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Länge: 13.97Durchmesser: 1.98
TAM
Schön gestaltet. Mit zwei Baubinden und einer glänzenden Hülle kommt sie daher. Das Deckblatt ebenmäßig, seidig mattes Braun. Boxpressed. Sehr verheißungsvoll. Im Kaltgeruch etwas stallig, mit einer leichten Schokoladennote. Der Kaltzug absolut offen. Nach dem anzünden vom Start weg sehr angenehm. Sehr cremig, mit einem tollen Nussaroma. Zugwiderstand und Rauchabgabe sind perfekt. Zu dem Nussaroma kommt noch eine fruchtig-süße Note hinzu, ebenso im ersten Drittel ein wenig dunkle Schokolade. Die Asche hält bis zum Ende des ersten Drittels. Sehr fest, kein bisschen bröselig. Allerdings nach dem ersten Abaschen ein leichter Schiefbrand, der sich im Verlauf des zweiten Drittels von selbst korrigiert. Langsam macht sich ein Aromawechsel bemerkbar. Weg von der Nuss, hin zu Holz. Es wird etwas würziger. Leichte Anklänge von Mandel machen sich bemerkbar. Das Holz hält sich ebenso lange wie die Nuss. Erst mit Beginn des letzten Drittels verabschiedet sich das Holz so langsam und es tritt eine starke Ledernote in den Vordergrund, gepaart mit einer schönen Würze. Zum Ende erdiger, wird der Abbrand leicht träge, so dass kurz vor Schluss noch einmal nachgefeuert werden muss. Danach mineralisch-erdiger Geschmack und in den letzten Zügen eine minimale Schärfe. Ein sehr entspannter Smoke, allerdings auch zu einem recht hohen Preis. 13,90 € sind es am Ende für einen gut 60 Minuten dauernden Smoke mit schönen Aromen. Etwas zwiespältig wie ich meine, denn die Performance hätte bei dem Preis noch etwas besser sein können.
Länge: 12.38Durchmesser: 1.98
TAM
Heute ein Ausflug nach Indonesien. Nur wenige Zigarren kommen von dort und so soll es eine Erfahrung werden, wie sie sich im Vergleich zu den bekannten Vitolas aus der Dominikanischen Republik oder Nicaragua schlägt. Die Verarbeitung ist auf den ersten Blick solide. Eine schön gestaltete Bauchbinde, ein ebenmäßiges Deckblatt, fest gerollt. Der Kaltzug offen, leicht süßlicher Geschmack und der Kaltgeruch nach frischem Heu. Anschnitt und Brandannahme sind gut. Der Zugwiderstand gering, mit einer hervorragenden Rauchabgabe. Zu Beginn sehr cremig, viel Nuss und im Verlauf des ersten Drittels ein bisschen Würze. Der Abbrand leicht wellig, aber dennoch gerade. Leichter Kaffeegeschmack lässt sich erahnen. Im zweiten Drittel gewinnen holzige Aromen die Oberhand, gepaart mit etwas Leder und einer zunehmenden Würze. Die Asche hält bis zum zweiten Drittel. Nach dem Aschefall entwickelt sich ein Schiefbrand der korrigiert werden muss. Im Verlauf wird es erdiger und das Leder stärker. Etwas Pfeffer kommt ins Spiel. Zum Ende des zweiten Drittels wird der Abbrand träge, das Leder wird herber und ausgegangen ist sie. Das Nachfeuern bewirkt nochmal einen Aromawechsel. Mit dem besseren Abbrand verfliegt der herbe Geschmack und nur Leder und Erde bleiben. Recht versöhnlich im weiteren Verlauf und keine Veränderung mehr bis zum Ablegen. Wenn ich jetzt einen Vergleich anstelle mit den bereits erwähnten Bekannten, gibt es eigentlich keine Überraschung. Geschmacklich erinnert sie dann doch an die großen Länder. Nicht so mild wie erwartet, würde ich sie nach einer Mahlzeit empfehlen. Man muss sich allerdings auch bewusst sein, dass es für den Preis von 12,90 € sehr viele Alternativen gibt.
