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Humidor Fenceline Cigars

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Kommentar: El Cookinero

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DBL Cigars Dominican Big Leaguer Baseball Bat Maduro
verifizierter Kauf

Länge: 17.78Durchmesser: 2.54 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Was für eine einzigartige Erscheinung und Konstruktion! Gäbe es eine Auszeichnung für die Aufmachung von Zigarren, dann würde die „DBL Cigars Dominican Big Leaguer Baseball Bat MADURO“ ganz sicher den ersten Platz belegen. Gerollt in der Form eines Baseballschlägers und ausgestattet mit beachtlichen Maßen, ist diese Zigarre eindeutig ein kurioser Blickfang. Geliefert wird der Baseballschläger in einer sehr geräumigen, weißen, aufklappbaren Holzbox mit Sichtfenster. Der Roller dieser Zigarre hat ausgezeichnete Arbeit geleistet. Das ungewöhnliche Format ist fest und gleichmäßig gerollt. Die Zigarre wiegt schwer und liegt ausgesprochen gut in der Hand. Das dunkelbraune Maduro Deckblatt ist von sehr guter Qualität, fehlerfrei und perfekt verarbeitet. Einlage und Umblatt aus der Dominikanischen Republik, stammen aus dem hauseigenen Anbau von DBL Cigars. Die noch relativ junge Marke baut seit 2013 eigene Tabake in der Dominikanischen Republik an, sichert sich somit eine gewisse Unabhängigkeit und verfolgt ehrgeizige Ziele. Praktisch, die Zigarre wird bereits angebohrt geliefert und macht den sonst obligatorischen Anschnitt überflüssig. Der Kaltgeruch ist lediglich leicht erdig. Der Kaltzug liefert moderate, fruchtige Süße. Konstruktionsbedingt nehmen Röstung und Zündung deutlich mehr Zeit in Anspruch als üblich. Ist der Baseball Bat endlich entfacht, startet er sehr erdig und es folgen rasch extrem starke Kaffeearomen. Der ungestüme Auftakt geht allerdings schnell vorüber. Erde und Kaffee pendeln sich auf ein durchschnittliches Maß ein um aufkommenden Zedernholzaroma Platz zu machen. Seichte, fruchtige Süße baut sich zum Ende des ersten Drittels auf. Im weiteren Verlauf legt die fruchtige Süße zu. Sie zeichnet sich durch einen leicht pudrigen und cremigen Unterton aus. Überhaupt legt die Cremigkeit im Rauchverlauf deutlich zu. Begleitet wird die Süße von moderaten Zedernholzaromen. Erde und Kaffee spielen im zweiten Drittel nur noch eine untergeordnete Rolle. Leichte grasige Noten runden das zweite Drittel ab. Das letzte Drittel bleibt der pudrigen, fruchtigen Süße treu und verstärkt diese nochmals. Die Zigarre wird nun wieder stärker. Kaffee und Erde gewinnen wieder spürbar mehr Kraft. Die moderaten Holzaromen erinnern mich jetzt mehr und mehr an Eiche. Sehr leichte pfeffrige Würzigkeit arbeitet sich im Hintergrund empor, schafft es jedoch nicht aus dem Schatten der dominanten Aromen herauszutreten. Sogar ein wenig Toast etabliert sich dauerhaft. Der Baseball Bat produziert Unmengen an dichtem, satten Rauch. Der graue Aschekegel ist weitestgehend stabil, neigt jedoch zum ungewollten, spontanen Aschefall. Der Abbrand erfolgt klaglos und völlig gerade. Der Zugwiderstand ist optimal. Trotz des mächtigen Formats, ist das Rauchvergnügen bereits nach 75 Minuten vorüber. Der Käufer dieser Zigarre erhält eine sehr anständige, eher kräftigere Maduro, mit streckenweise intensiv ausgeprägten Aromen. Sie zeigt keine sonderlich große Komplexität und ist unterm Strich relativ gradlinig. Aus geschmacklicher Sicht ist der aufgerufene Preis deutlich zu hoch gegriffen. Sicher, die Konstruktion ist einzigartig und verdient große Anerkennung. Im Humidor macht der Baseball Bat eine hervorragende Figur und sorgt ganz sicher für freudiges Erstaunen. Auch ist sie als individuelles Geschenk für Baseballfans bestens geeignet. Jeder muss für sich entscheiden, ob die im Verhältnis zum Gebotenen recht hohen Anschaffungskosten letztlich gerechtfertigt sind. Ich hatte Spaß mit dieser Maduro, werde sie mir aber aufgrund des Preises nicht nochmals gönnen. Ein nettes, einmaliges Erlebnis.



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Hemmys Maduro Canonazo
verifizierter Kauf

