Erstellen Sie einen Personal Humidor und behalten Sie die Übersicht über Ihre bereits gerauchten Zigarren und Tabake!
Length: 12.70Diameter: 2.14
TAF
Die Drew Estate Factory Smokes Sun Grown Robusto ist sauber verarbeitet und zeigt nur wenige gröbere Blattadern. Die Oberfläche ist überwiegend glatt und fühlt sich leicht ledrig an. Für eine Zigarre aus dem günstigen Preissegment macht sie damit einen absolut ordentlichen Eindruck. Als Deckblatt kommt ein nicaraguanisches H-2000 Sun Grown zum Einsatz. Umblatt und Einlage stammen dagegen aus Indonesien. Auch die Anilla folgt dem bekannten Design der Factory-Smokes-Serie. Bei der Sun Grown ist die Anilla in Blau gehalten. Schlicht, aber mit einem guten Wiedererkennungswert innerhalb der Serie. Der Kaltgeruch ist überwiegend holzig und erdig mit einer leicht würzigen Tabaknote. Im Hintergrund zeigen sich etwas Heu und eine dezente natürliche Süße. Beim Kaltzug stehen trockenes Holz und eine leicht nussige Note im Vordergrund. Dazu kommen etwas Erde und eine feine Würze, die bereits einen etwas herberen Smoke ankündigt. Die Factory Smokes Sun Grown startet mit Holz, feiner Würze und Erde. Dazu kommen dezente Röstaromen und ein leicht herber Einschlag. Das nicaraguanische Sun-Grown-Deckblatt macht sich für mich dabei deutlich bemerkbar. Die Zigarre besitzt eine angenehm kräftige Grundwürze, ohne direkt scharf zu werden. Im Hintergrund liegt eine diffuse Süße, die den eher trockenen und herben Grundcharakter etwas abfedert. Auch eine gewisse Cremigkeit ist vorhanden, fällt für mich aber eher mäßig aus. Der Smoke wirkt dadurch nicht besonders weich oder süßlich, sondern behält seine würzig-rustikale Ausrichtung. Im weiteren Verlauf bleibt das Geschmacksbild relativ geradlinig. Holz und Erde bilden weiterhin die Basis, während die Röstaromen und die herbere Würze für etwas Abwechslung sorgen. Große geschmackliche Entwicklungen sollte man hier nicht erwarten. Dafür bleibt das vorhandene Aromaprofil angenehm und unkompliziert. Auch technisch gibt es bei meinem Exemplar wenig zu beanstanden. Die saubere Verarbeitung setzt sich beim Rauchen fort und macht die Factory Smokes Sun Grown zu einem unkomplizierten Smoke. Gerade in dieser Preisklasse ist für mich ohnehin entscheidend, dass eine Zigarre zuverlässig funktioniert und dabei geschmacklich etwas zu bieten hat,... und genau das erfüllt sie. Die Drew Estate Factory Smokes Sun Grown Robusto ist für mich eine unkomplizierte Alltagszigarre mit einem eher würzigen, holzig-erdigen und leicht herben Charakter. Etwas Röstaromatik, eine diffuse Süße und eine moderate Cremigkeit runden das Ganze ab. Im direkten Vergleich zur von mir bereits gerauchten Factory Smokes Shade Robusto gefällt mir der Unterschied der beiden Deckblätter. Die Shade empfand ich mit Zeder, Nuss und ihrer ausgeprägteren cremigen Süße als milder, weicher und ausgewogener. Die Sun Grown geht dagegen stärker in Richtung Würze, Erde und herbere Holzaromatik und wirkt dadurch etwas rustikaler. Beide erfüllen für mich grundsätzlich denselben Zweck als günstiger und unkomplizierter Allday Smoke,... geschmacklich würde ich persönlich aber zur Shade greifen, wenn ich es cremiger möchte, und zur Sun Grown, wenn mir nach etwas mehr Würze und herberen Aromen ist. Eigener Merker: 7/10.
Length: 10.16Diameter: 1.67
TAF
Die Rosa Nicaragua Jalapa Perla kommt im kompakten 4x42-Format mit einer Länge von 10,16cm und einem Durchmesser von 1,67cm daher. Beim Blend bleibt man der bekannten Jalapa-Linie treu: Deckblatt und Umblatt stammen aus Indonesien, während für die Einlage nicaraguanische Tabake aus Condega, Estelí und Jalapa verwendet werden. Es handelt sich um eine vollständig von Hand gefertigte Zigarre mit gerissener Einlage. Gefertigt wird sie bei Casa de Alegria S.A. in Estelí. Das indonesische Deckblatt macht einen rustikalen, aber ordentlich verarbeiteten Eindruck. Die eher schlichte Anilla passt zum unkomplizierten Auftritt der Rosa Nicaragua. Der Kaltgeruch fällt eher dezent aus. Am Fuß kommen etwas Heu, Holz und eine feine würzige Tabaknote zum Vorschein. Auch der Kaltzug geht in eine heuige und leicht holzige Richtung. Bereits hier fällt bei meinem Exemplar allerdings ein etwas zu hoher Zugwiderstand auf. Geschmacklich startet die Jalapa Perla angenehm und unkompliziert. Zedernholz und Erde bilden die Basis, begleitet von einer dezenten Kaffee- bzw. Röstaromatik. Nach kurzer Zeit entwickelt sich eine feine natürliche Süße, die gut zum eher milden Grundcharakter der Jalapa passt. Dazu kommen nussige Nuancen und eine leichte Cremigkeit. Gerade die Verbindung aus Holz, Erde, Nuss und Süße gefällt mir. Die Zigarre besitzt ausreichend nicaraguanische Würze, wird dabei aber nicht unnötig kräftig. Das passt auch zum grundsätzlichen Charakter der Jalapa-Serie, die bewusst zu den milderen und aromatischeren Rosa-Nicaragua-Varianten gehört. Das indonesische Deckblatt soll dabei insbesondere zur natürlichen Süße beitragen. Im weiteren Verlauf wird die Holzaromatik etwas deutlicher. Stellenweise erinnert sie mich weniger an trockenes Zedernholz und mehr an leicht feuchtes Holz, begleitet von erdigen und nussigen Nuancen. Die Perla bleibt dabei relativ ausgewogen und entwickelt gegen Ende etwas mehr Würze und Kraft, ohne ihren insgesamt zugänglichen Charakter zu verlieren. Fazit: Hier gibt es bei meinem Exemplar einen Kritikpunkt: Der Zug war mir etwas zu straff. Die Zigarre ließ sich zwar problemlos rauchen, der höhere Widerstand hat den Smoke für mich aber etwas gebremst. Gerade bei einem kleinen 42er Ringmaß macht sich eine straffere Rollung natürlich schnell bemerkbar. Davon abgesehen zeigte die Perla ein ordentliches Rauchverhalten und passt damit gut zum unkomplizierten Charakter der Serie. Die Rosa Nicaragua Jalapa Perla bietet für aktuell 2,40 € erstaunlich viel. Geschmacklich bekomme ich genau die Richtung, die mir bereits von der Jalapa-Serie gefällt,... Holz, Erde, Nuss, etwas Kaffee und eine angenehme natürliche Süße, ohne dass der kleine Stick unnötig kräftig wird. Interessant ist für mich vor allem der Vergleich zu meiner bereits gerauchten Rosa Nicaragua Jalapa 460 (4x60). Durch ihr enorme Ringmaß wirkte die 460 auf mich noch runder und entwickelte dieses besondere Zusammenspiel aus feuchtem Holz, Moos, Nadelwald und Walnuss, das mich damals wirklich überrascht hat. Die deutlich schlankere Perla 4x42 wirkt auf mich etwas direkter und kompakter in ihrer Aromatik. Sie bringt den bekannten Jalapa-Charakter gut rüber, erreicht für meinen Geschmack aber nicht ganz die besondere Komplexität und dieses ausgeprägte „Nadelwald-Feeling“ der 460. Dazu kommt bei meinem Exemplar der etwas zu straffe Zug, der den Gesamteindruck ein wenig schmälert. Trotzdem: Für 2,40 € ist die Perla ein kleiner, angenehm aromatischer Smoke mit einem wirklich guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die 460 bleibt für mich geschmacklich die interessantere Jalapa, aber die Perla ist eine schöne Alternative, wenn es kompakter und etwas direkter sein soll. Eigener Merker: 8,5/10.
