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Humidor PB Dom Rep

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De Olifant Classic Zigarren Valentino (Robusto)

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Diese äußerlich sehr ansprechende Zigarre wartet neben einer schönen Banderole mit einem wirklich sehr ansehnlichen, glatten und öligen Colorado-Deckblatt auf, das einen anregenden Duft nach Stall und Schokolade verströmt. Geschmacklich ist der Smoke relativ linear, bietet aber einen gleichbleibend mittelstarken, runden und unkomplizierten Smoke mit viel Nussaroma, wenig Pfeffer und leicht erdiger Süße auf. Hin und wieder blitzen fruchtige Noten und gegen Ende Anklänge an Salzkaramell auf. Die Konstruktion ist erstklassig und der Preis nach alledem durchaus in Ordnung. 8/10



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Laura Chavin Classic No. 88 (Perfecto)

Länge: 10.16Durchmesser: 2.02 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nach dem durchaus veritablen Genuss dieser schönen Perfecto steht fest, dass es sich erstens um eine aus exzellenten Tabaken hervorragend gearbeitete Zigarre handelt, die zweitens zu teuer ist. Die Verarbeitung ist bestechend, zugleich ist die Zigarre deutlich heller als die Abbildung. Der perfekte Zug, das gute Rauchvolumen und der kühle und gerade Abbrand dieses anspruchsvollen Formats zeigen, dass hier handwerklich auf höchstem Niveau gearbeitet wird. Aromatisch ist die Zigarre sehr gefällig, sie bietet ein sehr harmonisches Bild exzellenter DomRep-Tabake von Nuss, Milchkaffee, Rosinen, Blüten und leichten Anklängen an helle Früchte. Die Connecticut Shade-Bitterkeit ist nur sehr dezent wahrzunehmen, das Aroma ist rund, weich und stimmig, wenn auch – wohl dem Format geschuldet – wenig komplex und ohne nennenswerte Entwicklung. Das macht das „Aber“ zu einem großen „Aber“. Für einen 30-minütigen Smoke ist die Zigarre deutlich zu teuer, wenn man – in Ansehung der Rauchzeit - bedenkt, dass sie zu diesem Preis gut doppelt so teuer ist wie eine Liga Privada, eine Davidoff Grand Cru Robusto oder viele andere, deutlich bessere und aufregendere Zigarren. Sie übertrifft damit deutlich das Preisniveau – um in der DomRep zu bleiben – einer God of Fire, einer Andalusian Bull oder einer Eye of the Shark, und diesen Maßstäbe setzenden Smokes kann dieser Stick nun wirklich nicht das Wasser reichen. Vor diesem Hintergrund 7/10



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EPC Ernesto Perez-Carrillo La Historia E-III

Länge: 17.46Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Den beiden ersten Exemplaren dieser mächtigen Churchill aus einer 10er Kiste ist zunächst mal eines gemein: ein derbes, beinahe bäurisches Aussehen mit einem groben, speckigen Deckblatt, deutlichen Nahtstellen und einer etwas nachlässig applizierten Cap. Das ist allerdings nichts, was mir bei Zigarren von Ernesto Perez-Carrillo noch nicht begegnet wäre. In aller Regel waren die Smokes dann aber immer großartig. So auch hier: Der Smoke startet eher dezent, mit floralen und grasigen Tönen, die sich aber binnen kurzer Zeit verflüchtigen und mächtigen Aromen von Holz, Kaffee und Leder Platz machen. Hintergründig bietet die Zigarre daneben immer wieder neues zu entdecken. Herbe, leicht bittere Noten, würzige Töne von Five Spice, Piment und Muskat ergänzen wieder auftauchende florale Noten, die an Lavendel erinnern. Gleichzeitig – es sei nicht verschwiegen – weist der Smoke durchaus eine kräftige Schärfe auf, die zwischen weißem Pfeffer, Chili und Ingwer changiert. Es ist ein wirklich expressiver, ungewöhnlicher Smoke, mächtig im Antritt, cremig in der Textur und lang im Finish. Die Raucheigenschaften sind hervorragend, perfekter Zug, keine Probleme im Abbrand, großes Rauchvolumen. Spätestens ab der Hälfte ist der Smoke deutlich über mittelstark und vollaromatisch. Sicher kein Smoke für Aficionados, die gefällige und „glatte“ Smokes schätzen, für Liebhaber kräftiger, aromatischer und aufregender Zigarren eher nicaraguanischen Charakters sollte ein Versuch obligatorisch sein. Meinen Geschmack trifft der Smoke genau. 9,5/10



