit fester Asche, die erst nach der Hälfte fallen will und einen sauberen Glutkegel freilegt. 45 Minuten stille Freude. Braucht Aficionadi, die Milde mögen. Auch ich liebe etwas mehr Wumms. Dennoch eine Kaufempfehlung.



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Paradiso by Ashton Guajiro (Lancero)
verifizierter Kauf

Length: 16.83Diameter: 1.83 Fabrication Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Diese schöne Lancero hat zwei Jahre bei mir im Humidor verbracht und erfreute mich über 90 Minuten mit einem mittelkräftigen aromatisch en Smoke. Gekleidet in eine klassische bunte Anilla, fiel mir das makellose Oscuro-Deckblatt sehr angenehm auf, die Vitola ist tadellos gemacht und prall gefüllt. Wegen der Länge mit V-Cut geschnitten und nicht bereut. Für das Zünden habe ich mir Zeit gelassen, bis die Glut komplett stand, und die Zigarre erstmal luften lassen. Die ersten Züge: schwarzer Kaffee und Leder, etwas Pfeffer drunter, um dann ihre Schokoseite zu präsentieren: Aromen von feiner zartbitterer Schokolade, sirupartige Süße, manchmal Sprengsel von Zitrusfrüchten drin. Alles in sehr weichem cremigen Rauch, den ich der langen Lagerung zugute halte. Die Asche stand ewig, nach vier cm habe ich abgeascht, um nichts zu riskieren, und hatte einen klassischen Glutkegel. Erfreulicherweise bleibt die Paradiso in ihrem Aromenspektrum stabil, spielt hier und da etwas Nussiges aus, oder auch getoastetes Brot, sehr lecker bleibend, so dass sich die ganze Strecke entspannt genießen lässt. Kaufempfehlung! Werde ich sehr gern wieder rauchen.



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Pipe Republic Pfeifentabak Manston 100g Dose
verifizierter Kauf

Als Probe bekommen, daher war der Tabak schon perfekt konditioniert für die Pfeife, eine filterlose Vauen mit kleinem Kopf. Der broken flake riecht ganz zart nach Kakao, leicht süß und bröckelt leicht. Gar nicht so einfach, den Kopf zu befüllen, aber dann: Feuer. Es braucht Zeit, bis der Tabak die Glut annimmt und hält, deshalb hier der Rat, nicht zu viel zu ziehen, um ihn nicht zu überhitzen. Dann kommen die Aromen von holländischem Kakao, Bittersüße, etwas Zimtiges, bisschen Muskat an den Gaumen, unaufdringlich und zart. Den Mundraum kleidet herber Kakao aus, mit einer Würze von Kräutern und Tabak, manchmal etwas nussig. Der Burley bespielt die komplette Geschmacksbühne, angenehm, aber nicht umwerfend für jemanden wie mich, die gern etwas Komplexeres in einem Tabak findet. Für Burleyfans ein Must have.



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A.J. Fernandez Blend 15 Robusto

Length: 12.70Diameter: 1.98

Ewig keine Fernández mehr verkostet, und ich weiß, welch hohen Qualitätsanspruch er an seine Produkte legt. Und dann eine Bundlezigarre? Na dann… Die 15 kommt einfach aus einer Qualitätsmanufaktur: tadellos gerollt, gut gefüllt, mit einem feinen weichen Kaltduft nach Moos und Honig. Mit V-Cut geöffnet und fast etwas minziges erschmeckt, sehr angenehm . Sie nimmt schnell sehr gut Feuer an, zweimal gezündet, steht die Glut messerscharf. Die ersten Züge haben mit Attacke von weißem Pfeffer und Minze meine Nasenschleimhaut lokal anästhesiert, echter Pfeffer-attack, der sich aber schnell löst. Die nächste 15 werde ich anzünden und sich erst mal entwickeln lassen. Pfeffer wurde weicher, verschwand nach fünf weiteren Zügen ganz, und dann darf es schon in die Genießerphase gehen: Die 15 bietet hier unerwartet eine breite fruchtig-würzige Palette von Zitrusfrüchten, deutlich Orange auf eine fein abgeschmeckten süßen Basis. Sie wird fast süffig im Aroma, in sehr weichem, mundfüllenden cremigen Rauch, mit Minze und Gras. Später steigt die Würze, geht in die Schokoladig-röstige Variante, das Nikotin bleibt moderat, so dass sie herrlich mildwürzig ausklingt. Das ist der Hit! Ein Glendronach mit Sherrytönen passt fein dazu. Der Abbrand ist perfekt, nix zu meckern, die Asche steht lang und fest bis zur Banderole. Ach so, die Anilla kündet in ihrer traditionellen Form davon, dass hier eine Qualitätszigarre zu einem unfassbaren preiswerten Format in Rauch aufgeht. Nur - und das die einzige Beanstandung: - man darf sie nicht einfach länger liegen lassen, dann geht sie aus und sperrt sich dem erneuten Entzünden etwas. Bin gespannt auf die Toro, und werde mir ein Bundle in den Humidor legen. Absolute Kaufempfehlung!