Length: 12.70Diameter: 2.06
TAM
Die La Chaveta Black im Robusto-Format trägt ein nicaraguanisches Criollo-Deckblatt mit Maduro-Eigenschaften. Das Deckblatt meines Exemplars besitzt eine feine Struktur mit relativ dezenter Aderung und ist insgesamt sehr sauber verarbeitet. Auch beim restlichen Blend bleibt die Black vollständig nicaraguanisch: Umblatt und Einlage stammen ebenfalls aus Nicaragua. Typisch für La Chaveta sind die Pigtails an Kopf und Fuß. Die gefallen mir nicht nur optisch, sondern machen die Vorbereitung auch herrlich unkompliziert: Beide Pigtails einfach abdrehen und schon ist die Zigarre bereit. Ein Cutter oder Bohrer ist nicht notwendig und auch am Brandende entsteht eine ausreichend große Fläche zum direkten Anzünden. Optisch fällt natürlich auch die großzügige Anilla ins Auge, die man bereits von den größeren Formaten der La Chaveta White kennt. Eigentlich wirkt sie fast schon überdimensioniert, trotzdem passt sie für mich erstaunlich gut zur La Chaveta. Die Anilla ist sauber verarbeitet und verleiht der Zigarre einen hohen Wiedererkennungswert. Der Kaltgeruch zeigt sich würzig und erdig. Dazu kommen dunkles Holz und eine leicht stallige Tabaknote. Im Hintergrund meine ich bereits etwas Kaffee bzw. Röstaromatik wahrzunehmen. Beim Kaltzug stehen Holz und Erde im Vordergrund, begleitet von einer leicht nussigen Nuance und etwas Würze. Geschmacklich startet die Black Robusto mit Hickoryholz, deutlich wahrnehmbarer Erde und etwas Espresso. Dazu kommt eine minimale Note von schwarzem Pfeffer, die sich rein aromatisch bemerkbar macht. Sie erzeugt weder ein Prickeln auf der Zunge noch eine wirkliche Schärfe. Die pikante Chili-Schärfe, die ich bei der kleineren Black Minuto wahrgenommen habe, bleibt hier aus. Der Charakter des nicaraguanischen Criollo kommt für mich dabei schön zur Geltung. Die Zigarre zeigt eine typisch erdige, würzige und tabakbetonte Aromatik mit einer natürlichen Tabaksüße. Trotz der Maduro-Eigenschaften des Deckblatts geht sie dabei nicht in eine besonders schwere oder übermäßig kräftige Richtung. Die Röstaromen bleiben relativ zurückhaltend. Espresso ist zwar vorhanden, spielt aber eher eine Nebenrolle. Im Mittelpunkt stehen für mich Hickoryholz, Erde und die eigentliche Tabakaromatik. Dazu entwickelt die Robusto eine schöne Cremigkeit, die zusammen mit der Tabaksüße für ein angenehm rundes Gesamtbild sorgt. Gerade dieser Kontrast zu den dunkleren Aromen gefällt mir ausgesprochen gut. Im weiteren Verlauf bleibt die Black Robusto ihrer Grundrichtung weitgehend treu. Die erdig-holzige Basis bleibt erhalten und die dezente Würze fügt sich harmonisch ein. Große geschmackliche Sprünge macht sie dabei nicht. Das stört mich allerdings wenig, denn das vorhandene Aromaprofil wirkt ausgewogen, rund und angenehm zugänglich. Gerade im Robusto-Format gefällt mir, dass die Black trotz ihres dunkleren Criollo-Deckblatts nicht zu kräftig oder scharf wird. Sie besitzt ausreichend Würze und Charakter, lässt sich aber trotzdem sehr entspannt rauchen. Die La Chaveta Black Robusto gefällt mir besser als die kleinere Black Minuto. Die geschmackliche Verwandtschaft ist deutlich erkennbar, im größeren Robusto-Format empfinde ich die Aromen aber als milder, runder und zugänglicher. Während die Minuto eine pikante Chili-Schärfe entwickelte, bleibt die Robusto deutlich sanfter und zeigt schwarzen Pfeffer lediglich als dezente aromatische Würze. Auch der Vergleich zur La Chaveta White Robusto ist interessant. Die White empfand ich mit ihrem Connecticut-Shade-Deckblatt insgesamt heller und etwas verspielter. Neben Holz und Erde zeigte sie cremige Süße und diesen besonderen minzig-kräuterartigen Einschlag, später ergänzt durch Kakao, Nuss und Toast. Die Black wirkt dagegen erdiger, tabakbetonter und stärker vom typischen Criollo-Charakter geprägt. Beide Robustos haben damit für mich ihren eigenen Reiz. Die White geht in die hellere und etwas abwechslungsreichere Richtung, während die Black mit ihrer erdig-würzigen Aromatik und ihrem insgesamt dunkleren, aber dennoch angenehm zugänglichen Charakter punktet. Von den beiden bisher von mir gerauchten Black-Formaten ist die Robusto klar mein Favorit. Eigener Merker: 8,5/10
Length: 10.16Diameter: 1.19
TAM
Die La Chaveta Black Minuto macht trotz ihres kleinen Formats einen sehr ordentlich verarbeiteten Eindruck. Das dunkle Deckblatt ist ein nicaraguanisches Criollo mit Maduro-Eigenschaften. Es ist sauber aufgebracht und verleiht dem kleinen Stick auch haptisch einen kräftigen, rustikalen Charakter. Unter dem Criollo-Deckblatt befindet sich ein nicaraguanisches Umblatt. Auch bei der Einlage bleibt La Chaveta vollständig in Nicaragua und verwendet eine Mischung aus Tabaken der drei bekannten Anbauregionen Condega, Estelí und Jalapa. Verziert wird die Zigarre von einer kleinen, schlichten Anilla, die sich angenehm zurückhält und gut zum Minuto-Format passt. Besonders charakteristisch sind die Pigtails an Kopf und Fuß. Die gefallen mir nicht nur optisch, sondern machen die Vorbereitung auch herrlich unkompliziert: Beide Enden einfach abdrehen und schon kann es losgehen. Die dabei entstehende kleine Öffnung am Kopf reicht für einen angenehmen Zug vollkommen aus. Ein Cutter oder Bohrer ist damit nicht notwendig. Der Kaltgeruch ist würzig und erdig. Dazu kommen dunkles Holz und eine leicht stallige Tabaknote. Im Hintergrund meine ich bereits etwas Kaffee bzw. Röstaromatik wahrzunehmen. Der Kaltzug fällt ebenfalls würzig aus. Holz steht im Vordergrund, begleitet von Erde und einer leicht nussigen Nuance. Dazu kündigt sich bereits eine dezente Pfefferwürze an. Die Black startet direkt würzig und mit relativ dunklen Aromen. Besonders deutlich bekomme ich Hickoryholz, begleitet von Espresso und etwas Erde. Dazu kommt eine pfeffrige Schärfe, die mich eher an eine pikante Chili-Würze als an reinen schwarzen Pfeffer erinnert. Gerade diese Kombination gibt dem kleinen Format ordentlich Charakter. Die kräftige Röstaromatik des Espressos passt sehr schön zum Hickoryholz und der erdigen Basis. Im weiteren Rauchverlauf wird die Black etwas gesetzter. Die anfängliche Schärfe integriert sich zunehmend besser, während Holz, Espresso und Erde den Grundcharakter bestimmen. Eine ausgeprägte Süße steht für mich nicht im Vordergrund. Die Black lebt vielmehr von ihren dunklen Röstaromen und ihrer kernigen Würze. Auch technisch macht die La Chaveta Black Minuto einen sehr guten Eindruck. Die Vorbereitung über die beiden Pigtails funktioniert problemlos und die saubere Konstruktion setzt sich beim Rauchen fort. Für einen so kleinen Stick lässt sie sich angenehm unkompliziert genießen. Die La Chaveta Black Minuto ist ein kleiner Stick mit überraschend viel Charakter. Hickoryholz, Espresso und Erde bilden eine dunkle Basis, zu der die pikante Pfeffer-/Chili-Würze sehr gut passt. Besonders interessant finde ich den Vergleich zur La Chaveta White Minuto, weil hier dasselbe Format zwei ziemlich unterschiedliche Seiten zeigt. Die White empfinde ich mit ihrer Nussigkeit, Cremigkeit und feinen Süße als runder und ausgewogener. Die Black ist dagegen dunkler, kerniger und deutlich würziger. Damit haben beide für mich ihren eigenen Reiz: White, wenn es cremiger und harmonischer sein soll,... die Black, wenn ich Lust auf dunklere Aromen und mehr Würze habe. Eigener Merker: 8/10
Length: 15.56Diameter: 2.06
TAM