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La Flor Dominicana La Volcada
verifizierter Kauf

Länge: 17.78Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Wie der La Nox tut man auch dieser Zigarre aus meiner Sicht keinen Gefallen, sie als „Nachfolgerin“ der Andalusian Bull zu handeln. Auch sie erreicht deren Klasse , satte Ausdrucksstärke und Komplexität nicht. Die Zigarre wirkt sehr schlank, ich hätte sie eher auf ein 46er als ein 48er Ringmaß geschätzt. Dennoch eine elegante Erscheinung. Auch die Raucheigenschaften sind abgesehen von kleineren Korrekturen des Brands in Ordnung. Weniger begeistert mich dagegen das, worauf es wirklich ankommt. Der Smoke bietet viel Kaffee- und Holznoten, etwas Schokolade , leichte Fruchtnoten. Gegen Ende wird er etwas würziger, die dezente Süße tritt in den Hintergrund und erdigere Noten greifen Raum. Wenn sich diese Beschreibung ziemlich belanglos und so wie zahllose andere vorher liest, ist es, weil die Zigarre genau so schmeckt und letztlich einen Eindruck der Beliebigkeit hinterlässt. Gleichzeitig ist der Smoke für meinen Geschmack zu mild. Für diesen Preis muss man mehr erwarten. 7/10



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La Boheme Pittore
verifizierter Kauf

Länge: 13.02Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nach einer mehr als unerfreulichen Erfahrung mit dem Toro-Format dieser Serie nun ein weiterer Versuch mit der Robusto. Den säuerlich-schalen Aschenbechergeschmack weist diese Zigarre zwar nicht auf, ein berauschender Smoke ist es dennoch nicht. Die Verarbeitung wirkt zunächst ansprechend und der Kaltgeruch ist kräftig und erdig. Geschmacklich lassen sich durchaus das avisierte Karamell und nussige Schokoladenaromen ausmachen, hin und wieder taucht eine interessante Ingwernote auf. Die Zigarre leidet aber unter zwei erheblichen Mängeln, die mir den Genuss nehmen und meine Versuche mit dieser Reihe nun endgültig beenden werden: kapitaler Schiefbrand während des ganzen Smokes und das so ziemlich kürzeste Finish aller Zeiten. Man hat den Stick kaum aus dem Mund genommen, so ist jedes Aroma verschwunden. Im letzten Drittel wird der Smoke etwas besser, aber ein Vergleich mit Rafael Nodals fantastischen Aging Room Zigarren verbietet sich absolut. 6/10



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CAO Session Garage (Robusto)

Länge: 13.34Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Keine schlechte Zigarre, die das Niveau der Zigarren aus besseren Zeiten des Hauses mit größerem Portfolio aber nicht erreicht. Die Zigarre ist mit dem dunklen, etwas unregelmäßigen Deckblatt fest und stabil verarbeitet. Die Verarbeitung überzeugt auch im Rauchverlauf, allein der Brand bedarf hin und wieder etwas Aufmerksamkeit. Geschmacklich ist der Smoke nicht schlecht, aber letztlich doch eintönig und hinterlässt einen Eindruck von Beliebigkeit. Nicht nochmal. 6,5/10



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La Flor Dominicana La Nox
verifizierter Kauf

