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Humidor Senoritas Kistchen

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Kommentar: Kleines feines Rauchvergnügen

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Padilla Finest Hour OSCURO Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die mit zwei prächtigen Anillas geschmückte, sehr dunkle Toro ruhte fast zwei Jahre in meinem Humidor, weil ich immer auf die ‚finest hour‘, die besondere Stunde gewartet hatte, um sie zu genießen. Merke: ‚the finest hour‘ ist jetzt, an einem Freitag Abend nach einer furchtbar anstrengenden Woche, und sie passt gut! Schön sind Connecticut Broadleaf Deckblätter ja eher nicht, aber diese Vitola hatte reichlich Zeit, sich zu glätten und kam ganz entspannt aus dem Cellophan. Broadleaf Deckblätter werden ihrer inneren Werte wegen verarbeitet, und das heißt: viel an Aromen. Genau das liefert die Padilla schon im Kaltduft, eine intensive stallige Note, im Verein mit schwerer sirupartiger Süße und Schokolade. Dem 50er Ringmaß und ihrer Länge angemessen fand ich den V-Cut, und konnte bei perfektem Zug den Aromenmix von Süße, herber Schokolade und etwas Röstkaffee schmecken. Am Feuer geht die Finest Hour eher in die Richtung nach dickem Leder, erdwürzig, sehr süß. Sie zündet perfekt und brennt tadellos an. Die fast weiße Asche bildet einen prächtigen Kontrast zum dunklen Decker, die Asche steht lange. Der Mittelteil bietet nach dem ersten von zweimal Abaschen insgesamt eine breite Palette an Beerenaromen und Rosinen, unterlegt mit feinem Kakao, immer wieder Röstnoten. Und: der Pegel steigt stetig, was die Stärke angeht. Ich würde sie als kräftig einstufen. Der Rauch ist mundfüllend und hinterlässt ein buttriges Gefühl am Gaumen. Sehr angenehm. Im Schluss verdichten sich die Aromen ins Würzige hinein, wie Lebkuchen, Zartbitterschokolade, Marshmallows und Erde. Manchmal dauert eine ‚finest hour‘ eben 70 Minuten. Für den Preis finde ich das empfehlenswert.



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Arturo Fuente Don Carlos Reserva Superior Robusto

Länge: 12.70Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Der pure Genuss. Gefühlt habe ich noch nie eine so gut gemachte Zigarre verkostet. Die Beschreibung des enormen Aromenreichtums dieser Vitola aus dem verwendeten Cameroon-Deckblatt habe ich am Rande wahrgenommen, aber was das heißt, erst im Smoke staunend erlebt. Von vorne: Die Don Carlos Reserva war ein Geschenk, und hat sicher über ein Jahr im Humidor auf den Tag gewartet, dass ich sie würdige. Als ich sie dann aus dem Cellophan schälte, war es ein normaler Freitagabend, und so ging ich völlig entspannt und erwartungslos an den Smoke ran. Toller klassischer Ring für eine Dominikanerin, goldgeprägt auf Spezialpapier, sehr passend. Das schon erwähnte Deckblatt duftete leicht stallig und süß würzig, im Kaltzug nach V-Cut gab es eine Mischung aus Milchcafe und zarten Eukalyptusnoten. Die Verarbeitung war makellos, die Zigarre sehr gut gefüllt und gewichtig in der Hand. Überraschung nach dem geduldigen Anfeuern: kein Pfefferblast, sondern ein ganz sanfter weicher Start mit Kaffee, vanilliger Süße und einer Spur Chili auf der Zunge. Der Zugwiderstand war mustergültig, und so blieb mir, für eine gute Stunde ohne jede Einschränkung zu genießen. Immer waren zwei, drei Aromen im Vordergrund wie Zedernholz und Nuss im sehr cremigen Rauch, und dazwischen gab es unterhaltsame geschmackliche Einsprengsel von Orange, Eukalyptus, Himbeere, dann wieder was Fleischiges, es war keinen Moment langweilig. Der Abbrand war messerscharf, die Asche stand weißgrau und fest über 3cm bis zum ersten Abaschen, und dann habe ich am Schluss, während sich die Aromen weiter würzig verdichteten, den Ring abgenommen und bis zum Nub genossen. Selten so fein abgestimmte Aromen erlebt, komplex und genau definiert, als ob die Zigarre einem inneren Programm folgt, das in jedem Zentimeter etwas Neues bringt. Teuer. Aber hier stimmt alles. Sehr, sehr empfehlenswert“