Die Nish Patel Xen Torpedo wird in Nicaragua hergestellt. Das Deckblatt stammt aus Ecuador und ist ein Connecticut-Deckblatt, das für die seidige Oberfläche und die eher milde, cremige Grundcharakteristik sorgt. Das Umblatt stammt aus Nicaragua und bringt etwas mehr Würze und Struktur in den Blend. Bei der Einlage hält sich Nish Patel, beziehungsweise Rocky Patel mit konkreten Angaben zurück. Die verwendeten Fülltabake werden als proprietärer Blend geführt und sind nicht öffentlich aufgeschlüsselt. Das Deckblatt wirkt mittelbraun, relativ glatt und leicht ölig. Die Zigarre macht insgesamt einen sauber verarbeiteten Eindruck. Durch das Torpedo-Format liegt sie angenehm in der Hand und wirkt kompakt und gleichmäßig gefüllt. Die Verarbeitung meines Exemplars war absolut in Ordnung. Die Anilla finde ich besonders interessant. Sie hebt sich optisch deutlich von vielen klassischen Zigarren-Banderolen ab. Vor allem die asiatisch angehauchte Optik gefällt mir. Das Design wirkt für mich etwas exotisch und ungewöhnlich und gibt der Zigarre einen eigenen Wiedererkennungswert. Gleichzeitig ist die Anilla nicht völlig überladen, sondern passt für mich gut zum Gesamtauftritt der Zigarre. Beim Kaltgeruch nehme ich bereits Tabak, Holz und eine leichte Nussigkeit wahr. Dazu kommt eine dezente Kaffeenote und etwas Würze. Der Kaltgeruch macht einen angenehm milden und gleichzeitig aromatischen Eindruck. Im Kaltzug bestätigen sich die ersten Eindrücke. Vor allem Nuss und Kaffee kommen bereits schön zur Geltung. Dazu etwas Holz und eine leichte natürliche Süße. Der Zug ist bei meinem Exemplar angenehm und passend zum Format. Die Zigarre startet mild und cremig. Schon zu Beginn stehen geröstete Nüsse und Kaffee deutlich im Vordergrund. Dazu kommen etwas Zedernholz und eine leichte Würze. Der Pfeffer hält sich zunächst eher zurück. Was mir gefällt, ist die Kombination aus der milden Grundstärke und den trotzdem vorhandenen würzigen Aromen. Im zweiten Drittel wird die Würze etwas deutlicher. Die Kaffeenoten bleiben präsent und verbinden sich mit Nuss, etwas Kakao und Holz. Dazu kommt eine leichte Pfeffernote, die der Zigarre etwas mehr Charakter gibt. Für mich ist das der interessanteste Abschnitt, weil die Zigarre trotz ihrer milden Stärke geschmacklich nicht langweilig wird. Im letzten Drittel wird die Zigarre etwas kräftiger und würziger. Jetzt treten Kaffee und geröstete Nüsse noch einmal deutlich hervor. Dazu kommen mehr Holz und etwas Erde. Die Pfeffernote nimmt ebenfalls etwas zu, bleibt aber angenehm. Die Zigarre wird dadurch zum Ende hin intensiver, ohne ihren grundsätzlich milden Charakter komplett zu verlieren. Die Nish Patel Xen Torpedo hat mir insgesamt gut gefallen. Was mir besonders aufgefallen hat, sind die nussigen Noten und der Kaffee, die klar zu den prägenden Aromen der Zigarre gehören. Dazu kommt eine schöne Würze, die dafür sorgt, dass die Zigarre trotz ihrer milden Stärke nicht langweilig wirkt. Auch die asiatisch wirkende Anilla finde ich gelungen. Sie ist für mich interessant und etwas ungewöhnlich und gibt der Zigarre optisch einen eigenen Charakter. Eigener Merker: 7/10
Length: 12.70Diameter: 2.18
TAM
Die Balmoral Puro Dominicana Rothschild Masivo ist mit 6,90 € pro Stück preislich durchaus interessant. Das Format liegt bei etwa 12,7 cm Länge und 55er Ringmaß, ist als Longfiller gefertigt und wird als mittelkräftig beschrieben. Alle verwendeten Tabake stammen aus der Dominikanischen Republik – es handelt sich also tatsächlich um einen Puro Dominicana. Als Deckblatt wird Vega Especial angegeben. Optisch macht die Rothschild Masivo zunächst einen ganz ordentlichen Eindruck. Das dominikanische Deckblatt ist mittel- bis dunkelbraun und wirkt relativ gleichmäßig. Die Oberfläche fühlt sich leicht trocken, aber nicht unangenehm an. Einige Adern sind sichtbar, insgesamt finde ich die Optik aber durchaus passend für die Preisklasse. In der Hand fühlt sie sich kompakt und ordentlich gefüllt an. Die Verarbeitung macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Die Anilla ist klassisch im Balmoral-Stil gehalten. Sie passt optisch gut zur Zigarre, ist für mich aber kein besonderes Highlight. Bei meinem Exemplar hatte ich leider den Verdacht auf einen Tabakkäfer. Etwa 3 cm vom Zigarrenkopf entfernt hatte sich etwas in die Zigarre hineingefressen. Für mich sah das eindeutig nach einem entsprechenden Befall beziehungsweise Fraßgang aus. Gerade bei einer Zigarre, die ich eigentlich in Ruhe genießen möchte, ist so etwas natürlich alles andere als schön und hat meinen Gesamteindruck entsprechend beeinflusst. Beim Kaltgeruch bekomme ich hauptsächlich trockenes Holz und Tabak. Dazu kommt etwas Erde und eine leichte Würze. Eine deutliche Süße, wie sie bei der Zigarre teilweise beschrieben wird, kann ich bei meinem Exemplar kaum wahrnehmen. Insgesamt ist der Kaltgeruch für mich eher zurückhaltend. Der Kaltzug ist leider bereits der nächste Punkt, der mich stört. Bei meinem Exemplar ist der Zug deutlich zu straff. Ich muss wesentlich kräftiger ziehen, als mir eigentlich angenehm ist. Das ist für mich gerade bei einem 55er Ringmaß ärgerlich, weil dadurch natürlich auch die Rauchentwicklung und letztlich das gesamte Geschmackserlebnis leiden. Nach dem Anzünden startet die Zigarre relativ zurückhaltend. Ich bekomme hauptsächlich Holz und etwas Erde, dazu leichte Röstaromen und eine dezente Würze. Die Aromen sind zwar vorhanden, kommen aber nicht besonders intensiv zur Geltung. Gerade die vom Hersteller beziehungsweise Händler erwartete Kombination aus Zedernholz, Süße und Würze kann ich bei meinem Exemplar nur teilweise nachvollziehen. Im zweiten Drittel wird die Zigarre etwas würziger. Jetzt kommen Erde, Holz und etwas Leder stärker zum Vorschein. Dazu gesellen sich leichte Kaffeeröstaromen. Aber auch hier fehlt einfach die Tiefe. Ich hatte mir von einem Puro aus der Dominikanischen Republik ehrlich gesagt ein deutlich cremigeres und harmonischeres Geschmacksbild erwartet. Stattdessen empfinde ich die Zigarre als relativ eindimensional. Der zu straffe Zug bleibt ebenfalls bestehen und macht den Smoke für mich nicht angenehmer. Im letzten Drittel wird die Rothschild Masivo noch einmal etwas kräftiger. Jetzt stehen Erde, dunkleres Holz und Pfeffer stärker im Vordergrund. Dazu kommen wieder Röstaromen und eine leichte trockene Würze. Die Zigarre wird dadurch zwar intensiver, aber für mich nicht unbedingt interessanter. Teilweise wirkt sie etwas trocken und herb. Eine schöne cremige Süße oder besondere aromatische Entwicklung vermisse ich weiterhin. Die Balmoral Puro Dominicana Rothschild Masivo hat mich leider nicht überzeugt. Mit 6,90 € ist sie sicherlich keine hochpreisige Zigarre, und man sollte sie natürlich auch unter diesem Gesichtspunkt betrachten. Trotzdem erwarte ich auch in dieser Preisklasse ein gewisses Maß an Geschmack und Entwicklung. Bei meinem Exemplar hatte ich gleich mehrere Punkte, die den Smoke für mich negativ beeinflusst haben. Zum einen war der Zug viel zu straff. Dadurch war die Rauchentwicklung nicht optimal und ich hatte das Gefühl, dass die Aromen zusätzlich darunter gelitten haben. Zum anderen hatte ich den bereits erwähnten Tabakkäfer beziehungsweise einen deutlichen Fraßgang etwa 3 cm vom Zigarrenkopf entfernt. Das war natürlich ein ziemlich unschönes Erlebnis. Geschmacklich hat sie mir persönlich nicht allzu viel geboten. Ich habe hauptsächlich Holz, Erde, Leder, Kaffee, Röstaromen und etwas Pfeffer wahrgenommen. Mir fehlten Cremigkeit, Süße, Komplexität und eine spannendere Entwicklung. Was mich außerdem überrascht hat: Obwohl Deckblatt, Umblatt und Einlage allesamt aus der Dominikanischen Republik stammen, hat sie für mich überhaupt nicht wie eine typische dominikanische Zigarre geschmeckt. Ich hatte hier deutlich andere Erwartungen. Eigener Merker: 4/10.