Vorweg, die Hemmys Maduro Canonazo ist eine ausgezeichnete Zigarre, die ein sehr eigenständiges Geschmackserlebnis bietet! Das dunkelbraune und matte Maduro Deckblatt der Sorte San Andres aus Mexiko ist ein wenig gröber aber an sich sehr anständig verarbeitet. Das Umblatt für diese Zigarre kommt aus Peru. Die Einlage wird von der Dominikanischen Republik und Nicaragua geliefert. Das schöne Format liegt gut in der Hand. Die Canonazo ist fest und gleichmäßig gerollt. Sie duftet würzig und erdig. Der Kaltzug liefert extrem viel fruchtige Süße, gepaart mit Anklängen von Zimt. Die Röstung am Fuß der Zigarre nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch als gewöhnlich. Ist die Zigarre schließlich entfacht, startet sie mit ausgeprägten Erdaromen und cremiger Süße. Zusätzlich spendiert sie im ersten Drittel schöne Holznoten von angenehmer Stärke. Die erdige Süße bietet ein sehr ausgefallenes und für mich faszinierendes, vielschichtiges Geschmackserlebnis, das seinesgleichen sucht. Zu Beginn des zweiten Drittels entwickelt sich leichter Schiefbrand, der sich jedoch rasch selbstständig korrigiert. Die Holzaromen drehen nun ordentlich auf. Die herrliche erdige Süße bleibt allerdings der bestimmende Faktor. Nach und nach entstehen leichte Leder- und Kaffeearomen. Im letzten Drittel schwächt sich die erdige Süße ab. Erde und Süße trennen sich nun und wandeln fortan auf Solopfaden. Leder verstärkt sich währenddessen und ein Hauch Pfeffer rundet das Gesamtbild ab. Zu meinem Erstaunen kommen schöne Noten von Getreide auf, die zusehends Züge von Mais annehmen und sorgen zusätzlich für Abwechslung. Getreide entwickelt spürbar Dominanz. Ganz zum Schluss kommt die erdige Süße erfreulicherweise noch einmal zurück und beschließt diesen tollen Smoke. Die Zigarre produziert im Rauchverlauf einen sehr stabilen und ansehnlichen, fast weißen Aschekegel. Der Zugwiderstand ist perfekt. Die Rauchentwicklung ist prima. Bis auf den kurzen Zwischenfall im ersten Drittel, verläuft der Abbrand völlig problemlos. Das herausragende Element dieser Zigarre ist die einzigartige, verzweigte erdige Süße, die ein extrem individuelles Aroma spendiert. Dieser einzigartige Geschmack alleine rechtfertigt schon den Kauf dieser schönen Zigarre, die überdies zu einem mehr als fairen Preis angeboten wird. Ich hatte sehr unterhaltsame 65 Minuten mit dieser mittelkräftigen und vollmundigen Zigarre. Wiederholungsgefahr? 100%!



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Brun del Ré Premium Supremo Special Edition
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das Connecticut Deckblatt der „Brun del Ré Premium Supremo Special Edition“ sieht zum anbeißen gut aus. Der sehr speckige und ölige Decker ist von ausgezeichneter Qualität und sehr gut verarbeitet. Das Umblatt stammt aus Indonesien und die Einlage kommt aus Nicaragua. Die ausgewachsene Toro ist vorbildlich gerollt, fest und gleichmäßig. Sie duftet herrlich süß und leicht nach Heu. Im Kaltzug offenbart die Zigarre ausgeprägte süße Fruchtigkeit. Nach erfolgreicher Röstung und Zündung startet die Zigarre mit wunderbar intensiven süßlich-malzigen Aromen, die von einem Hauch Pfeffer begleitet werden. Die starke Malzigkeit lässt nach wenigen Minuten etwas nach. Trotzdem bleibt die Süße konstant, wobei sich Pfeffer zunächst ein wenig verstärkt und für angenehmes Prickeln auf der Zunge sorgt. Der Rauch ist satt und schön cremig. Allmählich entwickeln sich deutlich wahrnehmbare Holzaromen. Auch leichte Röstaromen kommen auf, die die Malzigkeit bis zum Ende des ersten Drittels ablösen. Süße und Pfeffer lassen nun merklich nach. Im zweiten Drittel verfeinern sich die Holzaromen und entwickeln spürbare Züge von Süßholz. Ein weit entfernter, fruchtiger Einschlag gibt sich zu erkennen. Sehr schöne Noten von schwarzem Tee harmonieren erstaunlich gut mit dem Süßholz. Röstaromen und leichte Würze bilden die tragenden Elemente des zweiten Drittels. Das finale Drittel setzt das vorhergegangene zunächst gekonnt fort. Die Süße dreht im weiteren Verlauf leicht auf und legt noch einmal zu. Leichte Haselnussnoten bereichern zusätzlich das Aromenrad. Minimale Anklänge von Kaffee runden schließlich den Genuss vollendet ab. Die tolle Verarbeitung der Zigarre spiegelt sich auch in den übrigen Raucheigenschaften wieder. Der Zugwiderstand ist einfach perfekt. Der Abbrand erfolgt wie an der Schnur gezogen und völlig entspannt. Der sehr ansehnliche, graue Aschekegel ist äußerst stabil und sauber. Wie Eingangs erwähnt, ist die Rauchentwicklung satt und schön cremig. Diese milde Zigarre bietet erstaunlich intensive Aromen. Die Komposition ist klasse strukturiert und aufgebaut. Der Blend ist sehr harmonisch, angenehm weich und lädt zum ausgiebigen entspannen über rund 80 Minuten in der Frühlingssonne ein. Eine herrliche Zigarre, die sich sehr gut für ein breites Publikum eignet. Derzeit leicht reduziert und ohnehin für einen mehr als fairen Preis erhältlich, bietet diese gutmütige Toro einen weiteren Kaufanreiz. Eine hervorragende Zigarre, für die ich eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen möchte!



