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Humidor Senoritas Kistchen

305 Einträge
Kommentar: Kleines feines Rauchvergnügen

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Robert McConnell Pfeifentabak Old London Pebble Cut 100g Dose

Den alten Londoner habe ich mir zwei Mal in die Pfeife gepackt. Einmal geknickt und gefaltet in einem kleinen Mooreichen-Kopf, einmal gerubbelt und in Cubes geschnitten im etwas größeren Format. Dermaßen vorab bearbeitet, zündet der Tabak wesentlich besser als nur gefaltet, weil die Flakescheiben sehr stark gepresst sind. Die zweite Folge, wenn die Flakes nur geknickt angebrannt werden, liegt in der Natur der Raucherin: starkes Ziehen, um den Tabak in Brand zu kriegen, löst Schärfe am Gaumen und viel Feuchtigkeit in der Pfeife aus. Wer mag das schon! Also widme man dem Old London Pebble Cut schon vorab Aufmerksamkeit mit Aufrubbeln, gebe ihm Platz in einem schönen großen Pfeifenkopf, und dann startet die Genießerphase: was weich, samtig und brotig im dichten Rauch auf die Zunge geht, erweckt am Gaumen und in der Nase Aromen von beerigen Trockenobstnoten, Wein, etwas Vanille und Zimt. Manchmal leicht parfümiert, dann wieder tief erdig. Ein schöner Begleiter am Abend, nicht nur am Trafalgar Square!



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Arturo Fuente Hemingway Maduro Best Seller (Perfecto)
verifizierter Kauf

Länge: 11.43Durchmesser: 2.10 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Ich mag dieses Perfecto-Format sehr gern, das der Genießerin Kürze im Smoke signalisiert, aber im Abbrand schön langsam Aroma um Aroma an Nase, Zunge und Gaumen schickt. Arturo Fuentes Vitolas sind immer gut gekleidet mit einer klassisch südamerikanischen Anilla, und bei dieser Maduro ist das Deckblatt schon die Wucht an sich: gleichmäßig tiefdunkel, makellos, kräftige Süße verströmend. Vielleicht hat mich das zögern lassen, dem Mundstück der Schönheit mit dem Cutter an den Hals zu gehen, also nur gebohrt. Weiche, nussig-süße Noten im Kaltzug. Die hält, was sie verspricht: nach problemlosem Anfeuern gibt die frisch geschlagenes Holz, Leder und eine ordentliche Spur Chili frei, bis sich die Süße wieder durchsetzt. Schöner, sauberer Abbrand, der feste weißgraue Asche erzeugt, die partout nicht fallen will. Jetzt geht sie ins Fruchtige hinein, legt Honig und Zimt drunter, kleine Einsprengsel von Zitrusfrüchten. Der Zugwiderstand war erst gut, dann stockte er und ließ mir nur ein mühsames Nuckeln. Kurzentschlossen habe ich doch auf vollen Durchmesser gecuttet, und siehe da: Frieden und Ruhe kehrt in den Abbrand ein, Gewürz- und Kräuternoten kommen im ölig-satten Rauch, bis herbsahnige Schokolade dem Ganzen die Krone aufsetzt. Nach 55 Minuten kommt die Glut an die Anilla, die sich leicht abziehen lässt, weil sie - wie bei vielen Fuentes - ziemlich locker sitzt. Weiter genossen bis zum NUB. Kann ich mit diesem Preis durchaus empfehlen!