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Zino Nicaragua Stimmungsbild
verifizierter Kauf

Länge: 10.16Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Lifestyle-Ausgabe von Zino? Dominikanisches Understatement? Wer die knallige Anilla sieht, die viel zu locker auf dem Torpedo sitzt, denkt an die Volksvitola unter den Davidoffs. Damit sei mein markantester Kritikpunkt schon abgehakt. Diese Zigarre braucht ein edleres Outfit, das zu ihren äußeren und inneren Werten passt. Das Format ist handwerklich perfekt gerollt. Beim Schneiden reißt und krümelt nichts, das seidige Connecticut Deckblatt macht schon was her. Kalt kommt von ihr viel Süße und sanfter Zedernduft rüber. Am Feuer empfängt sie den Gaumen mit etwas weißem Pfeffer, Süße, bisschen Lakritz, später in Marshmallows übergehend. Der Smoke ist erstaunlich sanft zum Gaumen, nie bissig, nie scharf, unendlich weich und süß. Die Zino ist eine mildwürzige Zigarre, die erst zum Schluss ein wenig stärker wird, und selbst das in Karamell und Milchkaffee packt. Nichts auf Dauer für mich, so viel Milde ist too much, aber sie wird ihre Freunde finden. Der Abbrand ist jedenfalls mustergültig. Kann gut sein, dass die Toro sehr viel mehr Aroma rüber bringt. Einfach probieren.



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Parcero Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Habe mich sehr mit der Parcero angefreundet: makelloses Deckblatt, samtig ohne Zähnchen, fruchtig-würzig duftend, kommt die Parcero mit einer farbenfrohen Anilla und schützender Fußbinde gut an. Die Vitola liegt gewichtig in der Hand und ist gut gefüllt. Mit V-Cut geöffnet, und leichte Zedernaromen im Kaltzug wahrgenommen. Am Feuer zeigt sich die Parcero zunächst erdig, mit Espressotönen und einem fast zu leichten Zug. Das ändert sich nach 1cm, dann stimmt der Widerstand beim Smoke auf Genießen ein. Die Rauchentwicklung ist enorm, lässt sich durch feine Züge aber gut steuern, ehe die Nachbarn auf die Barrikaden gehen. Die sollen ja Parceros bleiben.. Die Dominikanerin mit einer aufregenden Mischung aus Decker, Umblatt und Wickel verschiedener südamerikanischer Länder spielt diesen bunten Mix auch am Gaumen aus. Ich freue mich an kräftigen fruchtigen Beerenaromen, am Milchkaffee und Muskat, viel Kakao mit etwas feiner Säure drunter. Die Asche steht fest und ist weiß, langer Aschenstand. Diese Zigarre macht einfach Spaß! Sehr empfehlenswert.



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Manil Tabac Semois La Reserve du Patron 90g Pouch
verifizierter Kauf