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Don Pepin Jaime Garcia Toro
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das dunkelbraune, leicht ölige Broadleaf Maduro Deckblatt dieser Puro aus Nicaragua ist qualitativ über jeden Zweifel erhaben und bestens verarbeitet. Die Zigarre duftet würzig, erdig und ein klein wenig nach Leder. Der Kaltzug liefert vorwiegend Noten von süßer Kamille und wenig Pfeffer. Die Zigarre ist extrem fest und gleichmäßig gerollt. Nach erfolgreicher Röstung und Zündung startet die Don Pepin Jaime Garcia Reserva Especial im Toro Format überraschend süß, begleitet von leichter Würzigkeit. Von Beginn an ist der Zugwiderstand unangenehm hoch. Leichtes kneten des Mundstücks sowie ein erneuter, leichter Cut bringen kaum Abhilfe. Schade, hoffentlich verbessert sich der Zugwiderstand im Rauchverlauf. Weiterhin entstehen recht üppige und schwere Holzaromen im ersten Drittel. Leichte Anklänge von Schokolade und Erde schließen das erste Kapitel ab. Würze, Holz, Erde und Süße stellen sich als die bestimmenden Elemente des zweiten Drittels heraus. Der Zigarre gelingt die Verschmelzung dieser Aromen zu einer sehr schmackhaften Melange, in der die soeben genannten Aromen mit nahezu identischer Intensität zusammen arbeiten und ein sehr eigenständiges, vollmundiges sowie komplexes Aromenspiel liefern. Die Holzaromen entwickeln schöne Züge von Eiche und erinnern mich an geschmackliche Nuancen die ich von gutem, kräftigen Rotwein her kenne. Hinzu kommen noch zarte Anklänge einer Kräutermischung und angenehm dosiertes Leder, dass sich im weiteren Verlauf zusehends steigert. Der bisher zu hohe Zugwiderstand verbessert sich zur Mitte des Smokes glücklicherweise merklich. Auch das Rauchvolumen verbessert sich äquivalent. Der hellgraue, saubere und stabile Aschekegel bereitet keinerlei Probleme. Auch der Abbrand verläuft unproblematisch und kerzengerade. Ich bin erstaunt, bisher nahezu keinen Pfeffer serviert bekommen zu haben. Das finale Drittel entwickelt hauptsächlich die schmackhafte Melange weiter und nimmt das Lederaroma gleichberechtigt in die schöne Komposition auf. Ich habe den Eindruck, dass sich die Süße minimal verstärket. Die leichte Kräutermischung des zweiten Drittels verschwindet gänzlich. Dafür schaffen noch zarte Kaffeearomen den Sprung in das Aromenrad. Die Jaime Garcia Reserva Especial liefert überaus sättigende Kost. Die komplexe, vorwiegend dunkle Aromenkomposition ist hervorragend balanciert, sehr eigenständig und erfordert hohe Aufmerksamkeit. Geschmacklich, sicherlich nicht jedermanns Sache. Mir hat diese vollmundige, mittelkräftige Zigarre über die Rauchdauer von gut 85 Minuten verdammt gut geschmeckt und ich werde sicherlich noch weitere Exemplare ordern. Schade, dass ich über weite mit dem zu hohen Zugwiderstand kämpfen musste. Trotzdem möchte ich diese markige Zigarre besonders fortgeschrittenen Genießern sehr empfehlen. Das PLV empfinde ich als sehr stark und mehr als fair. Ein besonderer Smoke, der in guter Erinnerung bleibt!



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Akra Angel 1899 Coronita
verifizierter Kauf

Länge: 10.16Durchmesser: 1.59 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Akra Angel 1899 Coronita kleidet sich mit ihrem satt braunen, leicht scheckigen Deckblatt aus Ecuador erstaunlich ansprechend. Das verwendete Umblatt stammt aus Brasilien. Die Tabake für die Einlage kommen aus der Dominikanischen Republik und Nicaragua. Die Coronita duftet nach Erde und leichter Würzigkeit. Im Kaltzug bietet sie ehrliche Tabaknoten und Heu. Die Zigarre ist eher leicht „fluffig“ aber gleichmäßig gerollt. Cut, Röstung und Zündung gehen problemlos von der Hand. Die Coronita verschwendet keine Zeit und startet zügig angenehm würzig, gemeinsam mit einer erwachsenen Portion Pfeffer und ein wenig Erde. Leichte Kräuternoten begleiten den schönen Auftakt. Im weiteren Verlauf entwickeln sich zunächst moderate Holzaromen, die sich allerdings in der zweiten Hälfte deutlich steigern. Auch üppige Kaffeearomen stellen sich ein. Sehr ordentliche Anklänge von Bitterschokolade runden das Aromenprofil ab. Überhaupt steigern sich Bitternoten fast kontinuierlich bis zum Ende, die von stets zunehmender, jedoch insgesamt letztlich leichter Süße flankiert werden. Der Zugwiderstand ist optimal. Die kleine Zigarre produziert erstaunlich viel und leicht cremigen Rauch. Der Abbrand verläuft vollkommen problemlos und gerade. Der sich bildende, graue Aschekegel ist sehr stabil. Wow, diese kräftige, knackig-kernige Coronita hat es in sich. Eine tolle Zigarre für Zwischendurch. Ich habe knapp 30, starke Minuten des Rauchgenusses erleben dürfen. Erstaunlich, was diese Zigarre für den aufgerufenen Preis bietet. Glasklare Empfehlung. Nice!