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Pipe Republic Pfeifentabak Westgate-on-Sea 100g Dose
verifizierter Kauf

Als Probe genossen und festgestellt, dass der WoS eine ganz eigene Vorstellung in der breiten Palette der hervorragenden Pipe-Republic-Serie gibt. Der Füllung bekommt eine gute halbe Stunde Lüften gut, dann lässt er sich leicht stopfen und kann sich in einem mittelgroßen Pfeifenkopf optimal entfalten. Schon der Duft der Mischung geht in eine wilde, würzige, herbe Richtung. Unter Feuer empfängt der Blend mit Erde, Röstaromen, Walnuss und pendelt sich dann in eine herbe Aromenlage aus Zartbitterschokolade, Kräutern mit einer fein balancierten Süße ein. Wild but mild, auch auf der Zunge. Etwas später im Abbrand gesellt sich eine komplexe Säure dazu, die den Smoke so richtig rund macht, etwas Salz, dann steht den Umami-Noten nichts mehr im Weg. Ein solcher Blend ist selten, gefällt mir in seiner wilden herben Art, und wird als Special in die Tabakbar einziehen. Der Abbrand ist perfekt, raucht sich bis zum letzten Krümel lecker und hinterlässt ein feines Aschehäufchen. Kann ich sehr empfehlen!



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Pipe Republic Pfeifentabak Pink Villa 100g Dose
verifizierter Kauf

Ich habe schon einige der Tabake aus der Pipe Republic-Serie genossen, und dieser hier setzt sich an die Spitze meiner Bewertungsliste. Warum auch immer der Tabak „Pink Villa“ heißt, wird das Geheimnis der Benden-Geschwister bleiben, denn sowohl der dunkel schwarze Black Cavendish als auch die die verwendete Blaubeere-Aromatik und der dunkle Latakia gehen farblich und geschmacklich in eine andere Kategorie. Die 100-Gramm-Dose ist üppig gefüllt für den Preis, und dem loose-Cut-Tabak tut ein mehrfaches Lüften gut, erst recht kurz vor dem Smoke, wenn er eine halbe Stunde atmen darf. Dann ist die perfekt geblendete tiefschwarze Mischung bereit für den Pfeifenkopf, am besten einen weiten Kopf, wie ich nach mehreren Tests erfahren habe. Er braucht Luft und Platz, um sich auch am Feuer zu entfalten, und dann wartet höchster Genuss für den Gaumen. Die Aromatisierung trifft sich raffiniert mit Cavendish und Latakia, also ob sie miteinander eine intensive Liason eingegangen sind. Einfach nur Blaubeere zu schmecken, ist viel zu wenig, da kommt die Pflaume im Speckmantel gebraten schon eher an den Eindruck ran, den der Pink Villa auf der Zunge macht: satte Aromen, trockenobst-beerig und umamiwürzig, rauchig, dann mal karamellige Süße, und das alles in dichtem mundfüllendem Rauch. Ein echter Genuss. Der Pink Villa brennt schön langsam und kühl ab, und kommt durch das lange Lüften auch nicht mehr ins Sottern. Im großen Morta-Pfeifenkopf glimmte er ausdauernd, ruhig und intensiv bis zum feinen Ende in weißer Asche. Vergleichbar hatte ich nur mal den Cherritz von Kleinlagel auf der Zunge, auch sehr gut. Den Pink Villa empfehle ich uneingeschränkt!



