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Humidor Fenceline Cigars

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Kommentar: El Cookinero

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Quorum Maduro Double Gordo
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die „Quorum Maduro Double Gordo“ ist ordentlich verarbeitet und eher weicher gerollt. Im Verhältnis zu ihrer imposanten Größe, weist sie ein relativ geringes Eigengewicht aus. Das leicht glänzende, dunkelbraune Deckblatt ist stellenweise etwas wellig und wirkt insgesamt relativ grob. Trotzdem ist die Qualität absolut in Ordnung und das Deckblatt muss sich keinesfalls vor anderen verstecken. Der Kaltgeruch liefert leicht stallige Noten und Eindrücke von mildem Kaffee. Der Kaltzug hat erdige Noten und ein wenig Menthol im Angebot. Die Zigarre startet nach etwas länger als üblich dauernder, aber dennoch problemloser Zündung, zackig mit ausgeprägten süßen, karamellartigen, malzigen und leicht würzigen Aromen. Nach wenigen Minuten kommt eine passende Prise Pfeffer mit ins Spiel. Die süßen Aromen steigern sich im ersten Drittel fast kontinuierlich und nahezu linear. Eine schöne Cremigkeit begleitet den Auftakt und wird sich durch den gesamten Smoke ziehen. Ziemlich beeindruckend, diese Maduro startet ohne Vorgeplänkel sofort voll durch und entfaltet eine starke Aromenintensität. Im zweiten Drittel nimmt die Würze etwas mehr Fahrt auf und sorgt für eine leichte Abschwächung der süßen Aromen, die nun mehr und mehr den Geschmack dunkler Schokolade annehmen. Kerniger Kaffee erkämpft sich einen Platz im Aromenrad. Pfeffer bleibt auf unverändert angenehmen Niveau erhalten. Zum Ende des zweiten Drittels wird die Zigarre um angenehme, recht milde Bitternoten bereichert. Das finale Drittel nimmt leichte Anklänge von Leder und federleichte Noten von Holz mit in die gelungene Komposition auf. Die süßen Aromen schwächen sich erneut leicht ab. Würzigkeit und Pfeffer steigern sich nochmals merklich. Auch Holz legt ganz zum Schluss noch einmal eine Schippe drauf. Insgesamt entwickelt das letzte Drittel eine erwachsene aber nicht überbordende Schärfe. Die Zigarre benötigt etwas Aufmerksamkeit. Sie mag es nicht länger abgelegt zu werden und neigt dazu auszugehen, wenn man nicht regelmäßig zieht. Der dunkelgraue Aschekegel bietet keinen Grund zur Klage. Er ist stabil und sauber. Der Abbrand ist völlig in Ordnung, phasenweise minimal schräg, korrigiert sich jedoch stets von selbst. Die Rauchentwicklung ist sehr ansehnlich und der Zugwiderstand optimal. Das einziges Manko ist die etwas zu kurz geratene Rauchdauer. Nach knapp 60 Minuten ist bereits leider Schluss. Im Verhältnis zum Format ist für mein Empfinden weniger Tabak als üblich verarbeitet worden, was zum Teil erklärt, wie diese herrliche Zigarre so günstig angeboten werden kann. Die Gordo gefällt mir noch besser als die vor einigen Monaten verkostete Toro. Ich bin sehr angetan von dieser Maduro. Zwar ist die Aromenkomposition alles andere als subtil oder gar komplex, bietet aber sehr schöne, intensive und ausdrucksstarke Aromen, die äußerst stimmig in das Gesamtbild passen. Das PLV ist unterm Strich ausgezeichnet! Selten bekommt man für € 4,- eine derart hohe Qualität. Diese mittelkräftige bis leicht kräftige Zigarre kann ich uneingeschränkt empfehlen. Kommt definitiv wieder in meinen Humidor!



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Bespoke Traditional Line Grand cafe

Länge: 19.05Durchmesser: 1.55 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Bei der Durchsicht meines Humidors ist mir heute aufgefallen, dass eine Zigarre, sicherlich versehentlich und ungewollt von Cigarworld, falsch geliefert wurde. Erhalten habe ich die „Casdagli Cigars Traditional Line Grand Cafe“. Bestellt hatte ich jedoch die jüngst erschienene Maduro der Traditional Line Grand Cafe. Beide haben das gleiche Format, lediglich das dunklere Deckblatt und ein kleiner, zusätzlicher Zigarrenring unterscheidet die zwei Lanceros voneinander. Ist nicht weiter schlimm. Die Maduro kann warten und wird mit einer der nächsten Bestellungen einfach erneut von mir geordert. Tatsächlich freue ich mich auf den nun bevorstehenden Smoke aufgrund der durchweg positiven Bewertungen und bin gespannt. Es handelt sich tatsächlich um meine erste Lancero. Das Format ist schick und elegant. Wie bei eigentlich allen Zigarren von Casdagli, ist der optische und qualitative Ersteindruck hervorragend. Das braune, leicht marmoriert wirkende Cubra-Deckblatt aus Brasilien zeugt von hoher Qualität und ist völlig fehlerfrei. Die schlanke Zigarre ist fest gerollt und hat ein hohes Eigengewicht. Der Kaltgeruch liefert stallige Akzente und wenig Holz. Der Kaltzug bietet milde Minze mit schwachen Noten von Gewürzen. Nach problemloser Zündung startet die Zigarre ausgesprochen cremig, kombiniert mit schönen holzigen und nussigen Aromen. Rasch entwickeln sich leicht schokoladige, deutlich süßliche und ordentlich präsente Akzente. Eine Prise Pfeffer arbeitet wohl dosiert im Hintergrund. Im weiteren Rauchverlauf nehmen die süßen Aromen, in der Intensität sehr passend ausgeprägt, einen dauerhaften Platz im Aromenrad ein. Ein angenehmer Schuss Kaffee rundet das Bild ab. Ab der Mitte werden die milden holzigen Noten deutlich trockener. Nuss spielt ab jetzt keine Rolle mehr. Würzige Kräuter kommen schwach zum Vorschein und bereichern die Lancero um eine weitere Facette. Die süßen Aromen entwickeln einen milden, fruchtigen Anklang. Dezente Noten von Gras sind entfernt erkennbar. Die zu Beginn schön ausgeprägte Cremigkeit schwächt sich leider deutlich ab. Plötzlich, etwa zu Beginn des letzten Drittels, entwickelt die Zigarre eine extreme, brennende und bittere Schärfe, welche die gesamte bisherige Aromenentwicklung erstickt. Habe ich als sehr unangenehm und völlig unpassend empfunden. Glücklicherweise zieht sich dieser unschöne Einschlag nach ein paar Minuten auf ein „erträgliches“ Maß zurück. Langsam, ganz langsam wendet sich die Lancero zumindest einem Teil der vergangenen Komposition wieder zu. Heftige Pfeffernoten bleiben jedoch erhalten und überlagern fast alles. Bleibt noch zu notieren, dass Holz unangenehm bitter wird und sich mit überreifer, fast ungenießbar Nuss vereint. So schön die Zigarre über eine weite Strecke auch wahr, vermiest sie mir spätestens im letzten Drittel den Genuss gewaltig. Ich hatte wirklich Mühe, diesen eigentlich eher milden Stick bis zum im wahrsten Sinne bitteren Abschluss nach rund 80 Minuten durchzuhalten. Technisch ist die Zigarre in Ordnung. Der Abbrand ist gerade und unaufgeregt. Die Rauchentwicklung ist gut. Der mittelgraue Aschekegel ist stabil und sauber. Der Zugwiderstand ist allerdings über weite Strecken deutlich zu hoch. Wirklich schade, das war leider nix...von mir keine Empfehlung.