Length: 15.88Diameter: 2.18
TAM
Die Balmoral Añejo XO MK52 ist eine Zigarre, auf die ich mich aufgrund des Blends schon sehr gefreut habe. Sie stammt aus der Dominikanischen Republik und ist mit einem brasilianischen Arapiraca Sungrown Deckblatt, einem dominikanischen Olor-Umblatt und einer Einlage aus dominikanischen und nicaraguanischen Tabaken aufgebaut. Optisch gefällt mir die MK52 richtig gut. Das Deckblatt ist dunkelbraun mit einem leicht rötlichen Einschlag und hat einen schönen, natürlichen Glanz. Es ist nicht komplett glatt, sondern besitzt eine leicht rustikale Struktur, was sehr gut zu dieser Zigarre passt. Beim Anfassen wirkt sie fest und kompakt, ohne steinhart zu sein. Sie ist gleichmäßig gerollt und macht insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Adern des Deckblattes sind zwar sichtbar, aber sauber verarbeitet und stören die Optik überhaupt nicht. Auch die Verarbeitung gefällt mir sehr gut. Die Nähte sind sauber, die Torpedoform ist ordentlich gearbeitet und insgesamt macht die Zigarre genau den Eindruck, den ich von einer Premiumzigarre erwarte. Die Anilla ist ebenfalls gelungen. Sie wirkt klassisch und hochwertig und passt optisch sehr gut zur dunkleren Farbe des Deckblattes. Beim Kaltgeruch bekommt man direkt Zedernholz, Erde und etwas Leder. Dazu kommt eine leichte natürliche Tabaksüße und im Hintergrund eine dezente nussige Note. Für mich wirkt der Kaltgeruch schon relativ vielversprechend, weil er nicht einfach nur nach Tabak riecht, sondern bereits verschiedene Nuancen erkennen lässt. Beim Kaltzug kommen vor allem Holz, Nuss und Erde durch. Dazu gesellt sich eine leichte Kakao- beziehungsweise Schokoladennote. Der Zugwiderstand ist genau richtig – nicht zu fest und auch nicht zu luftig. Gerade bei der Torpedoform lässt sich der Zug dadurch sehr angenehm dosieren. Nach dem Anzünden startet die Balmoral zunächst relativ cremig und angenehm weich. Als erstes nimmt man Kaffee, geröstete Nüsse und Zedernholz wahr. Dazu kommt eine leichte Süße, die etwas an Kakao beziehungsweise Milchschokolade erinnert. Im weiteren Verlauf wird der Rauch schön cremig und die Aromen verbinden sich immer besser miteinander. Besonders die Kombination aus Kaffee und gerösteter Haselnuss gefällt. Im Hintergrund kommen bereits leichte Erd- und Ledernoten dazu, die aber noch nicht dominant sind. Vom Körper her würde ich sie hier als mild bis mittelkräftig einordnen. Im zweiten Drittel merkt man deutlich, dass die Zigarre an Tiefe gewinnt. Die anfängliche Süße wird etwas weniger und dafür kommen Leder, Erde und geröstetes Holz stärker zum Vorschein. Die Cremigkeit bleibt aber weiterhin vorhanden. Besonders gut gefällt mir jetzt das Zusammenspiel aus Kaffee, Leder und Nuss. Dazu kommen immer wieder leichte Toast- und Röstaromen. Die Würze nimmt ebenfalls langsam zu, wird aber zu keiner Zeit unangenehm scharf. Genau das gefällt mir an der Zigarre: Sie wird kräftiger, ohne dabei ihre Balance zu verlieren. Im letzten Drittel wird die Balmoral dann noch einmal deutlich kräftiger und würziger. Jetzt stehen Leder, dunkles Holz und Erde im Vordergrund. Die Süße aus dem ersten Drittel ist mittlerweile fast verschwunden. Dafür kommen deutlichere Espresso- und Röstaromen hinzu. Auch Pfeffer macht sich jetzt bemerkbar, vor allem im Nachgeschmack. Ich finde aber, dass die Zigarre auch im letzten Drittel noch sehr schön rund bleibt, solange man sie nicht zu schnell raucht. Gerade wenn man sich Zeit lässt, kommen immer wieder neue Nuancen durch. Zum Ende hin wird sie dann nochmals kräftiger und würziger. Der Nachhall bleibt lange bestehen und hinterlässt vor allem Holz, Leder, Espresso und etwas Pfeffer. Die Balmoral Añejo XO MK52 hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Was mir besonders gefällt, ist ihre Entwicklung. Sie startet cremig, nussig und leicht süß mit Kaffee und Kakao, wird im zweiten Drittel deutlich erdiger und würziger und entwickelt im letzten Drittel dann ihre kräftigste Seite mit Leder, dunklem Holz, Espresso und Pfeffer. Für mich ist sie keine Zigarre, die einfach nur ein bestimmtes Aroma präsentiert. Sie entwickelt sich während des Rauchens und bietet dadurch einiges an Abwechslung. Auch die Verarbeitung, der Zug und der Abbrand haben bei meiner Zigarre einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Meine persönlichen Highlights sind definitiv die Kombination aus Kaffee, gerösteter Nuss und der angenehmen Cremigkeit im ersten Drittel sowie Leder, Holz und Espresso im weiteren Verlauf. Eine sehr schöne, ausgewogene und komplexe Zigarre, bei der man sich meiner Meinung nach Zeit lassen sollte. Für mich definitiv eine Zigarre, die ich gerne wieder rauchen würde. Eigener Merker: 8/10

Length: 9.53Diameter: 1.91
TAM
Die Dalay Oase Petit Robusto (3,75x48) hat ein gut gebräuntes Deckblatt aus Ecuador. Die Oberfläche ist seidig-matt mit wenigen dicken Blattadern und ist relativ feinporig. Das Umblatt sowie die Einlage stammen aus der dominikanischen Republik. Die äußerliche Verarbeitung ist qualitativ gut gelungen. Die Nähte sind sauber verklebt und die Zigarre ist gleichmäßig fest gerollt. Die Anilla ist relativ groß für diesen Stumpen. Steht der Petit Robusto aber trotzdem hervorragend. Die Anilla hat eine gute Qualität und ist in gold, beige und rot gehalten. Außerdem ist ein Zigarre rauchender Scheich abgebildet der verkehrt herum auf deinem Esel sitzt. Ziemlich ausgefallen,... Vor allem wenn man die Bauchbinden sammelt. Der KG ist fein würzig mit einer dezenten süßlichen Note. Der Anschnitt mit der Schere war problemlos. Allerdings merkt man das die Zigarre sehr fest gerollt ist. Auch das 2te Exemplar was parallel probiert wurde ist identisch. Der Zug ist also dementsprechend relativ straff. Das Anzünden gestaltet sich also schon mal etwas schwieriger. Dachdem man die Zigrarre dazu überredet hat die Flamme anzunehmen startet die Dalay Oase mit fein würzigen Noten von Zeder, etwas Erde und einer süßlichen Creme. Der Start ist definitiv auf der milden Seite,... bringt aber genügend Würze mit. Der Stick will auf jeden Fall bei Laune gehalten werden und kommt mit einem Zug pro Minute nicht wirklich zurecht. Im weiteren Rauchverlauf kommen Noten von Nüssen auf und in der Tat auch schokoladige. Das letzte Drittel war für mich das interessanteste. Die Würze nahm leicht zu und die nussigen Aromen intensivieren sich leicht. Insgesamt hatte das ganze etwas von einem marokkanischen Basar. Eine Gewürzmischung, die sich nicht im einzelnen beschreiben lässt, macht sich breit. Stellenweise hatte sie etwas von Latakia-Tabak was mir besonders gut gefallen hat. Eine sehr interessante Abwechslung zum guten Schluss... Fazit: Eine milde, aber dennoch würzige Zigarre mit interessanten Aromen. Der Zug war mir leider viel zu straff und damit hatte die Zigarre auch keinen besonders guten Abbrand. Hier und da musste immer wieder nachgefeuert werden. Das Rauchvolumen war aber zufriedenstellend. Ein netter kleiner Stumpen mit interessanten Aromen. Für Anfänger sowie für erfahrene Raucher gleichermaßen geeignet. Es wird ein Wiedersehen geben... Eigener Merker: 7,5/10.

