Robert Lewis Pfeifentabak Wingfield Mixture 50g Dose
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Wingfield Mixture 50g Dose
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Ein Tabak aus einem hohen Anteil rotem und goldenem Virginia, abgerundet mit ein wenig Black Cavendish und Latakia.
Eine feine Mischung mit komplexer Süße und köstliche und reichhaltigen Aromen.
Artikelnummer (SKU)
90027484
Im Sortiment seit
03.11.2020
Marke
Schnitt
Aroma
3
Raumduft
2
Aromatisierung
Typ
Stärke
Charakter
Rohtabak
Raumnote
Durchschnittliche Aromabewertung (1)
Importeur
Kopp Tobaccos GmbH & Co. KG, Hans-Löns-Weg 36, 25462 Rellingen, info@kopp-tobaccos.com, https://kopp-tobaccos.com
Kopp Tobaccos GmbH & Co. KG, Hans-Löns-Weg 36, 25462 Rellingen, info@kopp-tobaccos.com, https://kopp-tobaccos.com
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Bewertungen
Preis/Leistung
8
1 Bewertungen
Qualität
8
1 Bewertungen
Stärke
5
1 Bewertungen
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Dr. Magill Einleitung: Das Londoner Haus Robert Lewis zählt zu den ältesten Tabakhändlern Großbritanniens. Seit dem 18. Jahrhundert pflegt man dort Tabakmischungen, die für viele britische „Pipemen“ das Ideal des kultivierten, maßvollen Rauchens verkörpern. Die Wingfield Mixture steht ganz in dieser Linie: eine unaromatisierte, helltonige Virginia-Mischung mit sehr wenig Latakia und Black Cavendish. Benannt nach Major Walter Wingfield, einem viktorianischen „Sportsman“ und Erfinder des Lawn Tennis, ist sie eine Hommage an britische Haltung und Selbstdisziplin. Nach Übernahme der Marke Robert Lewis und deren Rezepten in den 1980ern wird der Tabak bei Kopp in Rellingen gemischt. 2. Optik & Schnitt: Die Mischung zeigt sich in einem hell- bis mittelbraunen, eher kurzfaserigen Ribbon Cut, sauber gearbeitet und homogen. Hellere Virginias dominieren, durchsetzt von wenigen dunklen Fasern des Latakia und Black Cavendish. Der Schnitt ist locker, die Feuchte der Probe eher auf der trockenen Seite. 3. Kaltaroma: Der Duft im Kaltzustand erinnert an Heu, Honig, helles Holz und getrocknete Zitrusschale. Eine feine, kaum wahrnehmbare Rauchigkeit legt sich über die Süße - mehr Ahnung als Präsenz, wie ein ferner Duft von Kaminholz. Alles wirkt natürlich und tabakecht. 4. Rauchverlauf: Anfang: Zu Beginn eröffnet Wingfield mit heller, klarer Süße, sanft fruchtigen Spitzen und einer leicht buttrigen Grundtextur. Der Rauch ist mild, aber nicht dünn - geschmeidig, fast cremig im Mundgefühl. Mitte: Im Mittelteil gewinnt die Mischung an Tiefe: die Süße weicht einer feinen getreidigen Note, begleitet von einer diskreten Holzwürze. Kein dramatischer Wandel, eher eine ruhige Balance im Verlauf der Füllung. Ende: Im letzten Drittel trocknet der Geschmack leicht aus, die Süße tritt zurück, und ein zarter, holzig-herber Nachklang beschließt das Rauchopfer. Das Gesamterlebnis ist harmonisch und ohne jede Schärfe - eher linear als komplex. 5. Abbrand & Technik: Technisch verhält sich die Wingfield Mixture geradezu vorbildlich: Sie brennt willig, aber nicht hastig, bleibt trocken im Zugkanal und verlangt nur seltenes Nachzünden. Wird sie gemächlich geraucht, entfaltet sie ein angenehm kühles Rauchverhalten. Die Asche ist hell und fein. 6. Raumnote: Die Raumnote ist zurückhaltend und klassisch - leicht süßlich, von natürlicher Virginia-Wärme getragen, mit einem Hauch Holz: dezent, kultiviert, unaufdringlich. 