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Alec Bradley Coyol Double Churchill
verifizierter Kauf

Länge: 17.78Durchmesser: 2.30 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Bis vor ein paar Jahren habe ich sehr gerne und häufig die Gordo aus dieser Serie geraucht. Dann habe ich sie ein wenig aus den Augen verloren und mich verstärkt anderen schmackhaften Zigarren zugewendet. Nun bin ich kürzlich bei Cigarworld eher zufällig erneut über die Alec Bradley Coyol Zigarren gestolpert und habe mir dann kurzentschlossen die Double Churchill dieser Serie bestellt. An diesem milden und sonnigen Januartag ist der geeignete Zeitpunkt gekommen, diese nun ausgiebig zu genießen. Der Kaltgeruch verströmt tatsächlich leichte, süßliche Noten von altem, feuchten Holz. Klingt unangenehm, ist es aber ganz und gar nicht. Der Kaltzug bietet herrliche, unterschwellige Süße. Das hellbraune Deckblatt ist leicht wellig und etwas scheckig. Das gute Stück sieht angenehm gealtert aus, weist keinerlei Mängel auf und ist einwandfrei verarbeitet. Die Zigarre ist fest gerollt und schwer. Sie ist gut 2,5 Zentimeter länger und fast genauso „dick“ wie die Gordo dieser Serie. Eine wuchtige Erscheinung. Die Double Churchill startet nach problemloser Zündung mit angenehmen würzigen und holzigen Aromen mittlerer Intensität. Rasch entwickeln sich zusätzlich schöne cremige und leichte erdige Akzente. Eine angenehme fruchtige Süße baut sich hintergründig auf. Im zweiten Drittel gibt es eine kleine Portion Kaffee obendrein. Äußerst schwache ledrige Eindrücke können ebenfalls am Horizont ausgemacht werden. Zu meiner großen Freude wird schließlich die Aromenkomposition um dunkle Schokolade von mittlerer Intensität bereichert. Retronasal zeigt sich die Double Churchill von ihrer grasigen, minimal pfeffrigen Seite. Ich letzten Drittel wandelt sich die fruchtige Süße hin zu einer eher blumigen, nektarartigen Süße. Eine schöne Wendung! Die übrigen Aromen bleiben in sich leicht verändernder Intensität weitestgehend erhalten. Die „Alec Bradley Coyol Double Churchill“ ist eine eher mildere Zigarre, die ein breites, stets gut nachvollziehbares Aromenspektrum mittlerer Intensität bietet. Sie macht über fast 90 Minuten großen Spaß und überfordert zu keinem Zeitpunkt. Einsteiger und erfahrene Raucher, die eher milde Zigarren schätzen, sollten Freude mit ihr haben und diesen gutmütigen Smoke probieren. Auch technisch liefert diese Zigarre kaum Grund zur Klage. Der sich im Rauchverlauf bildende, dunkelgraue Aschekegel ist fest und äußerst stabil. Die Double Churchill brennt kerzengerade ab. Die Rauchentwicklung ist sehr gut, der Zugwiderstand vielleicht einen Tick zu hoch. Das PLV ist aus meiner Sicht hervorragend. Ein sehr empfehlenswerter Genuss!