Der Feinschnitt von Vincent Manils Semois kommt in einer ungewöhnlichen Verpackung, mit Goldpappe zum festen Ziegel gefaltet, ins Haus. Leider haben die Tugendwächter der Tabakprävention ihre Warnschilder gleich zweifach dorthin geklebt, wo der schön oldfashioned gestaltete Aufkleber des Herstellers ist. Sanft abgeknibbelt, freue ich ich mich an der ungewöhnlichen Gestaltung, die ja den frühen 70er zu kommen scheint. Der Tabak selbst drängt so ungebärdig aus der Verpackung wie die Mähne seines Blenders, sehr schmal, aber nicht zu fein geschnitten, in allen Brauntönen. Er liegt leicht in der Hand, und kommt ungewöhnlich trocken an, knistert fast zwischen den Fingern, riecht etwas strohig. Den Großteil fülle ich in einer Tabakdose um, und ein Teil mit Befeuchterpad in ein Glas, um zu testen, ob der drüsche Ardennentabak etwas geschmeidiger wird. Meine Erfahrungen unter Feuer: Erster Durchgang im kleinen Falcon-Pfeifenkopf, lässt sich gut stopfen, flammt sofort an. Die Nase wähnt sich am offenen Feuer nahe einer Verbrennungsanlage, der Gaumen empfängt ungebremst strenge Tabakwürze, trockene Säure, bissigen Rauch wie bei verbranntem Holz. Burley, sonst nichts. Die nächsten Züge, sehr viel vorsichtiger genippt, sprechen von Würzkraut, starken Kräutern, bis sich ein kräftiges Walnussaroma durchsetzt. Etwas zigarriges kommt mit. Gleichzeitig merkt man, wieviel Nikotin der Semois an die Geschmacksnerven leitet, und ist dankbar für ein gutes Abendessen. So geraucht, hätte nicht einmal ein Laphroig eine geschmackliche Chance. Der Semois brennt tadellos runter und hinterlässt nur etwas Staub. Und eine trockene Kehle. Fazit: Interessanter Tabak, aber nicht mehr ohne Filter. Der zweite Versuch in einer gefilterten Rattray kommt etwas gebändigter an die Sinne, liegt aber auch auf der Skala der kräftigen Tabak weit oben. Hier differenzierten sich die Aromen etwas, auf der breiten Würzebasis kommen einzelne Aromen von Pistazie, Mandel und Walnuss immer wieder durch. Nikotin bleibt hoch. Mich erinnert das an das Verkosten von sehr puristischen Tabaken wie dem Amsterdamer Rooktabak oder dem belgischen Schippers; ein Tabak, eine Geschmacksrichtung, sonst nichts. Für meinen Geschmack, der es gerne komplexer hat, und obwohl ich viel an nicht aromatisierten Tabken genieße, schon eine echte Herausforderung. Den dritten Anlauf mit dem Semois finde ich letztlich zufrieden stellend in der Mischung. Als Beigabe zum einem Caledonian Highland in der Pfeife oder als einzelne Einsprengel im Stopftabak für eine Zigarette findet der Semois für mich zu einer Bühne, die passt: hier darf er auffallen, mal bissig, mal nussig auf der Zunge tanzen, hier heizt er die Verbrennung im Pfeifenkopf erstaunlich an und führt alles feiner Asche zu. In die Zigarette eingestreut, sorgt er für einen extrem langen Aschestand, den ich so noch nie hatte. Wird kein Dauergast, ist aber probierenswert. Der Preis für 30 Gramm hält sich in üblichen Grenzen, aber ein Sharing des 90-Gramm-Barrens unter mehreren experimentierfreudigen Rauchern empfehle ich doch.



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Vauen Pfeifentabak Himalaya (TAB 9) 50g Dose
verifizierter Kauf

Obwohl als Probe noch im Tütchen, und zusätzlich in einem Glas aufbewahrt, kommt der Vauen Himalaya noch sehr feucht an die Pfeife. Der Kaltduft ist erfreulich blumig, süßlich, maßvoll aromatisiert . Eine Viertelstunde Lufttrocknen hilft, die Mischung aus verschiedenen Schnitten gut in Kügelchen in den großen Pfeifenkopf einzubringen. Die noch vorhandene Restfeuchte erfordert Mehrfaches, aufmerksames Zünden, dann ist die Glut da, sollte aber im Auge behalten werden. Sehr weiche, sanfte Aromen nach süßem Virginatabak und Hibiskus streifen die Zunge, Honignoten und etwas Beeren machen den Geschmack sehr schön rund. Der Rauch kommt verhalten, aber dicht mit vielschichtigen Aromen, und der Spritzer Zitrone tut dem Ganzen abrundend sehr wohl. Hier ist langsames Genießen, nippen angesagt, um den Abbrand kühl und mild zu halten. Der Tabak brennt zügig ab, und hinterlässt kaum Krümel in der Pfeife. Habe ich genossen!



