Dunhill Zigarren, Pfeifen und Zubehör

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Informationen

Der Ursprung

Die Geschichte von Dunhill geht zurück auf das Jahr 1893. Alfred Dunhill stieg mit 15 Jahren in die Sattlerei seines Vaters ein, der sich auf Zubehör für Autofahrer spezialisiert hatte. 1904 gestaltete er die erste Pfeife, die speziell auf die Bedürfnisse von Autofahrern ausgerichtet war. Denn damals fuhr man überwiegend mit offenem Verdeck, und die Pfeife drohte durch den Fahrtwind heiß zu werden. Seine Pfeife verhinderte dies. 1907 eröffnete in der Londoner Duke Street das erste Dunhill-Ladengeschäft, das sich auf Tabakwaren und Pfeifen spezialisierte. Schon lange zuvor hatte sich Alfred Dunhill mit Zigarren befasst; außerdem mischte er Pfeifentabake, die er den individuellen Wünschen der solventen Kundschaft anpasste. Es folgten weitere Filialen in Paris und das florierende Unternehmen war bald bekannt für seine hervorragenden Tabake und Pfeifen. Dies begründete den fast legendären Ruf dieser Marke bis heute. 

Der Inbegriff kubanischer Zigarren

Schon früh pflegte Dunhill enge Kontakte nach Kuba und vertrieb berühmte Habanas wie Montecristo und Romeo y Julieta. Doch zum Inbegriff kubanischer Zigarren wurde die Firma erst nach der Revolution; als Partner des staatlichen Unternehmens Cubatabaco erhielt sie die exklusiven Vertriebsrechte der Marken Don Cándido, Don Alfredo und La Flor del Punto. Auch innovativ ging es im Hause Dunhill zu: Nach dem Ersten Weltkrieg entstand hier der erste begehbare Humidor Europas — ein großer Schrank mit Klimatisierung und Wänden aus Zedernholz. Mit dieser Vorrichtung hatte Dunhill einen Maßstab gesetzt, dem Zigarrenhändler überall auf der Welt nacheifern wollten. Überhaupt war Dunhill in vielen Dingen Vorreiter: Auf Kuba ließ man Zigarren fertigen, die unter dem eigenem Markennamen Dunhill angeboten wurden, bis die Kubaner in den 1980er selbst den Exporthandel ihrer Edelware in die Hand nahmen. Die Folgejahre waren für Dunhill geprägt von zahlreichen Besitzerwechseln und einer Aufspaltung von Tabak- und Accessoires-Sparte.

Abschied vom Tabak

Inzwischen gehört Dunhill zum Schweizer Luxuskonzern Richemont, der 2008 beschloss, sich komplett aus der Herstellung und dem Vertrieb von Tabakwaren zurückzuziehen. Der Rückzug erfolgte allerdings nur allmählich; seit 2018 werden nun weder Zigarren noch Pfeifentabake mehr unter dem Namen Dunhill vertrieben. Zwar tauchen hin und wieder Restbestände aus Duty-Free-Lagern auf, aber im Fachhandel sind Dunhill-Tabakwaren in der Regel nicht mehr zu finden. Dennoch haben die Dunhill-Pfeifentabake eine Zukunft. Denn der Hersteller der Dunhill-Tabake, die Scandinavian Tobacco Group, die bereits seit Anfang der 2000er Jahre die Dunhill-Mischungen im Auftrag herstellte, erwarb die Rechte der Marken, sowie die Rezepte der jeweiligen Blends. So können Pfeifenraucher weiterhin ihren „Early Morning Pipe“ oder „Nightcap“ genießen — wenn auch unter dem Label Peterson.

Aktuelles Sortiment

Im Richemont-Konzern ist allerdings die Sparte Raucherbedarfsartikel verblieben. Gefertigt wird zum großen Teil in London; hier befinden sich die Werkstätten zur Herstellung u.a. von Lederwaren und Humidoren. Geleitet wird dieser Bereich übrigens von einem Deutschen: Kalmon Hener ist Münchner und hat ein sicheres Gespür für den immensen Traditionsgehalt seiner Marke. Dabei gilt nach wie vor die Devise, dass bei allen Produkten der Anspruch erhoben wird, das qualitativ Beste in jeweiligem Bereich zu sein. Absolut hochwertige Verarbeitung, erstklassige Rohmaterialien und der von Understatement geprägte britische Stil finden nach wie vor ihren Platz im aktuellen Portfolio des Herstellers.