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Condega Zigarren aus dem Norden Nicaraguas
Die Zigarrenmarke Condega trägt den Namen einer kleinen Stadt und des umliegenden Tals im Norden Nicaraguas. Wer Condega nun nicht blind auf der Landkarte einzeichnen kann, leidet deshalb nicht unter mangelnden Geografiekenntnissen. Das nördlich von Estelí gelegene Tal gehört zu den bekannten Tabakanbaugebieten des Landes. Die Marke versteht ihren Namen daher als Hommage an das Valle de Condega. Für ihre Blends werden Tabake aus den drei nicaraguanischen Anbaugebieten Condega, Jalapa und Estelí miteinander kombiniert.
Casa Fernández und die Köpfe hinter Condega
Condega gehört zum Markenportfolio des spanischen Tabakunternehmens Gesinta. Die gleichnamigen Zigarren werden in Nicaragua bei Casa Fernández gefertigt. Das Unternehmen tritt inzwischen unter dem Namen Aganorsa Leaf auf. Die dazugehörige Fabrik Tabacos Valle de Jalapa S.A., kurz TABSA, wurde vom amerikanischen Blog Halfwheel 2015 und 2016 zweimal in Folge zur Fabrik des Jahres gewählt.
Zu den prägenden Köpfen hinter den Blends gehörte der aus Pinar del Río stammende Master Blender Arsenio Ramos. Nach fast fünf Jahrzehnten in der kubanischen Tabakbranche brachte er seine Erfahrung mit Saatgut, Anbau und Fermentation nach Nicaragua. Auch der kubanische Tabakingenieur Jacinto Iglesias wirkte an der Auswahl und Verarbeitung der Tabake mit. Dass die Tabacalera unterschiedliche Stilrichtungen beherrscht, zeigt außerdem Warped Cigars. Die Marke des US-Amerikaners Kyle Gellis lässt dort ebenfalls einen Teil ihres Portfolios fertigen.
Condega Serie F, Serie S und Serie C
Der Solinger Importeur Thorsten Wolfertz holte Condega 2017 nach Deutschland. In Spanien hatte sich die Marke zu diesem Zeitpunkt bereits fest etabliert. Das Konzept ist bis heute klar: handgefertigte Longfiller mit deutlich nicaraguanischem Charakter, zuverlässiger Verarbeitung und einem bewusst zugänglichen Preisniveau.
Im Mittelpunkt des Sortiments stehen drei eigenständige Linien. Die Serie F ist ein nicaraguanischer Puro mit Corojo-99-Deckblatt und -Umblatt sowie einer Einlage aus Criollo 98 und Corojo 99. Zedernholz, Zimt, Gewürze und eine deutliche Süße bestimmen ihren Charakter. Die Serie S kombiniert ein Corojo-Deckblatt mit Seco aus Jalapa und Einlagetabaken aus Condega und Estelí. Im Rauchverlauf treffen Zedernholz und Zimt auf Pfeffer, Fruchtnoten und dunkle Schokolade.
Die im Sommer 2026 in Deutschland eingeführte Serie C geht einen sanfteren Weg: Ihr Connecticut-Deckblatt aus Ecuador umschließt ein nicaraguanisches Umblatt und eine nicaraguanische Einlage. Das Ergebnis ist cremiger, milder und dezent holzig-würzig. Auch optisch setzt sich die Linie mit ihrer tiefblauen Gestaltung klar von den roten Klassikern der Marke ab.