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Padilla Finest Hour OSCURO Toro

Length: 15.24Diameter: 1.98 Fabrication Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die mit zwei prächtigen Anillas geschmückte, sehr dunkle Toro ruhte fast zwei Jahre in meinem Humidor, weil ich immer auf die ‚finest hour‘, die besondere Stunde gewartet hatte, um sie zu genießen. Merke: ‚the finest hour‘ ist jetzt, an einem Freitag Abend nach einer furchtbar anstrengenden Woche, und sie passt gut! Schön sind Connecticut Broadleaf Deckblätter ja eher nicht, aber diese Vitola hatte reichlich Zeit, sich zu glätten und kam ganz entspannt aus dem Cellophan. Broadleaf Deckblätter werden ihrer inneren Werte wegen verarbeitet, und das heißt: viel an Aromen. Genau das liefert die Padilla schon im Kaltduft, eine intensive stallige Note, im Verein mit schwerer sirupartiger Süße und Schokolade. Dem 50er Ringmaß und ihrer Länge angemessen fand ich den V-Cut, und konnte bei perfektem Zug den Aromenmix von Süße, herber Schokolade und etwas Röstkaffee schmecken. Am Feuer geht die Finest Hour eher in die Richtung nach dickem Leder, erdwürzig, sehr süß. Sie zündet perfekt und brennt tadellos an. Die fast weiße Asche bildet einen prächtigen Kontrast zum dunklen Decker, die Asche steht lange. Der Mittelteil bietet nach dem ersten von zweimal Abaschen insgesamt eine breite Palette an Beerenaromen und Rosinen, unterlegt mit feinem Kakao, immer wieder Röstnoten. Und: der Pegel steigt stetig, was die Stärke angeht. Ich würde sie als kräftig einstufen. Der Rauch ist mundfüllend und hinterlässt ein buttriges Gefühl am Gaumen. Sehr angenehm. Im Schluss verdichten sich die Aromen ins Würzige hinein, wie Lebkuchen, Zartbitterschokolade, Marshmallows und Erde. Manchmal dauert eine ‚finest hour‘ eben 70 Minuten. Für den Preis finde ich das empfehlenswert.



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Arturo Fuente Don Carlos Reserva Superior Robusto

Length: 12.70Diameter: 1.91 Fabrication Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Der pure Genuss. Gefühlt habe ich noch nie eine so gut gemachte Zigarre verkostet. Die Beschreibung des enormen Aromenreichtums dieser Vitola aus dem verwendeten Cameroon-Deckblatt habe ich am Rande wahrgenommen, aber was das heißt, erst im Smoke staunend erlebt. Von vorne: Die Don Carlos Reserva war ein Geschenk, und hat sicher über ein Jahr im Humidor auf den Tag gewartet, dass ich sie würdige. Als ich sie dann aus dem Cellophan schälte, war es ein normaler Freitagabend, und so ging ich völlig entspannt und erwartungslos an den Smoke ran. Toller klassischer Ring für eine Dominikanerin, goldgeprägt auf Spezialpapier, sehr passend. Das schon erwähnte Deckblatt duftete leicht stallig und süß würzig, im Kaltzug nach V-Cut gab es eine Mischung aus Milchcafe und zarten Eukalyptusnoten. Die Verarbeitung war makellos, die Zigarre sehr gut gefüllt und gewichtig in der Hand. Überraschung nach dem geduldigen Anfeuern: kein Pfefferblast, sondern ein ganz sanfter weicher Start mit Kaffee, vanilliger Süße und einer Spur Chili auf der Zunge. Der Zugwiderstand war mustergültig, und so blieb mir, für eine gute Stunde ohne jede Einschränkung zu genießen. Immer waren zwei, drei Aromen im Vordergrund wie Zedernholz und Nuss im sehr cremigen Rauch, und dazwischen gab es unterhaltsame geschmackliche Einsprengsel von Orange, Eukalyptus, Himbeere, dann wieder was Fleischiges, es war keinen Moment langweilig. Der Abbrand war messerscharf, die Asche stand weißgrau und fest über 3cm bis zum ersten Abaschen, und dann habe ich am Schluss, während sich die Aromen weiter würzig verdichteten, den Ring abgenommen und bis zum Nub genossen. Selten so fein abgestimmte Aromen erlebt, komplex und genau definiert, als ob die Zigarre einem inneren Programm folgt, das in jedem Zentimeter etwas Neues bringt. Teuer. Aber hier stimmt alles. Sehr, sehr empfehlenswert“



