G.L.Pease Tobacco Odyssey

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Odyssey

 
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G.L.Pease Tabak Odyssey
21.90 € 1kg = 384.21 €
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Item number (SKU)
90037415
In the assortment since
12.06.2023
Brand
Cut
Aroma
5
Room fragrance
5
Flavouring
type
Strength
Flavor Profile
room smell

Average Aroma Rating (3)

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    Kopp Tobaccos GmbH & Co. KG, Hans-Löns-Weg 36, 25462 Rellingen, info@kopp-tobaccos.com, https://kopp-tobaccos.com

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27.04.2026

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Sven
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1. Einleitung: Mit Odyssey hat GL Pease eine Mischung geschaffen, die bewußt an die große Linie klassischer Balkanmischungen anknüpft und sie zugleich in eine moderne, gesteigerte Ausdrucksform überführt. Die Komposition besteht aus drei Säulen: Einem sehr hohen Anteil zypriotischen Latakia, einer vielschichtigen Auswahl orientalischer Tabake sowie gereiften roten und dunklen Virginias. Bereits die Komposition verweist auf das zentrale Anliegen: Nicht fein ziselierte Balance im klassischen englischen Sinne, sondern gleichsam ein „großes, orchestrales“ Klangbild, in dem kraftvolle Einzelstimmen, wie in Bayreuths berühmten Orchestergraben, zu einer dichten, symphonischen Gesamtheit verschmelzen. GLP Odyssey steht damit weniger in der Tradition moderater Londoner Blends als vielmehr in jener späteren Entwicklungslinie, in der Latakia nicht mehr nur würzt, sondern strukturell eindeutig dominiert; ohne jedoch, im Idealfall, die Differenzierung zu zerstören. 2. Optik & Schnitt: Die Mischung zeigt sich in einem überwiegend dunklen, fast tiefschwarzen Erscheinungsbild. Dominant sind die öligen, schwarzen Latakia-Anteile, durchzogen von dunkelroten Virginia-Streifen und vereinzelten, helleren Orientfasern. Der Schnitt ist ein eher grober Ribbon Cut mit stellenweise längeren Fragmenten. 3. Kaltaroma: Das Bouquet des kalten Tabaks ist von eindrucksvoller Tiefe: Lagerfeuerrauch, Leder, ein Hauch von Torf, Pferdestall und eine obskure, leicht medizinisch anmutende Schärfe prägen den ersten Eindruck. Dahinter liegen, weniger offensichtlich, aber klar vorhanden, süßliche, fast brotige Nuancen der Virginias. Die Orienttabake steuern eine feine, trockene Würze bei: Leicht säuerlich, ätherisch bis floral. Der Latakia ist olfaktorisch stark präsent: Rauchig, balsamisch, zuweilen an Weihrauch erinnernd. Insgesamt entsteht ein schweres, dichtes Bouquet, das bereits im kalten Zustand die Richtung vorgibt: Kraftvoll, aber nicht dumpf. 4. Rauchverlauf: Anfang: Der Beginn des Abbrandes bestätigt die Erwartung: Voluminöse Rauchentwicklung, getragen von einem sofort präsenten Latakia-Körper. Dieser wirkt jedoch nicht scharf oder aggressiv, sondern weich, beinahe cremig eingebettet. Mitte: Mit zunehmender Dauer entfaltet sich eine deutlich größere Komplexität. Die Orienttabake treten stärker hervor und bringen eine trockene, würzige, leicht säuerliche Spannung ein. Die Virginias bleiben im Hintergrund, liefern jedoch eine konstante, unterschwellige Süße, die das Gesamtbild zusammenhält. Rauchigkeit, Würze und Süße greifen ineinander, ohne sich gegenseitig zu überdecken. Ende: Im letzten Drittel verdichtet sich das Profil. Erdige, leicht herbe und bisweilen harzige Noten treten hervor. Die Süße nimmt ab, während eine würzig-balsamische Tiefe dominiert. Gelegentlich zeigt sich ein an orientalische Gewürze erinnernder Nachhall, stets eingebettet in ein insgesamt rundes, nie beißendes Gesamtbild. 5. Abbrand & Technik: Technisch präsentiert sich GLP Odyssey erfreulich unkompliziert. Die Mischung entzündet sich willig, verlangt jedoch, dem hohen Anteil dunkler, ölreicher Tabake geschuldet, eine gewisse Sorgfalt beim Stopfen. Eine zu dichte Stopfung führt rasch zu Zugproblemen. Die Feuchtigkeit ist praxisgerecht: Leicht geschmeidig, ohne klebrig zu wirken; unmittelbar rauchfertig, wenngleich ein kurzes Antrocknen der Komplexität bisweilen zuträglich ist. Der Abbrand verläuft bemerkenswert gleichmäßig; gelegentliches Nachfeuern kann erforderlich werden, bleibt aber selten. Die Kondensatbildung fällt gering aus. 6. Raumnote: Die Raumnote ist klassisch latakia-dominiert: Schwer, rauchig, für den Freund der Balkanmischung angenehm, für den Unerfahrenen mitunter fordernd. Sie erinnert an Pferdestall, Holzfeuer, Leder und eine gewisse herb-maskuline Würze des Herrenreiters. Insgesamt bewegt sie sich im Bereich „gerade noch tolerierbar bis social suicide“. 7. Vergleich & Einordnung: Im Vergleich zur klassischen, schweren englischen Mischung Dunhill’s Nightcap zeigt sich GLP Odyssey noch voluminöser und latakia-betonter. Während Nightcap durch Périque zusätzliche pfeffrig-fruchtige Würze und Nikotinstärke einbringt, bleibt Odyssey bei der klassischen englischen Trias, steigert jedoch deren Intensität mehr als deutlich. HU Fayyum Special Cake wirkt im direkten Vergleich feiner austariert und stärker von den Orienttabaken geprägt. Fayyum erscheint mir trockener, ätherischer, mit größerer aromatischer Differenziertheit. GLP Odyssey hingegen ist dichter, dunkler und noch körperreicher; weniger filigran, dafür noch eindrucksvoller in der schieren Masse. Gegenüber TAK Kieler Förde zeigt sich ein interessanter Kontrast:
Kieler Förde, bestehend aus Orient, ca. 65 % Latakia und Périque verzichtet vollständig auf Virginia oder Cavendish. Das führt zu einer fundamental anderen Architektur: Trockener, direkter, weniger abgefedert und mit durch Périque schärferem Kantenprofil, weniger cremige, dafür noch würzigere Latakia-Rauchentwicklung. Demgegenüber erscheint GLP Odyssey trotz seiner Kraft fast „weichgespült“: Die Virginias wirken als bindendes Element, das die Intensität in eine weichere Form überführt, die arkanische Behandlung des Latakia mindert ztdem dessen Phenolprofil in Richtung Weichzeichnung. Zusammenfassend: Dunhill Nightcap: Klassische Balance. HU Fayyum: Orientbetonte Differenzierung. TAK Kieler Förde: Trockene, kontrastreiche Radikalität. GLP Odyssey: Weiche, latakia-getragene Opulenz. 8. Eignung & Empfehlung: GLP Odyssey richtet sich klar an den erfahrenen Pfeifenraucher. Die Mischung verlangt eine gewisse Aufmerksamkeit und Ruhe; sie ist kein beiläufiger „All-Day-Smoke“. Besonders geeignet erscheint sie mir für: Liebhaber kräftiger Balkanmischungen. Kühle Jahreszeiten Große Pfeifenformate, in denen sich die aromatische Breite entfalten kann. Für Einsteiger ist sie m.E. nur bedingt zu empfehlen, da ihre Dichte und Intensität leicht überfordern können. 9. Fazit: GLP Odyssey ist eine bewußt groß angelegte Mischung; ein Werk, das nicht auf englische Balance und Zurückhaltung, sondern auf amerikanisch übersteigerten Ausdruck zielt. Sie vereint eine enorme latakia-getragene Tiefe mit überraschender Weichheit und struktureller Geschlossenheit. Ihre eigentliche Leistung liegt darin, fast brachiale Intensität mit trotzdem erhaltener Differenzierung zu verbinden: Eine seltene Kombination, die sie aus der Plethora latakia-überladener Hausmischungen, die krampfhaft versuchen, Balkan Sobranie 759 zu imitieren, heraushebt. Wer die klassische englische Balkan-Tradition in amerikanisch übersteigerter, nahezu wagnerianischer Form erleben möchte, findet hier eine der überzeugendsten modernen Interpretationen: Kraftvoll und laut wie eine Wagner-Tuba, dabei doch vielschichtig und von nachhaltigem Eindruck.