Länge: 15.24Durchmesser: 1.98
TAM
Die Dios del Sol El Principio Toro, ein zwiespältiger Genuss. Heute wieder ein Toro Format, welches mit einer überzeugenden Aufmachung daher kommt. Umhüllt mit einem dünnen Zedernholzblatt, welches von zwei schmalen Binden eingerahmt wird und dazu eine schön gestaltete Bauchbinde, lassen einen hervorragenden Smoke erahnen. Das Deckblatt fein und samtig, fest gerollt, mit einer gut gearbeiteten Kappe. Im Kaltgeruch denn auch viel Zedernholz, sauberer Anschnitt und schon der Kaltzug perfekt. Gute Brandannahme und zu Beginn ein herrlich cremiges Aroma von Zedernholz und Nuss. Dabei leicht salzig, was den Start noch interessanter macht. Abbrand, Zugwiderstand und Rauchabgabe sind top. Im Verlauf des ersten Drittels gesellt sich zum Holz noch eine feine Würze. Die Asche hält fast bis zum 2. Drittel. Kurz vor diesem bildet sich ein leichter Schiefbrand, der sich kurze Zeit später von selbst korrigiert. Die Würze nimmt jetzt zu und etwas Leder kommt zum Vorschein. Die Hälfte ist erreicht, doch jetzt geht es mit der Performance bergab. Das Aroma hat sich im Verlauf des 2. Drittels zu einer starken Würze mit viel Leder entwickelt. Nicht schlecht, aber ab hier auch keine Veränderung mehr festzustellen. Der Abbrand ist träger geworden, worunter die Rauchabgabe leidet. Ein heftiger Schiefbrand muss korrigiert werden. Dazu kommt noch ein leicht bitterer Beigeschmack. Der schlechte Abbrand zieht sich durch die 2. Hälfte. Immer wieder Schiefbrand, der korrigiert werden muss, mäßige Rauchabgabe, träger Abbrand. Kein Aromawechsel, stattdessen der bittere Beigeschmack. Ich habe sie nicht bis zum Ende geraucht, sondern nach guten 60 Minuten dem Aschenbecher überlassen. 7,50 € sind nicht viel für eine Toro, noch dazu als Longfiller, jedoch bei dieser Montagszigarre umsonst verbrannt.
Länge: 15.24Durchmesser: 1.98
TAF
Der erste Eindruck wird von einem eingerissenen Deckblatt leicht getrübt. Das Deckblatt an sich ist aber feinadrig. Der Kaltgeruch ist stallig, die Vitola ist fest gerollt und kommt mit einer schön gestalteten Bauchbinde daher. Der Zugwiderstand ist etwas groß, dadurch auch die Rauchabgabe nicht überragend. Geschmacklich überzeugt sie aber nach den ersten Zügen. Cremig süß, mit leicht fruchtigem Beerengeschmack und etwas Nuss im Hintergrund, wechselt sie im Verlauf des ersten Drittels zu holzigen Noten mit einer gewissen Fruchtigkeit. Die Nuss schwingt immer im Hintergrund mit und ab und an kommt etwas Avocado hinzu. Leichter Schiefbrand am Ende des ersten Drittels, der aber nicht der Rede wert ist und sich später von selber korrigiert. Insgesamt muss ich sagen, ist der Abbrand hervorragend, ebenso die Asche, die fest ist und nicht unkontrolliert fällt. Ab der Hälfte passen dann auch Zugwiderstand und Rauchabgabe. Das zweite Drittel ist geprägt von holzigen Noten, zu denen sich später Leder gesellt, um dann zum Ende des zweiten Drittels eine würzige Richtung einzuschlagen. Im letzten Drittel wird die Würze noch intensiver und beherrscht zusammen mit dem Leder sie Szene. Zu erwähnen ist noch ein eingerissenes Deckblatt unter der Bauchbinde. Beide Risse allerdings, der im ersten Teil und der zweite, tuen dem Abbrand keinen Abbruch. Insgesamt ein zufriedenstellender Smoke, nicht sehr abwechslungsreich, aber mild und entspannt, mit gut 80 Minuten Dauer. Für 3,15 € allemal empfehlenswert.
