Bossner Reserva Ivan IV. (Salomon)
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Ivan IV. (Salomon)
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Item number (SKU)
90019443
In the assortment since
05.10.2016
Brand
Fabrication
Length
6.875 inches / 17.46 cm
Size
Salomón
Flavoured
Wrapper origin
Wrapper Variety
Topsheet / -leave property
Binder origin
Binder Variety
Boxpressed
Average Aroma Rating (3)
Importer
Charles Fairmorn Vertrieb by Kleinlagel oHG, Friedrich-Silcher-Str. 2-4, 76646 Bruchsal, info@kleinlagel.com, https://www.kleinlagel.com
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Price/Value
6
3 Bewertungen
Quality
8
3 Bewertungen
Strength
4
3 Bewertungen
Der Humidor von Tabakfan

Amante del Tabaco
Die Bossner Reserva Ivan IV kommt in einem imposanten Salomon-Format mit 17,46 cm Länge und etwa 2,3 cm Durchmesser. Die konische Form steht der Zigarre hervorragend und macht schon optisch einiges her. Das dunkelbraune H-2000-Oscuro-Deckblatt aus Ecuador besitzt eine leicht ledrige Oberfläche mit feinen Poren und kaum sichtbaren Blattadern. Darunter liegt ein amerikanisches Connecticut-Umblatt, während die Einlage aus nicaraguanischen Tabaken besteht. Sowohl der Zigarrenfuß als auch der Kopf sind verschlossen. Die äußerliche Verarbeitung ist makellos, die Rollung wirkt gleichmäßig und die Salomon liegt schön satt zwischen den Fingern. Auch die Anilla macht wieder einiges her. Wie schon bei der Vladimir I. wirkt sie hochwertig und aufwendig gestaltet. Gerade auf dem dunklen Oscuro-Deckblatt verleiht sie der Ivan IV einen ausgesprochen edlen Look. Der gesamte optische Eindruck passt für mich hervorragend zu einer Zigarre dieser Klasse. Den geschlossenen Zigarrenfuß habe ich nur ganz knapp geöffnet, am Kopf habe ich ungefähr einen Zentimeter abgenommen. Der Kaltgeruch erinnert an guten, würzigen Tabak mit leichten Anklängen von Bitterschokolade. Beim Kaltzug geht es deutlich holziger weiter. Dazu kommen eine leicht torfige Note und im Hintergrund etwas Florales. Als Begleiter habe ich einen Pyrat XO Reserve Rum gewählt. Seine fruchtige und frische Aromatik bildet für mich einen schönen Gegenpol zur dunklen Würze der Ivan IV und unterstützt den Smoke sehr gut. Die Ivan IV nimmt die Flamme bereitwillig an und startet direkt mit einer dunklen, kräftigen Aromatik. Dunkles Holz, Erde und Kaffee bilden die Basis. Dazu kommen eine süßliche Tabakwürze und etwas Creme. Schwarzer Pfeffer steuert zunächst nur eine kleine Portion zusätzliche Würze bei, ohne dabei scharf zu werden. Schon nach kurzer Zeit nimmt die Cremigkeit deutlich zu und auch die natürliche Süße legt noch einmal nach. Die würzige Melange aus Holz, Erde, Kaffee und Pfeffer bleibt dabei erhalten. Im Hintergrund entwickeln sich recht schnell Leder und Schokolade, wodurch der Smoke zusätzliche Tiefe bekommt. Trotz der dunklen Aromen wirkt die Ivan IV dabei weder schwerfällig noch überladen. Die zunehmende Cremigkeit hält alles schön zusammen. Im zweiten Drittel wird die Ivan IV für mich besonders interessant. Sie wird einerseits runder, legt gleichzeitig aber auch bei der Würze zu. Aus dem Kaffee entwickelt sich ein kräftiger Espresso und der schwarze Pfeffer zeigt jetzt erstmals eine minimale Schärfe. Erde und Leder werden zunehmend trockener, obwohl die grundsätzliche Cremigkeit weiterhin vorhanden bleibt. Die anfängliche Süße fährt deutlich zurück und die Schokoladennoten entwickeln sich in Richtung Zartbitterschokolade. Besonders interessant finde ich eine Aromatik, die