Length: 15.88Diameter: 2.06
TAM
Nach einer extrem enttäuschenden Erfahrung vor Jahren mit der Firma Balmoral, bin ich beim stöbern über die Anejo XO MK52 gestolpert. Die Optik dieses Torpedos mit dem karamellfarbenden Connecticut hatte mich neugierig gemacht und promt wurden 2 Exemplare bestellt. Die Balmoral Anejo XO wird von einem sehr feinadrigen und makellos verarbeiteten Connecticut Shade aus den USA umhüllt. Die Oberfläche ist leicht speckig und feinporig. Das Umblatt ist ein ecuadorianisches Sumatra. Die Einlage ist eine spannende Mischung aus brasilianischen Mata-Norte, dominikanischen Olor und einem amerikanischen Pannsylvania. Eine Mischung die neben der Optik mein Interesse geweckt und mich zum Kauf überredet haben. Die Verarbeitung ist absolut erstklassig. Die Balmoral ist gleichmäßig fest gerollt und perfekt geformt. Dazu kommen noch die Bauch- und Fußbinde, die ebenfalls qualitativ überzeugen. Das dunkle Blau gibt einen schönen Kontrast zu dem hellen Connecticut und verleiht der Zigarre eine edle Optik. Der Anschnitt mit der Schere war unkompliziert. Nach kurzem toasten startet die Balmoral Anejo XO MK52 mit sahnigen Aromen von Zeder und Leder, etwas Erde und süßem Heu. Untermalt wird das ganze von einer feinen Kräuternote und einer sanften prise weißen Pfeffer. Im 2/3 wird der Rauch nach cremiger und es entfalten sich komplexe, süßliche Nuancen von Vanille, gerösteten Karamell und Marzipan, gepaart mit Noten von frischem Kaffee und Nüssen. Hintergründig schmeckt man Nuancen von trockenem Holz die sehr stark an Whiskyfässer erinnert. Das letzte Drittel wird etwas kräftiger, bleibt aber ausbalanciert. Während sich die Süße etwas in den Hintergrund verschiebt werden die Aromen von Kaffee und Leder dominanter. Hier und da preschen Pfeffernoten in den Vordergrund die weder scharf noch unangenehm sind. Fazit: Die Balmoral Anejo XO MK52 Connecticut im Torpedo-Format hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Die Verarbeitung und Konstruktion dieser Zigarren ist erstklassig und die Qualität der verwendeten Tabake schmeckt man bei jedem Zug. Der Abbrand war absolut unkompliziert. Der Zug und das Rauchvolumen waren perfekt. Da es sich um ein Figurado-Format (Torpedo) handelt, verengt sich der Rauchkanal nach vorne hin. Hier hat man durch den passenden Cut die Möglichkeit den Zug nach seinem Gusto anzupassen. Ich würde allerdings einen großzügigen Cut von ca. 1,5cm empfehlen um dieses Torpedos in vollen Zügen genießen zu können. Die Balmoral Anejo XO MK52 ist eine sehr komplexe, milde bis mittelkräftige Zigarre mit süßlich-sahnigen Aromen von Zeder, Erde, Leder, Kaffee, Nüssen und fermentierten Pfeffer. Die süßlichen Noten bringen Nuancen von Vanille, gerösteten Karamell und Marzipan mit, welche den Smoke angenehm und rund machen. Diese Balmoral konnte meine Meinung über die Marke kippen. Hier wird bald eine Kiste in meinen Humidor einziehen. Eigener Merker: 9/10

Length: 15.24Diameter: 2.06
TAM
Bei der Edition 4 handelt es sich um einen echten Honduras-Puro. Sowohl Deckblatt und Umblatt als auch die Longfiller-Einlage stammen vollständig aus Honduras. Das auffälligste Merkmal ist natürlich das grüne honduranische Candela-Deckblatt. Seine besondere Farbe entsteht durch eine beschleunigte Trocknung, bei der ein größerer Teil des Chlorophylls im Blatt erhalten bleibt. Gerade diese Entscheidung finde ich spannend, denn Candela sieht man heute nicht mehr besonders häufig. Auch geschmacklich bringt das Deckblatt mit seinen heuigen, floralen und teilweise grasigen Nuancen einen ganz eigenen Charakter mit. Die Zigarre wird in Honduras vollständig von Hand gefertigt. Das grüne Candela besitzt eine feinporige und leicht ledrige Oberfläche. Größere Blattadern sind kaum sichtbar und die Verarbeitung macht insgesamt einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Besonders gut gefallen mir die Bauchbinden. Durch ihre gold-grüne Farbgebung verschmelzen sie optisch fast mit dem Candela-Deckblatt. Wie gewohnt zeigen sie das Familienwappen der Familie Stauffenberg. Zusätzlich findet sich eine Unterschrift auf der Banderole. Auch der Schriftzug „The Heritage of Courage“ ist in Verbindung mit der Familiengeschichte sehr passend gewählt. Zusammen mit dem Pyramid-Format ergibt das für mich eine ausgesprochen stimmige und hochwertige Präsentation. Der Kaltgeruch ist fein würzig und wird von Heu sowie floralen, fast blumigen Nuancen begleitet. Der erste Eindruck wirkt dadurch frisch und unterscheidet sich deutlich von den klassischen Erd-, Leder- und Kakaoaromen vieler dunklerer Deckblätter. Auch der Kaltzug bleibt dieser Richtung treu. Hier bekomme ich eine feine Würze mit einem deutlichen heuigen Touch. Der Zugwiderstand ist zu diesem Zeitpunkt vollkommen in Ordnung und lässt zunächst keinerlei Probleme erwarten. Der Start überrascht mich dann gewaltig. Die ersten Züge liefern jede Menge weißen Pfeffer, der regelrecht auf der Zungenspitze prickelt. Mit einer solchen Pfefferattacke hätte ich bei diesem Candela nicht gerechnet. Dahinter kommen Holz, feiner schwarzer Kaffee und Erde zum Vorschein. Die bereits im Kaltgeruch vorhandene