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About me

Ich bin 82er Baujahr und beschäftige mich mittlerweile schon seit vielen Jahren mit Tabak und allem, was für mich zu einem guten Genussmoment dazugehört. Über die Jahre habe ich die unterschiedlichsten Tabakerzeugnisse ausprobiert und dabei vieles kennengelernt. Natürlich kristallisiert sich irgendwann heraus, was einem besonders liegt – trotzdem gehört für mich das Entdecken und Ausprobieren neuer Sachen bis heute ganz wesentlich zu diesem Hobby dazu. Meine größte Leidenschaft gehört mittlerweile ganz klar der Zigarre, aber auch eine gemütliche Pfeife weiß ich sehr zu schätzen. Für mich sind das zwei unterschiedliche Arten des Tabakgenusses, die beide ihren ganz eigenen Reiz haben. Bei Zigarren mag ich es cremig, komplex und aromatisch, gerne auch etwas kräftiger. Besonders gerne finde ich Aromen von Holz, Erde, Nuss, Kaffee und Röstaromen. Leder, Kakao und Schokolade gefallen mir ebenfalls sehr gut. Dazu darf gerne eine natürliche Süße und Cremigkeit kommen, die das Ganze abrundet. Auch Pfeffer und Würze dürfen durchaus kräftiger ausfallen, solange sie sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen. Weniger gefallen mir dagegen eine unangenehme Schärfe oder dominante Bitterstoffe. Dabei bin ich weder auf ein bestimmtes Herkunftsland noch auf ein bestimmtes Deckblatt festgelegt. Connecticut, Habano, Corojo, Criollo oder auch Maduro – letztendlich entscheidet für mich nicht, was auf dem Papier steht, sondern was die Zigarre im Rauch daraus macht. Eine wirklich gute Zigarre sollte sich für mich außerdem während des Smokes entwickeln. Balance, Komplexität, Verarbeitung und Rauchverhalten spielen deshalb bei meinen Bewertungen neben dem eigentlichen Geschmack eine wichtige Rolle. Eine besondere Schwäche habe ich für die Zigarren von My Father entwickelt. Die La Opulencia, The Judge und La Gran Oferta gehören zu meinen Favoriten. Zu meinen weiteren bisherigen Highlights zählen unter anderem die Skelton Live Your Dreams Toro, Cigarkings COY 25 Majestic Flag Tail, Plasencia Alma del Cielo Amanecer, Cornelius & Anthony Venganza BMG und die Davidoff Maduro Toro. Trotzdem entscheiden für mich weder ein großer Name noch ein hoher Preis darüber, ob eine Zigarre wirklich gut ist. Ein günstiger Stick, der mich geschmacklich überrascht und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, kann mir genauso viel Freude bereiten wie eine hochpreisige Premiumzigarre. Neben Zigarren rauche ich sehr gerne Pfeife. Auch hier suche ich nicht unbedingt die kräftigste Mischung. Mir gefallen vor allem runde, cremige und ausgewogene Tabake, bei denen man den eigentlichen Tabak noch schmecken kann. Bei englischen Mischungen darf Latakia durchaus seine rauchige, erdige und würzige Seite zeigen. Ich bevorzuge ihn allerdings harmonisch eingebunden und nicht so dominant, dass er die komplette Mischung überlagert. Genauso gerne rauche ich aromatischere Mischungen. Virginia und Burley, natürliche Süße, Vanille, Karamell sowie malzige, florale, erdige oder leicht pfeffrige Noten können mich ebenfalls begeistern. Vom ausgewogenen englischen Blend bis zu einem guten Aromaten probiere ich deshalb gerne unterschiedliche Richtungen aus. Wichtig ist mir vor allem, dass eine Mischung Charakter besitzt, harmonisch bleibt und nicht künstlich oder überaromatisiert wirkt. Tabake wie Peterson Nightcap, Vauen Bavarian Blend No. 3, Kopp Caribbean Blue Seegar oder Danish Dice Dice zeigen ganz