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Zino Nicaragua Stimmungsbild
verifizierter Kauf

Length: 10.16Diameter: 2.06 Fabrication Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Lifestyle-Ausgabe von Zino? Dominikanisches Understatement? Wer die knallige Anilla sieht, die viel zu locker auf dem Torpedo sitzt, denkt an die Volksvitola unter den Davidoffs. Damit sei mein markantester Kritikpunkt schon abgehakt. Diese Zigarre braucht ein edleres Outfit, das zu ihren äußeren und inneren Werten passt. Das Format ist handwerklich perfekt gerollt. Beim Schneiden reißt und krümelt nichts, das seidige Connecticut Deckblatt macht schon was her. Kalt kommt von ihr viel Süße und sanfter Zedernduft rüber. Am Feuer empfängt sie den Gaumen mit etwas weißem Pfeffer, Süße, bisschen Lakritz, später in Marshmallows übergehend. Der Smoke ist erstaunlich sanft zum Gaumen, nie bissig, nie scharf, unendlich weich und süß. Die Zino ist eine mildwürzige Zigarre, die erst zum Schluss ein wenig stärker wird, und selbst das in Karamell und Milchkaffee packt. Nichts auf Dauer für mich, so viel Milde ist too much, aber sie wird ihre Freunde finden. Der Abbrand ist jedenfalls mustergültig. Kann gut sein, dass die Toro sehr viel mehr Aroma rüber bringt. Einfach probieren.



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Parcero Robusto
verifizierter Kauf

Length: 12.70Diameter: 1.98 Fabrication Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Habe mich sehr mit der Parcero angefreundet: makelloses Deckblatt, samtig ohne Zähnchen, fruchtig-würzig duftend, kommt die Parcero mit einer farbenfrohen Anilla und schützender Fußbinde gut an. Die Vitola liegt gewichtig in der Hand und ist gut gefüllt. Mit V-Cut geöffnet, und leichte Zedernaromen im Kaltzug wahrgenommen. Am Feuer zeigt sich die Parcero zunächst erdig, mit Espressotönen und einem fast zu leichten Zug. Das ändert sich nach 1cm, dann stimmt der Widerstand beim Smoke auf Genießen ein. Die Rauchentwicklung ist enorm, lässt sich durch feine Züge aber gut steuern, ehe die Nachbarn auf die Barrikaden gehen. Die sollen ja Parceros bleiben.. Die Dominikanerin mit einer aufregenden Mischung aus Decker, Umblatt und Wickel verschiedener südamerikanischer Länder spielt diesen bunten Mix auch am Gaumen aus. Ich freue mich an kräftigen fruchtigen Beerenaromen, am Milchkaffee und Muskat, viel Kakao mit etwas feiner Säure drunter. Die Asche steht fest und ist weiß, langer Aschenstand. Diese Zigarre macht einfach Spaß! Sehr empfehlenswert.



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Manil Tabac Semois La Reserve du Patron 90g Pouch
verifizierter Kauf