mich an gereiften Portwein erinnert. Dabei schmecke ich nicht nur etwas Weinartiges heraus, sondern habe tatsächlich auch eine Assoziation an das Holzfass, in dem ein solcher Port gelegen haben könnte. Überhaupt ist dieses Drittel ein ständiges Auf und Ab. Gerade wenn die Ivan IV trockener und würziger erscheint, wird sie wenige Züge später wieder cremiger und weicher. Kurz darauf folgen erneut würzige Spitzen, die stellenweise sogar Nuancen von schwarzen Oliven zeigen. Genau dieses Wechselspiel sorgt für eine schöne Komplexität und macht den Rauchverlauf ausgesprochen spannend. Zum Ende überrascht mich die Ivan IV noch einmal richtig. Statt – wie bei vielen Zigarren – zunehmend kräftiger, trockener und würziger zu werden, schlägt sie plötzlich den entgegengesetzten Weg ein. Die Erde bekommt einen leicht torfigen Charakter, aus dem kräftigen Espresso entwickelt sich ein weicherer Milchkaffee und selbst das zuvor dunkle und schwere Holz erscheint heller. Gleichzeitig legt die Cremigkeit noch einmal ordentlich zu und auch die Süße kehrt deutlich zurück. Die ledrigen Aromen verlieren etwas an Intensität und die Schokolade lässt sich nur noch dezent im Hintergrund erahnen. Gerade diese Entwicklung gefällt mir ausgesprochen gut. Die Ivan IV zeigt ausgerechnet zum Ende noch einmal ihre sanfte, cremige Seite, anstatt einfach nur immer kräftiger zu werden. Damit schafft sie es tatsächlich, mich im letzten Drittel noch einmal zu überraschen. Auch technisch spielt die Ivan IV auf einem sehr hohen Niveau. Zug und Abbrand waren vom Anfang bis zum Ende absolut unkompliziert und angenehm. Das Rauchvolumen war ebenfalls satt und genau so, wie ich es mir wünsche. Gerade bei einem aufwendigeren Salomon-Format finde ich eine derart saubere Konstruktion bemerkenswert. Verarbeitung, Rollung und die Qualität der verwendeten Tabake hinterlassen bei mir einen erstklassigen Eindruck. Hier setzt die Ivan IV genau die Qualität fort, die mich bereits bei der Bossner Vladimir I. begeistert hat. Fazit: Die Bossner Reserva Ivan IV ist für mich eine außergewöhnlich gut gemachte und geschmacklich spannende Zigarre. Im Vergleich zur bereits von mir gerauchten Bossner Reserva Vladimir I. Campana erkenne ich eine klare gemeinsame Handschrift. Beide bieten eine dunkle, würzige Grundaromatik, viel Cremigkeit, hochwertige Tabake und eine Konstruktion, an der ich praktisch nichts auszusetzen hatte. Geschmacklich unterscheiden sie sich trotzdem. Die Vladimir I. wirkte auf mich etwas rustikaler und kerniger. Besonders weiße Eiche, Erde, Leder sowie die interessanten Stall- und Torfnoten haben ihr einen sehr eigenständigen Charakter gegeben, bevor sich Kaffee und Schokolade stärker entwickelten. Die Ivan IV ist für mich dagegen etwas wandelbarer. Besonders das zweite Drittel mit seinem Wechsel zwischen trockener Würze und weicher Cremigkeit sowie den ungewöhnlichen Anklängen von Portwein, Holzfass und schwarzen Oliven sorgt für Abwechslung. Ihr größter Trumpf ist für mich allerdings das letzte Drittel: Statt immer kräftiger und schärfer zu werden, dreht sie noch einmal in Richtung Süße, Cremigkeit und weichere Aromen. Was ich nach diesen beiden Zigarren ebenfalls festhalten muss: Die Nicaragua-Reserva-Serie von Bossner gefällt mir bis jetzt ausgesprochen gut. Bossner ist eine Marke, die bei mir lange Zeit eher unter dem Radar gelaufen ist. Nach der Vladimir I. und jetzt der Ivan IV muss ich sagen, dass ich da offenbar einiges übersehen habe. Beide Zigarren haben mich auf ihre eigene Art überzeugt und definitiv meine Neugier auf weitere Formate der Serie geweckt. Qualitativ und geschmacklich liegen Vladimir I. und Ivan IV für mich auf nahezu demselben Niveau. Die Ivan IV bekommt aufgrund ihrer etwas größeren Entwicklung und ihres überraschenden Finales lediglich einen hauchdünnen Vorsprung. Eigener Merker: 9,8/10