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La Regenta Robusto

Länge: 12.07Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Diese Zigarre hätte ich mir selbst nie gekauft, aber als Geschenk eines Freundes, der Rauchwaren von den Canaren mit ihrem guten PLV schätzt, nun probiert. Die Regenta ist ein schön gearbeiteter Robusto mit einen etwas rustikalen Connecticut-Deckblatt, wirkt sehr leicht in der Hand, und verströmt vor allem eine feine Süße am Körper und im Kaltzug. Da mir schwante, dass eine leichte Vertreterin ihrer Branche ist, habe ich mit vollem Cut geöffnet. Sie empfängt mit freundlichem honigsüßen Rauch, cremig und mit einem Hauch Kakao. Das tut sie auch zwanzig Minuten später noch, wenn die etwas flakige Asche nach 3cm zu fallen droht. Dabei luftet sie, aber auch das gibt den sehr sanften, feinwürzigen Aromen nach Süße, Zeder und Kakao keine Steigerung. Die Regata ist sicher eine milde, zuverlässige Begleiterin beim ersten Milchkaffee des Tages. Von einem leichten Schiefbrand abgesehen, tut sie das, was sie soll. Ein sahniges Mundgefühl bleibt. Immerhin.



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Padron 1964 Anniversario Principe Maduro

Länge: 11.43Durchmesser: 1.83 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine der stärksten Zigarren, die ich je geraucht habe. Hervorragend verarbeitet, makelloses Maduro-Deckblatt mit eher herber Süße in der Nase, sehr gut gerollt und gefüllt. Mit V-Cut geöffnet und angefeuert, startet die 1964er Padron sofort mit einem heftigen Pfeffer- und Leder-Boost, starker Auftakt, der einen mit jedem Zug vorsichtiger ziehen lässt. Eine kräftige Zigarre. Ein gutes Essen vorher ist empfehlenswert, denn die Stärke bleibt im Verlauf erhalten, wenn auch der Pfeffer mal von Beerenobst, Süße und etwas Gras gemildert wird. Mit ihrer enormen Rauchentwicklung ist die Padron kein Leisetreter, und auch im Raumduft eher herausfordernd. Am besten fand ich den Mittelteil, der mit herber Schokolade, Kakaonoten und schwarzem Kaffee sozusagen die Herrentorte an den Gaumen bringt. Schöne, feststehende Asche, die weich pulverig fällt und einen sauberen Glutkegel freilegt. Hervorragende Zigarre, too much for me in der Stärke.



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HU Tobacco Pipe Enthusiasts Germany Night Owl 50g
verifizierter Kauf

Als bekennende Nachteule unter Tabakliebhabern musste ich diese Dose einfach kaufen, mit der Idee: einen schönen, runden, komplexen Tabak für die letzte Pfeife des Tages zu rauchen. Das Dosenmotiv gefällt mir, dann ging es ans Öffnen, und meine Nase schrak zurück: der Duft, der zuerst rauskam, hatte vor allem mit vergammeltem alten Käse zu tun, leicht säuerlich-ranzig. Und das soll ich rauchen? Ich habe die Dose eine Stunde offen stehen lassen, dann hatte sich der erste Eindruck in Aerosole aufgelöst, und einem breiten, tabakwürzigen Wohlgeruch mit viel Malz und etwas Süße wie Waldhonig Platz gemacht. Der Schnitt ist grob, wie broken flake, lässt sich mit den Fingern auflockern, und gut in die Pfeife einbringen. Trotz der Stunde an der frischen Luft dauerte das Entzünden der Glut etwas länger, dann brannte der Night Owl gutmütig und satt ab. Schöne, dichte Rauchentwicklung, und der würzige Eindruck kommt mehr auf der Zunge als in der Nase zur Geltung. Die verwendeten Tabake haben sich ziemlich dicht vermählt, so dass was Neues entstanden ist, das mal ein bisschen Periquesäure zeigt, mal Burleynussiges, mal Kentucky-röstiges, immer in einem sehr malzigen Rahmen . Für eine zweite Pfeife mit der/dem Night Owl habe ich eine Reverse Calabash gewählt. Der Effekt beim Öffnen der Dose war wiederum der käsige Flash, also habe sie erneut eine Stunde lüften lassen, ehe es an den Smoke ging. Diesmal mit einem Weißburgunder als Begleitung, der geschmacklich ziemlich einknickte vor der vollen, kräftigen, komplexen Aromatik der Night Owl. Ein torfiger Malt könnte es besser machen. Ich bin gespannt um die Entwicklung, werde die Dose erstmal lagern und ab und zu wieder lüften. Kein Tabak für jede Nase, schon sehr speziell, aber hochinteressant.