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A.J. Fernandez Blend 15 Toro
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 1.98

Vor mir liegt die „A.J. Fernandez Blend 15 Toro“. Ich mag viele Zigarren aus dem A.J. Fernandez-Universum ausgesprochen gerne und bin deshalb sehr gespannt auf die ersten Bundle-Zigarren dieser Marke. Das dunkelbraune Deckblatt ist fehlerfrei, schön anzusehen und tadellos verarbeitet. Es gibt lediglich eine sichtbare, etwa ein Zentimeter lange Ader zu sehen, die keinen negativen Einfluss auf den Rauchverlauf hatte. Für diese Toro wurde ausschließlich Tabak aus Nicaragua verarbeitet. Die Zigarre ist angenehm fest gerollt. Der Kaltgeruch ist schön süsslich, erdig. Der Kaltzug bietet eine ordentlich Portion Holz sowie leichte Anklänge von würzigem Lebkuchen. Die Zigarre startet dann auch nach erfolgreicher Zündung angenehm würzig, zusammen mit leichten Noten von Holz. Pfeffer ist ebenfalls schwach dosiert vorhanden. Im weiteren Verlauf wird der Smoke rasch schön cremig, satt und unterschwellig süß. Pfeffer verstärkt sich nach etwa 10 Minuten auf ein angenehmes Niveau. Es prickelt leicht auf den Lippen und der Zungenspitze. Leichte florale, fruchtige Akzente kommen zum Vorschein. Nun schärft auch Holz sein Profil und tritt verstärkt in den Vordergrund. Ab der Mitte kommen die süßen und fruchtigen Aromen klarer zur Geltung und offenbaren Akzente von Trockenpflaumen. Sogar Noten von Kandiszucker finden ihren Weg in die Komposition. Die Würzigkeit lässt etwas nach. Im letzten Drittel gibt es zusätzlich flüchtige Begegnungen mit Erde und wenig Kaffee. Holz entwickelt zusätzlich eine leicht harzige Komponente. Pfeffer schaltet einen Gang rauf ohne jedoch unangenehm zu werden. Diese mittelkräftige Toro ist satt, reichhaltig und mit intensiven sowie vollmundigen Aromen ausgestattet. Sie strotzt nicht mit großer Aromenvielfalt aber mit ausgeprägter Aromenintensität im vorhandenen Spektrum. Der Blend ist klasse abgestimmt, verfügt über eine stets gut nachvollziehbare Entwicklungskurve und ist schön balanciert. Technisch steht der Stick anderen Premiumzigarren in nichts nach. Der Abbrand ist kerzengerade. Der dunkelgraue Aschekegel ist leicht wellig, bombenfest und absolut sauber. Da fliegt nichts ungewollt herum. Im 60 minütigen Rauchverlauf fällt die Asche zweimal kontrolliert ab. Der Zugwiderstand ist perfekt und die Rauchentwicklung ist auch sehr ordentlich. Kaum zu glauben, dass eine derart gute Zigarre zu einem Stückpreis von € 4,40 erhältlich ist. Eine Premiumzigarre zum Budget-Preis! Eine klare Kaufempfehlung für ein breites Publikum. Ich habe mir soeben ein 15er Bundle bestellt...



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Tatuaje RC Series No. 3
verifizierter Kauf

Länge: 16.51Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die“Tatuaje RC Series No. 3“ ist steinhart gerollt und hat ein hohes Eigengewicht. Die äußere Erscheinung ist ansprechend. Das mittelbraune, leicht scheckige Deckblatt ist ordentlich verarbeitet und frei von Mängeln. Der Kaltgeruch hat dezentes Leder, leicht stallige Anklänge und auch eine gewisse pfeffrige Süße im Angebot. Der Kaltzug ist interessant, intensiv und schwer einzuordnen. Auf jeden Fall ist ordentlich Pfeffer am Start. Die mir unbekannte Note geht in Richtung Petroleum gemischt mit Leder. Besser kann ich es leider nicht beschreiben. Nun bin ich wirklich gespannt und Neugierig auf den tatsächlich Geschmack der Zigarre! Sie startet schließlich nach einwandfreier Zündung mit ausgeprägten Pfefferaromen und trockenem Holz. Bereits zu Beginn kann ich eindeutige, klare Noten von Leder ausmachen. Ein geschmacklich intensiver und schöner Auftakt, der sehr gut mundet! Wenig Erde entwickelt sich und eine angenehme, unterschwellige Süße unterstreicht das bis hierhin außerordentlich gelungene Fundament. Ausdrucksstarke Röstaromen nehmen außerdem Fahrt auf. Sehr leckere, salzig-süße Karamellnoten entwickeln sich ausgeprägt im weiteren Rauchverlauf. Ein Hauch würziger Lakritze rundet den süßen Einschlag gelungen ab. Eine leichte, sirupartige Cremigkeit kommt auf. Die süßen und würzigen Aromen sorgen gemeinsam mit Pfeffer für einen sensationell guten und langen geschmacklichen Abgang. Erde wird ab der Mitte des Smokes kräftiger und trockener. Leichte Anklänge von mildem Kaffee drängen nun ins Geschehen. Holz verstärkt sich deutlich und entwickelt einen trockenen Charakter. Eine gut erträgliche, aber sehr spezielle salmiakartige Schärfe setzt für wenige Minuten ein abschließendes und einprägsames Ausrufezeichen. Bis zum Schluss hält die Zigarre die intensive Aromenkomposition in jeweils leicht wechselnder Ausprägung bewundernswert konstant aufrecht. Der Stick ist eher als mittelstark zu bezeichnen. Die Aromen hingegen sind ungeheuer intensiv und ausdrucksstark. Der Blend ist schlichtweg als genial zu bezeichnen! Ich bin von dieser Zigarre extrem begeistert. Trotz der bombenfesten Rollung ist das Zugverhalten ausgezeichnet und die Rauchentwicklung stark. Der Abbrand verläuft kerzengerade und völlig problemlos. Der sich bildende, leicht wellige, mittelgraue Aschekegel ist stabil und sauber. 85 sensationelle und geschmacklich komplexe Minuten ohne Längen liegen hinter mir. Diejenigen, die aromenintensive, abwechslungsreiche Raucherlebnisse zu schätzen wissen, mögen bitte unbedingt zugreifen und probieren! Es würde mich sehr wundern, wenn jemand nach diesem Hochgenuss ernsthaft enttäuscht sein sollte. Für mich ein neuer Stammgast im Humidor!