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Macanudo Limited Editions Master Series Majestuoso

Länge: 15.24Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Für die Würdigung des letzten Urlaubstages ist eine Zigarre fällig, die fast zwei Jahre im Humidor dämmern durfte: Während der Road Tour von AB in der CW Longe gekauft und über all die Monate immer wieder nach hinten geschoben für DEN Moment. Das ist jetzt, und mir gefällt die mächtige Corona schon äußerlich sehr gut. Wie nicht anders von Macanudo gewohnt, ist auch diese perfekt gearbeitet mit samtigem, makellosen Decker und perfekter Capa, die ich zart anbohre. Diese limitierte Vitola reicht sich vom Kaltduft her gut in die würzige Reihe der Inspirados ein, sehr schokoladig und süß-würzig im Duft. Schmecke ich da eine leichte Stalligkeit raus, nach so langer Lagerung. Egal. Jetzt heißt es: ans Feuer, und da ist die Majestät etwas heikel, unrund in der Huldigung der Flamme, braucht Zeit und mehr Aufmerksamkeit. Die ersten Züge unter Feuer offerieren viel Aroma: von geröstetem Popcorn, Karamell, viel herbe Schokolade, dann frisches Heu über eine längere Spanne, schön grasig, die später von einem knackigen Säuregerüst gestützt wird, und erneut eine süße Runde. Sehr abwechslungsreich, sehr cremig und mundfüllend im Rauch, der selbst den kritischen Nachbarn nicht stinkt. Die Majestät raucht sich langsam, die Asche wird fest, fällt alle zwei cm ab und entblößt einen flachen, aber sauberen Aschekegel. Was will man mehr für den Preis. Die Füllung bleibt schon fest, sie liegt schwer in der Hand. Hätte ich mal nicht die Katze zwischendurch gefüttert - könnte ich an dieser Stelle über das letzte Drittel berichten. Aber nein, die abgelegte Majestuoso ließ sich beleidigt beim besten Willen nicht mehr entzünden. Da war Schluss mit dem royalen Vergnügen. Aber so ist es: Sondereditionen sind etwas für den Moment, begleiten nicht durch den Genießeralltag und werden auch nur Asche.



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Hemmys Abas

Länge: 16.51Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Mächtiges Format, das schwer und prall gefüllt in der Hand liegt, und distinguiert mit einer blassen Anilla geschmückt ist. Lag ein Jahr im Humidor; ich erwarte einen abgerundeten Smoke. Weit gefehlt. Im Kaltduft kommt eine trockene Moosigkeit rüber (so wie Jahre altes Moos von der Weihnachtskrippe), der Kaltzug bringt etwas leichte Süße. Da bin ich mal gespannt! Anfeuern dauert ein wenig, bis der Zug gut durch geht, dann kommt eine heftige Pfefferattacke, bissig bis in den Rachen, metallisch am Gaumen, eher abschreckend. Ich habe überlegt, den ersten Teil zu cutten, aber doch bis 2cm zum sauberen Aschefall durchgehalten. Pfeffer geht, starker schwarzer Kaffee kommt, ergänzt mit Zedernholz und leichter zuckriger Süße... Kaffee wird schwächer, der Rest bleibt - linear - und bleibt. Als Anfängerin hätte ich früher gedacht: ach, was für eine schöne mildwürzige Zigarre, und guck mal, ich erkenne Pfeffer, Holz und Kaffee. Für die Sorte Zigarre bin ich leider schon verdorben; ich suche Abwechslung, Komplexität und etwas mehr Unterhaltung beim Smoke, als die Hemmy mir bieten kann. Gute Zigarre, aber nicht mein Fall. Habe mich anschließend mit einer Kubanerin getröstet.



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Davidoff Pfeifentabak Flake Medallions 50g Dose
verifizierter Kauf