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Vauen Pfeifentabak Hawaii No. 10 50g Dose
verifizierter Kauf

Als Probe geraucht und für lecker befunden! Die Reise im Tütchen könnte Aromaeinbußen mit sich gebracht haben, und natürlich kam er darin rauchfertig an. In einen großen Pfeifenkopf locker gestopft, nimmt die ready-rubbed-Mischung schnell Glut an, und setzt vor allem ein sehr angenehmes Orangenaroma in cremigem Rauch frei. Die Schokolade gibt die würzige Basis für die Kopfnote. Gerne mehr davon! Eine Dose davon tröstet möglicherweise über trübe Lockdowntage.



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Rocky Patel Vintage 1992 Perfecto
verifizierter Kauf

Länge: 10.16Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Vintage-Serien von Rocky Patel schätze ich sehr, und habe mich vor allem an den Juniors erfreut, weil sie in der praktischen Blechschachtel immer verfügbar sind. Diesen schönen Perfecto habe ich blind im Kistchen gekauft, weil auf die Qualität bei Rocky Patel Verlass ist, und ein schön gerollter Perfecto für diesen reduzierten Preis sich immer gut im Humidor macht. Diese 20 Vitolas werden nicht lange liegen bleiben, dafür schmecken sie einfach zu gut, komplex und aromatisch. Der Perfecto ist tadellos gerollt, und lässt am runden Mundstück mit Bohren oder V-Cut öffnen. Cave: der V-Schnitt bringt vom Anfeuern weg noch weitaus mehr Aromatik und Stärke in den Smoke. Wer es milder liebt, bohrt an. Die Spitze ist sehr schmal und kurz, deshalb ist das Anflämmen keine große Sache, und die Vintage kann kräftig mit frischem Leder, schwarzem Kaffee und Pfeffer durchstarten, durch etwas Süße gerundet. Das Rauchvolumen ist zufrieden stellend, der Zug könnte etwas leichter sein, und wird es auch m Verlauf auch. Wie ich es von der Junior kenne, offeriert der Mittelteil viel sirupartige Süße, Karamell, gerösteten Toast und derbe Holznoten, kräftiger werdend, zum Schluss nussig mit herber Schokolade. Feiner Smoke über 50 Minuten, den ich nur empfehlen kann. Ein großer Pott Kaffee passt wunderbar dazu.



