Romijn

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In einer kleinen Werkstatt im niederländischen Leerdam entsteht Tag für Tag, was für viele Pfeifenraucher schnell zum Lieblingsstück wird. Hier arbeitet Pfeifenmacher Martin Romijn an handgemachten Bruyèrepfeifen, die eher an kleine Skulpturen erinnern, als an Serienprodukte. Jede Tabakpfeife ist ein Unikat, das Form, Funktion und feinste Handarbeit miteinander verbindet 

Herkunft und Geschichte

Nach der Schulzeit entscheidet sich Martin Romijn zunächst für einen Weg weit weg von der Werkbank und tritt in das niederländische Marinekorps ein. Die dort gelebten Werte wie Disziplin, Ausdauer und strukturiertes Arbeiten prägen ihn bis heute und fließen später sichtbar in seine präzise Linienführung und saubere Ausführung ein.

Nach seiner Zeit beim Militär wendet er sich dem Handwerk zu und arbeitet als Steinhauer. Er plant und fertigt Arbeitsplatten, Kamine und Bäder aus Naturstein und entwickelt dabei ein feines Gespür für Material, Maserung und Proportionen. Parallel dazu entdeckt er mit rund zwanzig Jahren das Pfeiferauchen, wird Sammler, tauscht sich online mit anderen Pfeifenrauchern aus und stößt auf das Thema Pfeifenstopfer. Bald fertigt er erste Stopfer, Pfeifenständer und Aschenbecher aus Marmor, Granit, versteinertem Holz und sogar Fossilien, die schnell weltweit Liebhaber finden.

Der Schritt von den Rauchaccessoires zur Tabakpfeife ist für ihn eine logische Weiterentwicklung. 2016 fertigt er seine erste Pfeife aus vorgebohrten Bruyèreblöcken, experimentiert mit vorhandenen Pfeifen, arbeitet die Formen um und erkennt, was im Holz noch verborgen liegt. Seine Eltern schenken ihm eine Drechselbank, er verbringt unzählige Stunden an der Maschine, tauscht sich intensiv mit anderen Pfeifenmachern wie Nick Ramaekers aus und perfektioniert die handwerklichen Abläufe. Heute zählt er zu den wenigen etablierten Pfeifenmachern der Niederlande, dessen Arbeiten auf internationalen Plattformen, bei Fachhändlern und auf Messen wie der Chicago Pipe Show präsent sind.

Charakter und Stil

Wer eine Pfeife von Martin Romijn in die Hand nimmt, bemerkt sofort die ruhige, klare Formensprache. Er lässt – wie er selbst sagt – das Bruyère sprechen und verzichtet bewusst auf starre Zeichnungen. Das Objekt ist für ihn bereits im Holz vorhanden, er legt es nur Schicht für Schicht frei. Dadurch entstehen Tabakpfeifen, die zugleich organisch, skulptural und erstaunlich stimmig wirken.

Romijn verwendet hochwertiges Bruyère, vor allem aus Italien und von renommierten Anbietern wie Mano und Mimmo. Er orientiert die Formen konsequent an der Maserung, sodass Flamm- und Vogelaugenstruktur ideal zur Geltung kommen. Viele seiner Pfeifen sind bewusst leicht gebaut und liegen ausgewogen in der Hand. Dünn ausgeschliffene Mundstücke aus Ebonit oder Acryl sorgen für einen sehr angenehmen Biss, die Übergänge zwischen Kopf, Holm und Mundstück sind makellos ausgearbeitet. Kunden heben zudem die optimierte Luftführung hervor, die er im Laufe der Jahre immer weiter verfeinert.

Im Rauchbild zeigen sich seine Bruyèrepfeifen kühl, trocken und geschmacklich klar. Die Kombination aus sorgfältiger Bohrung, gut dimensionierter Tabakkammer und offen gestalteter Luftführung unterstützt einen aromareichen Rauch ohne störende Schärfe. Einige Modelle fertigt er explizit für 9 Millimeter Filter, was besonders für viele deutsche Pfeifenraucher interessant ist. 

Fazit und Empfehlung

Pfeifenmacher Martin Romijn steht heute für handgemachte Bruyèrepfeifen, die ihr skulpturales Erscheinungsbild mit hervorragenden Raucheigenschaften verbinden. Seine klare, ruhige Formensprache, das ausgeprägte Gespür für Proportionen und die konsequente Handarbeit vom ersten Schliff bis zum polierten Mundstück machen jede Pfeife zu einem echten Einzelstück mit Sammlerpotenzial.

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