Der Feinschnitt von Vincent Manils Semois kommt in einer ungewöhnlichen Verpackung, mit Goldpappe zum festen Ziegel gefaltet, ins Haus. Leider haben die Tugendwächter der Tabakprävention ihre Warnschilder gleich zweifach dorthin geklebt, wo der schön oldfashioned gestaltete Aufkleber des Herstellers ist. Sanft abgeknibbelt, freue ich ich mich an der ungewöhnlichen Gestaltung, die ja den frühen 70er zu kommen scheint. Der Tabak selbst drängt so ungebärdig aus der Verpackung wie die Mähne seines Blenders, sehr schmal, aber nicht zu fein geschnitten, in allen Brauntönen. Er liegt leicht in der Hand, und kommt ungewöhnlich trocken an, knistert fast zwischen den Fingern, riecht etwas strohig. Den Großteil fülle ich in einer Tabakdose um, und ein Teil mit Befeuchterpad in ein Glas, um zu testen, ob der drüsche Ardennentabak etwas geschmeidiger wird. Meine Erfahrungen unter Feuer: Erster Durchgang im kleinen Falcon-Pfeifenkopf, lässt sich gut stopfen, flammt sofort an. Die Nase wähnt sich am offenen Feuer nahe einer Verbrennungsanlage, der Gaumen empfängt ungebremst strenge Tabakwürze, trockene Säure, bissigen Rauch wie bei verbranntem Holz. Burley, sonst nichts. Die nächsten Züge, sehr viel vorsichtiger genippt, sprechen von Würzkraut, starken Kräutern, bis sich ein kräftiges Walnussaroma durchsetzt. Etwas zigarriges kommt mit. Gleichzeitig merkt man, wieviel Nikotin der Semois an die Geschmacksnerven leitet, und ist dankbar für ein gutes Abendessen. So geraucht, hätte nicht einmal ein Laphroig eine geschmackliche Chance. Der Semois brennt tadellos runter und hinterlässt nur etwas Staub. Und eine trockene Kehle. Fazit: Interessanter Tabak, aber nicht mehr ohne Filter. Der zweite Versuch in einer gefilterten Rattray kommt etwas gebändigter an die Sinne, liegt aber auch auf der Skala der kräftigen Tabak weit oben. Hier differenzierten sich die Aromen etwas, auf der breiten Würzebasis kommen einzelne Aromen von Pistazie, Mandel und Walnuss immer wieder durch. Nikotin bleibt hoch. Mich erinnert das an das Verkosten von sehr puristischen Tabaken wie dem Amsterdamer Rooktabak oder dem belgischen Schippers; ein Tabak, eine Geschmacksrichtung, sonst nichts. Für meinen Geschmack, der es gerne komplexer hat, und obwohl ich viel an nicht aromatisierten Tabken genieße, schon eine echte Herausforderung. Den dritten Anlauf mit dem Semois finde ich letztlich zufrieden stellend in der Mischung. Als Beigabe zum einem Caledonian Highland in der Pfeife oder als einzelne Einsprengel im Stopftabak für eine Zigarette findet der Semois für mich zu einer Bühne, die passt: hier darf er auffallen, mal bissig, mal nussig auf der Zunge tanzen, hier heizt er die Verbrennung im Pfeifenkopf erstaunlich an und führt alles feiner Asche zu. In die Zigarette eingestreut, sorgt er für einen extrem langen Aschestand, den ich so noch nie hatte. Wird kein Dauergast, ist aber probierenswert. Der Preis für 30 Gramm hält sich in üblichen Grenzen, aber ein Sharing des 90-Gramm-Barrens unter mehreren experimentierfreudigen Rauchern empfehle ich doch.



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Vauen Pfeifentabak Himalaya (TAB 9) 50g Dose
verifizierter Kauf

Obwohl als Probe noch im Tütchen, und zusätzlich in einem Glas aufbewahrt, kommt der Vauen Himalaya noch sehr feucht an die Pfeife. Der Kaltduft ist erfreulich blumig, süßlich, maßvoll aromatisiert . Eine Viertelstunde Lufttrocknen hilft, die Mischung aus verschiedenen Schnitten gut in Kügelchen in den großen Pfeifenkopf einzubringen. Die noch vorhandene Restfeuchte erfordert Mehrfaches, aufmerksames Zünden, dann ist die Glut da, sollte aber im Auge behalten werden. Sehr weiche, sanfte Aromen nach süßem Virginatabak und Hibiskus streifen die Zunge, Honignoten und etwas Beeren machen den Geschmack sehr schön rund. Der Rauch kommt verhalten, aber dicht mit vielschichtigen Aromen, und der Spritzer Zitrone tut dem Ganzen abrundend sehr wohl. Hier ist langsames Genießen, nippen angesagt, um den Abbrand kühl und mild zu halten. Der Tabak brennt zügig ab, und hinterlässt kaum Krümel in der Pfeife. Habe ich genossen!