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La Rosa de Sandiego Presidente Maduro
verifizierter Kauf

Länge: 15.56Durchmesser: 2.30

Die „La Rosa de Sandiego Maduro Presidente“ präsentiert sich in einem nicht alltäglichen Format und ist auffallend schön, neben der gelungenen Bauchbinde, zur Hälfte in Zedernholz verpackt. Das dunkelbraune, fast schwarze Maduro-Deckblatt der Sorte „San Andrés“ aus Mexiko sieht lecker aus und ist von hoher Qualität. Die boxpressed Zigarre liegt gut und schwer in der Hand. Der Kaltgeruch ist herrlich süß und erdig. Der Kaltzug bietet angenehmen Pfeffer und Eindrücke von Heu. Nach problemloser Zündung verwöhnt die Zigarre mit gut dosiertem Pfeffer und angenehmer, vollmundiger, leicht malziger Würzigkeit. Im weiteren Verlauf entwickelt Erde ein ordentliches Profil. Auch leichte, schokoladige Anklänge finden ihren Weg in die Aromenkomposition. Pfeffer schwächt sich bereits im ersten Drittel merklich ab. Die Würzigkeit lässt ebenfalls, wenn auch nur leicht, nach. Wie bei der „Maduro Inmenso“ aus dieser Serie entwickeln sich ab dem zweiten Drittel sehr schöne fruchtige und süßliche Aromen von Zitrusfrüchten, die wunderbar in die würzige Grundcharakteristik passen. Sehr zu meiner Freude, steigern sich die floralen, fruchtigen und süßen Aromen bis zum Beginn des letzten Drittels kontinuierlich auf ein hohes Niveau. In perfekter Balance hierzu bilden Erde, Schokolade, die sich wieder verstärkende, malzige Würzigkeit und wenig Pfeffer den hervorragend passenden Gegenpol. Ab der Mitte kommt sogar noch etwas Cremigkeit auf. Zum Schluss gibt es obendrein einen Hauch leichten Kaffee. Ein traumhafter Blend, der absolut nach meinem Geschmack ist! Die Aromen sind klasse balanciert und angenehm intensiv. Die technischen Eigenschaften der Zigarre sind bis auf den tückischen Aschekegel ausgezeichnet. Der mittelgraue, wellige Aschekegel fällt früh und ohne Vorwarnung in meinen Schoß. Er sollte stets im Auge behalten werden. Der Abbrand und Zugwiderstand sind hingegen sehr gut. Die Rauchentwicklung ist extrem. Der Rauch ist dicht und wahnsinnig voluminös. Ich hatte 60 tolle Minuten mit diesem etwas kräftigeren Stick und kann ihn ruhigen Gewissens wärmsten empfehlen! Das PLV empfinde ich als sehr gut und fair. Kommt definitiv dauerhaft in meinen Humidor! Insgesamt ist die Presidente würziger und etwas kräftiger als die Maduro Inmenso dieser Serie.



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La Bavaria Die Bayerische Zigarre Salomones
verifizierter Kauf

Länge: 18.10Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das Format sieht spitzenmäßig aus und ist definitiv ein echter Hingucker. „Die Bayerische Zigarre Salomones“ wird von einem mittelbraunen und eigentlich sehr ansehnlichem Deckblatt aus Ecuador gekleidet. Bei meinem Exemplar ist dieses jedoch leider knapp über der schönen Bauchbinde, geziert von einem brüllenden Löwenkopf mit funkelnden Augen, leicht eingerissen. Die Zigarre wiegt schwer in der Hand und ist fest gerollt. Auf leichten Druck gibt sie nur minimal nach. Der Kaltgeruch hat Erde und einen leicht stalligen, ländlichen Duft im Angebot. Der Kaltzug gibt viel süße Kamille frei. Während der problemlosen Zündung muss ich schmunzeln da dieser Stick auf den ersten, flüchtigen Blick eher wie ein überdimensionaler Joint aussieht. Ich grüße meinen griesgrämigen Nachbarn, der sich gerade zu einem winterlichen Spaziergang aufmacht, in dem ich das „Peace-Zeichen“ mache und kurz mit der Zigarre wedele. Kopfschüttelnd zieht dieser weiter. Was für ein Spießer, es ist Wochenende verdammt ;-). Die Brandannahme ist wirklich gut und die Zigarre produziert vom Start weg enorm viel Rauch. Viel Erde und eine angenehme Dosis Holz markieren den Auftakt. Leichte grasige Eindrücke schwingen ebenfalls mit. Allmählich entwickelt sich leichte florale Süße, die den ersten Akt komplettiert. Zaghaft entwickelt sich eine schöne Cremigkeit und...die Zigarre behält ziemlich konstant den eingeschlagenen Weg bei. Erde, Holz, etwas Gras sowie leichte florale Süße setzen ihren Weg unbeirrt fort. Erst ab der Mitte des Smokes, kurz vorm einnicken, kommen so etwas wie leicht schokoladige Aromen auf, die das Aromenrad nett aufwerten. Auch so etwas wie Kaffee kann allmählich identifiziert werden. Vorsichtig nehme ich nun die Bauchbinde ab und leider reiße ich dabei ein kleines Stück des recht dünnen Deckblatts ab, weil es an der Binde festklebte. Ärgerlich...Schwamm drüber, weiter gehts! Gras entwickelt nun mehr Kraft und auch Süßlichkeit nimmt etwas zu. Abschließend entwickeln der Stick minimale Bitternoten. Das Mundgefühl, welches der Stick nun verstärkt hinterlässt möchte ich als sirupartig-erdig-mosig bezeichnen. Nicht unangenehm, viel eher interessant und neu für mich. Leider tut sich ab jetzt bis zum Rauchende nichts aufregendes mehr in Bezug auf die Aromenentwicklung. Technisch ist die Zigarre auf hohem Niveau. Abbrand, Zugwiderstand und Rauchentwicklung sind top! Der mittelgraue Aschekegel ist bombenfest und benötigt keine Aufmerksamkeit. Gemessen am mächtigen Format ist bereits ziemlich früh, nämlich nach gut 80 Minuten, Feierabend. Hat Spaß gemacht, ist aber aus meiner Sicht keinesfalls die aufgerufenen € 16,90 wert. Die Aromenkomposition ist eher einfallslos und wenig kreativ, wobei die gebotene Aromenintensität hingegen sehr ordentlich ist. Eine mittelkräftige Zigarre, eher geeignet für einen lauen Sommernachmittag zum unkomplizierten entspannen und abschalten. Sicherlich sehr gut für Einsteiger geeignet und Genießer die unkomplizierte Zerstreuung suchen. Why not...?!