Länge: 11.43Durchmesser: 1.83
TAF
Bei Davidoff habe ich eine gewisse Erwartungshaltung bezüglich Qualität und Geschmack. Erstere wurde leider nicht erfüllt. Die Verarbeitung würde ich als Davidoff untypisch einstufen. Das Deckblatt kommt grobadrig daher. Die Brandannahme ist allerdings gut, der Zugwiderstand ebenfalls und die Rauchabgabe passabel. Geschmacklich startet sie mit einer leichten Süße und einem schönen holzigen Aroma. Leicht nussiger Beigeschmack im Verlauf des ersten Drittels, etwas gerösteter Kaffee. Dann zum ersten Mal ausgegangen. Nach dem Nachfeuern keine geschmackliche Veränderung. Rauchabgabe und Zugwiderstand stimmen noch. Allerdings ist der Abbrand nicht gleichmäßig. Eine Seite des Deckblattes will nicht so recht abbrennen. Im Verlauf des zweiten Drittels erneut ausgegangen. Das gleiche Spiel, nachfeuern, weiterrauchen. Geschmacklich tut sich nichts mehr. Holzig, leicht cremig. Der Abbrand lässt zu wünschen übrig. Ungleichmäßig, wellig. Braucht viel Aufmerksamkeit, um am Brennen gehalten zu werden. Zum Ende des zweiten Drittels ein Weiteres mal ausgegangen. Danach abgelegt. Wie schon oben geschrieben, wurde meine Erwartung an eine Davidoff nicht erfüllt. Aromatisch flach, hätte ich ihr noch verziehen, aber in Verbindung mit dem schlechten Abbrand wird es kein weiteres Mal geben. Schade, für 12,10 €.

Länge: 13.34Durchmesser: 1.51
MM
Heute mal ein Ausflug nach Kuba. Auch wenn es sich nur um eine maschinell hergestellte Vitola handelt, ist es doch eine echte Kubanerin. Das Deckblatt recht grobadrig, aber sonst gut verarbeitet. Fest gerollt, bereits vorgeschnitten, mit einem Kaltgeruch nach süßem Heu. Der Zugwiderstand geht in Ordnung, ebenso die Rauchabgabe. Aromatisch recht linear. Ich konnte kein Holz, bzw. Nuss schmecken. Stattdessen von Beginn an erdig mit etwas Leder, das im Verlauf an Kraft gewinnt. Zum Ende etwas pfeffrig. Der Abbrand ist stets gerade, die Asche fest. Fazit nach guten 40 Minuten: Für den Preis von nur 1,90 € bekommt man einen soliden Smoke. Ob es sich um den typisch kubanischen Geschmack handelt kann ich nicht beurteilen, es ist jedoch keine schlechte Zigarre für die Pause zwischendurch.

Länge: 11.11Durchmesser: 1.67
MM
Und die zweite Vitola aus der Serie. Rustikal verarbeitet. Grobadriges Deckblatt, Kappe nicht sehr schön verklebt, vorgeschnitten. Im Kaltgeruch Heu und Honig. Nach dem Anzünden erstmal nur eine mäßige Rauchabgabe, mit einem geschlossenen Zugwiderstand. Aromatisch überzeugt sie jedoch mit viel Nuss und einer schönen Honigsüße. Im Verlauf wird der Zug offener und die Rauchabgabe steigert sich. Das Aroma wechselt bereits im ersten Drittel mehr zu erdigen Nuancen und einem leichten Leder. Diese beiden Komponenten verstärken sich im zweiten Drittel und dominieren ab der Hälfte den Geschmack. Der Abbrand ist wellig, aber stets gerade. Kein Schiefbrand, kein träger Abbrand. Im letzten Drittel wird das Leder noch etwas stärker, etwas herber und eine deutliche Pfeffernote kommt hinzu. Eridg-mineralischer Geschmack, gepaart mit der intensiven Pfeffernote machen das letzte Drittel noch einmal interessant. Nach 40 Minuten endet das Vergnügen. Die Stärke liegt im unteren mittleren Bereich. Insgesamt ein guter Smoke, für nur 1,80 €.

