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H. Upmann (Portofrei)

Der Name dieser großen cubanischen Cigarrenfabrik rührt von dem gleichnamigen Londoner Bankhaus, welches sich von seiner Filiale in Havana in der Mitte des letzten Jahrhunderts regelmäßig Cigarren nach Großbritannien schicken ließ, womit der Siegeszug dieser Cigarrenmarke seinen Lauf nahm. Die damalige Fabrik heißt heute José Marti und stellt neben der Upmann auch die Montecristos her.

Unsere Empfehlung ist die wunderbar samtig-weiche Sir Winston, die sowohl kraftvoll als auch gut verträglich ist. Die Monarchs ist, bei gleichem Format ungleich kräftiger und komplexer.

Die früher handgemachte Aromaticos ist leider mittlerweile auch Maschinenware.

Wissenswertes zur Marke:

Im Jahre 1844 wanderte die ursprünglich aus Bremen stammende Familie Hupmann von England nach Cuba aus. Ihr Erscheinen dort sorgte für Aufmerksamkeit, waren doch im Geschäft ansonsten eher Spanier und Holländer tätig.

Gleich nach ihrer Ankunft eröffneten die Brüder August und Hermann die „H.Upmann-Fabrik“ auf der Calle San Miguel No. 85 in Havanna. Aus dem Namen Hupmann war fast über Nacht der Name Upmann geworden.  Quellen belegen aber eindeutig, dass der ursprüngliche Name der Familie tatsächlich Hupmann gewesen ist. Das „H“ wurde für den Markennamen vermutlich weggelassen, da es im spanischen „stumm“ ist und deshalb nicht gesprochen wird.

Es gibt zwei Versionen, was aber das „H.“ vor dem Namen bedeutet. Quellen gehen davon aus, dass das „H“ für „Hermanos“ (span. „Brüder“) steht. Das „H“ könnte jedoch auch die Abkürzung von „Hermann“ sein.

Hermanns Neffen Alberto und German gründeten eine Bank in Havanna. Die geschäftlichen Beziehungen zwischen der Bank und der Cigarrenfabrik waren sehr eng.

H.Upmann-Cigarren wurden sofort ein großer Erfolg. Bereits 1891 musste eine neue, größere Fabrik für mehr als 200 Arbeiter gebaut werden. Für die damalige Zeit handelt es sich damit um eine beachtlich große Fabrik.  Aber die Familie hatte Pech. 1922 meldete die Upmann-Bank Insolvenz an und auch die Fabrik ging bankrott. Einiges spricht dafür, dass dies nicht die Schuld der Upmann-Brüder war, sondern dass während des ersten Weltkrieges alle deutschen Unternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt wurden. Die Marke H. Upmann übernahm dann das britische Haus J. Frankau & Co. (Vorgänger des heutigen Cigarrenimporteurs Hunter&Frankau in Großbritannien) und führte den Betrieb weiter.  Aber Frankau & Co. schaffte es nicht, die Marke erfolgreich weiter zu führen, weshalb H.Upmann (die Marke und die Fabrik) 1937 an die Familie Menéndez, García & Co. verkauft wurde.

Die Menéndez-Familie hatten damals bereits einen guten Namen als Experten im Tabakgeschäft.  Sie strukturierten die Fabrik um, und schufen die neue Marke Montecristo, nachdem die Familie 1935 die Particulares-Fabrik übernommen hatte. Die Produktion verlegten sie anschließend in die H.Upmann-Fabrik.  Der internationale Vertrieb der Montecristo-Cigarren lief über die John Hunter Morris and Elkan Company, der der Upmann-Cigarren weiterhin über J. Frankau & Co. Die Marke Montecristo war so erfolgreich und gut, dass sich mit ihrer Unterstützung auch die Upmann-Produktion finanziell erholen konnte.

1945 zog die Upmann-Fabrik wieder in ein anderes Gebäude in die Calle Amistad 405. In diesem blieb sie bis 2003. Seitdem befindet sich die Fabrik an der Ecke 23. und 14. Straße in Havannas Stadtteil Vedado (in diesen neuen Stadtteilen tragen die Straßen keine Namen mehr, sondern werden nur noch mit Nummern bezeichnet, Anm. d. Red.).  Während der Revolution war Upmann der größte Exporteur von Cigarren in Cuba. Die Fabrik produzierte ununterbrochen während dieser Zeit. 1961 beschloß die Familie Menéndez, Cuba zu verlassen. Die Fabrik wurde durch das staatliche Unternehmen Cubatabaco übernommen. Während der ganzen Zeit ihres Bestehens gehörten die Cigarren der Marke Upmann ungebrochen zu den beliebtesten und bekanntesten Habanos.

 

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