7. Vergleich & Einordnung: Im Vergleich zu anderen Virginia/Latakia-Mischungen nimmt Wingfield eine ungewöhnlich helle, milde Position ein: Wehde‘s Cremon aus Hamburg zeigt ein deutlich stärkeres Spiel zwischen Virginia-Süße und Latakia-Würze. Sein Rauch ist tiefer, dunkler, leicht weihrauchig bis harzig. Gegenüber dieser ernsthaften, würzigen Balance wirkt die Wingfield Mixture transparenter, heller und süßer. Trennt’s Abu Riha, eine Kieler Mischung mit prägnantem Latakia-Anteil, geht einen anderen Weg: erdig, rauchig, mit orientalischer Schärfe. Abu Riha ist ein Tabak von Körper und Nachdruck - Wingfield Mixture dagegen bleibt durchweg mild. Samuel Gawith‘s Commonwealth Mixture steht als Archetypus kräftiger englischer Virginia-Latakia-Blends. Deren dichtes, rauchiges Fundament kontrastiert die Leichtigkeit der Wingfield Mixture: Bildlich gesprochen ist Commonwealth romantische Symphonie - Wingfield ist klassisches Streichquartett. Beide haben ihre Berechtigung. So betrachtet, ist Robert Lewis’ Wingfield Mixture kein Konkurrent, sondern ein Gegengewicht: Der Tabak bietet die helle Seite britischer Tabakkultur - fein ziselierte Virginia-Dominanz statt Latakia- Wucht, Zurückhaltung statt Dramatik. 8. Empfehlung: Empfohlen für Liebhaber heller Virginias und subtiler, harmonischer Mischungen, die Reinheit dem Effekt vorziehen. Wer die Tiefe von Wehde’s Cremon, die Würze von Trennt’s Abu Riha oder die Fülle Samuel Gawith’s Commonwealth Mixture schätzt, findet in Robert Lewis’ Wingfield Mixture deren filigranere, diszipliniertere Schwester - einen Tabak von leiser Würde und zeitloser britischer Haltung. 9. Fazit: Robert Lewis’ Wingfield Mixture ist ein Tabak von klassischer Klarheit und solider Einfachheit. Seine Stärke liegt in Balance und Natürlichkeit. Für den Connoisseur ist die Wingfield Mixture kein „Show-Blend“, sondern ein ehrlicher, kultivierter Alltags-Tabak, geeignet für den Nachmittag oder frühen Abend, wenn man die Ruhe sucht, nicht den Reiz. Persönlich ist er mir ein bißchen zu mild und schlicht.
26.11.2025

Dr. Magill Einleitung: Das Londoner Haus Robert Lewis zählt zu den ältesten Tabakhändlern Großbritanniens. Seit dem 18. Jahrhundert pflegt man dort Tabakmischungen, die für viele britische „Pipemen“ das Ideal des kultivierten, maßvollen Rauchens verkörpern. Die Wingfield Mixture steht ganz in dieser Linie: eine unaromatisierte, helltonige Virginia-Mischung mit sehr wenig Latakia und Black Cavendish. Benannt nach Major Walter Wingfield, einem viktorianischen „Sportsman“ und Erfinder des Lawn Tennis, ist sie eine Hommage an britische Haltung und Selbstdisziplin. Nach Übernahme der Marke Robert Lewis und deren Rezepten in den 1980ern wird der Tabak bei Kopp in Rellingen gemischt. 2. Optik & Schnitt: Die Mischung zeigt sich in einem hell- bis mittelbraunen, eher kurzfaserigen Ribbon Cut, sauber gearbeitet und homogen. Hellere Virginias dominieren, durchsetzt von wenigen dunklen Fasern des Latakia und Black Cavendish. Der Schnitt ist locker, die Feuchte der Probe eher auf der trockenen Seite. 3. Kaltaroma: Der Duft im Kaltzustand erinnert an Heu, Honig, helles Holz und getrocknete Zitrusschale. Eine feine, kaum wahrnehmbare Rauchigkeit legt sich über die Süße - mehr Ahnung als Präsenz, wie ein ferner Duft von Kaminholz. Alles wirkt natürlich und tabakecht. 