Wer den Deckel zu Dunhills Medaillons öffnet, könnte wie ich begeistert sein über die unglaubliche Ästhetik dieser sehr akkurat, sehr ansehnlich geschnittenen runden Flakescheiben in Medallionform! Vielleicht stehen nicht nur wir Frauen auf sowas, aber die Präsentation in der Dose ist genial schön. Mit Bedacht habe ich mir drei Scheiben für einen großen Pfeifenkopf rausgesucht, die so saftig aussehen, dass sie etwas luften dürfen. Wenn man sich den Herstellungsprozess durchliest, den dieser Tabak vom gepressten Plug über den Strang bis zu den großzügigen Curlyscheiben mit dem appetitlichen Cavendish-Kern durchgemacht hat, weiß, warum dieses Schmuckdöschen so teuer ist. Medallions are the girls best friends - so lässt sich der Tabak Scheibchen für Scheibchen zelebrieren. Für den großen Pfeifenkopf reichen zwei Scheiben, geknickt, zur Kugel gerubbelt und leicht gestopft. Brennt sofort. Muss über den Rauchverlauf von 40 Minuten nicht mehr nachgefeuert werden. Das nenne ich komfortabel. Brennt bilderbuchmäßig ab und liefert satte Aromen von frischem Brot, gerade gemähtem Heu, Trockenobst und Sahne, Karamell und Holz. Da die Scheibchen im Kopf übereinander gestopft sind, kommt das Gefühl, ab Mitte der Pfeife einen zweiten Durchgang der Aromenpalette zu erleben. Nach dem Smoke ist da nur feine graue Asche. Ein Tabak, der sich lohnt! Kaufempfehlung!



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Hiram & Solomon Cigars Master Mason Maduro Toro 6x52

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Freimaurer wussten schon, was gut schmeckt. In diesem Sinne kann man die edle Master Mason Maduro Toro aus dem Hause Hiram & Solomon nur empfehlen, vorzugsweise zum süßen Abschluss eines opulenten Mahls im Kreis von Menschen, die Leben genießen können. Das tief dunkle, fast schwarze edle Madurodeckblatt hüllt eine genial komplexe Mischung von nicaraguanischen Tabaken mit zwei Umblättern aus Indonesien und Sumatra in gefällige, prall gefüllte Form, schwer nach Honigsüße duftend, den Pfeffer schon angedeutet. Die beiden Anillas, eine schöne große Bauchbinde und ein Schutzring am Fuß würden Robert Langdon Spaß machen, so distinguiert im dunklen Blau wirken sie geheimnisvoll und markieren das Besondere. Um viel an Aromen zu genießen, habe ich mit V-Cut geöffnet und darf nun eine Wolke schwarzen Pfeffers zur Begrüßung kosten. Am Feuer reagiert die Master Mason sehr schnell und entfacht dicken, schweren, üppigen Rauch, der zunächst in die Süße von Marschmallows und Honig geht, mit prickelndem Pfeffer auf der Zunge, ein aufregender Start. Dann beruhigt sich das Szenario, und spielt die zedernholzige Seite aus, unterlegt mit sehr fein gesteuerter Säure, dann wieder Honig, später in Karamell übergehend. Oder doch Krokant? Marzipan ? Da ist von allem was drin. Und wenn es einem zu süß zu werden scheint, kommen genau im richtigen Takt abwechslungsreiche Phasen mit Gras, roten Beeren, später Kakakonoten mit Karamell, Zartbitter, ach, raucht sie doch einfach mal selber. Für den Preis kann man das tun, weil man mit dem Toroformat, genussvoll geraucht, bis zu zwei Stunden schwelgend beschäftigt ist. Das schafft keine Kinokarte. Der Zug ist durchweg optimal, die Asche steht erst etwas flakig ab, und löst sich nach 4 cm widerstrebend. Keine Mucken beim Abbrand, ein echter Prime Smoke. Eine Kiste davon geht auf meine Weihnachtswunschliste. Kaufempfehlung!



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Dan Tobacco Da Vinci 50g Pouch (8461-50)

Allein das ungeöffnete Pouch verströmt schon liebliche Düfte, und der Mix ist beim Öffnen überwältigend für die Nase: Blumen, hohe Koofnitrn, spritzige Aromen nach Limone und Rosen, viele Blüten. Die Mischung ist perfekt konditioniert und kann direkt locker in die Pfeife eingebracht werden. Nun weiß man von Tabaken, für mit hohen, leichten Aromen verfeinert sind, dass da viel beim Öffnen verfliegt, der Rest als Raumduft andere Menschen erfreut, aber wenig auf der Zunge und am Gaumen des Rauchers landet. Der Da Vinci schafft das Kunststück, mit nichts als fein zubereitetem Black Cavendish und etwas Virginia aus Mysore die blumigen Akzente auf die Zunge zu bringen. Herrlich. Für mich die Milles Fleurs unter den Pfeifentabaken. Lohnt sich. Der Abbrand läuft satt in einer dicken Glut, die zuverlässig hocharomatische Wolken produziert, ohne ein Aromat zu sein. Ab der Hälfte etwa wird der Da Vinci würzig, kräftig, und lässt die Nikotinmuskeln spielen. Da bleibt in der Pfeife nur ein pudriger Rest. Den Da Vinci empfehle ich sehr gern!