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Kristoff Shade Grown Matador
verifizierter Kauf

Länge: 16.51Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das hellbraune Connecticut Deckblatt aus Honduras ist, wie man es bei Zigarren aus dem Hause Kristoff durchaus häufiger sieht, ein wenig grob, aber schön anzusehen. Die "Shade Grown Matador" ist mittelfest und fast schon leicht "fluffig" gerollt. Der Kaltgeruch verströmt blumige und grasige Akzente. Der Kaltzug bietet eine schöne, zuckrige Süße kombiniert mit leichten Anklängen von Minze. Das mächtige Format lässt sich problemlos zünden und startet mit angenehmer Würze. Hierbei stark ausgeprägt sind salzige und pfeffrige Elemente. Der Smoke wird schnell schön cremig, begleitet von einer enormen Rauchentwicklung. Allmählich kommen schwächere grasige Noten zum Vorschein. Auch ein wenig Erdnuss entwickelt sich. Letztlich rundet Toast das erste Drittel ab. Der entstehende, mittelgraue Aschekelgel ist schuppig und leicht flockig, bleibt jedoch bis zum Beginn des zweiten Drittels standhaft. Kaffee entwickelt sich nun mit mittlerer Intensität und leichte fruchtige Anklänge in Richtung milder Zitrone kommen hinzu. Eine unterschwellig vorhandene Süße entwickelt zusehends Profil. Im Kontrast hierzu steht eine schwach vorhandene Bitterkeit. Die Würzigkeit lässt allmählich nach. Im finalen Drittel wird der Smoke insgesamt kerniger und kräftiger. Angenehme Noten von Hölzern finden ihren Weg in die Aromenkomposition. Die salzige, pfeffrige Würzigkeit steigert sich auf ein erfreuliches und gut dosiertes Niveau. Auch Gras gewinnt schön an Stärke. Das Erdnuss-Aroma entwickelt sich nun in eine eher rustikale Richtung. Walnuss trifft es wahrscheinlich am Besten. Die fruchtigen, floralen Eindrücke schwächen sich ein wenig ab. Hier und da ist ein Hauch Vanille wahrnehmbar. Kurz vor dem Ende wird es noch einmal intensiv süß, bevor die Aromenkomosition überraschend und ziemlich abrupt einbricht und sich fast gänzlich in Luft auflöst. Seltsam...Die 90 Minuten mit der "Kristoff Shade Grown Matador" haben mir gut gefallen. Sie ist eine eher milde Zigarre, die jedoch mit ausgeprägter Aromenintensität punktet und viel Abwechslung bietet. Technisch und qualitativ schneidet die Zigarre ordentlich ab. Lediglich der Zugwiderstand ist etwas zu gering. Abbrand und Rauchentwicklung hingegen sind vorbildlich. Der Stick eignet sich zu jeder Tageszeit und richtet sich eindeutig an ein breites Publikum. Das PLV ist meiner Meinung nach sehr gut. Von mir eine klare Kaufempfehlung.



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Vegas Santiago Secretos del Maestro Don Luis Torpedo
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das helle, lehmig aussehende Deckblatt der „Vegas de Santiago Secretos del Maestro Don Luis Torpedo“ ist ein wenig gröber als üblich. Es ist leicht wellig und wird von wenigen, deutlich sichtbaren Adern durchzogen. Das Format liegt gut in der Hand. Der Stick gibt auf leichten Druck zwischen Daumen und Zeigefinger leicht nach, ist aber trotzdem eher fest gerollt. Der Kaltgeruch hat stallige, leicht süßliche Akzente im Angebot. Der Kaltzug offeriert holzige und ebenfalls süßliche Noten. Zündung und Röstung dauern ein wenig länger als gewöhnlich. Die Zigarre braucht ein wenig Zeit um tatsächlich Feuer zu fangen. Sobald sie in die Gänge gekommen ist, verwöhnt die Torpedo im ersten Drittel mit einem schönen Aromenmix bestehend aus Erde, Holz, Leder und leichtem, süßen Kakao. Die Intensität der Aromen ist gut ausgeprägt. Die Zigarre an sich ist eher mild bis mittelkräftig. Das zweite Drittel behält die Struktur des ersten Drittels bei. Die Aromenintensität variiert nur minimal. Am auffälligsten ist in diesem Abschnitt eine leichte Steigerung der süßen Noten. Minimale Anklänge von Erdnuss tauchen zusätzlich auf. Auch das letzte Drittel setzt die bewährte Basiskomposition bestehend aus Holz, Leder, Erde und Kakao unbeirrt fort. Erdnuss hat sich längst verabschiedet. Es gibt jedoch zum Schluss noch leichte Röstaromen und sehr wenig Gras als Zugabe. Die Zigarre brennt sehr laaaangsam und gemütlich über gute 70 Minuten ab. Stets gerade und ohne Probleme. Der Zugwiderstand ist optimal. Der mittelgraue Aschekegel ist leicht wellig aber äußerst stabil. Ein schöner, entspannter Smoke, der sich ausgesprochen gut für Einsteiger eignen sollte. Das PLV finde ich sehr gut. Trotz des begrenzten Aromenspektrums macht diese Zigarre durchaus Laune, da sie innerhalb ihrer Möglichkeiten alles richtig macht und die Aromen in diesem Blend sehr schön zur Geltung kommen. Auch wenn ich persönlich etwas mehr „Bums“ brauche, möchte ich diese gelungene Zigarre definitiv und uneingeschränkt empfehlen.