floral-heuige Note bleibt im Hintergrund bestehen. Der Rauch ist zunächst relativ trocken, eine wirkliche Süße kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht feststellen. Nach wenigen Zügen muss der Abbrand bereits das erste Mal korrigiert werden. Gleichzeitig beruhigt sich die anfängliche Pfefferschärfe deutlich. Der eigentliche Pfeffergeschmack bleibt allerdings erhalten und gibt der holzig-erdigen Grundaromatik weiterhin etwas zusätzlichen Kick. Im zweiten Drittel zeigt die Stauffenberg für mich eindeutig ihre beste Seite. Sie wird zunehmend runder und harmonischer. Die floralen und fast blumigen Nuancen werden deutlicher und bekommen einen leicht nussigen Unterton. Gleichzeitig nehmen die Röstaromen zu und es entwickelt sich eine interessante Gewürzmischung, in der sich erstmals etwas Süße bemerkbar macht. An diesem Punkt denke ich noch, dass der Zigarre etwas Cremigkeit richtig gut stehen würde – und tatsächlich kommt genau diese kurze Zeit später auf. Damit verändert sich der Smoke deutlich. Die Cremigkeit nimmt zu, die Süße hebt sich besser aus der Würze heraus und gerade zur Mitte des zweiten Drittels wirkt die Zigarre wesentlich runder. Auch die nussigen Aromen werden präsenter. Im Zusammenspiel mit den blumigen Nuancen, Holz, Erde und Kaffee ist das für mich eindeutig die interessanteste Phase des gesamten Smokes. Im letzten Drittel ändert sich die Richtung erneut. Die Stauffenberg wird deutlich trockener und kräftiger. Die zuvor aufgekommene Süße ist kaum noch wahrnehmbar und die Schärfe arbeitet sich wieder nach vorne. Holz, Erde, Kaffee und Würze bleiben die bestimmenden Aromen. Die floralen Nuancen sind weiterhin vorhanden, stehen aber nicht mehr so deutlich im Mittelpunkt. Eine größere geschmackliche Entwicklung findet jetzt für mich nicht mehr statt. Zum Schluss verläuft die Stauffenberg deshalb vergleichsweise linear. Fazit: Interessanter Smoke mit kleinen Schwächen... Hier liegt für mich leider die größte Schwäche meines Exemplars. Bereits im ersten Drittel musste ich den Abbrand korrigieren, später wurde eine weitere Korrektur notwendig. Noch störender fand ich das Rauchverhalten im weiteren Verlauf. Obwohl der Zug zu Beginn vollkommen ausreichend war und ich den Cut bewusst großzügig gewählt hatte, begann die Stauffenberg irgendwann, mich mit kräftigen Doppelzügen herauszufordern. Sie wollte definitiv bei Laune gehalten werden. Für einen entspannten Smoke ist das natürlich nicht sehr schön. Die Stauffenberg Edition 4 Green Pyramid ist für mich eine ungewöhnliche und durchaus interessante Zigarre. Optisch gefällt mir das Zusammenspiel aus grünem Candela, Pyramid-Format und den gold-grünen Bauchbinden ausgesprochen gut. Geschmacklich sorgen vor allem weißer Pfeffer, Holz, Kaffee und Erde sowie die typischen heuigen und floralen Nuancen für einen eigenständigen Charakter. Mein Highlight ist allerdings eindeutig das zweite Drittel, als die Zigarre runder und cremiger wird und Nuss, leichte Süße und Röstaromen hinzukommen. Zum Ende wird sie dagegen wieder trockener, kräftiger und etwas schärfer. Punkte verliert sie bei mir vor allem durch den mehrfach korrigierungsbedürftigen Abbrand und die später notwendigen Doppelzüge. Im Vergleich gefällt mir die Stauffenberg Edition 2 Robusto deutlich besser. Ihre honduranischen Criollo-Tabake liefern für mich das würzigere, vollmundigere und harmonischere Gesamtbild mit Hickoryholz, Röstaromen, Nuss, Leder und einer feinen cremig-karamelligen Süße. Die Edition 4 ist für mich dagegen die ungewöhnlichere und experimentellere der beiden,... interessant, aber nicht ganz so rund und letztlich nicht wirklich meins. Was ich im Nachhinein besonders interessant finde: Mein Tasting unterscheidet sich teilweise ziemlich deutlich von den Eindrücken anderer Tester. Während bei meinem Exemplar der Start von viel weißem Pfeffer, schwarzem Kaffee, Erde und einem relativ trockenen Mundgefühl geprägt war, beschreiben andere Verkoster den Einstieg wesentlich zurückhaltender und nennen unter anderem helles Holz, Gras, Kräuter, Frucht und bereits früh eine leichte Süße. Auch im zweiten Drittel gibt es Unterschiede. Bei mir standen florale Noten, Nuss, Röstaromen, Kaffee und zunehmende Cremigkeit im Mittelpunkt. Andere Tastings berichten dagegen stärker von Karamell, Fruchtigkeit und einer dezenten Erdigkeit. Selbst beim Rauchverhalten gehen die Erfahrungen auseinander. Mein Exemplar musste mehrfach korrigiert werden und später mit kräftigen Doppelzügen am Laufen gehalten werden. Andere Tester berichten zwar ebenfalls von einem teilweise etwas strafferen Zug und gelegentlichem Schiefbrand, insgesamt aber von einem deutlich unkomplizierteren Rauchverlauf. Gerade das zeigt für mich wieder, wie unterschiedlich sich einzelne Exemplare einer handgefertigten Zigarre präsentieren können. Mein Urteil von 7/10 bezieht sich deshalb ganz bewusst auf genau die Green Pyramid, die ich geraucht habe. Ein zweites Exemplar würde mich durchaus interessieren, um zu sehen, ob sich meine Eindrücke bestätigen oder ob sich die Zigarre dann vielleicht näher an den Erfahrungen anderer Tester bewegt. Eigener Merker: 7/10.