Länge: 16.51Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine interessante Zigarre, im Rauchverlauf fordernd und mit häufigem Schiefbrand bisweilen anstrengend, aber nicht ohne Reiz. Der Reihe nach: Der Stick ist auf den ersten Blick gut verarbeitet und hatte mehrere Monate Zeit, sich in meinem Humidor zu akklimatisieren. Der kräftige Kaltgeruch nach Mokka und animalischen Noten ist vielversprechend. Angezündet hat der Smoke dann auch einiges zu bieten, überzeugt aber nicht völlig. Kräftige Noten dunkler Schokolade, Holz, karamellisierten Nüssen, herbale Töne von Lorbeer und Piment, dazu Kaffee und Erde. Ein vielfältiger und gefälliger Smoke. Etwas ratlos lässt mich die Zigarre zunächst hinsichtlich der Stärke zurück. Nomen ist hier nicht omen, meines Erachtens ist diese Zigarre auch gegen Ende als höchstens mittelstark einzuordnen und eher etwas für tagsüber als für die namensgebende Nacht. Unbegreiflich, wie der Cigar Aficionado hier zur Klassifizierung maximaler Stärke gelangt. Natürlich ist dies keine schlechte Zigarre, aber auch der bereits mehrfach bemühte Vergleich mit der Andalusian Bull hinkt: Chandlers Vergleich eines Rolls Royce mit einer Schubkarre ist natürlich übertrieben, aber weder in der Aromatik und Komplexität noch im Hinblick auf die nicht einwandfreien Raucheigenschaften spielt dieser Stick in der Liga ihrer großen Schwester. Nox populi, nox dei: Ein ordentlicher Smoke, aber ohne wirklich herausragende Eigenschaften, für das Gebotene zu teuer und letztlich kein Kandidat für ein dauerhaftes Gastspiel in meinem Humidor. 7/10



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Epic San Andres Gran Ola
verifizierter Kauf

Länge: 16.51Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Ein schönes Format mit einem wirklich originellen Zigarrenring zum Mitrauchen, die aber für ihre Größe einen letztlich doch recht monotonen Smoke bietet. Die Verarbeitung ist ansprechend, auch wenn die Zigarre eine Ablage über eine Minute mit zügigem Ausgehen quittiert, was gerade bei großen Formaten etwas stört. Geschmacklich bietet der Stick viel Kaffee, Nuss und Schokolade, ansprechende Schokoladennoten und später Leder und Piment-Aromen, wie gesagt allerdings ohne größere Entwicklungen oder Komplexität. Ein guter DomRep-Smoke ohne nennenswerte Höhen und Tiefen und mit guten Raucheigenschaften, der aber die Qualität etwa einer Aging Room F 59 nicht erreicht. 7,5/10



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Davidoff Grand Cru Robusto

Länge: 13.34Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Es gibt zu dieser Zigarre nicht mehr viel zu sagen, was nicht bereits oft genug Erwähnung gefunden hätte. Ich greife nicht allzu oft zu Zigarren dieser Aromatik, aber wenn gehört diese Vitola ganz sicher zu meinen absoluten Favoriten. Die Verarbeitung ist in meinem Fall dem legendären Qualitätsanspruch noch immer gerecht geworden, sie ist einfach beispielhaft. Perfekter Brand, perfekter Zug, rasiermesserscharfer Abbrand, viel Rauch. Kein Ausgehen, kein Nachfeuern, kein Korrigieren, keine Tunnel, kein Schiefbrand. Geschmacklich bietet der Smoke eine wirklich außergewöhnliche Cremigkeit in Aroma und Textur, Noten von Nuss, etwas Schokolade, Backgewürzen, Rosinen und eleganten, floralen Tönen. Der Blend ist mild, in seiner Harmonie, Balance und Qualität der Tabake aber sehr aromatisch und völlig frei von jeden Fehltönen. Natürlich ist der Preis happig, aber das Gebotene stimmt einfach. Mit dieser konstant bestechenden Verarbeitungsqualität und der Stimmigkeit des Blends bleibt die Grand Cru Robusto für mich in diesem Bereich das Maß der Dinge. 9,5/10