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Epic Gold Gordo
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das aus Ecuador stammende Habano Seed Deckblatt der „Epic Gold H Gordo“ sieht prima aus und ist tadellos verarbeitet. Die Sorte des Deckers erklärt auch den Buchstaben „H“ in der Namensgebung der Zigarre. Das Umblatt kommt aus der Dominikanischen Republik. Die für die Einlage verwendeten Tabake stammen aus Nicaragua und ebenfalls aus der Dominikanischen Republik. Die Zigarre ist fest und gleichmäßig gerollt. Im Kaltgeruch zeigt sich diese Gordo relativ neutral. Lediglich leichte Erdnoten konnte ich ausmachen. Der Kaltzug hingegen liefert leichte Anklänge von Eukalyptus und Heu. Nach erfolgreicher Röstung und Zündung startet die Zigarre mit erdigen Aromen, einer ordentlichen Prise Pfeffer und leichter, unterschwelliger Süße. Die Rauchentwicklung ist vom Start weg extrem üppig. Rasch entwickelt sich schöne Cremigkeit. Das erste Drittel wird letztlich maßgeblich von einem pfeffrigen Aromenmix mittlerer Intensität dominiert. Die Erdaromen werden satter und verstärken sich angenehm. Zum Ende des ersten Drittels kommen zusätzlich leichte Holznoten auf. Das zweite Drittel setzt den Pfeffermix konsequent fort. Dieser wird allerdings zu keinem Zeitpunkt übermäßig scharf oder gar rau. Holz verstärkt sich allmählich und Erde verbleibt auf dem bekannten Niveau. Die unterschwellige Süße bleibt erhalten und entwickeln nach und nach angenehme fruchtige Züge. Zur Mitte des Smokes machen sich zarte Nussaromen bemerkbar. Das letzte Drittel fährt den würzigen Pfeffermix spürbar runter. Holz und Nuss haben derweil an Kraft gewonnen und sind spätestens ab jetzt sehr gut wahrnehmbar. Erde hingegen lässt etwas nach. Die fruchtige Süße hält die bisherige, relativ leichte Intensität, wacker aufrecht. Die Cremigkeit legt allerdings erfreulich zu. Ganz zum Schluss, flacht die gesamte Aromenkomposition deutlich ab. Der Abbrand verläuft völlig problemlos und wie es sich gehört, absolut kerzengerade. Der hellgraue Aschekegel ist ein wenig zu locker und sollte im Auge behalten werden. Gelegentlich lösen sich ungewollt kleine Teile der Asche und schweben durch den Raum. Keine wirkliche Sauerei, trotzdem nicht sonderlich schön anzusehen. Der Zugwiderstand ist fast einen Tick zu leicht. Die Epic Gold H im Gordo Format ist unterm Strich eine grundsolide, mittelkräftige und recht vollmundige Zigarre, die eine alltagstaugliche Aromenkomposition zu einem sympathischen Preis bietet. Keine „besondere“ Zigarre aber trotzdem über die etwas zu kurz geratene Rauchdauer von rund 75 Minuten unterhaltsam. Gut geeignet zum entspannten, beiläufigen Genuss.



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Condega Serie S Epicure Masaya
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das etwas stumpfe, seidige Sungrown Deckblatt dieser Puro aus Nicaragua ist qualitativ einwandfrei und sauber verarbeitet. Die für die Herstellung der „Condega Serie S Edition 2021 Masaya Epicure“ verwendeten Tabake hatten drei Jahre Zeit zu reifen. Die mit einem Pigtail versehene Epicure ist sehr fest und gleichmäßig gerollt. Die Zigarre duftet erdig und leicht würzig. Im Kaltzug bietet sie schöne fruchtige Süße und leichte Noten von Gras. Nach problemloser Röstung und Zündung startet die Zigarre mit ordentlich ausgeprägter Würzigkeit, bei der Pfeffer eine zentrale Rolle spielt und unterschwelliger Süße. Die süßen Noten werden mit zunehmender Rauchdauer intensiver und lehnen sich harmonisch an die nun etwas mildere Würze an. Leichte Anklänge von Schokolade kommen auf. Die Rauchentwicklung dieser Epicure ist fantastisch. Üppig, voluminös, leicht cremig und satt. Auch der Zugwiderstand ist auf den Punkt perfekt. Im weiteren Rauchverlauf entwickeln sich gut wahrnehmbare Aromen von Malz. Ein Hauch Erde lassen den Smoke nun ein wenig trockener erscheinen. Etwa zur Mitte des zweiten Drittels finden Nussaromen von mittlerer Intensität zusätzlich den Weg in das Aromenrad. Zum Ende des zweiten Drittels kommt es erstmalig zum kontrollierten Aschefall. Der dunkelgraue Aschekegel ist fest und sauber. Der Abbrand könnte nicht besser verlaufen. Kerzengerade und gemütlich brennt die Zigarre ab. Im weiteren Verlauf entwickelt die Süße phasenweise eine gewisse Pudrigkeit, die im Zusammenspiel mit den würzigen Aromen für weitere Abwechslung sorgt. Hin und wieder tauchen erfrischend fruchtige Akzente auf. Ein wenig Holz macht sich bemerkbar. Erde entwickelt zum Ende hin etwas mehr Stärke und leichte Lederaromen runden das Profil zu guter letzt ab. Der Blend dieser mittelkräftigen Zigarre ist schön vollmundig, absolut stimmig und die Komplexität bleibt dabei auf einem angenehmen Niveau. Insgesamt sehr schmackhaft und entspannt. Würze und Süße stehen sich zu jeder Zeit optimal balanciert gegenüber und bieten ein intensives sowie ehrliches Aromenspiel, das großen Spaß macht. Die Vielfalt der würzigen Aromen habe ich als sehr beeindruckend empfunden. Mir haben die 90 Minuten mit dieser Puro ungeheuer gut gefallen. Das PLV halte ich angesichts des gebotenen für absolut herausragend. Eine glasklare Empfehlung meinerseits!