4. Rauchverlauf: Anfang: Zu Beginn eröffnet Wingfield mit heller, klarer Süße, sanft fruchtigen Spitzen und einer leicht buttrigen Grundtextur. Der Rauch ist mild, aber nicht dünn - geschmeidig, fast cremig im Mundgefühl. Mitte: Im Mittelteil gewinnt die Mischung an Tiefe: die Süße weicht einer feinen getreidigen Note, begleitet von einer diskreten Holzwürze. Kein dramatischer Wandel, eher eine ruhige Balance im Verlauf der Füllung. Ende: Im letzten Drittel trocknet der Geschmack leicht aus, die Süße tritt zurück, und ein zarter, holzig-herber Nachklang beschließt das Rauchopfer. Das Gesamterlebnis ist harmonisch und ohne jede Schärfe - eher linear als komplex. 5. Abbrand & Technik: Technisch verhält sich die Wingfield Mixture geradezu vorbildlich: Sie brennt willig, aber nicht hastig, bleibt trocken im Zugkanal und verlangt nur seltenes Nachzünden. Wird sie gemächlich geraucht, entfaltet sie ein angenehm kühles Rauchverhalten. Die Asche ist hell und fein. 6. Raumnote: Die Raumnote ist zurückhaltend und klassisch - leicht süßlich, von natürlicher Virginia-Wärme getragen, mit einem Hauch Holz: dezent, kultiviert, unaufdringlich. 7. Vergleich & Einordnung: Im Vergleich zu anderen Virginia/Latakia-Mischungen nimmt Wingfield eine ungewöhnlich helle, milde Position ein: Wehde‘s Cremon aus Hamburg zeigt ein deutlich stärkeres Spiel zwischen Virginia-Süße und Latakia-Würze. Sein Rauch ist tiefer, dunkler, leicht weihrauchig bis harzig. Gegenüber dieser ernsthaften, würzigen Balance wirkt die Wingfield Mixture transparenter, heller und süßer. Trennt’s Abu Riha, eine Kieler Mischung mit prägnantem Latakia-Anteil, geht einen anderen Weg: erdig, rauchig, mit orientalischer Schärfe. Abu Riha ist ein Tabak von Körper und Nachdruck - Wingfield Mixture dagegen bleibt durchweg mild. Samuel Gawith‘s Commonwealth Mixture steht als Archetypus kräftiger englischer Virginia-Latakia-Blends. Deren dichtes, rauchiges Fundament kontrastiert die Leichtigkeit der Wingfield Mixture: Bildlich gesprochen ist Commonwealth romantische Symphonie - Wingfield ist klassisches Streichquartett. Beide haben ihre Berechtigung. So betrachtet, ist Robert Lewis’ Wingfield Mixture kein Konkurrent, sondern ein Gegengewicht: Der Tabak bietet die helle Seite britischer Tabakkultur - fein ziselierte Virginia-Dominanz statt Latakia- Wucht, Zurückhaltung statt Dramatik. 8. Empfehlung: Empfohlen für Liebhaber heller Virginias und subtiler, harmonischer Mischungen, die Reinheit dem Effekt vorziehen. Wer die Tiefe von Wehde’s Cremon, die Würze von Trennt’s Abu Riha oder die Fülle Samuel Gawith’s Commonwealth Mixture schätzt, findet in Robert Lewis’ Wingfield Mixture deren filigranere, diszipliniertere Schwester - einen Tabak von leiser Würde und zeitloser britischer Haltung. 9. Fazit: Robert Lewis’ Wingfield Mixture ist ein Tabak von klassischer Klarheit und solider Einfachheit. Seine Stärke liegt in Balance und Natürlichkeit. Für den Connoisseur ist die Wingfield Mixture kein „Show-Blend“, sondern ein ehrlicher, kultivierter Alltags-Tabak, geeignet für den Nachmittag oder frühen Abend, wenn man die Ruhe sucht, nicht den Reiz. Persönlich ist er mir ein bißchen zu mild und schlicht.