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Alec Bradley Family Blend The Lineage Robusto 552

Länge: 13.34Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Was der Familie schmeckt, darf auch anderen Aficionadis gefallen, findet Alec Rubin, und hat diese gelungene Family Blend im großen Ringmaß präsentiert. Die Verarbeitung ist top, wie gewohnt, erst im letzten Drittel raucht sich diese schöne Zigarre in einen breiten Schiefbrand hinein. Mit V-Cut geöffnet und moosige süße Züge entlockt; das Deckblatt ist recht gleichmäßig, wenig dicke Adern und duftet eher karamellig. Das pralle 52er Ringmaß, mit schön gedrehtem Pigtail verziert, nimmt direkt Feuer an und öffnet im dichten Rauch ein schönes Aromenspektrum: der Beginn stark holzig, mit eine Spur Chili auf der Zunge, mündet in eine floral-kräuterige, manchmal grasige Phase, sehr weich und cremig, wenn mit Ruhe geraucht. Ab der Mitte etwa, nach dem ersten Aschefall, die fest im Stück abgeht, weiß ein Genussteil mit breitem Karamell zu begeistern, füllt die Geschnacksknosprn und bleibt lange sahnig an den Lippen. Der erwähnte Schiefbrand markiert einen stärker werdenden Abgang, würzig und schwer mit viel erdigen, kräftigen Tönen. Gut 60 harmonische Minuten, würde ich wieder rauchen.



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Winslow of Denmark No.1 100g
verifizierter Kauf

Der Tabak zum Dessert. In guter dänischer Tradition erstklassig aus drei Tabaken geblendet und ordentlich aromatisiert, gibt diese Mixture ein ganz eigenes süßlich-fruchtig-wildes Flair auf Gaumen und Zunge, dass es selbst die Nachbarn wohlwollend aufschnuppern lässt. Lässt sich einfach stopfen. Braucht etwas Zeit beim Anfeuern und will sich dann in Ruhe entwickeln. In der Mitte der Pfeifenfüllung am besten. Passt gut zu schweren Rotwein, vielleicht auch Port, vor allem zum Kaffee. Desserttabak, nicht für die allday-Pfeife.



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Alec Bradley Mundial No. 5

Länge: 13.02Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Wer über ein Jahr ganz unten im Humidor schlummerte, muss irgendwann das Licht das Feuers erblicken. Hier mal wieder eine Vitola der Tabacalera Alec Bradley, deren Zigarren ich sehr schätze. Man wird selten enttäuscht. Dieser schön gerollte Figurado hier mit mit zwei Umblättern ist makellos, mit fein geädertem Deckblatt, typisch klassischer Anilla und sauber zulaufendem Fuß, der gleich ans Feuer darf. Sie duftet würzig, leicht zimtig, holzig. Mit den ersten Zügen zeigt sich das Holz deutlich, frische Zeder mit sanftem Pfeffer unterlegt, schön mild, cremiger werdend. Das Spannende am Figurado und ähnlichen Formaten ist für mich die Entwicklung im Durchmesser des Abbrands:, welche Auswirkungen hat es auf das Geschmacksvolumen? Hier zeigt die Mundial die Tendenz zu satter werdendem Kakao, Zartbitterschokolade mit Zitronaten Tönen. Die Rauchentwicklung ist sättigend, der Zug bleibt durchweg super, sie ist hervorragend gerollt. Kein Aufreger, eher eine Zigarre für den stillen späten Abend, wenn man bei einen alten Rotwein noch genüßlich den Tag sacken lässt. Der vordere Teil, der in Asche aufgeht, steht sehr lang, die Asche wird weiß und ganz pudrig, und fällt dann wie im Hauch ab, ganz fein pulverisiert. Sehr schön. Im zweiten Teil entwickelt sich feste graue Asche in sauberen, feinen Ringen. Die Mundial lässt sich lange genießen , über 80 Minuten genussvoller Smoke bis hinter die Bauchbinde. Sehr zu empfehlen!



