Dunhill Pfeifen, Zigarrenzubehör, Pfeifenzubehör, Feuerzeuge

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Informationen

Der Ursprung

Die Geschichte von Dunhill geht zurück auf das Jahr 1893. Alfred Dunhill stieg mit 15 Jahren in die Sattlerei seines Vaters ein, der sich auf Zubehör für Autofahrer spezialisiert hatte. 1904 gestaltete er die erste Pfeife, die speziell auf die Bedürfnisse von Autofahrern ausgerichtet war. Denn damals fuhr man überwiegend mit offenem Verdeck, und die Pfeife drohte durch den Fahrtwind heiß zu werden. Seine Pfeife verhinderte dies. 1907 eröffnete in der Londoner Duke Street, einer Querstraße der berühmten Oxford Street, das erste Dunhill-Ladengeschäft, das sich auf Tabakwaren und Pfeifen spezialisierte. Schon lange zuvor hatte sich Alfred Dunhill mit Zigarren befasst; außerdem mischte er Pfeifentabake, die er den individuellen Wünschen der solventen Kundschaft anpasste. Es folgten weitere Filialen in Paris und das florierende Unternehmen war bald bekannt für seine hervorragenden Tabake und Pfeifen. Dies begründete den fast legendären Ruf dieser Marke bis heute. 

Abschied vom Tabak

Inzwischen gehört Dunhill zum Schweizer Luxuskonzern Richemont, der 2008 beschloss, sich komplett aus der Herstellung und dem Vertrieb von Tabakwaren zurückzuziehen. Der Rückzug erfolgte allerdings nur allmählich; seit 2018 werden nun weder Zigarren noch Pfeifentabake mehr unter dem Namen Dunhill vertrieben. Zwar tauchen hin und wieder Restbestände aus Duty-Free-Lagern auf, aber im Fachhandel sind Dunhill-Tabakwaren in der Regel nicht mehr zu finden. Dennoch haben die Dunhill-Pfeifentabake eine Zukunft. Denn der Hersteller der Dunhill-Tabake, die Scandinavian Tobacco Group, die bereits seit Anfang der 2000er Jahre die Dunhill-Mischungen im Auftrag herstellte, erwarb die Rechte der Marken, sowie die Rezepte der jeweiligen Blends. So können Pfeifenraucher weiterhin ihren „Early Morning Pipe“ oder „Nightcap“ genießen — wenn auch unter dem Label Peterson.

Aktuelles Sortiment

Im Richemont-Konzern ist allerdings die Sparte Raucherbedarfsartikel verblieben. Gefertigt wird zum großen Teil in London; hier befinden sich die Werkstätten zur Herstellung u.a. von Lederwaren und Humidoren. Geleitet wird dieser Bereich übrigens von einem Deutschen: Kalmon Hener ist Münchner und hat ein sicheres Gespür für den immensen Traditionsgehalt seiner Marke. Dabei gilt nach wie vor die Devise, dass bei allen Produkten der Anspruch erhoben wird, das qualitativ Beste in jeweiligen Bereich zu schaffen. Absolut hochwertige Verarbeitung, erstklassige Rohmaterialien und der von Understatement geprägte britische Stil finden nach wie vor ihren Platz im aktuellen Portfolio des Herstellers.

Das Sortiment umfasst derzeit zahlreiche Zigarrenschneider, Zigarren- u. Zigarilloetuis, Humidore, Reisehumidore, Feuerzeuge, Pfeifentaschen, Tabaksbeutel, Pfeifenstopfer, Pfeifen-Reinigungszubehör und nicht zuletzt Pfeifen.

Eine Legende in der Pfeifenwelt

Jeder Pfeifenraucher kennt Dunhill-Pfeifen und weiß mit der von der Marke geprägten Begrifflichkeit umzugehen. Die Oberfläche einer Pfeife sandzustrahlen ist zum Beispiel eine Erfindung von Alfred Dunhill, auch die Verwendung von Ebonit als Mundstückmaterial. So war der Einfluss der Marke auf die Pfeifenwelt ungleich größer. Die verschiedenen Pfeifenserien wie Cumberland, Shell Briar, Bruyere oder Root Briar sind geläufige Vokabeln im Wortschatz der Pfeifenraucher und erzeugen jeweils eine Assoziation im Gespräch miteinander. Wahrscheinlich hat fast jeder Pfeifenraucher zumindest eine Dunhill in seiner Sammlung. Wenn nicht, wünscht er sich gewiss eine. Weltweit gibt es eine große Gemeinde von Pfeifensammlern, die sich auf diese Marke spezialisiert haben und ihre Exemplare — teilweise mehr als 100 Jahre alt — hegen und pflegen.

Limited Editions

Eine weitere Besonderheit bei Dunhill sind Limited Editions und Wiederauflagen alter Pfeifenmodelle. Diese sind besonders attraktiv für den Sammler. So gibt es jedes Jahr eine Weihnachtspfeife, die sich einem bestimmten Motto widmet, und in einer aufwändig gestalteten Verpackung in Buchform geliefert wird. Auch so genannte „Sieben Tage Sets“ (Eine Pfeife für jeden Tag der Woche) oder 2er Sets mit passender, speziell angefertigter Pfeifentasche sind beliebte Besonderheiten dieser Marke.

Legendäre Zigarren

Auch für Zigarrenraucher ist Dunhill ein großer Name. Blickt man in die Geschichte, so zeigt sich, dass Dunhill nicht nur in Sachen Stil, sondern auch in Verkauf und Vertrieb Maßstäbe setzte. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts pflegte Dunhill enge Kontakte nach Kuba und importierte berühmte Habanas wie Montecristo und Romeo y Julieta. Nach der Revolution sicherte sich die Firma als Partner des staatlichen Unternehmens Cubatabaco die exklusiven Vertriebsrechte der Marken Don Cándido, Don Alfredo und La Flor del Punto. Dunhill avancierte zum Inbegriff kubanischer Zigarren.

Schon nach dem Ersten Weltkrieg errichtete das Haus den ersten begehbaren Humidor Europas — ein großer Schrank mit Klimatisierung und Wänden aus Zedernholz. Mit dieser Vorrichtung hatte Dunhill eine Sensation geschaffen, dem Zigarrenhändler überall auf der Welt nacheifern wollten. Überhaupt war Dunhill in vielen Dingen Vorreiter: Auf Kuba ließ man Zigarren fertigen, die unter dem eigenem Markennamen Dunhill angeboten wurden, bis die Kubaner in den 1980er selbst den Exporthandel ihrer Edelware in die Hand nahmen. Mit dem Erlöschen von Dunhills Tabaksparte wurde die Fertigung von Zigarren ganz eingestellt.