27.09.2026

Amante del Tabaco
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Die Bossner Reserva Ivan IV kommt in einem imposanten Salomon-Format mit 17,46 cm Länge und etwa 2,3 cm Durchmesser. Die konische Form steht der Zigarre hervorragend und macht schon optisch einiges her. Das dunkelbraune H-2000-Oscuro-Deckblatt aus Ecuador besitzt eine leicht ledrige Oberfläche mit feinen Poren und kaum sichtbaren Blattadern. Darunter liegt ein amerikanisches Connecticut-Umblatt, während die Einlage aus nicaraguanischen Tabaken besteht. Sowohl der Zigarrenfuß als auch der Kopf sind verschlossen. Die äußerliche Verarbeitung ist makellos, die Rollung wirkt gleichmäßig und die Salomon liegt schön satt zwischen den Fingern. Auch die Anilla macht wieder einiges her. Wie schon bei der Vladimir I. wirkt sie hochwertig und aufwendig gestaltet. Gerade auf dem dunklen Oscuro-Deckblatt verleiht sie der Ivan IV einen ausgesprochen edlen Look. Der gesamte optische Eindruck passt für mich hervorragend zu einer Zigarre dieser Klasse. Den geschlossenen Zigarrenfuß habe ich nur ganz knapp geöffnet, am Kopf habe ich ungefähr einen Zentimeter abgenommen. Der Kaltgeruch erinnert an guten, würzigen Tabak mit leichten Anklängen von Bitterschokolade. Beim Kaltzug geht es deutlich holziger weiter. Dazu kommen eine leicht torfige Note und im Hintergrund etwas Florales. Als Begleiter habe ich einen Pyrat XO Reserve Rum gewählt. Seine fruchtige und frische Aromatik bildet für mich einen schönen Gegenpol zur dunklen Würze der Ivan IV und unterstützt den Smoke sehr gut. Die Ivan IV nimmt die Flamme bereitwillig an und startet direkt mit einer dunklen, kräftigen Aromatik. Dunkles Holz, Erde und Kaffee bilden die Basis. Dazu kommen eine süßliche Tabakwürze und etwas Creme. Schwarzer Pfeffer steuert zunächst nur eine kleine Portion zusätzliche Würze bei, ohne dabei scharf zu werden. Schon nach kurzer Zeit nimmt die Cremigkeit deutlich zu und auch die natürliche Süße legt noch einmal nach. Die würzige Melange aus Holz, Erde, Kaffee und Pfeffer bleibt dabei erhalten. Im Hintergrund entwickeln sich recht schnell Leder und Schokolade, wodurch der Smoke zusätzliche Tiefe bekommt. Trotz der dunklen Aromen wirkt die Ivan IV dabei weder schwerfällig noch überladen. Die zunehmende Cremigkeit hält alles schön zusammen. Im zweiten Drittel wird die Ivan IV für mich besonders interessant. Sie wird einerseits runder, legt gleichzeitig aber auch bei der Würze zu. Aus dem Kaffee entwickelt sich ein kräftiger Espresso und der schwarze Pfeffer zeigt jetzt erstmals eine minimale Schärfe. Erde und Leder werden zunehmend trockener, obwohl die grundsätzliche Cremigkeit weiterhin vorhanden bleibt. Die anfängliche Süße fährt deutlich zurück und die Schokoladennoten entwickeln sich in Richtung Zartbitterschokolade. Besonders interessant finde ich eine Aromatik, die mich an gereiften Portwein erinnert. Dabei schmecke ich nicht nur etwas Weinartiges heraus, sondern habe tatsächlich auch eine Assoziation an das Holzfass, in dem ein solcher Port gelegen haben könnte. Überhaupt ist dieses Drittel ein ständiges Auf und Ab. Gerade wenn die Ivan IV trockener und würziger erscheint, wird sie wenige