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Cohiba Zigarren Exquisitos

Länge: 12.70Durchmesser: 1.31 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Wie nett, wenn der alte Nachbar das Rauchen aufgibt und seine Schätze einfach verschenkt: so kommt Frau an eine Cohiba Exquisitos, die sie aufgrund des Preises nie gekauft hätte. Sie lag mit zahlreichen anderen Cubanerinnen im Humidor und eignet sich sehr gut für den kleinen Abendsmoke bis 45 Minuten. Beim Umzug in meinen Befeuchter ging die Kappe ab, und so bekam sie den Vollschnitt zum Öffnen: typisch Cuba, diese würzige Mischung aus Erde, Leder und Stall im Kaltzug. Dieses Spektrum traf ich erst im letzten Drittel wieder. Mit schnellem, problemlosen Toasten und Zünden serviert die Exquisitos starken schwarzen Kaffee mit prickelnden Pfeffersprengseln. Starker Auftakt. Was nach 1cm folgt, ist ein längerer weich-sanfter Verwöhnteil, wo sich frische Zeder, leichte Süße und Chiliwürze die Ehre geben, sehr zuverlässig, fast linear, ohne weitere geschmackliche Ausreißer. Würziger werdend mit fester, stahlgrauer Asche, die wie Beton steht. Die Rauchentwicklung ist üppig und bringt retronasal fast blumige Düfte mit. Schöne Zigarre. Auf Dauer nicht mein Fall, da finde ich Partagas, R&J oder die Trinidad abwechslungsreicher.



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Alec Bradley Tempus Terra Novo (Robusto)

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Aus dem Road Tour Sampler 2018, seitdem im Humidor gelagert. Excellente Verarbeitung, wie bei Alec Bradley gewohnt, im Honduras-Deckblatt, in der festen Füllung, geschmückt mit zwei klassisch schönen Anillas. Vielleicht hat sie sich beim Lagern die rauhen geschmacklichen Ecken abgestoßen; meine Nase trifft nach V-Cut im Zug und im Kaltduft ausschließlich auf weiche, sehr süße Aromen, bisschen milchschokoladig, ganz weich und rund. Sie zündet, als ob sie auf Feuer gewartet hätte, und gibt im cremigen Rauch eine füllige Süße frei, auf der Noten von Pfeffer und Chili tanzen. Nach dem ersten Drittel, in dem die Asche eher flakig steht und droht, auf meine Klamotten zu fallen, schon abgeascht und einen sauberen Glutkegel freigelegt. Diese Vitola ist handwerklich bestens gemacht, und verwöhnt meinen Gaumen nun mit Zartbitterschoko, süßem Holz und Espressotönen. Sehr lecker. Ab der Mitte zeigt sich, dass sie nicht so harmlos ist, wie man denkt, und lässt das Nikotin raus. Dann schaltet sie auf erdige, ledrige Aromen im würzigen letzten Teil. Feine Zigarre. Gut 60 Minuten Genuss. Werde ich wieder rauchen.



