Cuaba Zigarren und ihre Doppelfigurado Formate
Cuaba ist eine der kubanischen Zigarrenmarken, die bereits optisch hervorsticht: Das bevorzugte Format, die Doppelfigurado, verjüngt sich an beiden Enden, wächst in der Mitte zu ihrer vollen Breite und wirkt dadurch fast wie ein kleines Stück Zigarrenskulptur. Genau darin liegt der Reiz: Eine Cuaba erzählt beim Rauchen nicht nur von Tabak, Erde, Holz und Würze, sondern auch von Handwerk, Geduld und einer fast vergessenen Tradition, die in Havanna wieder sichtbar ist. Wer kubanische Zigarren auch wegen ihrer Formensprache schätzt, findet bei Cuaba eine Marke mit sehr eigener Handschrift.
Die Geschichte der Cuaba Zigarren seit 1996
Die Geschichte der Cuaba Zigarren beginnt offiziell im Jahr 1996, doch ihr ästhetischer Ursprung reicht deutlich weiter zurück. Habanos beschreibt die Marke als Wiederaufnahme jenes Stils, der im 19. Jahrhundert beliebt ist, als Doppelfigurados zu den eleganten Klassikern der Havanna-Zigarre zählen. Ein Jahrhundert später greift Habanos diese Form in der Romeo y Julieta Manufaktur wieder auf und schafft mit Cuaba eine Marke, deren gesamter Charakter aus dieser besonderen Vitola entsteht. Der Name selbst führt noch tiefer in die kubanische Geschichte: Cuaba bezeichnet in der Sprache der Taíno einen leicht brennbaren Strauch, der zum Entzünden von Tabak dient. So trägt die Marke nicht nur eine Form, sondern auch ein kleines Stück karibischer Erinnerung in sich.
Herstellung anspruchsvoller Doppelfigurados in Havanna
Besonders spannend ist die Rolle von Carlos Izquierdo, der in der Romeo-Fabrik arbeitet und zu den wenigen Torcedores zählt, die diese anspruchsvollen Formate noch sicher beherrschen. Aus seiner Beharrlichkeit entsteht das Projekt Cuando, das 1996 im Londoner Claridge’s Hotel große Premiere feiert. Dort präsentiert Habanos-Präsident Francisco Linares die neue Marke vor rund 200 Gästen, während Izquierdo mit einem Team speziell geschulter Roller zeigt, wie viel Gefühl, Druckkontrolle und Erfahrung in einer Doppelfigurado stecken. Die Marke beruht auf einem hochanspruchsvollen Format, das Fehler kaum verzeiht.
Longfiller Zigarren mit klassischer Kuba Würze: Cuaba
Cuaba ist aromatisch klar kubanisch, aber sie verhält sich anders als viele gerade gerollte Parejos. Der schlanke Fuß nimmt die Flamme zunächst konzentriert an, danach öffnet sich die Zigarre langsam, während der Durchmesser zunimmt und sich das Verhältnis von Deckblatt, Umblatt und Einlage im Rauchverlauf spürbar verändert. Das macht diese Zigarren lebendig. Typisch sind Erde, Holz, Kaffee, Leder, Pfeffer, Kräuterwürze und eine feine Süße. Die Marke wirkt dadurch nicht glatt, sondern charaktervoll. Sie fordert nicht wenig Aufmerksamkeit, belohnt diese aber mit Entwicklung.
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Cuaba überzeugt nicht durch Breite, sondern durch Konsequenz. Während viele Marken einzelne Figurados führen, macht Cuaba diese Form zum Kern ihrer. Für Einsteiger in kubanische Zigarren ist die Marke dann sinnvoll, wenn bereits etwas Erfahrung mit Zugverhalten, Anzünden und langsamem Rauchen vorhanden ist. Für Kenner ist sie umso reizvoller, weil sie die Frage stellt, die gute Zigarren immer stellen: Nimmst du dir wirklich Zeit? Cuaba ist eine charaktervolle Habano für Menschen, die Handwerk sehen, schmecken und im besten Fall auch ein wenig verstehen möchten.