Länge: 10.16Durchmesser: 2.38
TAM
Kurzes Format, aber ein ordentliches Ringmaß von 60. Das sorgt am Ende für einen entspannten Smoke von gut 50 Minuten. Die Verarbeitung ist tadellos. Vorweg, kein Schiefbrand, guter Abbrand und ein milder, ausgewogener Geschmack. Im Kaltgeruch frisches Heu und Honig. Nach dem Anzünden sehr viel Creme, feine Süße, ein leichter Geschmack nach Toast und volles Nussaroma. Der Verlauf ist linear und birgt keine Überraschung. Aschefall nach der Hälfte. Im letzten Drittel wird es minimal würziger, mit etwas Leder im Hintergrund. Nur der Zugwiderstand ist für meinen Geschmack zu groß. Man muss schon ordentlich ziehen, um genügend Rauch zu bekommen. Aber für 10,70 € eine entspannte Auszeit.
Länge: 12.70Durchmesser: 2.14
TAM
Wie von Perdomo gewohnt, ist die Verarbeitung auf einem hohen Niveau. Perdomo ist als Premiumzigarre bekannt und so kommt sie mit einer Aufmachung, die vielversprechend ist. Das Ganze auch zu einem Premiumpreis von 17,40 €. Ein feinadriges Deckblatt, eine gut verklebten Kappe und eine sehr schön gestaltete Bauchbinde, die den edlen Anspruch unterstreicht. Eine leichte Boxpressung macht das ganze nochmal interessanter. Im Kaltgeruch viel frisches Heu. Sehr gute Brandannahme, perfekter Zug und eine hervorragende Rauchabgabe. Zu Beginn viel Creme mit einer nussigen Note. Etwas Heu schwingt im Hintergrund mit. Im Verlauf des ersten Drittels wird das Heu stärker und verdrängt die Nuss. Zwischendurch scheint der Rauch etwas kratzig zu sein. Dieses Gefühl gibt sich aber nach ein paar weiteren Zügen. Die Asche fällt leider früh. Sie gehört eher zu der bröckeligen Sorte, weshalb ein regelmäßiges Abaschen wichtig ist, wenn sie nicht neben dem Ascher landen soll. Zum Beginn des zweiten Drittels kommt eine leichte Süße und etwas fruchtiges hervor. Geht dann aber wieder und es gibt einen Übergang zu Holz, mit einem ledrigen Unterton. Dann wird es würzig. Der Rest des zweiten Drittels und das letzte Drittel sind geprägt von dieser intensiven Würze, die aber nie aufdringlich wird. Etwas herb kurz vor Schluss bleibt sie stets angenehm, ohne Schärfe, ohne Bitterkeit. Fazit: Auch wenn der Preis recht hochgegriffen ist, bekommt man doch einen hervorragenden Smoke, mit abwechslungsreichen Aromen und entspannte 70 Minuten. So soll es sein.
Länge: 12.70Durchmesser: 1.98
TAM
Macht einen guten Eindruck. Die Verarbeitung ist ordentlich. Auch wenn kein seidiges Deckblatt verwendet wurde, ist es dennoch feinadrig. Heu im Kaltgeruch, sauberer Anschnitt und gute Brandannahme. Der Zug ist sehr offen und bietet eine tolle Rauchabgabe. Viel Creme am Start, etwas Nuss, mit feiner Würze. Die Asche etwas bröselig, kann man verschmerzen. Wechsel zu stark holzigen Aromen im Verlauf des ersten Drittels. Dabei stets würzig. Ein Anflug von ganz leichter Süße ist zur Hälfte des zweiten Drittels wahrnehmbar. Dann noch etwas Leder. Letztes Drittel: Das Leder wird stärker und ein erdiger Geschmack kommt zum Vorschein. Insgesamt würde ich die Aromen als linear bezeichnen. Ohne große Überraschungen, aber auch ohne negativen Beigeschmack. Genau das macht diesen 70 minütigen Smoke entspannt. Lediglich zum Beginn des letzten Drittels leichter Schiefbrand, der korrigiert werden musste. Danach der gleiche, regelmäßige Abbrand wie zuvor. Sehr mild bis zum letzten Drittel, danach etwas mehr Nikotin spürbar. Für 4,70 € sehr empfehlenswert.
