Gawith Hoggarth – Pfeifentabak

Seit 1792 prägt Gawith & Hoggarth die britische Tabaktradition. Die Wurzeln reichen nach Kendal, wo Thomas Harrison mit importierter Mühlentechnik Schnupftabak und Pfeifentabak mahlte. Später spaltete sich die Familie auf, doch 2015 vereinten sich die Markenrechte wieder. Bekannt für handwerkliche Fertigung, nutzt die Firma noch heute über 150 Jahre alte Maschinen. Entdecken Sie die Tabake von Gawith & Hoggarth. Weiterlesen

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Gawith Hoggarth – Pfeifentabak

Gawith & Hoggarth: Eine Familiengeschichte im Tabakhandel seit 1792

Die Geschichte der Familie Gawith Hoggarth im Tabakhandel beginnt 1792, als Thomas Harrison, ein Vorfahre der heutigen Gawith-Familie, das Handwerk des Schnupftabakmahlens in Glasgow erlernt. Er kehrt mit gebrauchter Mühlentechnik nach Kendal zurück und gründet 1805 zusammen mit dem Chemiker Thomas Brocklebank das Unternehmen „Harrison & Brocklebank“. Kendal ist bereits ein bedeutender Handelsort, besonders für die Produktion von Pfeifentabak und Schnupftabak, was der Firma günstige Voraussetzungen bietet.

Die Expansion in Kendal

Im 18. Jahrhundert entwickelt sich Kendal im nordenglischen Lake District zu einem wichtigen Standort für den Tabakhandel. Der Import von Tabak aus Nordamerika über die nahe gelegenen Häfen Whitehaven, Workington und Maryport fördert das Wachstum der Branche. Trotz des wachsenden Wettbewerbs mit Städten wie Glasgow behält Kendal einen strategischen Vorteil als wichtige Station auf dem Handelsweg zwischen Schottland und England.

Familientradition und Weiterführung

Nach dem Tod von Thomas Harrison übernimmt sein Sohn das Geschäft. 1830 erwirbt die Familie ein Anwesen in der Lowther Street, das sowohl als Familienhaus als auch als Produktionsstätte dient. Als Jane Harrison Samuel Gawith heiratet, führt die Familie das Unternehmen unter dem Namen „Brocklebank und Gawith“ weiter. Nach dem Tod von Brocklebank und Janes Schwester Ann übernehmen Jane und Samuel die volle Kontrolle über das Unternehmen.

Teilung des Familienunternehmens

1864 stirbt Jane Gawith, und kurz darauf folgt Samuel Gawith. Ihr ältester Sohn Samuel (II) übernimmt gemeinsam mit seinem Bruder John Edward das Geschäft.

Gawith Hoggarth Pfeifentabak
Lakeland-Tabake endlich in Deutschland erhältlich: Pfeifentabake von Gawith & Hoggarth

1878 trennen sich die Brüder jedoch: Samuel (II) übernimmt die Schnupftabakproduktion in der Meal Bank, während John Edward den Tabakladen in der Lowther Street führt. John Edward versucht, das Geschäft zu erweitern, muss jedoch einige Jahre später Insolvenz anmelden. Samuel kauft daraufhin die Geschäftsanteile, Markenrechte und Rezepturen zurück.

Die Entstehung von Gawith & Hoggarth

Nach der Insolvenz von John Edward Gawith gründen William Henry Gawith, der jüngste Bruder, und Henry Hoggarth 1887 das Unternehmen „Gawith & Hoggarth“. Sie übernehmen eine kleine Tabakmanufaktur am Rande von Kendal und pachten das Helsington-Mühlwerk. Innerhalb kurzer Zeit war Kendal die Heimat von zwei großen Tabakfirmen: Gawith & Hoggarth sowie Samuel Gawith.

Wachstum und Herausforderungen

Das Geschäft wächst, und 1890 heiratet William Henry die Schwester seines Geschäftspartners, Harriet Hoggarth. Nachdem sein älterer Bruder John Edward stirbt, zieht das Unternehmen in größere Räumlichkeiten in der Lowther Street um. Trotz des frühen Todes von William im Alter von nur 39 Jahren wächst das Unternehmen weiter. Sein Sohn Samuel Henry Gawith (IV) tritt 1905 im Alter von 14 Jahren in das Familiengeschäft ein.

Von der Partnerschaft zur GmbH

1923 wird die Partnerschaft zwischen Samuel Henry Gawith (IV) und Henry Hoggarth Jr. in eine GmbH umgewandelt. In den folgenden Jahrzehnten wächst das Unternehmen weiter, und zwei von Henry Hoggarths Söhnen, Charles und Frank, treten ebenfalls in die Firma ein. Nachdem Samuel Henry Gawith (IV) 1958 in den Ruhestand geht, übernimmt Charles Hoggarth die Geschäftsführung, unterstützt von Samuel Henrys Sohn Geoffrey Gawith.

Eine neue Generation übernimmt

Nach dem Tod von Samuel Henry Gawith (IV) 1966 wird Geoffrey Gawith zum Vorsitzenden des Unternehmens ernannt. In den späten 1960er Jahren erleidet Charles Hoggarth einen schweren Autounfall und zieht sich aus dem Geschäft zurück. Geoffrey Gawith wird alleiniger Geschäftsführer, und sein Sohn John tritt 1977 als Manager in das Unternehmen ein.

Modernisierung und Umzug

1994 zieht Gawith & Hoggarth in moderne Lagerhäuser am Stadtrand von Kendal um, wodurch die Produktionskapazität erheblich gesteigert wird.

Gawith Hoggarth Snufftabak
Traditioneller Schnupftabak aus England: Gawith & Hoggarth Schnupftabak

Ein Großteil der Produktion erfolgt jedoch weiterhin in Handarbeit, unter Verwendung von Maschinen, die über 150 Jahre alt sind. Die historischen Produktionsstätten in der Lowther Street werden aufgegeben, und das Gebäude bleibt viele Jahre ungenutzt.

Erhalt historischer Gebäude

Im Jahr 2019 beschließt die Familie Gawith, das alte Gebäude in der Lowther Street zu restaurieren. Es soll in ein kleines Geschäft, ein Museum über die Tabakindustrie in Kendal sowie Büros und Wohnungen umgewandelt werden. Einige der alten Maschinen und traditionellen Elemente des Gebäudes sollen dabei erhalten bleiben.

Rückkehr zur Familientradition

Nach dem frühen Tod von John Gawith 2014 übernahmen seine Kinder Chris und Rachel die Leitung des Unternehmens. 2015 erwirbt Gawith & Hoggarth das Geschäft und die Markenrechte von Samuel Gawith, sodass die beiden Familienunternehmen wieder vereint werden. Heute beschäftigt Gawith & Hoggarth rund 35 Mitarbeiter und steht weiterhin für traditionelle, handwerkliche Tabakproduktion.

Schnupftabak und Pfeifentabak

Das Sortiment umfasst ein breites Angebot an Pfeifen- und Schnupftabak, wobei der Pfeifentabakbereich in den letzten Jahren immer wichtiger wird. Das Unternehmen spezialisiert sich auf die Herstellung von Flakes, Ropes und Twists. Es ist besonders bekannt für die besondere, blumig-florale Lakeland-Aromatisierung.

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