Zigarrenbohrer

Zigarrenbohrer

Zigarrenbohrer, auch Punch oder Rundcutter genannt, öffnen den Zigarrenkopf mit einer kreisförmigen Klinge. Dadurch bleibt die natürliche Rundung des Mundstücks weitgehend erhalten und es gelangen weniger lose Tabakkrümel in den Mund. Unterschiedliche Lochgrößen ermöglichen eine Anpassung an verschiedene Zigarrenformate und Ringmaße. Die funktional konstruierten Modelle von Xikar zeichnen sich durch kompakte Bauformen und unkomplizierte Mechanismen aus. S.T. Dupont richtet sich mit präzise verarbeiteten Metall- und Lackausführungen an Liebhaber klassischer Premiumaccessoires. Weiterlesen

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Zigarrenbohrer

Eine gute Zigarre mit den Fingern oder Zähnen zu öffnen, kann Deckblatt und Mundstück beschädigen. Ein Zigarrenbohrer – auch Punch oder Rundcutter genannt – schafft eine kontrollierte Öffnung und erhält die Form des Zigarrenkopfes weitgehend. Bei der Auswahl zählen vor allem Zigarrenformat, Lochdurchmesser, Klingenzahl und Bedienmechanismus.

Zigarrenbohrer: Funktionsweise und Vorteile

Seit Ende der 1990er-Jahre erfreut sich das Anbohren von Zigarren zunehmender Beliebtheit. Einer der damals weitverbreiteten Zigarrenbohrer aus den Vereinigten Staaten erinnerte optisch an eine Patronenhülse. Mit dem Trend zu größeren Ringmaßen entwickelte sich der Rundcutter für viele Aficionados zu einer Alternative zur Zigarrenschere und zum Guillotinencutter. Genau genommen wird dabei nicht gebohrt: Eine geschärfte Rundklinge stanzt eine kreisförmige Öffnung in die Kappe am Mundstück.

Les Fines Lames Punch Bracelets
Zigarrenbohrer als Armband tragen: Les Fines Lames Punch Bracelets

Anders als bei einem Zigarrencutter wird der Zigarrenkopf nicht vollständig abgeschnitten. Seine natürliche Rundung bleibt weitgehend erhalten und es gelangen meist weniger lose Tabakkrümel in den Mund. Eine zu kleine Öffnung kann allerdings den Zugwiderstand erhöhen. Reicht der Rundschnitt nicht aus, lässt sich die Zigarre anschließend noch mit einem Cutter weiter öffnen. Manche Aficionados nutzen diese Kombination ganz bewusst.

Welche Bohrung passt zu welchem Ringmaß?

Zigarrenbohrer werden mit Durchmessern von etwa 6 bis 14 Millimetern angeboten. Kleinere Rundklingen erzeugen eine kompaktere Öffnung, während ein größerer Punch bei voluminösen Zigarren ein leichteres Zugverhalten ermöglichen kann. Als Orientierung bieten sich folgende Abstufungen an:

  • 6 mm: für Ringmaße von etwa 34 bis 42 und entsprechend schlanke Zigarrenformate
  • 7 bis 8 mm: für Ringmaße von etwa 40 bis 50 beziehungsweise 52
  • 9 bis 10 mm: für Ringmaße von etwa 46 bis 56, darunter viele Robusto- und Toroformate
  • 11 bis 12 mm: für Ringmaße von etwa 50 bis 64 und eine großzügigere Öffnung
  • 13 bis 14 mm: für Ringmaße ab etwa 56 und besonders voluminöse Zigarren

Die Bereiche überschneiden sich bewusst und sind nicht als feste Vorgabe zu verstehen. Kopfform, Rollung und persönlicher Zugwiderstand spielen ebenfalls eine Rolle. Die Rundklinge sollte vollständig auf der Kappe aufliegen und ausreichend Abstand zum Rand des Deckblatts haben. Für Piramiden, Belicosos und Torpedos mit spitz zulaufendem Kopf ist ein Punch meist ungeeignet; diese Formate lassen sich mit einem Cutter kontrollierter öffnen.

Einzel, Doppel oder Dreifach Zigarrenbohrer: Ausstattung vergleichen

Wer überwiegend ähnliche Formate raucht, kommt meist mit einem kompakten Einzelbohrer aus. Bei wechselnden Ringmaßen bieten Doppel- und Dreifachbohrer mehr Spielraum. Der Adorini Double Punch stellt zwei unterschiedlich große Rundklingen in einem Gehäuse bereit. Der Credo 3-in-1 deckt mit drei Klingen eine besonders breite Auswahl an Zigarrenformaten ab.

Unterschiede gibt es auch beim Klingenschutz und beim Auswurf des ausgestanzten Tabaks. Schutzkappen sowie Dreh-, Schiebe-, Druck- oder Auseinanderziehmechanismen halten die Rundklinge beim Transport sicher im Gehäuse. Beim Passatore Compact 5 wird die Klinge auf Knopfdruck versenkt und der Tabakrest dabei gelöst. Der Colibri Quasar verbindet drei Lochgrößen mit einem geschlossenen Schiebemechanismus und automatischem Auswurf.

Guy Janot Zigarrenbohrer
Kompakte Zigarrenbohrer für den Schlüsselbund: Guy Janot Zigarrenbohrer

Aluminiumgehäuse sind vergleichsweise leicht, während Ausführungen aus Edelstahl oder massivem Metall meist schwerer und besonders solide ausfallen. Classic Punch bietet unterschiedliche Grundbauformen für den unkomplizierten Einstieg. Bei den Punch Bracelets von Les Fines Lames sitzt der Rundcutter direkt im Verschluss eines Armbands. Eine weitere platzsparende Möglichkeit sind Zigarrenfeuerzeuge mit integriertem Punch.

Im gehobenen Segment kombiniert der Davidoff Duocut zwei Rundklingen mit einem kompakten Drehmechanismus. S.T. Dupont führt sowohl handliche Einzelbohrer als auch aufwendiger ausgestattete Doppelbohrer. Unabhängig von Marke und Material bleiben eine scharfe Klinge, eine präzise Führung und ein sauber arbeitender Auswurf die wichtigsten Qualitätsmerkmale.

Zigarren richtig anbohren

Vor dem Anbohren sollte die Zigarre gut konditioniert sein. Bei zu trockenem Tabak kann das Deckblatt einreißen, ausfransen oder rund um die Öffnung zerkrümeln. Die Rundklinge wird mittig und gerade auf die Kappe gesetzt. Mit einer vorsichtigen Drehbewegung und wenig Druck lässt sich das Tabakplättchen herauslösen, ohne unnötig tief in den Zigarrenkopf einzudringen.

Bleibt der Zug trotz einer ausreichend großen Öffnung ungewöhnlich fest, kann die Ursache in einer zu dichten Rollung liegen. Für diesen Sonderfall schafft ein Drawpoker einen zusätzlichen Zugkanal und erfüllt damit eine andere Aufgabe als ein gewöhnlicher Zigarrenbohrer. Welches Modell am besten passt, hängt somit vor allem von den bevorzugten Ringmaßen, der gewünschten Mobilität und der benötigten Anzahl an Klingen ab. Unsere Cigarworld-Mitarbeiter beraten Sie gerne bei der Auswahl eines geeigneten Zigarrenbohrers.

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