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Antigua Esteli Segovia Maduro Toro
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das tiefbraune, leicht sandige Maduro Deckblatt der Sorte San Andres ist nahezu makellos und bestens verarbeitet. Einlage und Umblatt stammen aus Nicaragua. Die leicht boxpressed Antigua Esteli Segovia Maduro im Toro Format ist fest und gleichmäßig gerollt. Sie liegt gut in der Hand und verfügt über ein relativ hohes Eigengewicht. Im Kaltgeruch zeigt sich diese Maduro erstaunlich neutral. Allerhöchstens ist leichte Süße wahrnehmbar. Der Kaltzug liefert nur wenig Holz und eine weit entfernte Fruchtigkeit. Nach erfolgreicher Röstung und Zündung startet die Zigarre mit viel Erde, die von leichter Süße begleitet wird. Eine moderate, pfeffrige Würzigkeit entsteht. Allmählich entwickelt auch Kaffee angenehme Präsenz. Im zweiten Drittel entsteht eine gewisse herbe Fruchtigkeit, die von dezenter Süße begleitet wird. Insgesamt wird der Smoke leicht cremig. Zarte Anklänge von dunklem Kakao und Bitterschokolade wirken unterschwellig mit. Moderate Holzaromen und etwas Leder reihen sich zusätzlich in die Komposition ein. Kaffee und Erde pendeln sich auf mittlere Intensität ein. Die herbe Fruchtigkeit harmoniert hervorragend mit der ansonsten recht dunklen Komposition und bietet insgesamt ein intensives, vollmundiges Geschmackserlebnis. Das letzte Drittel verstärkt die herbe, süßliche Fruchtigkeit und erweitert diese um zeitweise gut wahrnehmbare Anklänge von Zitrusfrüchten. Holz, Leder, Erde und Kaffee ziehen noch einmal an. Kakao und dunkle Schokolade erleben keine weitere Intensivierung. Die Verschmelzung aller Aromen zu einer wunderbaren Melange gelingt der Antigua Esteli Segovia Maduro von Minute zu Minute besser. Das Ergebnis ist letztlich ein extrem fein gewebter, vielfältiger und vollmundiger Aromenteppich, den man nicht alle Tage erlebt. Es macht großen Spaß mit jedem Zug die vielfältigen Reize zu erkunden. Der Blend ist traumhaft gut balanciert und bemerkenswert raffiniert aufgebaut. Diese Maduro steigert sich nach einem soliden Start hin zu einem starken zweiten Drittel und gipfelt in einem herausragenden finalen Drittel. Diese komplexe Zigarre bietet enorm viele feine Facetten und Spitzen die vom aufmerksamen Genießer entdeckt werden wollen. Alle übrigen Raucheigenschaften spielen in der ersten Liga. Klasse, satte Rauchentwicklung wird unterstützt von einem perfekten Zugwiderstand. Der Abbrand verläuft über die Rauchdauer von knapp 90 Minuten kerzengerade. Der entstehende, graue Aschekegel bereitet keinerlei Sorge und ist zuverlässig stabil. Eine außergewöhnliche gute Maduro, ausgestattet mit einem starken PLV. Sehr empfehlenswert, insbesondere für fortgeschrittene Genießer und generell Liebhabern von Maduro Zigarren. Das gute Stück kommt ganz sicher erneut in meinen Humidor!



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verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Rein optisch und haptisch hätte ich dieser schön anzusehenden Gordo niemals das vorhandene Preisschild über € 3,30,- umgehangen. Das hellbraune, seidige Sun Grown Deckblatt aus Nicaragua ist qualitativ einwandfrei und obendrein gut verarbeitet. Bei genauerer Betrachtung ist der Decker allerdings relativ dünn. Der Zigarrenring ist eher schlicht, passt aber sehr gut zur Zigarre. Auf einem in grau-schwarz gehaltenen Grundmuster prangt in goldenen Lettern der Name „LEGADO“. Über dem Namen ist ein goldener Kreis zu sehen, in dem der Buchstabe „L“ eingefügt ist. Über dem Kreis schwebt eine goldene Krone. Das Umblatt kommt aus Mexiko und die Einlage stammt aus Nicaragua. Die Zigarre ist angenehm fest und gleichmäßig gerollt, weist allerdings im Verhältnis zur Größe ein relativ geringes Eigengewicht aus. Die Legado Premium Gordo duftet leicht stallig und ist mit minimaler Süße ausgestattet. Der Kaltzug bietet leichte florale, süßliche Noten. Nun bin ich auf die inneren Werte gespannt. Röstung und Zündung gehen leicht von der Hand. Die Gordo startet mit minimaler Süße und wenig Holz. Ein Hauch Erde kommt auf und eine sehr dezente Bitterkeit schwingt weit entfernt mit. Die Zigarre verlangt nach regelmäßigen Doppelzügen, andernfalls neigt sie dazu zu erlischen. Etwas anstrengend...Hat die LEGADO schließlich Betriebstemperatur erreicht, belohnt sie mit üppigem Rauch und einem etwas zu geringen Zugwiderstand. Leider kommt es bereits zum Ende des ersten Drittels ungewollt zum Aschefall. Der hellgraue, viel zu lockere Aschekegel ist glatt und der Abbrand verläuft ansonsten gerade und unproblematisch. Tja, geschmacklich passiert leider nicht mehr viel. Mit fortschreitender Rauchdauer verflüchtigen sich die Aromen immer mehr. Ich habe das Gefühl viel Luft zu ziehen, versetzt mit leichtem Tabakgeschmack und federleichter, floraler Süßlichkeit. Mit viel Anstrengung kann weiterhin Holz und verschwindend geringe Erde ausgemacht werden. Zum Schluss wird es noch einmal leicht würzig, that‘s it. Diese milde Gordo fällt für mich klar in die Kategorie „außen hui, innen pfui“. 65 verschwendete Minuten. Wenn es eine günstige, aber dennoch sehr gute Zigarre sein soll, greift zum Beispiel lieber zur „A.J. Fernandez Blend 15“ im Toro Format. Für schmale € 4,40,- erhält man hier einen tollen Premium Smoke zum Budget Preis. Jedenfalls kann man sich das Geld für die Legado Premium Gordo eindeutig sparen. Enttäuschend!