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Factory Overrun Costa Rica Double Toro 6x60
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die „Factory Overrun Costa Rica Double Toro 6x60“ sieht fantastisch aus und ist hervorragend verarbeitet. Die Qualität ist ausgezeichnet. Das hier verwendete, dunkelbraune Deckblatt aus Ecuador ist nahezu fehlerfrei und steht anderen Premium Zigarren in nichts nach. Diese Factory Overrun Serie bietet Longfiller aus Costa Rica an, die aus der „Tabacalera Vegas Santiago“ stammen. Dies erklärt die hohe Qualität. Der Kaltgeruch bietet ausgeprägte Noten von Heu und wenig Gras. Der Kaltzug spendiert sparsam dosierten süßen Honig. Die steinharte Zigarre lässt sich problemlos cutten und zünden. Sie startet unmittelbar mit milden fruchtigen und süßen Aromen. Eine Prise Holz kommt rasch hinzu. Die fruchtigen Noten sind eine Mischung aus Grapefruit und Limetten. Sehr schmackhaft! Die milde Zigarre bietet absolut keine Schärfe. Ein Schuss Kaffee sorgt gemeinsam mit dem Holz für einen leicht kernigen Akzent. Ein schwach bitterer, gut passender Unterton entwickelt sich ab der Mitte des Smokes um dauerhaft zu bleiben. Holz verstärkt sich im weiteren Verlauf und auch die permanent vorhandene Süße legt zu. Im letzten Drittel vervollständigen leicht erdige, mineralische Akzente das Aromenrad. Die technischen Eigenschaften der Zigarre sind tadellos. Sie bildet einen hellgrauen, fast weißen Aschekegel der fest und stabil ist. Im gesamten Rauchverlauf kommt es lediglich zweimal zum Aschefall. Der Zugwiderstand ist ein wenig zu hoch für meinen Geschmack, die Rauchentwicklung hingegen ist sehr gut. Der Abbrand verläuft ausgesprochen ruhig und kerzengerade. Diese Zigarre bietet sicherlich kein ausuferndes Aromenfeuerwerk. In dem gradlinigen, gebotenen Spektrum schmeckt sie jedoch überaus gut und rund. Ein unkomplizierter Smoke für jede Gelegenheit, der zum ausgiebigen entspannen über rund 90 Minuten einlädt. Für den hier aufgerufen Preis erhält man eine ausgezeichnete Zigarre mit hohem Gegenwert, die sich auch gut für Einsteiger eignet. Eine ausdrückliche Empfehlung meinerseits. Ich werde mich definitiv mit diesem Schmuckstück eindecken. Übrigens, hinter der Factory Overrun Binde dieser Zigarre könnte sich möglicherweise die „Qunto Eagle 60x6“ aus der Tabacalera Vegas Santiago verbergen.



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Fratello Navetta Inverso Toro Grande (6.25x54)
verifizierter Kauf

Länge: 15.88Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die „Fratello Navetta Inverso Toro Grande“ kleidet sich ansprechend mit einem dunkelbraunen, von leichten Äderchen durchzogenen Nicaragua-Decker. Verarbeitung und Qualität sind überaus gut. Die Zigarre ist fest gerollt. Der Kaltgeruch hat viel Holz im Angebot. Der Kaltzug bietet Toast und leichte, würzige Eindrücke. Der Cut mit der Doppelklinge ist ein wahrer Traum. Auf minimalen Druck springt die Kappe fast von alleine und sauber ab - genau so muss es sein! Unmittelbar nach erfolgreicher Zündung erhält man reichlich Holz sowie etwas Erde und Kaffee. Es entwickeln sich hintergründig rasch zusätzliche florale, leicht süßliche Noten, die den gesamten Smoke begleiten werden. Ein Anflug von Vanille liegt zusätzlich auf den Lippen. Erst nach gut zwanzig Minuten taucht ein wenig Pfeffer auf. Im weiteren Verlauf verstärken sich die floralen und süßlichen Noten. Zimt und Kardamom bescheren der Komposition eine sehr spannende, kreative und verspielte Erweiterung des Aromenteppichs. Allmählich wird der Smoke leicht cremig. Ab der Mitte kann ich eine verstärkte, nicht unangenehme Schärfe auf der Zungenspitze ausmachen, die allerdings nicht vom Pfeffer herrührt. Erinnert mich entfernt an den Abgang von mildem Wasabi, nach ausgiebigem Genuss. Interessant! Der stabile, dunkelgraue Aschekegel fällt erstmalig nach etwa 9 Zentimetern. Die Rauchentwicklung ist stark und raumfüllend. Der Zugwiderstand ist ausgezeichnet und der Abbrand verläuft ruhig und kerzengerade. Die floralen Aromen entwickeln sich nun allgemein in Richtung von Zitrusfrüchten. Pfeffer legt im letzten Drittel spürbar zu. Generell steigert sich die Würzigkeit. Ein Hauch Leder krönt nach etwa 75 Minuten den Abschluss dieser schönen und interessanten Zigarre. Komplex und ausdrucksstark wird sie mir in sehr guter Erinnerung bleiben. Der Blend hat einen spannenden, interessanten Charakter, der vor allem von süßlichen floralen sowie den vielfältigen würzigen Facetten geprägt wird. Die Begleiter Holz, Erde und Kaffee bilden das solide Grundgerüst. Die Zigarre erfordert Aufmerksamkeit aufgrund ihrer Vielschichtigkeit und macht sie genau deshalb so ungeheuer interessant. Eine klare Empfehlung meinerseits!



