HU Tobacco Original Warehouseblend Izmir Oriental Cake 100g Dose

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Izmir Oriental Cake 100g Dose

 
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Izmir Oriental Cake 100g 01
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90048387
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25.11.2025
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3
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4
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room smell

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    HU Tobacco, Südenstr. 20, 86756 Reimlingen, hu-tobacco@t-online.de, https://hu-tobacco.de

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22.01.2026

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Dr. Magill
1. Einleitung: Der Izmir Oriental Cake aus dem Hause HU Tobacco reiht sich ein in das derzeitige Revival der orientbetonten Tabakkompositionen jenseits der klassischen englischen Schule. Der Verweis auf Izmir – das einstige Smyrna – ist dabei Programm. Seit dem 17. Jahrhundert galt die Ägäisregion als eine der feinsten Herkunftslandschaften für kleinblättrige Orienttabake, deren luftige Struktur, ätherische Würze und trockene Noblesse sie zu einem Grundpfeiler klassischer englischer und kontinentaler Mischungen machten. Während viele Kompositionen den Orient lediglich als Nebenstimme einsetzen, rückt Hans Wiedemann ihn hier bewußt ins Zentrum. Die Wahl der Cake-Pressung knüpft an traditionelle Verfahren an, wie sie vor allem im anglo-amerikanischen Raum zur Harmonisierung und Reifung komplexer Mischungen eingesetzt wurden. Gefertigt wird der Tabak bei Kopp, Rellingen auf deren von Planta erworbenen historischen britischen Pressen. 2. Optik & Schnitt: Der Tabak erscheint als kompakter, sauber gepreßter, recht fester Cake mit einer vielschichtigen Farbpalette von gelb- über olivbraun und rötlich bis zu dunkleren, beinahe schokoladigen Partien. 3. Kaltaroma: Im Kaltgeruch dominieren trockene, kräuterig-würzige und blumige Noten, begleitet von einer leichten Säure und einer mineralischen Note. Assoziationen von sonnengewärmtem Heu, getrockneten Wildkräutern und Feuerstein drängen sich auf. Die Virginias liefern eine sanfte, natürliche Süße, eher erinnernd an getrocknete Früchte als an Honig. Der Kentucky bringt eine dunkle, erdige Tiefe ein, während der Périque lediglich als feine, pfeffrige Spannung im Hintergrund spürbar ist. 4. Rauchverlauf: Anfang: Nach dem Anzünden steht der Orient klar im Vordergrund: Trocken aber durchaus floral, kräuter-würzig, mit leicht herber, ätherischer Note und an Feuerstein erinnernde Mineralik. Die Virginias bilden zunächst ein süßlich-fruchtiges Fundament, geben dem Orient Halt und verhindern jede Schärfe. Die rauchig-erdige Facette des Kentucky und die pfeffrig-fruchtige Spritzigkeit des Périque halten sich noch zurück. Mitte: Im weiteren Verlauf öffnet sich die Mischung zunehmend wie eine Blüte: Der Kentucky tritt nun etwas deutlicher hervor und verleiht dem Rauch etwas größeres Volumen sowie eine leicht holzige Erdigkeit. Gleichzeitig setzt der Périque punktuelle Akzente, die sich gelegentlich als feines pfeffriges Kribbeln auf der Zunge bemerkbar machen. Die Aromatik wirkt nun etwas dunkler und vielschichtiger, aber immer noch eher leicht und beschwingt. Ende: Im letzten Drittel verdichtet sich der Charakter. Der Rauch wird nun deutlich dunkler. Der Orient zieht sich zunehmend zurück, während der ledrig-rauchige Kentucky und der pfeffrige Périque den Ausklang bestimmen. Bei ruhigem Zugverhalten bleibt der Abgang trocken und sauber, ohne Bitterkeit. 5. Abbrand & Technik: Technisch präsentiert sich der Izmir Oriental Cake tadellos: Die Verarbeitung erlaubt sowohl grobes Zupfen als auch vollständiges Aufreiben, wobei ersteres m. E. der komplexen Aromaentfaltung stärker zuträglich ist. Der Feuchtigkeitsgrad ist vorbildlich eingestellt. Der Abbrand ist gleichmäßig, die Asche fein und hellgrau. Besonders Pfeifen mit mittlerer bis größerer Brennkammer erlauben eine optimale Aromaentfaltung (Dunhill 4-5). 6. Raumnote: Die Raumnote ist unaufdringlich, würzig und eindeutig tabakecht. Kräuterige Orientnoten, trockene Erdigkeit und ein Hauch dunkler Würze prägen den Eindruck. Sie wirkt kultiviert - jedoch eher für den gewiegten Pfeifenfreund als für unbeteiligte Umstehende. 7. Vergleich & Einordnung: Im Vergleich zu traditionellen orientbetonten Mischungen – etwa klassischen Balkan-Kompositionen (wie Dunhill‘s Durbar) oder puristischeren Orient-Virginia-Blends der deutschen Schule (wie Tabac Benden‘s Shamkat) – zeigt sich der Izmir Oriental Cake aromatisch vielschichtiger. Der Kentucky ersetzt hier gewissermaßen die Rolle, die in englischen Mischungen häufig Latakia übernimmt, allerdings ohne dessen harzig-balsamische Rauchdominanz. Der Périque fungiert hier nicht als Solist, sondern als architektonisches Element, das Spannung und Tiefe erzeugt. 8. Eignung & Empfehlung: Der HU Izmir Oriental Cake richtet sich eindeutig an erfahrene und innovationsoffene Pfeifenraucher, die den Orient nicht als exotische Randnotiz oder Kondiment, sondern als zentrales Leitmotiv schätzen. Er eignet sich besonders für ruhige Stunden, konzentrierte Lektüre oder kontemplative Momente. Als All-Day-Smoke ist er nur bedingt gedacht; vielmehr fordert er Aufmerksamkeit und Ruhe. 9. Fazit: Der HU Izmir Oriental Cake ist eine gelungene, traditionsbewußte und doch innovative Komposition von bemerkenswerter Ausgewogenheit und blumiger Leichtigkeit. Bei Kopp, Rellingen auf historischen Pressen sorgfältig gefertigt, verbindet er historische Manufakturtechniken mit modernen Kompositionsideen und verzichtet bewußt auf synthetische Aromatisierung. Wer eine eher leichtfüßige, orientbetonte Mischung mit deutlich floraler Note, spannender Komplexität und historisch-kultureller Verankerung sucht, findet hier einen Tabak von höchster Qualität.

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