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Jens-Helge
11.06.2024

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J-H-G
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Ein Engländer, wie er im Buche steht. Kräftig, rauchig, ordendlich Pferderstall. Der Tabak ist perfekt konditioniert, läßt sich serh gut stopfen und brennt einfach nur perfekt runter, wenn man ihn gleichmäßig stopft. Das Tabakbild ist etwas uneinheitlich, hier Sorfalt walten zu lassen, zahlt sich später aus. Aber wenn man das beherzigt, bekommt man einen hervorragenden Abbrand, der einfach nur ein Genuß ist. Man schmeckt ihn noch lange Zeit, nachdem man die Pfeife weggelegt hat Es ist in der Tat kein billiges Vergnügen, aber trotzdem finde ich, er ist sein Geld wert.

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Favorit123
13.09.2025

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anonym
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Ziemlich unspektakulärer Ersteindruck. Das Dosendesign, der Kaltduft, das Erscheinungsbild des Tabaks, alles eher langweilig. Und tatsächlich setzt sich dieser Eindruck auch in der Pfeife zunächst fort. Odyssey wirkt nicht so komplex oder vielschichtig wie manch anderer Blend von G. L. Pease. Aber genau das scheint auch der Punkt zu sein. Hier geht es weniger um Komplexität, sondern um Geradlinigkeit. Der Tabak ist ziemlich direkt mit gerade noch genug Tiefe, um beim Rauchen nicht langweilig zu werden. Der Latakia übernimmt zwar klar die Führung, bleibt aber nie zu dominant. Er wird gut durch die Orientals und Virginia abgefedert. Im Geschmack zeigt sich eine schöne Würze. Für meinen Geschmack mit einem Hauch Pfefferschärfe, begleitet von subtiler Süße und weichen, dunklen Noten des Latakias. Ein ruhiger, durchdachter Blend mit Charakter und einem schönen Spannungsfeld zwischen Schwere und subtiler Feinheit. Grundsolider Tabak, gibt aber für meinen Geschmack Bessere.

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