Length: 13.97Diameter: 2.38
TAM
Bei der Vladimir I. wird ein ecuadorianisches H-2000-Oscuro als Deckblatt verwendet. Darunter liegt ein indonesisches Umblatt, während die Einlage aus nicaraguanischen Tabaken besteht. Besonders hervorheben möchte ich das Campana-Format mit 5,5 × 60. Diese Form bekommt man meiner Meinung nach nicht besonders häufig angeboten und sie macht sowohl optisch als auch haptisch richtig Spaß. Durch das kräftige 60er Ringmaß und die sich verjüngende Form wirkt die Zigarre massiv, gleichzeitig aber ausgesprochen elegant. Das dunkle Oscuro-Deckblatt ist schon für sich ein Hingucker. Es besitzt einen schönen öligen Glanz und fühlt sich beim Darüberstreichen fast lederartig an. Die Zigarre liegt durch das Campana-Format hervorragend in der Hand. Auch die Konstruktion macht von außen einen nahezu makellosen Eindruck. Sie fühlt sich gleichmäßig gefüllt und sehr hochwertig verarbeitet an. Genau diesen Qualitätsanspruch setzt auch die Anilla fort. Sie ist sauber und detailreich gearbeitet und wirkt qualitativ ausgesprochen hochwertig. Für mich passt sie hervorragend zum gesamten Auftritt der Vladimir I. und unterstreicht den Premium-Charakter der Zigarre. Der Kaltgeruch ist kräftig und macht sofort neugierig. Aus dem Deckblatt bekomme ich Schokolade, würzigen Tabak und eine deutliche Stallnote. Gerade diese etwas animalische, erdige Komponente finde ich interessant, weil sie der Zigarre schon vor dem Anzünden einen ziemlich ursprünglichen Charakter gibt. Noch interessanter wird es beim Kaltzug. Neben der bereits bekannten Stallnote kommt jetzt eine überraschend angenehme Milchschokolade zum Vorschein. Darunter liegt eine feine natürliche Süße. Diese Mischung aus Stall, Milchschokolade und Süße fand ich ungewöhnlich, aber richtig lecker. Spätestens hier war ich sehr gespannt darauf, was nach dem Anzünden passiert. Der Start gefällt mir ausgesprochen gut. Zunächst kommt Holz auf, wobei man hier nicht einfach an klassisches Zedernholz denken muss. Für mich erinnert es eher an helle beziehungsweise weiße Eiche, wie man sie mit einem Whiskyfass verbinden könnte. Dazu gesellen sich Erde und eine deutliche natürliche Tabaksüße. Schwarzer Pfeffer ist ebenfalls vorhanden, hält sich aber angenehm zurück. Besonders interessant bleibt diese leicht stallige, erdige Note. Für mich lässt sie sich gar nicht eindeutig einordnen,... irgendwo zwischen Erde, Holz und vielleicht einem ganz leichten torfigen Einschlag. Eine schöne Cremigkeit verbindet das Ganze und sorgt dafür, dass die verschiedenen Eindrücke trotz ihrer Eigenständigkeit sehr rund wirken. Im zweiten Drittel schlägt die Vladimir I. eine etwas andere Richtung ein. Jetzt wird sie deutlich schokoladiger. Dazu kommt ein Hauch Kaffee, während der Pfeffer zunehmend zurückgeht. Gleichzeitig taucht Leder auf und ergänzt die dunklere Aromatik sehr schön. Die Cremigkeit bleibt erhalten und sorgt weiterhin für ein angenehm rundes Mundgefühl. Gerade dieses Drittel gefällt mir aufgrund der Kombination aus Schokolade, Kaffee, Leder und Cremigkeit besonders gut. Im letzten Drittel legt die Vladimir I. noch einmal an Kraft zu. Die dunklen Aromen übernehmen jetzt deutlich das Kommando. Dunkle Schokolade, kräftiger Kaffee, Leder, Erde und dunkleres Holz bestimmen den Smoke. Trotz der zunehmenden Intensität wird sie aber weder unangenehm noch übermäßig aggressiv. Sie bleibt zugänglich, harmonisch und erstaunlich rund. Genau das gefällt mir,... sie steigert ihre Kraft, ohne dabei die Balance zu verlieren. Auch handwerklich hat mein Exemplar nahezu alles richtig gemacht. Der Abbrand verlief unkompliziert und messerscharf. Nachfeuern oder größere Korrekturen waren nicht notwendig. Zug und Rauchvolumen waren perfekt. Der Widerstand passte genau und die Zigarre produzierte ein schönes, sattes Rauchvolumen. Besonders beeindruckend war die stabile Asche. Bei meinem Exemplar hielt sie sich ungefähr sechs Zentimeter an der Zigarre, bevor sie schließlich abfiel. Zusammen mit dem sauberen Abbrand spricht das für die wirklich hervorragende Konstruktion dieses Exemplars. Fazit: Eine absolute Spitzenzigarre, bei der für mich vom außergewöhnlichen Campana-Format über die hochwertige Anilla und das ölig-lederartige Deckblatt bis hin zu Zug, Abbrand und Aromatik alles gepasst hat. Besonders die Kombination aus Eiche, Erde, Tabaksüße, Schokolade, Kaffee, Leder und dieser ungewöhnlichen stallig-torfigen Nuance hat der Vladimir I. einen ganz eigenen Charakter gegeben. Für mich sind die 18 € absolut gerechtfertigt. Eigener Merker: 9,7/10

Length: 12.70Diameter: 2.06
TAM
Bei der Alec Bradley Safe Keepings Robusto handelt es sich um einen echten Nicaragua-Puro, bei dem sämtliche verwendeten Tabake aus Nicaragua stammen. Sowohl für das Deckblatt als auch für das Umblatt verwendet Alec Bradley nicaraguanischen Habano-Tabak. Besonders interessant finde ich die Einlage, denn hier werden Tabake aus den drei großen und traditionsreichen Anbaugebieten Jalapa, Condega und Estelí miteinander kombiniert. Zum Einsatz kommen dabei Criollo-'98-Tabake. Gerade diese Kombination finde ich spannend, weil die drei Regionen durchaus unterschiedliche Charaktereigenschaften mitbringen. Jalapa ist vor allem für aromatische, häufig etwas feinere und leicht süßliche Tabake bekannt. Estelí steht dagegen eher für kräftige, erdige und würzige Tabake. Condega liegt für mich gewissermaßen dazwischen und bringt häufig eine ausgewogenere Würze und Struktur mit. Genau diese Mischung könnte auch erklären, warum ich die Safe Keepings zwar als relativ mild empfinde, sie geschmacklich aber trotzdem ordentlich Würze und Aroma mitbringt. Hergestellt wird die Safe Keepings ebenfalls in Nicaragua, genauer gesagt in Estelí bei Tabacalera Oliva de Nicaragua S.A., kurz TABOLISA. Damit wird die Serie von Oliva gefertigt. Besonders erwähnenswert finde ich, dass die Safe Keepings die erste Alec-Bradley-Zigarre ist, die in der Oliva-Fabrik produziert wird. Auch die Entstehung des Blends passt sehr schön zum Namen der Serie. Für die Safe Keepings wurde auf alte Blendaufzeichnungen von Alec-Bradley-Gründer Alan Rubin zurückgegriffen. Darin befanden sich Rezepturen, die bislang nicht für eine reguläre Serie verwendet worden waren. Mit der Safe Keepings wurde also gewissermaßen einer dieser lange „sicher verwahrten“ Blends wieder hervorgeholt. Für mich macht gerade die Kombination aus Habano-Deck- und Umblatt, den Criollo-'98-Einlagetabaken aus Jalapa, Condega und Estelí sowie der Fertigung bei Oliva in Estelí die Safe Keepings zu einer interessanten Nicaragua-Puro Das nicaraguanische Habano-Deckblatt besitzt einen schönen mittleren Braunton mit teilweise leicht rötlichem Einschlag. Die Oberfläche ist nicht vollkommen glatt. Einige deutlich sichtbare Blattadern geben der Robusto einen etwas rustikaleren Charakter. In der Hand fühlt sich die Zigarre ordentlich gefüllt und kompakt an. Insgesamt macht die Verarbeitung einen sehr guten Eindruck. Auch die Anilla gefällt mir. Die Kombination aus Gold, Schwarz, Grün und weiteren kleinen Farbakzenten wirkt hochwertig und hebt sich schön vom braunen Deckblatt ab. Sie ist relativ detailreich gestaltet, ohne überladen zu wirken. Die Safe Keepings startet angenehm würzig mit Erde, Holz und gerösteten Nüssen. Dazu kommen Kaffee und etwas Kakao sowie eine feine natürliche Süße. Trotz der vorhandenen Würze empfinde ich sie von der Stärke her überraschend mild. Etwas Pfeffer sorgt für zusätzlichen Charakter, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Im zweiten Drittel wird die Zigarre etwas runder. Kaffee und geröstete Nüsse rücken stärker nach vorne, begleitet von Kakao, Holz und einer leichten Cremigkeit. Die Würze bleibt präsent, während die eigentliche Stärke für mich weiterhin eher mild ausfällt. Zum Finale nimmt die Intensität etwas zu. Aus dem Kaffee wird zunehmend Espresso, dazu kommen dunkler Kakao, Erde, Holz und etwas Leder. Die Süße zieht sich zurück und der Pfeffer wird etwas deutlicher. Trotzdem empfinde ich die Safe Keepings auch zum Ende nicht als wirklich kräftig, sondern maximal mittelkräftig. Fazit: Eine für mich überraschend milde, aber trotzdem schön würzige und aromatische Nicaragua-Puro. Besonders Kaffee, Kakao, geröstete Nüsse, Holz und Erde haben mir gefallen. Entgegen der Beschreibung als mittelkräftig bis vollmundig empfand ich sie wesentlich milder, was aber überhaupt kein Nachteil ist. Dazu kommt die interessante Geschichte des alten Alec-Bradley-Blends und die Fertigung bei Oliva in Estelí. Insgesamt eine sehr gelungene Robusto mit gutem PLV. Eigener Merker: 8/10.
