Deutschland: Bestseller
Deutschland: Alle Artikel
- Das Herz deutscher Zigarren – Ostwestfalen
- Deutsche Zigarren in der jungen Bundesrepublik
- Die Traditionsunternehmen aus Bünde
- Zigarren eines deutschen Auswanderers
- Deutsche Zigarren: auch aus Hessen, Thüringen und dem Ländle
- Bekannte deutsche Zigarrenmarken:
- Deutsche Zigarren – vielfältiger als man glaubt
In Deutschland wächst – mit wenigen Ausnahmen – kein Tabak. Dennoch gab es hierzulande eine reiche Zigarrenindustrie, deren Spuren bis heute zu entdecken sind. Ein Stück deutscher Kulturgeschichte ist nämlich erhalten geblieben und ungeahnt rege.
Das Herz deutscher Zigarren – Ostwestfalen
Das Zentrum der deutschen Zigarrengeschichte liegt im Städtchen Bünde. Der beschauliche Ort in Ostwestfalen erlebte ab Mitte des 19. Jahrhunderts einen rasanten Aufstieg; Tabak wurde für die Stadt von ähnlicher Bedeutung, wie es Autos für Wolfsburg sind. Der für die Herstellung von Shortfiller Zigarren benötigte Rohtabak kam aus Übersee, zunächst per Schiff von Bremen aus die Weser hinauf, später vermehrt per Eisenbahn aus den Niederlanden.
Deutsche Zigarren in der jungen Bundesrepublik
Noch in der frühen Nachkriegszeit symbolisierte die Marke Handelsgold die Zeit des deutschen Wirtschaftswunders. Damals wurde der Kanzler mit Zigarre zum ikonischen Bild des kontinuierlichen Aufschwungs; Rauchen war Ausdruck wachsenden Wohlstands, erschwingliche Zigarren für ein paar Pfennige prägten des Stadtbild. Zugleich verrieten Bezeichnungen wie „Sumatra“ oder „Brasil“ die exotischen Sehnsüchte eines arbeitsreichen Alltags.
Die Traditionsunternehmen aus Bünde
Und noch heute erfreut sich die solide Handelsgold vieler Freunde und zählt zu den beliebtesten maschinengefertigten Zigarren. Hinter ihr steht das Traditionshaus Arnold André, dem sicher auch viele der jüngeren Aficionados schon einmal begegnet sind – in Gestalt der Independence. Oft als „Tankstellen-Zigarre“ verspottet, ist sie besser als ihr Ruf. Denn wahrscheinlich haben viele von uns ihre erste Zigarren-Erfahrung mit der Independence gemacht – und sind auf den Geschmack gekommen.
Arnold André ist inzwischen längst ein Global Player. In der Dominikanischen Republik, in Santiago de los Caballeros, der Welthauptstadt der Zigarren, unterhalten die Ostwestfalen eine eigene Tabacalera. Von hier stammen die Marken Buenavista, Montosa und die exklusive Carlos André.
Dabei ist es eins von drei Traditionsunternehmen in Bünde, die bis heute existieren. Ein anderes ist das 1909 von August Schuster gegründete Tabak-Unternehmen. Wie Arnold André ist Schuster heute ein umtriebiger Tabak Importeur, vertreibt aber auch eigene Zigarren wie die Partageno. Und nur wenige Kilometer entfernt, in Rödinghausen zwischen Bielefeld und Osnabrück, sitzt das Haus Woermann. Ihre Marken, darunter die beliebte Woermann Cigars Seefahrer, stehen für milde und unkomplizierte Zigarren.
Zigarren eines deutschen Auswanderers
Wiederum nicht weit, in Lübbecke, ist Dannemann zuhause. Die meisten von uns kennen Moods, die aromatisierten Zigarrillos, einen absoluten Longseller über Jahrzehnte. Aber auch Zigarren gehören zum Sortiment der Firma, die in den 1870er Jahren vom Brasilien-Auswanderer Geraldo Dannemann gegründet wurde.
Deutsche Zigarren: auch aus Hessen, Thüringen und dem Ländle
Daneben gibt es noch eine Reihe jüngerer Deutscher Zigarren Hersteller. Etwa Don Stefano aus dem hessischen Wettenberg, unweit von Gießen, Candlelight aus Dingelstädt in Thüringen oder die Christo Zigarren aus einer Werkstatt für angepasste Arbeit im Saale-Orla-Kreis. Und auch wir sind selbst vertreten. Als CIGARWORLD.de bieten wir günstige Zigarren an, die in der Manufaktur der Familie Kleinlagel in Baden-Württemberg gefertigt werden.
Bekannte deutsche Zigarrenmarken:
- Handelsgold (Tropenschatz, Zigarillos)
- Arnold André (Independence, Montosa, Carlos André)
- Dannemann (Moods, Speciale)
- Candlelight (Classic, Aromatic)
- Don Stefano (Zigarren)
Deutsche Zigarren – vielfältiger als man glaubt
Natürlich ist Deutschland keine Zigarrennation. Nicht nur, dass hier kein Tabak wächst, auch das Lohnniveau ist für eine manuelle Herstellung natürlich viel zu hoch. Deshalb kommen die meisten Zigarren fertig zu uns. Doch es lohnt sich, auch einmal einen Blick auf die heimischen Tabak Produzenten zu werfen, sei es aus nostalgischen Gründen oder aus Neugier.