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Kinix CABAN
02.11.2020

Kinix CABAN
verifizierter Kauf

Länge: 13.00Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Im Kalender der Maya die Eins, in meiner Testserie der Kinix-Linie die dritte Vitola mit einem herausragenden Smoke. Ich habe noch keine Honduras-Puro genossen, die so sehr nach einer sehr guten Maduro schmeckte wie diese. Beginnen wir mit dem Deckblatt: tiefdunkel fermentiert, fast schwarz glänzend kommt das Deckblatt aus dem Cellophan, hat den passenden schwarzen Ring und birgt Tabake aus dem legendären Jamastran-Tal. Das heißt, Zigarren mit diesem Tabak schmecken vollwürzig, komplex nach Pfeffer, Schokolade und Toast. Böden und Klima im Jamastran-Tal haben ähnliche Bedingungen wie die kubanische Anbauregion Vuelta Abajo. Der Gaumen freut sich schon, die Nase bekommt Kakaoaromen und Toast zur Vorspeise. Die Caban hat ein ordentliches Ringmaß und verträgt das Öffnen mit V-Cut sehr gut, dann gibts im Kaltzug etwas Stallgeruch und Schokolade auf die Zunge. Alles bestens. Die pralle Füllung lässt auf gute Verarbeitung schließen, die Blattadern sind fein gezeichnet, das Gewicht schon schwer in der Hand. Feuer frei! Hier braucht es Aufmerksamkeit zum steten Toasten, weil sich das Brandende nicht sofort gleichmäßig entzünden will, dann steht die Glut und entlässt mächtige Rauchwolken in den Abendhimmel. Aaah. Was zuerst kommt, ist eine deutliche Note nach geröstetem Kaffee, mit einer schönen Chilischärfe unterlegt, sehr bald folgen Gewürze wie Zimt, etwas Muskat, Nelke, ehe die Kakaoaromen wieder auftauchen und sich im Verlauf deutlich zu Zartbitterschokolade und Macciato entwickeln. Ein Dram Famous Grouse ist hier ein guter Begleiter, und selbst ein Oktoberfestbier rundet das Geschmackserlebnis malzig, würzig ab. Die Caban ist im Nikotinlevel kein Leichtfuß und mit Bedacht zu genießen , aber sie kommt extrem gut in diesen Wechseln von süßkaramelligen Popcornnoten, mit Schoko, Espresso rüber. Der Madurotouch ist allgegenwärtig , und das Deckblatt sehr gut verarbeitet, so dass der Abbrand messerscharf läuft und die fast weiße Asche ewig steht. Für mich ist die Caban bislang die Nummer eins unter den Kinix-Vitolas, im Preisverhältnis angemessen und etwas für besondere schöne Momente. Wer es billiger haben will, greift zur Camacho. Bei der ist nur die Gewürzaromatik weitaus weniger ausgeprägt. Die Kinix Caban kaufe ich auf jeden Fall! Meine Empfehlung.



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Laura Chavin Classic No. 88 (Perfecto)
verifizierter Kauf

Länge: 10.16Durchmesser: 2.02 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Wer diese wunderschöne Perfecto genießen will, muss nicht automatisch ein Frauenversteher sein. Die Namensgebung durch Tochter Laura hat Helmut Bührle womöglich Glück gebracht, die Marke groß aufzubauen und uns hervorragende Zigarren zu bescheren, aber nun ist er raus aus dem Geschäft. Willy Knopf, seines Zeichens Marketer, hat die Marke seit 2019 übernommen und bringt sie weiter erfolgreich unter die Zigarrenliebhaber. Soweit zur wechselhaften Vorgeschichte. Was bleibt, ist die außergewöhnliche Qualität und der Preis im oberen Segment. Die klassische No 88 ist ein hervorragend gerollter Perfecto (oder sagt man hier: die Perfecto?), die an beiden Ende eine Capa trägt und behutsam geöffnet werden will. Ich liebe dieses Format, weil es die hohe Handwerkskunst zeigt, die diese anspruchsvolle Rollung hinkriegt und nicht nur schön ist, sondern den perfekten Zugwiderstand bietet. Die Chavin erfüllt diesen Anspruch. Vorsichtig angeschnitten, zeigt sie für die Nase eine schmackhafte Süße an. Die fünf verwendeten dominikanischen Tabake für die Einlage sind 4-5 Jahre gereift. Am Feuer spielen sie ihre komplexen Qualitäten aus: Start mit schmelzendem Karamell und einer leichten Lage Pfeffer drunter, Übergang in was sehr Erdiges, mit einer schweren Sirupsüße. Leichtes Salz legt auf die Lippen, und am meisten gefällt mir die sahnige Cremigkeit, die ab dem zweiten Drittel den Gaumen in Samt legt. Ausgesprochen lecker. Dann spielt die 88 mit den Aromen, wenn man langsam nippt und nicht heiß raucht, da kommen florale Töne (Rosen, Jasmin) auf die Zunge, aber auch frisch geschlagenes Holz, feine Zeder, etwas Worcesterwürze, die als leichter Säurefilm zeigt, dass wir hier nicht in der Konditorei oder im Wald sind. Etwas Umami, wieder Erde. Mildwürzig bis zum Ende. Die Asche steht fest, will gar nicht abfallen, und ich will nicht, dass diese Zigarre jemals satt zu dampfen aufhört. Nach gut 60 Minuten halte ich sie an der Capa, und lasse den kleinen Rest sehr zufrieden gehen. Für den Preis ist das eine sehr ordentliche Performance! Will man nicht immer rauchen, aber manchmal wird so ein Abend mit einem leichten Weißburgunder und der Chavin Classic 88 zur Prime Time. Sehr empfehlenswert! Volle Punktzahl.



