G.L.Pease Tobacco Maltese Falcon

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Maltese Falcon

 
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08.12.2025

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Dr. Magill
1. Einleitung: GL Pease Maltese Falcon, 2008 vorgestellt, sollte nach eigener Aussage eine vollmundige, dabei abgerundete Latakia-Mischung verkörpern - eine Art kultivierte Brücke zwischen klassischer englischer Strenge und amerikanischer Weichzeichnung. Der Name, entnommen aus Dashiell Hammetts düsterem Detektivmythos, verheißt Rätsel und Tiefgang. 2. Optik & Schnitt: Das Tabakbild weist dunkle, fast schwarzbraune Bänder mit rötlichen Virginia-Schattierungen und hellerem Orient auf, sauber gerieben und homogen gemischt. Der Tabak zeigt die typische, leicht glänzende Oberfläche eines gut konditionierten Blends. Die Feuchte ist optimal. 3. Kaltarona: Ein sanfter Rauchduft, süßlich und balsamisch, tritt hervor. Das gewohnte Phenolspektrum des Latakia ist wenig spürbar; daneben Anklänge von Toffee, Vanillin, feuchtem Zedernholz. Eine Note erinnert an Karamell, die wohl von Red Virginias stammt. Hier deutet sich bereits an, daß der Latakia - vermutlich durch ein modifiziertes Cavendishverfahren - seiner typischen Phenole weitgehend beraubt und mit Dampf konditioniert wurde. Dieser von McClellands Frog Morton bekannte Kunstgriff erklärt den ungewöhnlich weichen, fast sahnigen Duft, der eher an amerikanische Blending-Technik als an britische Tabakkunst erinnert. 4. Rauchverlauf: Anfang: Der erste Zug offenbart ein cremig-rauchiges, etwas pappiges Mundgefühl. Der Rauch legt sich weich und gleichförmig an Gaumen und Zunge, ohne Ecken, ohne Kanten. Doch diese Milde kippt rasch in eine eigentümliche, mehlig-pappige Textur - als fehlte dem Rauch die innere Spannung. Geschmacklich dominieren karamellige Süße und milder Rauch, die Würze bleibt eher zurückhaltend. Mitte: Im mittleren Drittel gewinnt der Tabak kaum an Dynamik. Der Orient bringt zwar etwas Dynamik, aber das Zusammenspiel bleibt flach. Die Cremigkeit verstärkt sich, jedoch auf Kosten der Authentizität - ein Eindruck von übermäßiger Poliertheit. Das mehlig-weiche Mundgefühl bleibt bestehen, fast so, als hätte man einen süßen, zu stark oxydierten Wein im Mund: aromatisch dicht, aber müde ohne Frische. Hier drängt sich sich eine Analogie auf: Maltese Falcon gleicht einer einseitig süßen Trockenbeerenauslese - üppig, sirupartig, überreif. Dagegen erscheinen klassische englische Mischungen wie Dunhill My Mixture 965 oder Rattray Black Mallory als balancierte Spätlesen: dezente Süße, aber getragen von Säure, Würze und Struktur. Ende: Im letzten Drittel trocknet der Rauch ab; die Virginias treten etwas stärker hervor, das Aroma wird erdiger, doch die pappige Note bleibt. Der Latakia zeigt sich nochmals cremig, aber ohne die ledrig-salzige Tiefe klassischer britischer Provenienz. Hier spürt man, daß der Blend auf Milde, nicht auf Authentizität hin gestaltet wurde. 5. Abbrand & Technik: Es imponiert ein gleichmäßiger Abbrand, kaum Nachzünden, kühle Glut, hellgraue Asche. Technisch einwandfrei, sensorisch jedoch fast zu monoton - als hätte man das Herz des Tabaks zu Gunsten glatter Rauchbarkeit geopfert (typisch für Cavendish). 6. Raumnote: Angenehm, mild-rauchig, leicht süßlich mit Anklängen an Kakao und Zedernholz. Für Mitmenschen durchaus verträglich - doch der Kenner vermißt jene würzige Aura, die englische Latakia-Blends umweht. 7. Vergleich & Einordnung: Gegenüber traditionellen Mischungen von Dunhill, Rattray, McConnell oder Robert Lewis wirkt er wie ein moderner Nachbau - solide, aber glatter, polierter. Der mutmaßlich Cavendish-behandelte Latakia mildert zwar Schärfen und Säuren, nimmt dem Blend aber zugleich jene charakteristische facettenreiche Tiefe, die das englische Genre so unverwechselbar macht. 8. Eignung & Empfehlung: Empfohlen für Raucher, die eine samtige, süßlich-milde Latakia-Mischung mit hohem Komfort suchen. Weniger geeignet für Liebhaber klassischer, straffer Engländer, die Tiefe, Bitterkeit und ein trockenes Rückgrat schätzen. Maltese Falcon ist kein schlechter Tabak – aber einer, dem die britische Noblesse fehlt. 9. Fazit: GLP Maltese Falcon ist ein gepflegter, technisch ausgereifter, aber auch etwas langweiliger Tabak. Seine Süße und Cremigkeit sind zweifellos angenehm, doch die fehlende Struktur führt zu einem übermäßig weichen, fast breiigen Gesamtbild. Es ist, als koste man eine edle, aber überreife Frucht: aromatisch, ja - doch matschig.

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