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Victor Calvo Nicaragua Maduro Gran Corona

Länge: 15.88Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Bei der Maduro Gran Corona aus dem Hause Victor Calvo handelt es sich um eine authentische, kernige Zigarre, die gekonnt das Maduro typische Aromenspektrum bedient. Eine erneute Falschlieferung von Cigarworld, die ich heute überraschend aus meinem Humidor gefischt habe. Eigentlich handelt es sich bei genauerer Betrachtung der Maße dieser Gran Corona um eine boxpressed Toro. Das leicht ölige Connecticut Broadleaf Deckblatt aus den USA ist von guter Qualität und sauber verarbeitet. Der Kaltgeruch ist erdig und leicht holzig. Im Kaltzug präsentiert diese Maduro Kräuter und angenehme Würze. Das verwendete Umblatt kommt aus Ecuador, die Einlage stammt aus Nicaragua. Die Zigarre bietet nach problemloser Röstung und Zündung ein breites Aromenspektrum. Die Maduro startet mit reichlich Kaffee, begleitet von moderater Erde sowie etwas Würze mit pfeffrigem Einschlag. Dunkle Schokolade folgt mit minimal süßlichen Noten. Würze und Pfeffer lassen zum Ende des ersten Drittels nach. Die Süße verstärkt sich gemeinsam mit Schokolade leicht und es kommen sogar dezente fruchtige Akzente auf. Kaffee schwächt sich unterdessen ab. Im letzten Drittel entwickeln sich schöne Süßholzaromen. Würze und Pfeffer steigern sich nochmals merklich und leichte Kräuternoten sowie vereinzelte Nussaromen erweitern das Geschmackserlebnis. Würze und Pfeffer erzeugen ein leichtes Prickeln auf der Zunge. Die mittelkräftige bis leicht kräftige Maduro brennt über die Rauchdauer von rund 75 Minuten sauber und entspannt ab. Der Zugwiderstand ist optimal und die Rauchentwicklung sehr ordentlich. Der dunkelgraue Aschekegel ist stabil und bietet keine unliebsamen Überraschungen. Ein sehr ausgewogene und angenehm komplexe sowie aromenintensive Maduro präsentiert Victor Calvo. Freunde kerniger Maduros sind hier goldrichtig und werden viel Freude mit diesem Stick haben. Sehr empfehlenswert!



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ACE Prime Cigars Pichardo Reserva Familiar Toro Connecticut

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Bestellt hatte ich die San Andres dieser Serie, geliefert wurde mir die Connecticut. Die versehentlichen Falschlieferungen scheinen sich, zumindest im meinem Fall, bei Cigarworld jüngst zu häufen...Na ja, die Connecticut spricht mich jedenfalls auch an und deshalb empfinde ich diese Falschlieferung auch als nicht weiter schlimm. Im Gegenteil, ich freue mich auf diese schöne Toro. Das hellbraune, aus Ecuador stammende Connecticut-Deckblatt, schimmert seidig im Tageslicht und sieht sehr einladend aus. Der insgesamt sauber verarbeitete Decker duftet leicht nach Gras und versprüht minimale Süße. Der Kaltzug liefert holzige Akzente, wenig Würze und Noten von leicht süßlichem Tabak. Das Umblatt stammt aus Nicaragua. Die Einlage kommt aus der Dominikanischen Republik und Nicaragua. Die Toro ist fest und gleichmäßig gerollt. Sie verfügt über ein recht hohes Eigengewicht und liegt gut in der Hand. Nach erfolgreicher Röstung und Zündung startet die Zigarre leicht cremig gemeinsam mit schönen Nussaromen. Begleitet wird der Auftakt von unaufdringlicher, blumiger, leicht fruchtiger Süße, gepaart mit einem Touch Vanille. Eine salzige Würzmischung entsteht bereits recht früh im ersten Drittel. Im weiteren Verlauf wird die Zigarre zusehends trockener und fährt zunächst ordentliches Lederaroma auf, gefolgt von moderaten Erdnoten. In weiter Ferne kann ein wenig Toast ausgemacht werden. Zum Schluss isoliert sich Pfeffer aus der salzigen Würzmischung und ist fortan gut wahrnehmbar, ohne jedoch ernsthaft Schärfe zu entwickeln. Die Zigarre entfaltet ihr gesamtes Aromenspektrum bereits recht früh und zieht dieses im Kern bis zum Ende des Smokes kontinuierlich durch. Die Intensität der einzelnen Aromen variiert immer wieder etwas. Die Komposition lässt sich zu jeder Zeit gut nachvollziehen und ist klar aufgebaut. Die Zigarre bietet mittlere Aromenintensität und ist als eher mild zu bezeichnen. Sie ist kein Komplexitätswunder, schmeckt aber wirklich gut und bietet ein schön entspanntes Raucherlebnis über rund 75 Minuten. Die Reserva Familiar Connecticut produziert satten, dichten Rauch und brennt kerzengerade ab. Der dunkelgraue Aschekegel ist äußerst stabil und sauber. Der Zugwiderstand ist optimal. Die Zigarre richtet sich an eine breite Zielgruppe und ist meinem Eindruck nach besonders gut für Einsteiger geeignet. Empfehlenswert!