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Dunbarton Muestra de Saka Exclusivo
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Der kräftige Kaltgeruch nach Erde, Leder und etwas Torf lässt hoffen, dass ein vollmundiges, kräftiges Raucherlebnis vor einem liegt. Der Kaltzug gibt extreme süßliche und blumige Eindrücke sowie abermals Erde frei. Das schokoladenbraune, leicht ölige Deckblatt ist von ausgezeichneter Qualität und offensichtlich gut verarbeitet. Die „Dunbarton Muestra de Saka Exclusivo“ ist fest gerollt und verfügt über ein hohes Eigengewicht. Nach erfolgreicher Zündung werde ich zunächst von ausgeprägten Nussaromen und schmackhafter dunkler Schokolade begrüßt. Ein Schuss Erde reiht sich auf mittlerem Niveau in die Startformation ein. Weit entfernt sind florale, leicht fruchtige Akzente wahrnehmbar. Retronasal prägt sich die florale Fruchtigkeit aus. Der Smoke ist ordentlich cremig und wirkt angenehm zäh und schwer. Zum Ende des ersten Drittels ergänzen wenig Holz und ein Hauch Pfeffer den gelungenen Auftakt. Die Aromenintensität ist ziemlich ausgeprägt. Trotzdem ist die Zigarre bis hierhin recht mild. Das zweite Drittel schwächt Schokolade ab, schiebt erdige Komponenten in den Vordergrund und die florale Fruchtigkeit legt minimal an Intensität zu. Holz entpuppt sich mehr und mehr als Zeder und verleiht der Zigarre in Kombination mit den übrigen Aromen eine gewisse Finesse und Eleganz. Leichte Noten von Gras kommen auf, Pfeffer schaltet einen Gang rauf, jedoch ohne zu überziehen und stagniert bei eher moderater Intensität. Der Smoke gewinnt allmählich an Stärke. Das letzte Drittel gehört eindeutig ausgeprägten Erdaromen, unterstützt von Zeder und Pfeffer. Die florale Fruchtigkeit zieht sich zurück. Die Zigarre wird trockener und insgesamt etwas stärker. Der Stick brennt gerade ab und bildet einen hellgrauen, festen und sauberen Aschekegel. Der Zugwiderstand ist für mich etwas zu hoch. Die Rauchentwicklung ist gut. 70 unterhaltsame Minuten die mich jedoch nicht vom Hocker gehauen haben. Das erste Drittel war für mich das Beste. Der aufgerufene Preis ist für mich eindeutig zu hoch angesetzt. Sicherlich insgesamt eine sehr gute Zigarre, die bestimmt vielen ausgesprochen gut gefallen wird. Mir fehlte jedoch das gewisse Etwas, welches ich mir beim Kauf erhofft hatte. Die komplexe Zigarre eignet sich durchaus für ein breites Publikum. In meinem Fall droht jedoch keine Wiederholungsgefahr.



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La Aurora Black Lion Cameroon Toro
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das mittelbraune Cameroon-Deckblatt der „La Aurora Black Lion Cameroon Toro“ ist leicht wellig, etwas scheckig und eine wirklich dicke Blattader durchzieht etwa die Hälfte der Zigarre. Die Zigarre ist sehr fest gerollt und macht abgesehen von dem weniger ansehnlichen Deckblatt den Eindruck gut verarbeitet zu sein. Der ausgesprochen milde Kaltgeruch offenbart Heu und minimalste florale Eindrücke. Der Kaltzug hat angenehm dosierten Tee und Honig im Angebot. Cut, Röstung und Zündung sind ein Kinderspiel. Der Auftakt ist cremig und rustikal erdig. Sattes Leder entwickelt zügig Profil und ausdrucksstarken Charakter der von Dauer ist. Im weiteren Verlauf, in etwa ab Beginn des zweiten Drittels, ergänzt vor allem deftiges Holz die Basiskomposition. Eine leichte, angenehme Bitternote in Kombination mit nussigen Noten bringt weitere herbe Elemente in den Smoke ein. Ganz, ganz leichte und seichte Eindrücke von schwarzem Kaffee sind erkennbar. Hin und wieder blitzen schöne süßliche, leicht grasige Akzente auf. Diese nehmen jedoch bis zum Ende leicht zu, allerdings ohne übermäßig stark in den Vordergrund zu dringen. Insgesamt hat die Zigarre eine mittlere Stärke und wird zu keinem Zeitpunkt übermäßig pfeffrig oder gar scharf. Entgegen meiner Befürchtungen aufgrund des unschönen Deckblatts muss ich sagen, dass die Zigarre technisch absolut in Ordnung ist und keinerlei Grund zu Klage liefert. Der Abbrand ist messerscharf und gerade. Rauchentwicklung und Zugwiderstand sind optimal. Der mittelgraue Aschekegel ist leicht wellig, vollkommen stabil und lässig kontrollierbar. Ein wirklicher vielfältiger, gut 60 minütiger, wohlschmeckender und auch intensiver Smoke wird geboten. Ich kann die schlechte Rezension von „Joerg dampft“ absolut nicht nachvollziehen. Mit der „La Aurora Black Lion Cameroon Toro“ erwirbt man zwar keine äußerlich schöne Zigarre, jedoch ein sehr aromatisches und kräftiges Raucherlebnis von angenehmer Komplexität. Das für den Preis von € 5,60 gebotene ist absolut lohnenswert und so manche deutlich teurere Zigarre stinkt im direkten Vergleich ganz easy gegen diesen Stick ab! Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung!