Länge: 10.16Durchmesser: 1.75
TAM
Manchmal bedarf es nicht vieler Worte, einen klasse Smoke zu beschreiben. Ein makelloses Deckblatt, gleichmäßig gerollt, mit einem Kaltgeruch nach Heu und Honig. Der Zugwiderstand ist perfekt, die Rauchabgabe überragend. Zu Beginn sehr cremig, mit viel Zedernholz. Im Verlauf der ersten Hälfte gesellt sich noch Leder hinzu. Die 2. Hälfte wird dominiert von einem ledrig-erdigen Aroma, dem ab dem letzten Drittel noch eine ordentliche Prise Pfeffer hinzugefügt wird. Top Abbrand, feste Asche. 50 Minuten im Smoke. Wenn auch aromatisch nicht abwechslungsreich, ist sie geschmacklich dennoch sehr zuträglich und durch ihre Milde zu jeder Zeit rauchbar. Entspannung pur für 5,90 €.
Länge: 10.16Durchmesser: 1.19
TAM
Endlich bietet sich die Gelegenheit, die La Chaveta White Minuto zu probieren. Eine, in meinen Augen, sinnvolle Ergänzung der hauseigenen Zigarrenserie von Tabac Benden. Eine kleine Vitola für ein kurzes Rauchvergnügen, wenn die Zeit oder das Wetter kein großes Format erlaubt. Nachdem ich das Vergnügen hatte bereits die anderen 3 Vitolas dieser Reihe zu probieren und diese für gut befunden habe, war die Erwartungshaltung an das neue Format schon recht hoch. Eins vorweggenommen; Sie wird nicht zu 100 % erfüllt. Der erste Eindruck ist vielversprechend. Ein gleichmäßiges, samtiges Deckblatt, fest gerollt, mit einem Pig Tail an beiden Enden. Die Banderole ist bei dieser Variante als kleiner Ring gestaltet, was der Zigarre meiner Meinung nach besser steht, als die großen Hüllen bei den anderen Formaten. Der Kaltgeruch ist sehr stallig. Der Anschnitt gelingt sauber, die Brandannahme ist gut und dann der erste Zug… hoher Zugwiderstand. Die Rauchabgabe fällt entsprechend mager aus, ist aber im akzeptablem Bereich. Dafür versöhnen die Aromen, schön cremig, mit einer markanten holzigen Note, untermalt von frischem Gras. Die Asche ist fest und hält bis kurz vor dem 2. Drittel. Der Abbrand ist leicht wellig. Leider entwickelt sich nach dem Aschefall ein Schiefbrand, der korrigiert werden muss. Weiter geht es im 2. Drittel mit einer herrlichen Würze. Das Holz ist immer noch präsent und wird ab der Hälfte von ganz leichtem Pfeffer begleitet. Der Zug bleibt jedoch weiterhin geschlossen, was dem Abbrand nicht förderlich ist und deshalb einmal nachgefeuert werden muss. Der Geschmack hat sich bis hier zu ledrig-erdig entwickelt. Im weiteren Verlauf des 2. Drittels verstärkt sich das Leder und dominiert den Rest des Smokes. Manchmal zeigt sich auch schwarzer Pfeffer, was die letzten Züge noch einmal interessant macht. Fazit: Weder scharf noch bitter bietet sie typischen nicaraguanischen Rauchgenuss. Lediglich der Zugwiderstand und die magere Rauchabgabe trüben den Gesamteindruck etwas. Mit 2,90 € reiht sie sich im unteren Preissegment ein und bietet mit guten 40 Minuten Rauchdauer ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Länge: 10.16Durchmesser: 2.14
TAF