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Gurkha Heritage Maduro Toro
verifizierter Kauf

Länge: 16.51Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die „Gurkha Heritage Maduro“ im Toro-Format kommt aufwendig gekleidet daher. Eine lange Zedernholzhülle verdeckt gut die Hälfte des ansehnlichen, dunkelbraunen und leicht öligen San Andres Deckblatt. Ein weiteres Drittel wird durch den breiten und gut passenden Zigarrenring verdeckt. Der Fuß der Zigarre wird obendrein durch ein rotes Stoffbändchen geziert. Ist die Toro erst einmal entblättert, gibt der Kaltgeruch kräftige Erde und leichte Würze frei. Nach dem Anschnitt offenbart der Kaltzug Anklänge von Veilchen und süßem Nektar. Die Zigarre ist fest gerollt, jedoch an einer Stelle, etwa zu Beginn des letzten Drittels, leicht unterfüttert. Nach problemloser Röstung und Zündung startet die Toro mit kräftiger, dunkler Schokolade und leichter Würzigkeit. Eine kleine Prise Pfeffer rundet die Würze ab. Die dunkle Schokolade hellt sich allerdings rasch auf und entwickelt unterschwellige Süße. Der Rauch ist vom Start weg üppig und angenehm cremig. Im weiteren Verlauf tritt moderate Erde in Erscheinung und auch Kaffee entwickelt mittelkräftiges Aroma. Leder macht sich zaghaft bemerkbar. Dann, im zweiten Drittel, dominiert Kaffee, begleitet von mittlerweile gut ausgeprägten Zedernholzaromen und Erde. Schokolade und Süße schwächen sich ab. Es ist nur noch wenig Würzigkeit und Pfeffer bemerkbar. Das letzte Drittel bringt eine unangenehme Wendung. Zunächst nur leicht ausgeprägte Bitterkeit zieht rasch und heftig an. Hinzu kommt ausufernde, salmiakartige Schärfe, die grenzwertig ist. Glücklicherweise findet die Zigarre nach wenigen Minuten wieder hinaus aus diesem fiesen Intermezzo. Viel passiert jetzt nicht mehr. Kaffee und Erde ziehen noch einmal leicht an. Zedernholz hält weitestgehend das Niveau des zweiten Drittels und Leder schwächt sich ab. Von der Süße ist leider keine Spur mehr vorhanden. Der im Rauchverlauf entstehende, hellgraue Aschekegel ist sehr sauber, glatt und stabil. Der Zugwiderstand ist insgesamt etwas zu hoch. Der Abbrand verläuft, wie man es sich von einer ordentlich verarbeiteten Zigarre wünscht. Ich habe einen mittelkräftigen, eher mäßigen Smoke erlebt, der insbesondere durch das verhunzte letzte Drittel getrübt wurde. Abgesehen davon bietet, diese Zigarre für mich keine nennenswerten Höhen oder Tiefen. Die Gurkha Heritage Maduro wirkt uninspiriert und austauschbar auf mich. Die Aromenkomposition hinterlässt zudem einen unausgewogen Eindruck auf mich. 75 schwache Minuten - schade!



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Perdomo Reserve 10th Anniversary Noir Super Toro
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Bei der „Perdomo Reserve 10th Anniversary Super Toro (Noir)“ handelt es sich um eine waschechte Puro aus Nicaragua. Das braune Maduro Deckblatt der Sorte H 2000 ist sehr ansehnlich und wurde einwandfrei verarbeitet. Die Zigarre ist fest und gleichmäßig gerollt. Der Kaltgeruch liefert Erde und Heu. Im Kaltzug zeigt sich die Super Toro von ihrer floralen, süßen Seite. Sie startet nach einwandfreier Röstung und Zündung mit sehr viel Kaffee und etwas Pfeffer. Auch Erde macht sich moderat bemerkbar. Pfeffer lässt rasch nach. Im ersten Drittel kommen zusätzlich ein wenig Moos und leichte grasige Akzente auf. Trockenes Holz nimmt Fahrt auf und entwickelt Profil. Zum Ende des ersten Drittels kommt erstmalig leichte Süße auf. Leichter Schiefbrand, der zunächst nicht korrigiert werden muss, entsteht nun erstmalig. Die Asche ist recht locker und es kommt vor, dass gelegentlich kleine Teile von ihr umherfliegen, insbesondere wenn man wie ich heute bei leichtem Wind im freien raucht. Die Süße entwickelt derweil Züge von leckerer Schokolade und Kakao. Im zweiten Drittel ist Kaffee deutlich schwächer. Die gut dosierte Süße erweitert sich um gut wahrnehmbare Vanille. Der Schiefbrand muss im zweiten Drittel endgültig mit dem Feuerzeug korrigiert werden. Dies gelingt jedoch gut und flott. Als Gegenpol zum Holz agiert die sehr schmackhafte süße Melange sehr erfolgreich und dominiert das zweite Drittel. Auch das letzte Drittel führt die süße Melange weiter, die sich nun zu voller Stärke aufschwingt und zusätzlich Cremigkeit liefert. Holz, noch immer kräftig präsent, wird spätestens jetzt überholt. Dabei entwickelt Holz schöne Eichenaromen, die sich letztlich gekonnt mit der süßen Melange vereinigen. Kaffee bleibt schwach erhalten und Pfeffer zieht im Gegensatz zum zweiten Drittel noch einmal etwas an, ohne jedoch wirklich scharf zu werden. Die süße Melange schmeckt verdammt gut und beschert einen langen Abgang. Diese Zigarre bietet über die gesamte Rauchdauer von gut 80 Minuten eine schlichte aber intensive Aromenkomposition. Eine sehr sympathische und entspannte Zigarre. Die Rauchentwicklung war insgesamt sehr stark und üppig. Der Abbrand wurde immer wieder durch leichten Schiefbrand etwas getrübt. Der Zugwiderstand hingegen war jederzeit sehr gut. Der Aschekegel war über weite Strecken fransig, aber in sich stabil. Insgesamt eine schöne, gradlinige Zigarre, die nicht zuletzt aufgrund des derzeit reduzierten Preises sehr empfehlenswert ist. Da nur noch wenige Exemplare erhältlich sind, sollte man schnell zuschlagen um sich diesen Stick zu sichern!