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Tatuaje Mexican Experiment ME II Churchill
verifizierter Kauf

Länge: 16.51Durchmesser: 1.91

Die „Tatuaje Mexican Experiment ME II Churchill“ hat es im Cigar Journal immerhin in die Top 10 der 25 besten Zigarren des Jahres 2020 geschafft. Letztlich ist es der sehr ehrenwerte Platz 8 geworden. Ich bin gespannt auf die Zigarre möchte aber vorausschicken, dass ich keinen großen Wert auf dieses alljährliche Ranking lege. Vielmehr finde ich es schlicht unterhaltsam in den Ergebnissen zu schmökern und mich zu orientieren. Jeder von uns hat seinen ganz individuellen Geschmack und urteilt am Ende subjektiv. Das ist auch gut so, denn wir alle verfügen doch im Kern über einen guten und ausgeprägten Geschmack (-ssinn), oder? Kommen wir zur Zigarre. Die boxpressed Churchill ist tatsächlich ziemlich quadratisch und kompakt. Die dezente Bauchbinde ziert das blendend aussehende, glatte, tief dunkelbraune, mexikanische San Andres Deckblatt. Die verwendeten Tabake für Einlage und Umblatt stammen aus Nicaragua. Der Kaltgeruch ist leicht stallig und erdig. Der Kaltzug hingegen bringt würzige Anklänge, etwas Lakritze und leichte florale Akzente. Nach problemloser Röstung und Zündung startet die Zigarre mit dezentem Pfeffer und blumigen Noten. Erdige, leicht torfige Aromen entwickeln sich zusätzlich nach wenigen Minuten. Dezente, sehr angenehme und gut passende Süßlichkeit bildet sich hintergründig aus. In weiter Ferne schwingen minimale Noten frischer Kräuter mit. Die Süßlichkeit verbindet sich interessanterweise im weiteren Rauchverlauf mit den frischen Kräutern. Diese Kombination bleibt konstant, jedoch fast immer nur in der zweiten Reihe präsent. Das zweite Drittel ruft leichte Aromen von Holz und Kaffee auf den Plan. Die erdigen Noten werden trockener und Torf lässt nach. Es entwickelt sich angenehme salzige Würze. Pfeffer legt eine Pause ein. Ab jetzt kann ich im gesamten weiteren Rauchverlauf nach jedem Zug auf der Zungenspitze ausgeprägte würzige, leicht salzig-süße und malzige Einschläge schmecken. Das finale Drittel entführt mich geschmacklich verstärkt in frische grasige, holzige und bewaldete Gefilde. Der Smoke erinnert mich an einen herbstlichen Spaziergang am frühen Morgen im Wald. Die süßlich-salzige Würze ergibt sich mehr und mehr den grasigen und holzigen Eindrücken. Tief dunkles Schokoladenaroma mit einem Hauch Vanille bringt eine erneute, sehr schmackhafte Wendung. Stark, für mich ein besonderes Raucherlebnis aufgrund der einzigartigen Aromenkomposition in diesem fabelhaften Blend. Die Zigarre verschreibt sich ohne den Bogen zu überspannen schwerpunktmäßig würzigen, kernigeren Aromen kombiniert mit frischen Kräuterelementen. Die unterschwelligen süßen Aromen ergänzen die Basis meisterlich. Die permanente Präsenz der frischen Kräuter und der grasigen Elemente lassen dieses tolle Raucherlebnis zu einem eigenständigen und in dauerhaft guter Erinnerung bleibenden Smoke heranwachsen. Auch die qualitativen und technischen Eigenschaften überzeugen auf ganzer Linie. Die Rauchentwicklung ist stark, der Zugwiderstand perfekt und der Abbrand ist kerzengerade. Die hellgraue Asche bildet einen festen, sehr ansehnlichen Kegel, der keine unliebsamen Überraschungen bietet. 65 ausgezeichnete Minuten mit unbedingter Kaufempfehlung. Ein angenehm komplexer, mittelkräftiger Smoke, der sich eher an fortgeschrittene Genießer richtet. Der Stammplatz in meinem Humidor ist jedenfalls sicher!



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Costa Platinum Lagos

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die „Costa Platinum Lagos“ fällt insbesondere durch das ausgefallene Format angenehm auf. Die Zigarre erreichte mich von Cigarworld als „Zugabe“ zu einer meiner letzten Bestellungen. Vielen Dank! Das dunkelbraune, leicht ölige Oscuro-Deckblatt sieht durch einige, kleinere Adern recht grob aus, ist aber ansonsten ordentlich verarbeitet. Sie ist fest gerollt und hat ein hohes Eigengewicht. Der Kaltgeruch verströmt angenehme Noten von Pfeffer und Heu. Der Kaltzug bietet schöne, kräftige Minze. Nach erfolgreicher Zündung werden rasch intensive Holzaromen und angenehmer Pfeffer serviert. Ein ordentlicher Schuss Kaffee und ein wenig Erde runden den kräftigen Start ab. Minimale Noten von Gras keimen auf. Pfeffer und allgemein Schärfe legen bis zur Mitte des Smokes deutlich zu. Gras nimmt ebenfalls deutlichere Züge an, versucht aber vergebens der Schärfe die Stirn zu bieten. Vielmehr sorgt jetzt Kaffee als würdiger Gegenspieler für Ausgleich und Balance. Die intensiven Holzaromen ziehen sich zunächst zurück. Erde wird weicher. Der optimale Zugwiderstand unterstützt eine satte und voluminöse Rauchentwicklung. Der mittelgraue Aschekegel ist leicht schuppig aber fest und jederzeit gut kalkulierbar. Die Zigarre brennt minimal schief, aber konstant und sorgenfrei ab. Die zweite Halbzeit lässt das Gras von Minute zu Minute süßlicher werden. Leichte florale Noten ergänzen den Blend harmonisch und schmackhaft. Holz kehrt wieder verstärkt zurück. Kaffee bleibt in guter Stärke erhalten. Alles schön ausgewogen und von klarer, gut nachvollziehbarer Struktur. Ganz zum Schluss geht der Zigarre ein wenig die Puste aus und wird insgesamt milder. Eine solche Aromenintensität und Kernigkeit ist schwer in diesem Preissegment zu finden. Ein wirklich schönes, ehrliches und angenehm kräftiges Raucherlebnis über runde 50 Minuten. Für den Preis von € 3,75 ein absoluter „No Brainer“ und eigentlich schon fast ein Pflichtkauf für Freunde kräftigerer und dennoch „runder“ Zigarren. Nice!



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