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Smoking Jacket by Hendrik Kelner Jr. Gran Toro Limited Edition (2. Edition)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine Zigarre mit eleganter, natürlich Davidoff-naher Aromatik, die trotz ihrer Vorzüge nicht wirklich überzeugt. Sie ist äußerlich ansprechend verarbeitet und fest gerollt, allerdings ist der Zug so schwer, dass das Rauchen im ersten Drittel ziemlich anstrengend ist. Die Aromen sind sehr schön, viel Creme, Nuss und Milchschokolade mit leichter Fruchtsäure, indes produziert der Stick so wenig Rauch, dass der Smoke geschmacklich nur Ansätze transportiert. Zu diesem Zeitpunkt entscheide ich mich für den Einsatz des perfecdraw, der aber nur geringe Verbesserungen zeitigt. Nach dem ersten Drittel werden Zug und Rauchvolumen besser, allerdings leidet gleichzeitig der Geschmack. Die cremige Eleganz verschwindet und Noten von Holz und Leder greifen Raum, die bis zum Ende vorherrschen und einen wenig inspirierenden Smoke bieten. In Ansätzen eine sehr schöne Zigarre, die allerdings unter der mangelhaften Verarbeitung leidet, letztlich wenig bietet und dafür deutlich zu teuer ist. Angesichts dessen, dass die Zigarre ohnehin nicht mehr verfügbar ist, ist dies ohnehin Makulatur, aber ich kann sie nicht empfehlen. Handwerklich besser Exemplare mögen den Preis rechtfertigen – dieses nicht. 6,5/10



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Viking Norway Viking Churchill
verifizierter Kauf

Länge: 17.78Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Neben dem sehr schönen Deckblatt und der gewohnt martialischen Metall-Anilla fällt mir bei Betrachtung dieser imposanten Zigarre zunächst einmal auf, dass sie eine doch recht erhebliche Krümmung aufweist. Die Verarbeitung wirkt zudem mit deutlichen Nähten etwas rustikal. Im Verlauf glänzt der Stick aber letztlich wie erwartet mit der gewohnt hervorragenden Konstruktion eines Ernesto Perez-Carrillo. Es gibt keine Probleme mit der Performance und die Zigarre bietet über zwei Stunden erstklassigen Abbrand und üppiges Rauchvolumen. Die Asche fällt zum ersten Mal nach etwa einer Stunde und zum zweiten und letzten Mal nach weiteren 50 Minuten. Erstklassig. Geschmacklich startet der Smoke für mich überraschend süß, begleitet von holzigen und schokoladigen Noten. Im Verlauf kommen eine leichte Fruchtsäure, Marzipan, Nussnoten und verschieden Aromen von zunächst weißem und später kräftigerem schwarzen Pfeffer hinzu, ohne dass der Smoke unangenehm scharf würde. Bis zur Mitte des Smokes sind die Veränderungen eher subtil, ehe sich die Aromatik doch deutlicher verschiebt und kräftigere Aromen von sattem Leder und dunklem Kaffee das Bild bestimmen. Im letzten Drittel wird die Zigarre dann wie erhofft doch noch deutlich komplexer und offenbart Noten von Dörraprikosen, Gewürzen und kräutrige Töne, ehe ein herb-erdiges Finale das Ende ankündigt. Die Zigarre hat Spaß gemacht, aus diesem Hause hat mir die Norseman – auch wegen ihrer eigenständigeren Aromatik – aber etwas besser gefallen. Dennoch:ein durchaus potenter Smoke nicht ohne Nikotinstärke, den man bedenkenlos empfehlen kann. 8/10



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Aging Room Quattro F 59 Vibrato