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Total Flame Dark Line Old School (Torpedo)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Ich bin ein Fan dieser komplex geblendeten Vitolas aus russischer Provinienz, und habe schon einige Formate genossen. Dieser hervorragend und fest gerollte Torpedo toppt sie alle. Feines dunkles Deckblatt, sehr schöne Capa, und ein ganz feiner Kaltduft nach gelben Früchten und Würze begrüßen die Nase , wenn man sie aus dem Cellophan zieht. Etwas Aufmerksamkeit beim Anfeuern, und dann steht gut 100 Minuten Hochgenuss mit feinem, cremigem Rauch und einer Vielzahl von Aromen nichts im Wege! Eine zarte Süße legt sich auf Gaumen und Lippen, und dann tanzen sie, die Aromen: nach feinem Darjeeling, Rosen, Gras und Zimt, Honig und Leder, leichter Pfeffer dann und wann - nie langweilig, kein bisschen bissig. Purer Genuss mit fester weißgrauer Asche, die vorbildlich abbrennt und ewig steht. Time stands still... wenn man mildwürzige Zigarren schätzt, die sich zu einem Tee oder leichten Südtiroler endlos rauchen lassen. Der reduzierte Preis ist die Krönung, und der Grund, warum ich mir gleich ein Kistchen gekauft habe. Aber auch zum Normalpreis ist diese Torpedo ihr Geld wert. Ich kann sie nur empfehlen!



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Man O' War Ruination Robusto # 2

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

90 Minuten im Ring mit einem attraktiven Kraftstick wie der Ruination macht Eindruck: sehr sehr wertig kommt die Vitola mit mächtigem 60er Ringmaß aus dem Cellophan, eher im Toro- Format als im Robusto, maduroähnliches sehr dunkles Deckblatt, edle schwarze Anilla. Mit dem schwer würzigen Kaltduft nach Erde, Wald und Süße freut man sich auf die Begegnung bei Feuer! Mit V-Cut geöffnet, habe ich überhaupt kein Problem, die Glut gleichmäßig anzutoasten. Pfeffer- und schokowürzig legt sie los, mit cremigem dichten Rauch, und gewährt einen langen, runden Smoke mit komplexen Aromen und hervorragendem Abbrand. Die Asche wird mausgrau, und fällt erst spät. Der Mittelteil ist ausdrucksvoll mit weichen Noten von Steinobst und Trockenfrüchten, ehe es in die Zartbitter zum Kaffee-Runde geht. Ein für diesen runden Genuss tolles PLV. Hat mir sehr gefallen. Empfehlung!



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Hoyo de Monterrey Coronation AT

Länge: 13.02Durchmesser: 1.67 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Vermutlich ist es Ansichtssache, wie man einen Tubo lagert, um die bestmögliche Entfaltung der innen in ein feines Zederblatt gehüllten Coronation zu fördern. Der Mensch, der sie mir schenkte, war ein Freund der Deckel-weg-Fraktion und hatte die schöne Hoyo mit offenen Fuß im Humidor gelagert. Womöglich tut es der kontinuierlichen Befeuchtung der Vitola gut, das sonst makellose Äußere der wohlgeformten Zigarre mit sehr hellem Deckblatt hatte am Brandende doch arg gelitten. Nach dem Anbohren gab es eine Idee von holzigem Kaltduft, vor allem aus der frisch geöffneten Capa. Die Anilla ist klassisch in royalem Rot-Gold. Feuer frei! Wer denkt, dass eine trockene Zigarre leichter anzuflämmen ist, irrt, denn die Aufmerksamkeit muss sich auf die Gleichmäßigkeit der Glutschicht konzentrieren. Erste Züge: Holz, Zedernholz mit einer untergründigen feinen Süße, die bis zum Schluss bleibt. Trockene Laubigkeit. Dazwischen geben Gras, Frucht, Leder und Erde abwechselnd Gastspiele, genug, um den Smoke interessant zu halten. Immerhin leistet die Coronation gut 60 Minuten Gesellschaft in leichtem, cremigem Rauch. Die Asche steht sehr fest, sehr lang und legt beim Fall einen sauberen Glutkegel frei. Die extreme Milde dieser Hoyo scheint mir aus der Lagerung her zu rühren, meinem Empfinden nach ist da mehr drin an Aromen. Fein und sehr mild.



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