gut, wie unterschiedlich meine Vorlieben bei der Pfeife sein können. Zu einem guten Tabak gehört für mich gerne die passende Spirituose. Besonders spannend finde ich, wie sich die Aromen im Glas und die einer Zigarre gegenseitig ergänzen und manchmal sogar völlig neue Nuancen hervorbringen. Ganz vorne steht für mich Rum. Mit dem Dos Maderas 5+5 und dem Botucal Reserva Exclusiva habe ich zwei klare Favoriten gefunden. Ihre Süße sowie die holzigen, würzigen, karamelligen und fruchtigen Aromen treffen meinen Geschmack und funktionieren für mich hervorragend als Begleiter zu einer Zigarre. Beim Whiskey zieht es mich eher nach Irland. Ich mag die meist weichere und zugänglichere irische Stilistik, wobei Jameson für mich ein gutes Beispiel dafür ist, was ich gerne im Glas habe. Auch Tequila gehört für mich unbedingt dazu. Hier hat es mir besonders Fortaleza angetan. Die Verbindung aus Agave, Würze und dem eigenständigen Charakter eines guten Tequilas bietet für mich eine spannende Alternative zu Rum oder Whiskey. Bei Cognac, Brandy und Weinbrand gefallen mir besonders die fruchtigen, holzigen und würzigen Aromen. Mein bisheriger Favorit in dieser Richtung ist der Pierre Ferrand Ambré Cognac. Auch bei Spirituosen möchte ich mich also nicht auf eine einzige Kategorie festlegen. Entscheidend ist letztendlich auch hier: Was passiert im Glas und schmeckt es mir? Zigarren, Pfeifentabak und Spirituosen gehören für mich zu derselben Leidenschaft: bewusst genießen, Aromen entdecken und sich dafür die nötige Zeit nehmen. Ein weiterer Teil dieser Leidenschaft ist für mich mittlerweile das Schreiben von Rezensionen geworden. Ich selbst lese sehr gerne die Bewertungen und Erfahrungen anderer Genießer. Gerade wenn ich überlege, eine neue Zigarre, einen Pfeifentabak oder eine Spirituose auszuprobieren, haben mir solche Rezensionen schon häufig bei meiner Auswahl geholfen. Deshalb halte ich auch meine eigenen Erfahrungen gerne fest. Vielleicht kann meine Bewertung wiederum jemand anderem bei seiner Entscheidung helfen. Was ursprünglich einfach dazu diente, meine persönlichen Eindrücke festzuhalten, ist inzwischen fast zu einem eigenen Hobby innerhalb des Hobbys geworden. Durch das Rezensieren beschäftige ich mich außerdem bewusster mit dem, was ich gerade rauche oder trinke. Ich achte stärker auf Aromen, Veränderungen und kleine Details und kann später noch einmal nachvollziehen, wie ich einen bestimmten Smoke oder eine Spirituose erlebt habe. Mein Humidor ist deshalb mittlerweile weit mehr als nur eine Sammlung gerauchter Zigarren. Dort finden sich auch meine Erfahrungen mit Pfeifentabaken und Spirituosen. Über die Jahre ist daraus mein persönliches Genusstagebuch geworden. Meine Bewertungen sind dabei immer subjektiv. Ich versuche festzuhalten, was ich persönlich wahrnehme und wie mir das jeweilige Produkt gefallen hat. Geschmack ist schließlich etwas sehr Individuelles. Was für den einen die perfekte Zigarre, der perfekte Pfeifentabak oder die ideale Spirituose ist, kann ein anderer vollkommen anders wahrnehmen. Und genau das macht diese Leidenschaft für mich so interessant: Auch nach vielen Jahren gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. Am Ende zählen für mich weder Preis noch Prestige oder der Name auf der Bauchbinde oder dem Etikett. Entscheidend ist der Genuss – und ob eine Zigarre, eine Pfeife oder ein gutes Glas einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
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