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Erst beim Anfeuern fiel mir auf, dass nicht wie bestellt die F55 sondern die F59 Vibrato (Toro) geliefert wurde. Also eine Zigarre mit dominikanischem Habano- statt dem 2003er Sumatra-Wrapper, auf den ich mich gefreut hatte. Die kurze Enttäuschung, als ich feststellen musste, dass die F55 in meinem bevorzugten Format nun auch vergriffen ist, verflog jedoch nach näherer Befassung mit dieser Zigarre sehr schnell. Es ist ein fantastischer Smoke. Bereits optisch ist der Stick sehr interessant. Das mittelbraune, seidige Deckblatt weist deutliche dunkle Flecken auf, die ich in dieser Form noch nicht gesehen habe und verströmt einen betörenden Geruch nach Schokolade, Espresso und Bauernhof-Aromen, die aber eine interessante florale Komponente haben, die entfernt an das Bouquet eines guten Weißburgunders erinnern. Die Zigarre ist erstklassig verarbeitet, fest gerollt und scharf boxpressed. Der Kaltzug kombiniert dann die florale Note des Kaltgeruchs mit einer dezenten Fruchtigkeit und schwachen Anklängen an Milchschokolade. Angezündet offenbart die Zigarre von Anfang an eine raumgreifende und opulente Aromatik. Neben einer sehr dezenten Pfeffernote dominieren sofort deutliche Noten von Cashew-Nüssen, Zedernholz, Milchschokolade und Honig das ungemein stimmige Geschmacksbild. Dazu gesellen sich Eindrücke von Espresso, Malz und die im Kaltgeruch wahrnehmbaren floralen Anklänge weißer Blüten. Im Verlauf wechseln die vordergründigen Aromen dann ständig - mal dominiert die Milchschokolade, dann wechseln die Cashews zu Haselnüssen, mal rückt die in der Textur ständig vorhandene Cremigkeit auch geschmacklich in den Vordergrund. Im letzten Drittel erfährt der Smoke dann einen weiteren Übergang und Aromen salzigen Karamells, Räucherschinken, Piment, Leder und Erde läuten ein glanzvolles Ende dieses hervorragenden Smokes ein. Die Zigarre ist wie die andere Smokes des Hauses von der Stärke durchaus medium+. Die Verarbeitung erweist sich im Rauchverlauf als ausgezeichnet, allein der Abbrand bedarf hin und wieder kleiner Korrekturen, was für mich den Genuss hier aber keineswegs schmälert. Dafür gibt es Feuerzeuge. Das Rauchvolumen ist wie bei meinen anderen Erfahrungen mit diesem Brand üppig und der Zugwiderstand wie er sein soll. Die hellgraue Asche fällt in soliden Chunks von drei Zentimetern. Erwähnt sei zudem die sehr schöne Raumnote von orientalischen Gewürzen. Ich bekenne gerne meine Schwäche für Zigarren dieser Marke, aber nach dem Genuss dieses Sticks fällt es mir umso schwerer, die teilweise bestenfalls verhaltenen Bewertungen der Aging Room-Zigarren nachzuvollziehen. Für mich sind sie – gerade bei den aufgerufenen Preisen – uneingeschränkt empfehlenswert. Sowohl die Zigarren mit nicaraguanischen Einlage-Tabaken als auch die dominikanischen Puros bieten originelle, eigenständige, harmonische und komplexe Smokes ausgezeichneter Qualität. Abgesehen von einer unangenehmen Erfahrung mit einer La Boheme Toro haben sich für mich die Zigarren von Rafael Nodal und Jochi Blanco (wie auch dessen eigene La Galera-Zigarren) stets als erstklassig erwiesen und verdienen Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Angesichts der Knappheit der derzeit erhältlichen Linien ist auf Nachschub und neue Batches zu hoffen. 9,5/10



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EPC Ernesto Perez-Carrillo Encore Majestic (Robusto)
verifizierter Kauf

Länge: 13.65Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Diese Zigarre gehört zu meinen Favoritinnen und ist seit geraumer Teil meiner Heavy Rotation. Man wird - zumal für diesen Preis - nicht viele bessere Zigarren finden. Das Exemplar für diese Review hatte etwa vier Monate im Humidor und nach meiner Erfahrung handelt es sich hierbei um eine Zigarre, der eine Lagerung natürlich nicht schadet, die aber schon nach zwei oder drei Wochen Akklimatisierung im Humidor hervorragende Ergebnisse produziert. Optisch ist die Zigarre ein Hingucker. Die Banderolen sind abgesehen von dem weißen Fußband sehr geschmackvoll und die Zigarre ist mit deutlicher aber nicht messerscharfer Boxpressung ein Blickfang. Das mittelbraune, weiche Deckblatt ist glatt und leicht ölig, die Äderung ist sehr dezent und Nahtstellen kaum sichtbar. Der Stick ist fest gerollt und gibt auf Druck nur wenig nach. Der Kaltgeruch ist eher dezent, offenbart aber mit leicht holzigen Noten, etwas Schokolade und einem am Fuß ausgeprägterem, süßlich-floralen Duft schon manches von dem, was noch folgen wird. Der Kaltzug ist fruchtig und ansprechend. Angezündet offenbart der Smoke dann eine komplexe Aromatik in einem ausgesprochen harmonischen und cremigen Smoke. Die dominanten Protagonisten Erde, dunkle Schokolade, Leder und eine würzige, sehr interessante, trockene Holzigkeit sind natürlich von anderen nicaraguanischen Puros hinlänglich bekannt. Dennoch bietet diese Zigarre viel mehr als die Summe ihrer Einzelteile und ist in ihrer komplexen Stimmigkeit besonders und außergewöhnlich. Abgesehen von der wunderbaren Aromatik fällt an dieser Zigarre auf, dass sie nach ausgesprochen reinen und hochwertigen Tabaken schmeckt und quasi völlig frei von jeglichen störenden Noten ist. Die Verarbeitung ist ohne Fehl und Tadel, der Zug perfekt und das Rauchvolumen enorm. Der Rauch ist während der gesamten Rauchdauer voll und voluminös, mit langem, opulenten Finish. Die Asche steht hellgrau mit dunklen Einsprengseln stabil und fest. Der Smoke startet mittelstark und bereits vollaromatisch, legt aber im Verlauf zu und offeriert gegen Ende doch reichlich Nikotin. Trotzdem ist dieser potente Smoke – auch retronasal – frei von Schärfe oder Bitterkeit und brennt kühl und fest bis zum Nub. Eine großartige Zigarre zu einem mehr als angemessenen Preis, die ihre sehr guten Bewertungen zuverlässig rechtfertigt. 9,5/10