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Alec Bradley Nica Puro Rosado Gordo
verifizierter Kauf

Länge: 15.88Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Vor mir liegt die stattliche Alec Bradley Nica Puro Rosado im Gordo-Format. Die erste Nicaragua Puro aus dem Hause Alec Bradley. Das Rosado Deckblatt ist recht ölig und wirkt sogar ein wenig speckig. Der rotbraune Decker ist makellos und mustergültig verarbeitet. Die Zigarre liefert im Kaltgeruch eine erwachsene Portion Pfeffer und etwas Erde. Der Kaltzug hat Holz und Heu im Angebot. Die Gordo startet mit recht üppiger Würzigkeit und einer sanften Kräutermischung, die zusätzlich von erdigen Noten begleitet wird. Nach wenigen Minuten kommt leichte Süßlichkeit auf, die einen fruchtigen Einschlag mit sich bringt. Trockenobst, trifft es wohl am ehesten. Zum Ende des ersten Drittels kommen moderate Kaffeearomen auf. Auch Nuancen von Holz geben sich zu erkennen. Das zweite Drittel bietet zu Beginn herrlich intensive Nussaromen. Holz verstärkt sich äquivalent. Der süßlich, fruchtige Einschlag tritt in den Hintergrund. Auch die zu Beginn sehr deutliche Würze und die Kräutermischung lassen merklich nach. Dafür kommt nun ausdrucksstarke Schokolade auf, die wunderbar mit den Nussaromen harmoniert. Erde schwingt weiterhin im Hintergrund mit. Zum Ende des zweiten Drittels wird die Zigarre insgesamt wieder deutlich süßer und fruchtiger. Das letzte Drittel lässt Holz noch einen Tick kerniger erscheinen. Die fruchtige Süßlichkeit hält das bisherige Niveau aufrecht. Schokolade schwächt sich ebenso wie Nuss spürbar ab. Die Kräutermischung gewinnt allerdings erneut etwas mehr Kraft. Würzigkeit spielt nahezu keine Rolle mehr. Jedoch spendiert die Gordo nun schmackhafte Noten von Leder und vervollständigt hiermit das üppige Aromenrad. Die Raucheigenschaften dieser Gordo sind allesamt vorbildlich. Der Zugwiderstand ist auf den Punkt optimal. Der Abbrand verläuft völlig gerade und unproblematisch. Die Zigarre produziert einen dunkelgrauen, leicht welligen Aschekegel, der vollkommen stabil ist. Die Rauchentwicklung ist einfach nur traumhaft. Voluminös, üppig, satt und herrlich cremig. Diese mittelkräftige Puro hat eine Menge zu bieten. Der Blend ist angenehm komplex und sensibel balanciert. Über weite Strecken gelingt die Verschmelzung der unterschiedlichen Aromen zu einem intensiven und kräftigen Geschmackserlebnis. Wie so oft, schaffen es die Brüder Alec und Bradley eine wunderbare Zigarre zu einem erstaunlich attraktiven Preis anzubieten. Ich hatte sehr unterhaltsame 90 Minuten und empfehle dieses Schmuckstück uneingeschränkt. Sehr lohnenswert!



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Rocky Patel Fifty-Five 55 Toro
verifizierter Kauf

Länge: 16.51Durchmesser: 2.18 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Fifty-Five 55 Toro im Figurado-Format sieht klasse aus und liegt gut in der Hand. Qualität und Verarbeitung sind augenscheinlich ausgezeichnet. Die Zigarre ist sehr fest und gleichmäßig gerollt. Der Kaltgeruch bietet hauptsächlich Anklänge von Holz. Im Kaltzug zeigt sich die Zigarre von einer leicht würzigen und wiederum holzigen Seite. Nach erfolgreicher Röstung und Zündung startet der Stick mit eingängigen Nussaromen und etwas Pfeffer. Abgerundet wird der Start von süßen, vanilleartigen Noten und sich im Verlauf steigernde, leicht cremige Schokolade. Eine kleine Prise Holz besiegelt das erste Drittel. Weiter geht es mit zarten Röstaromen, die sich von nun an mit variierender Intensität häufiger zeigen. Die Nussaromen schwächen sich deutlich ab und Pfeffer löst sich buchstäblich in Luft auf. Die süße Grundnote bleibt mit der beschriebenen Charakteristik des ersten Drittels gut wahrnehmbar bestehen. Die Zigarre gewinnt zusehends an Würze. Die herben Elemente überwiegen letztlich die süße Basisnote. Das finale Drittel setzt den Aufbau der würzigen Aromen konsequent fort. Die süßen Aromen stemmen sich erfolgreich dagegen und verteidigen ihren angestammten Platz. Schokolade kommt nun als Kernelement deutlicher zum Vorschein. Die Süße steigert sich tatsächlich bis zum Schluss auf ein sehr ordentliches Niveau während Holz weiterhin schwach vor sich hin darbt. Die schöne Zigarre brennt über rund 80 Minuten entspannt und sauber ab. Der Zugwiderstand war für meinen Geschmack einen Tick zu hoch, die Rauchentwicklung ist jedoch sehr ordentlich. Der graue Aschekegel ist bombenfest und stets gut beherrschbar. Die „Rocky Patel Fifty-Five 55 Toro“ bietet ein grundsolides Raucherlebnis zu einem vernünftigen PLV. Die mittelkräftige Zigarre ist angenehm komplex, weich, aber dennoch sehr aromatisch und ausgesprochen gutmütig. Vom Hocker gehauen hat sie mich nicht. Ich habe mich trotzdem sehr gut unterhalten gefühlt denke allerdings, dass es bei einer einmaligen Begegnung bleiben wird. Der Stick bietet aus meiner Sicht nichts, was besonderes hervorsticht und in Erinnerung bleibt. Wie gesagt, ein grundsolider, empfehlenswerter Smoke, sehr gut zum ausgiebigen entspannen geeignet. Nice!



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