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Bei der Sea Breeze habe ich mächtig Zitrone und Salz in der Nase, aber kein bisschen scharf oder bissig, so wie ich es von viel kleineren Mengen Perique kenne. Der Geschmack hat was von einer dunklen Zigarre, die gleichzeitig wunderbar mild ist. Das hier ist so lecker und spritzig, wie ein Cocktail an der Strandbar (den man besser nur einmal am Abend trinkt ^^). Für Freunde des Perique ein absoluter Volltreffer.

Kaltgeruch liefert angenehm malzige Noten, angefeuert ist er erstmal milder, als ich es vermutete, die malzigen Noten zeigen sich hier sehr schön, der Rauch ist angenehm vollmundig, kernig, aber niemals bissig oder übermäßig stark, sondern einfach und temperamentvoll - jeder, der auch nur im Ansatz was mit Kentucky anfangen kann, sollte sich den Dark Fired nicht entgehen lassen!

Beim Blick auf die Dose und dem Kaltgeruch fällt es mir schwer, nicht ins poetische abzudriften. Dunkle rauchige Nebelschwaden wabern wie ein Mondschein über helle süßliche Wiesen. Die Brasilianer spielen gerne mit dem Feuer und verwandeln den Latakia in pure Nostalgie, die mich ins alte Syrien schickt. Angefeuert macht die Dunkelheit der Nacht wirklich keine Gefangenen. Sie muss mit Bedacht gepafft werden, zu schnell und heiß mag sie nicht so gerne. Wenn man sich zügelt, bietet sie eine unglaublich intensive Palette an Aromen, wie ein gutes Gulasch, dass den ganzen Tag im Topf vor sich hinblubbern durfte. Zum Frühstück taugt er nicht, das Nikotin kommt hier schon deutlich zum tragen. Wie für den Doktor üblich ist der Blend nur was für Leute, die ordentlich eine einstecken können, aber sie hinterlässt nur Geschmack, keine Asche im Mund, von der Intensität mit einer kräftigen Zigarre zu vergleichen.

Der Kaltgeruch ist sehr angenehm, mit deutlichen Kakaonoten, angefeuert ist er gewohnt harmonisch, aber durchaus kräftig, ohne nennenswerte Süße, dafür ganz leichte Zitrusnoten, eher auf der herben Seite. Ein sehr ungewöhnlicher Virginia, wie ich finde, der überraschend kühl in der Pfeife bliebt.

Würzig, süß, spritzig, malzig, rauchig und samtweich. Anzünden, meditieren. Als Latakia-Liebhaber komme ich kaum raus aus dem Schwärmen, einer der gemütlichsten aber komplexesten Engländer, die ich kenne, hab ihn extrem langsam geraucht, schaffe ich nicht oft, fantastisch. Sehr kräftig, aber nicht scharf, sehr "sättigend", wie man so schön sagt. Man muss etwas aufpassen, weil er doch recht schnell heiß wird, kenne ich von Latakia-Blends so nicht. Definitiv einer, den man nicht heiß rauchen sollte ^^ Kommt, wie ich finde, an die Intensität einer dunklen Zigarre stark ran. Auf gar keinen Fall gesellschaftsfähig ^^ Die wollartige Konsistenz des Schnitts lässt sich leicht stopfen, fühlt sich aber etwas komisch an, kenne ich so gar nicht. Brennt hervorragend ab, man muss echt nur bissi die Temperatur im Auge behalten.

Ein richtig bunter Schotte, naturbelassen ohne Casing, direkt aus der Dose eher trocken, was ich sehr gerne mag. Würzig, aber sehr weich, die Komponenten harmonieren wunderbar, es ist von allem was dabei. Süß, herb, fruchtig, rauchig und kein bisschen scharf. Er ist recht kräftig im Geschmack und über die Raumnote müssen wir nicht reden, aber er geht auch gut schon vor dem Frühstück. Ein fantastischer Blend!

Der Kaltgeruch ist sehr ungewöhnlich für einen naturbelassenen Blend. Selbst nach längerer Lüftung, obwohl er direkt aus der Dose schon eher auf der trockenen Seite ist, riecht er noch nach süßem Nuss-Nougat. Angefeuert eine sehr weiche und runde Mischung, keine der drei Komponenten tritt in den Vordergrund - süß, herb, rauchig, alles sehr angenehm kombiniert. Das angesprochene Casing ist hier nicht mehr vorhanden. Der Latakia erinnert mich mehr an die syrische Version, sehr weich und dunkel, ohne dieses intensive Lagerfeuer-Aroma. Würde ich ohne schlechtes Gewissen auch denen empfehlen, die Latakia nicht so mögen. Er ist schon etwas kräftiger im Geschmack, sehr belebend, wie ich finde, aber ohne beißende Spitzen und auch nicht stark beim Nikotin (auf nüchternen Magen merk ich nix). Raumnote ist wohl nichts für militante Nichtraucher. Ein fantastischer Blend!

Der Kaltgerucht ist absolut traumhaft nach Früchten und Vanille, ist überraschend kräftig, muss sehr langsam geraucht werden, sonst wird er bissig - der nötigt einem viel Zeit ab, belohnt dabei aber mit dunklen und würzigen Aromen. Fantastischer Blend, der nicht unterschätzt werden sollte.
Ein wunderbar komplexer Blend, bei dem alle Tabaksorten zum Tragen kommen, kräftig in den Aromen, vor allem nasal ein Traum, aber nicht zu stark. Eher was für erfahrene Genießer, die Raumnote scheint für viele (besonders Nicht-Raucher) nur schwer erträglich zu sein, viele meinen, die säuerlichen Noten riechen nach Erbrochenem...

Die Seidenstraße kommt mit griffigen Aromen daher, hier machen sich die Verwendung von Kentucky, Burley und Perique bemerkbar, ohne dabei auch nur im Ansatz scharf oder aschig zu werden. Ganz im Gegenteil, die dunkleren Aromen sind wortwörtlch "seidig", ein absoluter Hochgenuß. Die Qualität des Cakes tut ihr übriges dazu, um einen tadelosen und langsamen Abbrand zu garantieren.

Zart-würzig und ungesüßt, angehm mild, kräuterig und floral mit einem Hauch Süße, überhaupt nicht bissig in der Nase, eine tolle Kombination aus hellem Virginia und aromatischem Orient, relativ großer Loose Cut, aber sehr einfach zu stopfen, brennt trocken und kühl ab, sehr eleganter Blend, wie ich finde
Ein äußerst komplexer Blend, bei dem der Orient dominiert und wunderbar süß-saure Komponenten bietet, der Perique ist ordentlich spritzig, der Latakia definitiv präsent, aber nicht im Vordergrund. Einer der besten englischen Blends, die ich kenne. Weich, hoch-aromatisch, aber nicht stark.