Züge später wieder cremiger und weicher. Kurz darauf folgen erneut würzige Spitzen, die stellenweise sogar Nuancen von schwarzen Oliven zeigen. Genau dieses Wechselspiel sorgt für eine schöne Komplexität und macht den Rauchverlauf ausgesprochen spannend. Zum Ende überrascht mich die Ivan IV noch einmal richtig. Statt – wie bei vielen Zigarren – zunehmend kräftiger, trockener und würziger zu werden, schlägt sie plötzlich den entgegengesetzten Weg ein. Die Erde bekommt einen leicht torfigen Charakter, aus dem kräftigen Espresso entwickelt sich ein weicherer Milchkaffee und selbst das zuvor dunkle und schwere Holz erscheint heller. Gleichzeitig legt die Cremigkeit noch einmal ordentlich zu und auch die Süße kehrt deutlich zurück. Die ledrigen Aromen verlieren etwas an Intensität und die Schokolade lässt sich nur noch dezent im Hintergrund erahnen. Gerade diese Entwicklung gefällt mir ausgesprochen gut. Die Ivan IV zeigt ausgerechnet zum Ende noch einmal ihre sanfte, cremige Seite, anstatt einfach nur immer kräftiger zu werden. Damit schafft sie es tatsächlich, mich im letzten Drittel noch einmal zu überraschen. Auch technisch spielt die Ivan IV auf einem sehr hohen Niveau. Zug und Abbrand waren vom Anfang bis zum Ende absolut unkompliziert und angenehm. Das Rauchvolumen war ebenfalls satt und genau so, wie ich es mir wünsche. Gerade bei einem aufwendigeren Salomon-Format finde ich eine derart saubere Konstruktion bemerkenswert. Verarbeitung, Rollung und die Qualität der verwendeten Tabake hinterlassen bei mir einen erstklassigen Eindruck. Hier setzt die Ivan IV genau die Qualität fort, die mich bereits bei der Bossner Vladimir I. begeistert hat. Fazit: Die Bossner Reserva Ivan IV ist für mich eine außergewöhnlich gut gemachte und geschmacklich spannende Zigarre. Im Vergleich zur bereits von mir gerauchten Bossner Reserva Vladimir I. Campana erkenne ich eine klare gemeinsame Handschrift. Beide bieten eine dunkle, würzige Grundaromatik, viel Cremigkeit, hochwertige Tabake und eine Konstruktion, an der ich praktisch nichts auszusetzen hatte. Geschmacklich unterscheiden sie sich trotzdem. Die Vladimir I. wirkte auf mich etwas rustikaler und kerniger. Besonders weiße Eiche, Erde, Leder sowie die interessanten Stall- und Torfnoten haben ihr einen sehr eigenständigen Charakter gegeben, bevor sich Kaffee und Schokolade stärker entwickelten. Die Ivan IV ist für mich dagegen etwas wandelbarer. Besonders das zweite Drittel mit seinem Wechsel zwischen trockener Würze und weicher Cremigkeit sowie den ungewöhnlichen Anklängen von Portwein, Holzfass und schwarzen Oliven sorgt für Abwechslung. Ihr größter Trumpf ist für mich allerdings das letzte Drittel: Statt immer kräftiger und schärfer zu werden, dreht sie noch einmal in Richtung Süße, Cremigkeit und weichere Aromen. Was ich nach diesen beiden Zigarren ebenfalls festhalten muss: Die Nicaragua-Reserva-Serie von Bossner gefällt mir bis jetzt ausgesprochen gut. Bossner ist eine Marke, die bei mir lange Zeit eher unter dem Radar gelaufen ist. Nach der Vladimir I. und jetzt der Ivan IV muss ich sagen, dass ich da offenbar einiges übersehen habe. Beide Zigarren haben mich auf ihre eigene Art überzeugt und definitiv meine Neugier auf weitere Formate der Serie geweckt. Qualitativ und geschmacklich liegen Vladimir I. und Ivan IV für mich auf nahezu demselben Niveau. Die Ivan IV bekommt aufgrund ihrer etwas größeren Entwicklung und ihres überraschenden Finales lediglich einen hauchdünnen Vorsprung. Eigener Merker: 9,8/10
TAM