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Balmoral Anejo XO Rothschild Masivo
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.18 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nachdem diese sehr beliebte Zigarre es bei mir aus irgendeinem Grund nie in den Warenkorb geschafft hatte, habe ich nun ein paar Exemplare geraucht und kann mich der allgemeinen Begeisterung nur anschließen. Eine gut verarbeitete Zigarre zu einem sehr angemessenen Preis mit viel Schokolade, Kaffee, Creme und süffiger Süße. Würzige und leicht herbale Noten machen den Smoke interessant. Die Verarbeitung war bei meinen Exemplaren beispielhaft. Sicherer Nachkauf. 8,5/10



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Bespoke Traditional Line Robusto (neues Design)
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nach der etwas ernüchternden Erfahrung mit der Super Belicoso aus dieser Linie macht die Robusto diese Erfahrung mehr als wett. Meine Hoffnungen auf einen runden und harmonischen Smoke waren bereits dadurch gesteigert, dass im Gegensatz zur Super Belicoso der Stick noch den schwarzen Zigarrenring mit dem Kolos von Rhodos trug und von einer weiteren weißen Anilla mit dem Bespoke-Schriftzug geschmückt war. Man durfte also von einer gewissen Lagerzeit ausgehen. In der Tat erfüllt die Zigarre meine hohen Erwartungen völlig. Die Verarbeitung ist (wie bei der Belicoso) erstklassig, der Zug (gebohrt) perfekt, der Abbrand ohne jede Korrektur gerade, das Rauchvolumen üppig und die Asche fest und stabil. Geschmacklich hat diese Zigarre viel mehr zu bieten, als ihre dicke Schwester: Nuss, Honigsüße, Schokolade und Malz bilden den Auftakt. Im Verlauf kommt dann immer mehr die interessante und tiefgründige Würzigkeit, die ich von anderen Zigarren dieses Hauses kenne und die auch hier mehrfach beschrieben wurde. Leichte Schärfe, die mich an Szechuan-Pfeffer erinnert, wird begleitet von einer sehr komplexen Melange mit Noten von Nelken, Piment und Five-Spice. Die Süße nimmt im zweiten Drittel etwas ab, dafür tauchen Noten von geräuchertem Schinken auf, die sich mit satt ledrigen Anklängen und Zitrusnoten verbinden. Die Schärfe erinnert zu diesem Zeitpunkt mehr an Ingwer, nimmt aber auch hier nicht Überhand. Im letzten Drittel durchläuft die Zigarre eine weitere Transition und wartet mit Aromen von Zedernholz, wiederum Nüssen und toastigen Noten auf. Die Stärke bewegt sich konstant im mittleren Bereich, vom Aroma ist der Smoke medium-full. Der Rauch weder von der Textur noch im Geschmack im eigentlichen Sinne cremig, die Zigarre liefert aber ein herrliches Finish und lange nachhallenden Geschmack auf Gaumen und Lippen. Ein wirklich markanter, komplexer Smoke mit eigenständiger und origineller Aromatik, der meinen Humidor ohne Frage noch öfter bevölkern wird. 9/10



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