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La Regenta Robusto

Length: 12.07Diameter: 1.98 Fabrication Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Diese Zigarre hätte ich mir selbst nie gekauft, aber als Geschenk eines Freundes, der Rauchwaren von den Canaren mit ihrem guten PLV schätzt, nun probiert. Die Regenta ist ein schön gearbeiteter Robusto mit einen etwas rustikalen Connecticut-Deckblatt, wirkt sehr leicht in der Hand, und verströmt vor allem eine feine Süße am Körper und im Kaltzug. Da mir schwante, dass eine leichte Vertreterin ihrer Branche ist, habe ich mit vollem Cut geöffnet. Sie empfängt mit freundlichem honigsüßen Rauch, cremig und mit einem Hauch Kakao. Das tut sie auch zwanzig Minuten später noch, wenn die etwas flakige Asche nach 3cm zu fallen droht. Dabei luftet sie, aber auch das gibt den sehr sanften, feinwürzigen Aromen nach Süße, Zeder und Kakao keine Steigerung. Die Regata ist sicher eine milde, zuverlässige Begleiterin beim ersten Milchkaffee des Tages. Von einem leichten Schiefbrand abgesehen, tut sie das, was sie soll. Ein sahniges Mundgefühl bleibt. Immerhin.



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Padron 1964 Anniversario Principe Maduro

Length: 11.43Diameter: 1.83 Fabrication Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine der stärksten Zigarren, die ich je geraucht habe. Hervorragend verarbeitet, makelloses Maduro-Deckblatt mit eher herber Süße in der Nase, sehr gut gerollt und gefüllt. Mit V-Cut geöffnet und angefeuert, startet die 1964er Padron sofort mit einem heftigen Pfeffer- und Leder-Boost, starker Auftakt, der einen mit jedem Zug vorsichtiger ziehen lässt. Eine kräftige Zigarre. Ein gutes Essen vorher ist empfehlenswert, denn die Stärke bleibt im Verlauf erhalten, wenn auch der Pfeffer mal von Beerenobst, Süße und etwas Gras gemildert wird. Mit ihrer enormen Rauchentwicklung ist die Padron kein Leisetreter, und auch im Raumduft eher herausfordernd. Am besten fand ich den Mittelteil, der mit herber Schokolade, Kakaonoten und schwarzem Kaffee sozusagen die Herrentorte an den Gaumen bringt. Schöne, feststehende Asche, die weich pulverig fällt und einen sauberen Glutkegel freilegt. Hervorragende Zigarre, too much for me in der Stärke.



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HU Tobacco Pipe Enthusiasts Germany Night Owl 50g
verifizierter Kauf

Als bekennende Nachteule unter Tabakliebhabern musste ich diese Dose einfach kaufen, mit der Idee: einen schönen, runden, komplexen Tabak für die letzte Pfeife des Tages zu rauchen. Das Dosenmotiv gefällt mir, dann ging es ans Öffnen, und meine Nase schrak zurück: der Duft, der zuerst rauskam, hatte vor allem mit vergammeltem alten Käse zu tun, leicht säuerlich-ranzig. Und das soll ich rauchen? Ich habe die Dose eine Stunde offen stehen lassen, dann hatte sich der erste Eindruck in Aerosole aufgelöst, und einem breiten, tabakwürzigen Wohlgeruch mit viel Malz und etwas Süße wie Waldhonig Platz gemacht. Der Schnitt ist grob, wie broken flake, lässt sich mit den Fingern auflockern, und gut in die Pfeife einbringen. Trotz der Stunde an der frischen Luft dauerte das Entzünden der Glut etwas länger, dann brannte der Night Owl gutmütig und satt ab. Schöne, dichte Rauchentwicklung, und der würzige Eindruck kommt mehr auf der Zunge als in der Nase zur Geltung. Die verwendeten Tabake haben sich ziemlich dicht vermählt, so dass was Neues entstanden ist, das mal ein bisschen Periquesäure zeigt, mal Burleynussiges, mal Kentucky-röstiges, immer in einem sehr malzigen Rahmen . Für eine zweite Pfeife mit der/dem Night Owl habe ich eine Reverse Calabash gewählt. Der Effekt beim Öffnen der Dose war wiederum der käsige Flash, also habe sie erneut eine Stunde lüften lassen, ehe es an den Smoke ging. Diesmal mit einem Weißburgunder als Begleitung, der geschmacklich ziemlich einknickte vor der vollen, kräftigen, komplexen Aromatik der Night Owl. Ein torfiger Malt könnte es besser machen. Ich bin gespannt um die Entwicklung, werde die Dose erstmal lagern und ab und zu wieder lüften. Kein Tabak für jede Nase, schon sehr speziell, aber hochinteressant.



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