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Factory Overrun Dominikanische Republik Princesse Colorado VC-COL (30x4.5)
verifizierter Kauf

Länge: 11.43Durchmesser: 1.19 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Der Kraftbolzen im Prinzessinnenkleid! Oder auch: Starke Frauen! Natürlich bezieht sich die Bezeichnung dieser dominikanischen Schönheit auf das Format und nicht auf den Smoke. Wer sich für kalte Winterabende eine kräftige Kurze gönnen möchte, ist mit dieser Vitola aus dem renommierten Haus Charles Fairmorn bestens bedient. Mit schlankem 38er Ringmaß bringt die Princesse im schicken, makellosen H2000-Deckblatt aus Ecuador schon kalt kräftige Düfte von Erde und Leder an die Nase. Das Colorado-Deckblatt ist sehr dunkel, fest gerollt und prall gefüllt, da gibts nichts zu meckern. Bei 38 Durchmesser hilft nur ein präziser Cut auf volle Breite, dann hat man dichte Süße von Waldhonig und Sirup auf der Zunge. Am Feuer: die Glut ist schnell entfacht und steht sauber bis zum Schluss. Geschmacklich geht es los mit Pfeffer und Leder, der Dichte Rauch bringt retronasal dann auch zartere Aromen von Marshmallows, Gras und florale Akzente an den Gaumen. Das Schöne ist eine feine Säure, die den Geschmack gut ausbalanciert , so dass man nicht nur pure Kraft auf der Zunge hat. Später wird sie röstig, dicht nach Toast und Walnuss schmeckend, übergehend in Espresso und Erde. Die Princesse ist so dicht gefüllt, dass man sie nicht mal eben weg raucht, sondern 30 Minuten Freude am Smoke genießen kann. Kräftig, kräftig, das Nikotin ist gut sättigend - und das PLV prima. Habe mir zwei Bundles gekauft. Zum Glück hat Cigarworld noch reichlich davon.



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Peterson Pfeifentabak University Flake 50g Dose
verifizierter Kauf

Satte dunkelbraune dicke Flakescheiben erwarten mich beim Öffnen, schwerer brotig-süßlicher Duft mit reifen Trockenfrüchten erfreut die Nase. Die Scheiben sind dick geschnitten, sauber getrennt und noch sehr feucht, so dass ich etwas Luften empfehle. In einer mittelgroßen Pfeife kommt der Tabak mit der Knick-und Falt-Methode prima unter. Beim Zünden bäumt er sich auf, dann nimmt er die Glut prima an und brennt ab da durch. Mmmh. Ein echter Genuß, in kräftigen Wolken an den Gaumen kommend, mit ordentlich Süße nach Trockenfrüchten, etwas Vanilla, aber auch kräftig würzig-fleischig. l Der Tabak brennt langsam ab, und will kühl geraucht werden, damit ich die feinen Nuancen nach Nugat und Gewürzen mit rüber kommen. Sehr lecker im Pairing mit einem Schluck Famous Grouse. Absolut empfehlenswert .



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