Length: 17.78Diameter: 2.78
TAM
Die Asylum Hercule Ogre hat ein beeindruckendes Ringmaß von 2,78cm und eine Länge von 17,78cm. Sie liegt satt und schwer zwischen den Fingern und macht optisch einen makellosen Eindruck. Der Stick kommt in Barberpole-Optik. Als Umblatt wurde ein nicaraguanisches Colorado H-2000 und ein grünes Candela H-2000 Deckblatt. Der Kontrast dieser beiden Habano-Kreuzungen ist sehr gut gelungen und steigert die Vorfreude enorm. Das Umblatt sowie die Einlage stammen ebenfalls aus Nicaragua. Die Verarbeitung ist perfekt. Die Nähte wurde sauber verklebt und die Kappe am Zigarrenkopf ist gut gearbeitet. Die Anilla ist typisch für Asylum. Der Anschnitt mit der Schere verlief ohne Probleme. Die Hercule Ogre startet mit Aromen von Holz, Erde, etwas Kaffee und einer deutlich heuigen Note. Dabei ist der Rauch dicht und bringt eine leicht cremige Süße mit. Pfeffrige Noten oder Schärfe sind keine vorhanden. Schnell schleicht sich eine gewisse Nussigkeit ein die den gesamten Rauchverlauf über zu schmecken ist. Zum Ende hin kommen leicht kakaoige Noten auf und es wird insgesamt ein wenig würziger. Das Rauchvolumen und der Zug waren nahezu perfekt. Der Abbrand war unkompliziert und gerade. Die Konstruktion war dementsprechend tadellos und die verwendeten Tabake qualitativ hochwertig. Absolut empfehlenswerte Zigarre die vom Format und der Optik sehr ansprechend ist. Eigener Merker: 9/10
Length: 12.70Diameter: 1.98
TAM
Obwohl ich aromatisierte Zigarren mit gesüßtem Decker nicht wirklich mag, musste ich die Asylum Flavoured Cool Brew dennoch mal probieren. Daher versuche ich auch die Bewertung so offen und ehrlich wie möglich zu gestalten... Nach dem auspacken aus dem Cellophan verströmt diese Zigarre sofort einen Geruch der sehr stark an "Minzschokolade" erinnert. Die Asylum Flavoured Cool Brew hat ein honduranisches San Andrés Maduro Deckblatt. Woooowww, das ist doch mal eine Ansage... klingt interessant. Das dunkle Maduro Deckblatt hat feine Blattadern mit feinen Poren. Die Oberfläche ist glänzend und ledrig. Schnell merkt man aber das es hauptsächlich der Aromatisierung zu verdanken ist das dieser Stick eine so leckere Oberfläche bekommen hat. Das Umblatt sowie die Einlage stammen ebenfalls aus Honduras. Der Stick ist relativ sauber verarbeitet. Einzig der Zigarrenkopf ist bei meinem Exemplar nicht ganz so schön gelungen. Der Anschnitt mit der Schere war unkompliziert. Der KG ist "Minzschokolade" zu 100%. Der KZ ebenfalls. Dazu legt sich sofort ein künstlicher, süßlicher Film auf die Lippen. Naja, ich wusste ja worauf ich mich einlassen. Die Anilla ist typisch Asylum. Eine schlanke Binde mit Asylum Logo in grün gehalten. Die Verbindung zur Minze ist also gegeben. Nach dem Anzünden verströmt die Cool Brew sofort Aromen von Minze und feinen schokoladigen Nuancen. Hintergründig, aber sehr dezent merkt man die honduranische Würze die man kennt. Die Süße des gedippten Deckers ist ohne Zweifel im Vordergrund und Zug für Zug präsent. Der Smoke erinnert sofort an Menthol Zigaretten. Er ist weder kräftig noch mild. Weniger scharf und würzig wie süß. Es ist weder Fleisch noch Fisch... Ich würde den Smoke als speziell einstufen und frage mich während dem rauchen immer wieder wer so einen Smoke rauchen möchte. Ja,... definitiv... auch hier wird es den Ein oder Anderen Fan geben. Für mich hat dieser Stick allerdings nichts mehr mit Zigarrengenuss zu tun. Ich wüsste noch nicht mal welches Getränk ich dazu reichen würde. Heute gab es ein Kölsch und Wodka... Egal,... es hätte auch eine heiße Schokolade mit Sahne oder eine Waldmeisterbrause sein können. Die Asylum Flavoured Cool Brew bleibt sehr linear, ohne den Hauch von Komplexität. Dominierend sind Minze/Menthol, SÜẞE, etwas dunkle Schokolade mit ein wenig Würze des honduranischen Tabak. Zum Ende hin würde ich sogar sagen das sie zugänglicher wird da die Stärke und Würze zu nimmt und die extrem süße Schokominze etwas übertönt. Fazit:-D Der Abbrand musste mehrere Male korrigiert werden,... eventuell lag es auch an dem leichten Luftzug auf meiner Terasse. Der Zug und das Rauchvolumen waren zufriedenstellend. Von den Aromen her ist diese Asylum Flavoured Cool Brew absolut nicht mein Fall. Bei anderen aromatisierten Zigarren war es meistens die extreme Süße die als störend empfunden wurde. Hier war es mehr der extreme Geschmack von Minze oder Methol. Was soll ich sagen?...... Am besten man bildet sich selber ein Urteil über diesen Stick. Eines weis ich allerdings,... Bananasplit brauche ich gar nicht erst probieren. Das für diesen Stick ein honduranisches San Andrés Maduro Deckblatt herhalten musste ist dann schon irgendwie traurig. Eigener Merker 1/10.
Length: 15.24Diameter: 2.38
TAM
Die Aganorsa Leaf JFR Connecticut Titan hat ein beeindruckendes Format von 6x60. Nach dem man sie aus dem Cellophan befreit hat, verströmt sie stallige und holzige Noten. Das ecuadorianische Connecticut Deckblatt ist sehr sauber verarbeitet. Zudem hat das Deckblatt extrem dünne Blattadern und feine Poren. Die Verarbeitung ist absolut spitze. Das Umblatt sowie die Einlage stammen aus Nicaragua. Die Anilla gibt nochmal Aufschluss auf die Herkunft der nicaraguanischen Tabake. Hier ist das Jalapa-Tal vermerkt. Die Anilla selbst würde ich als schlicht, aber schick einstufen. Das Beige und Gold passen gut zu dem hellen Connecticut Deckblatt. Am Zigarrenkopf befindet sich ein Pigtail was aber flach abgedrückt wurde. Der Anschnitt mit der Schere verlief ohne Probleme. Der KZ hat holzige und heuige Noten. Der Zigarrenfuß wurde mit einem überlappenden Teil des Deckblattes verschlossen. Die ersten Züge dieser JFR sind recht würzig mit Aromen von schwarzen Pfeffer, Kaffee, Hickoryholz und leichten erdigen Noten. Nach wenigen Zügen milder die pfeffrige Schärfe auf ein angenehmes Maß ab. Heuig-florale Nuancen rücken mehr und mehr in den Vordergrund. Dazu gesellen sich Aromen von Toast, feinen Kakao-Noten und Trockenfrüchten. Das ecuadorianische Connecticut Shade gibt dem Smoke einen nussigen Touch. Nach ca. 2 cm merkt man die Cremigkeit die langsam auf dem Vormarsch ist. Die Schärfe verschwindet wärenddessen fast komplett. Aber dem 2/3 scheint dieser Smoke angekommen. Aromen von Kaffee, Kakao, Hickoryholz, etwas Erde und Leder, heuig-florale Nuancen mit Toast, Trockenobst, Nuss und einer defusen Süße sind gut ausbalanciert und Rund. Die Cremigkeit dämpft die pfeffrigen Aromen die nun auf einem Minimum den Smoke begleiten. Ein wirklich abwechslungsreicher und zugänglicher Stick. Zum Ende des 2/3 werden nochmal Toast, Nuss und Leder etwas dominanter. Ich könnte noch mehr schreiben, aber ich will es dabei mal belassen. Es ist definitiv ein sehr leckerer und komplexer Smoke. So komplex das ich seit langem das Aromenrad komplett voll bekomme. Die Qualität der verwendeten Tabake schmeckt man deutlich raus. Auch die Verarbeitung war top. Der Zug war zufriedenstellend und das Rauchvolumen enorm. Der Abbrand musste einige Male korrigiert werden, der Stick wurde allerdings auch Outdoor geraucht. Alles un Allem ein super Smoke. PLV ist Top. Eigener Merker: 9,5/10