Der Kaltgeruch ist nicht sehr intensiv. Ein wenig Heu. Beim Anschnitt sehr bröselig. Der Kaltzug sehr offen. Das Deckblatt ist ohne grobe Blattadern. Sie macht schonmal einen ersten guten Eindruck. Die Brandannahme ist auch gut und beim ersten Zug bestätigt sich noch einmal der offene Kaltzug. Das Zugverhalten bleibt dann auch über den gesamten Verlauf offen und angenehm. Einhergehend ist eine überragende Rauchabgabe. Am Start, wie bei einer Nicaraguanerin erwartet, viel Creme, hier im Einklang mit einem intensiven Nussaroma. Dunkle Schokolade ist noch im Spiel, das Ganze mit einer leichten Süße. Im zweiten Drittel wird es holziger. Am Ende des zweiten Drittels prägt ein sehr intensiver Holzgeschmack das Bild. Zwischendurch ein wenig Toast. Das letzte Drittel dann intensive, erdig-ledrige Aromen. Keine Sorge, denn es fehlt jedwede Schärfe oder Bitterkeit. Deshalb macht das Leder dieses Mal den Smoke noch einmal interessant. Einziger Wehrmutstropfen, zweimal Schiefbrand korrigiert und das Deckblatt klebte leicht an der Banderole. Die Stärke darf man allerdings auch nicht verschweigen. Oberhalb der Mitte, sollte eine Mahlzeit voran gegangen sein. Insgesamt ein guter Smoke, der gerne eine Wiederholung findet. Das Ganze für 2,75 €.

Länge: 10.16Durchmesser: 2.62
TAM
66, was für ein Ringmaß. Gut, wenn der Cutter groß genug für den Anschnitt ist. Tolles Deckblatt, seidig matt, ölig dunkelbraun. Im Kaltzug sehr offen, ein Duft nach Heu. Mal sehen, ob es passt. Im ersten Drittel dominiert Creme, mit Nuancen von Toast. Nach kurzer Zeit fein würzige Nelke, gefolgt von mildem Nussaroma. Im Hintergrund Kaffee. Der Zugwiderstand passt zum Durchmesser. Nicht zu offen, aber Doppelpaffs müssen es sein, will man eine ordentliche Rauchabgabe erzielen. Das zweite Drittel offenbart nichts Neues. Es ist weiterhin dieses Nussaroma, allerdings mit etwas Leder im Hintergrund. Die Asche fällt nach dem ersten Drittel. Leicht bröselig, hält sie nicht sehr lange. Nach dem Aschefall folgt ein mehr welliger Abbrand. Ist aber noch in Ordnung. Im letzten Drittel noch ein Wechsel. Der Abbrand wird etwas träge, die Rauchabgabe weniger und leichte Bitterkeit macht sich breit. Einmal degasieren bringt Abhilfe. Danach ist das Aroma wieder versöhnlich nussig-cremig, mit guter Rauchabgabe bis zum Schluss. Im Angebot für 7,90 € erstanden, ist es ein ordentlicher Smoke von gut 60 Minuten. Den normale Preis von 12,90 € halte ich für etwas übertrieben. Das Ringmaß ist mir aber zu unbequem, aber wer es mag, sollte einen Versuch starten.

Länge: 8.89Durchmesser: 2.06
TAM
Die Chinchalero Mezcla 40 Pequenos. Der Name ist Programm. Die 40. Mischung, man könnte aber auch sagen, 40 Minuten Rauchdauer. Vorweggenommen, sie hat Spaß gemacht. Sehr gut gebaut, feste Rollung, feines Deckblatt, ordentliche Kappe. Dazu ein Abbrand ohne Fehler, guter Zugwiderstand, feste Asche und eine ordentliche Rauchabgabe. Die ersten Zutaten für einen entspannten Smoke. Geschmacklich hält sie keine Überraschungen parat. Im ersten Drittel viel Creme und Nuss. Im zweiten Drittel holzig. Im letzten Drittel erdig-ledrig. Ganz nach dem Motto, anzünden, zurücklehnen und genießen. 3,80 €.