G.L.Pease Tabak Gaslight

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Gaslight

 
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G.L.Pease Tabak Gaslight_01
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Artikelnummer (SKU)
90041229
Im Sortiment seit
27.03.2024
Marke
Schnitt
Aroma
3
Raumduft
4
Aromatisierung
Typ
Stärke
Charakter
Raumnote

Durchschnittliche Aromabewertung (3)

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    Importeur
    Kopp Tobaccos GmbH & Co. KG, Hans-Löns-Weg 36, 25462 Rellingen, info@kopp-tobaccos.com, https://kopp-tobaccos.com

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Qualität

Stärke



My tobacco stash
09.06.2026

Profilbild
Sven
verifizierter Kauf

1. Einleitung: Unter den zahlreichen „englischen“ Mischungen der Gegenwart nimmt der Gaslight eine bemerkenswerte Sonderstellung ein. Die Mischung entstand als Teil der Old London Series von Gregory L. Pease und verfolgt unverkennbar das Ziel, die große Tradition kraftvoller englischer Mischungen in eine zeitgenössische Form zu überführen. Dabei greift sie auf die klassische Dreifaltigkeit der englischen Balkanmischung zurück: Zypriotischer Latakia, rote Virginias und Orienttabake. Auf zusätzliche Würzkomponenten wie Périque oder Kentucky wird hier bewußt verzichtet. Besonders bemerkenswert ist die Darreichungsform als Plug. Während Plug-Tabake einst zum alltäglichen Erscheinungsbild des Pfeifenrauchens gehörten und im viktorianischen Zeitalter ebenso selbstverständlich waren wie Navy Flakes oder Curly Cuts, sind sie heute eine Rarität. Gaslight knüpft somit nicht nur geschmacklich, sondern auch handwerklich an eine ältere Tradition an. 2. Optik und Schnitt: Beim Öffnen der Dose präsentiert sich GLP Gaslight als kompakter, tief dunkelbrauner bis nahezu schwarzer Plug. Zwischen den dunklen Latakia-Partien finden sich vereinzelt rotbraune und ockerfarbene Einschlüsse der Virginias und Orienttabake. Der Preßgrad wirkt einigermaßen fest, ohne die Härte traditioneller britischer Plugs zu erreichen, aber auch nicht so weich wie ein typischer us-amerikanischer Crumble Cake. Mit einem scharfen Messer lassen sich problemlos dünne Scheiben abschneiden, die anschließend leicht aufgerieben werden können. 3. Kaltaroma: Das Kaltaroma wird erwartungsgemäß vom Latakia dominiert, jedoch auf bemerkenswert „gezähmte“ Weise. Zunächst treten intensive Noten von Holzrauch, altem Leder und feuchter Erde hervor. Dahinter entfaltet sich eine subtile Süße, die eher an Trockenfrüchte als an Heu oder Honig erinnert. Mit etwas Aufmerksamkeit lassen sich Anklänge von Kakao, dunklem Brot und fermentiertem Obst wahrnehmen. Die Orienttabake bringen eine feine Würze ein, die gelegentlich an Weihrauch oder getrocknete Kräuter denken läßt. Im Gegensatz zu klassischen britischen Latakia-Mischungen wirkt das Bouquet weniger rauchig-teerig, als überraschend rund und gedämpft. 4. Rauchverlauf: Der Beginn: Nach dem Anzünden eröffnet der Gaslight mit einer kraftvollen, aber außerordentlich weichen Latakia-Präsenz. Rauchige Holznoten stehen zunächst im Vordergrund. Man denkt an erkaltete Kaminasche, gealtertes Eichenholz und altes Sattelleder. Bereits nach wenigen Zügen tritt jedoch eine angenehme Cremigkeit hinzu. Anders als schwere britische Balkanmischungen entwickelt der Tabak deutlich weniger phenolige Rauchigkeit, sondern wirkt leicht cavendish-artig. Die Mitte: Im mittleren Drittel erreicht die Mischung ihren Höhepunkt: Es treten die roten Virginias nun deutlicher hervor. Sie liefern eine dunkle Fruchtsüße, die an gedörrte Pflaumen, Korinthen und gelegentlich sogar Brombeeren erinnert. Diese Süße bleibt dabei stets zurückhaltend und dient der Abrundung des Gesamtbildes. Parallel dazu entfalten die Orienttabake ihre eigentliche Bedeutung: Feine säuerliche Spitzen, florale Nuancen, etwas Butterigkeit und eine dezente kräuterige Würze sorgen für Bewegung im Geschmacksbild. Besonders beeindruckend ist dabei die Balance: Keine Komponente drängt sich unangemessen in den Vordergrund. Das Ende: Im letzten Drittel verdichtet sich das Geschmacksbild: Die Rauchigkeit gewinnt an Tiefe, während die Süße der Virginias etwas zurücktritt. Erdige, holzige und leicht kakaohafte Töne prägen nun den Charakter. Dennoch bleibt der Tabak erstaunlich ausgewogen. Schärfe, Bitterkeit oder Überhitzung treten selbst gegen Ende kaum auf. 5. Abbrand und Technik: Der mittelharte Plug verlangt naturgemäß etwas Vorbereitung. Die Feuchtigkeit bewegt sich im optimalen Bereich, wenngleich ein kurzes Antrocknen den späteren Rauchverlauf begünstigen kann. Dünn geschnitten und locker aufgerieben zeigt der Tabak jedoch vorbildliche Raucheigenschaften. Der Abbrand erfolgt langsam, eohltemperiert und gleichmäßig. Einige Nachfeuerungen sind meist erforderlich, was bei einem dicht gepreßten Tabak kaum überrascht. Als Gegenleistung erhält der Raucher eine außerordentlich lange Rauchdauer. Der Kondensatanfall ist eher gering. 6. Raumnote: Die Raumnote bewegt sich im klassischen Spektrum klassischer englischer Mischungen. Dominant sind Holzrauch, Leder und eine angenehme Würze. Im Vergleich zu ausgesprochen schweren Latakia-Mischungen wirkt sie jedoch erstaunlich weich. Für Nichtraucher bleibt sie zweifellos markant, Kenner englischer Mischungen werden sie hingegen als ausgesprochen angenehm empfinden. 7. Vergleich und Einordnung: GLP Gaslight bewegt sich stilistisch in der klassischen Tradition englischer Balkanmischungen: Am ehesten erinnert er an die großen latakiabetonten Mischungen britischer Prägung, wobei insbesondere die Nähe zu Dunhill‘s Nightcap ins Auge fällt. Allerdings fehlt ihm die Périque-Würze des Nightcap, wodurch er weniger komplex und homogener erscheint. Innerhalb des eigenen Sortiments steht er m.E. zwischen dem perfekt balancierten, eleganteren Westminster (Dunhill‘s London Mixture Klon) und dem komplexeren und kräftigerem Quiet Nights (Dunhill‘s Nightcap Klon). 8. Eignung und Empfehlung: GLP Gaslight richtet sich eindeutig nicht an Einsteiger. Wer gerade erst beginnt, englische Mischungen kennenzulernen, wird mit milderen Vertretern, wie beispielsweise Gale’s Presbyterian Mixture oder Dunhill’s Standard Mixture besser bedient sein. Für erfahrene Freunde latakiabetonter Mischungen hingegen ist er eine interessante Bereicherung des Spektrums. Besonders geeignet erscheint er für ruhige Abendstunden, bei der Lektüre eines guten Buches oder für jene Momente, in denen die Pfeife bewußt im Mittelpunkt stehen soll. Zudem halte ich ihn für ausgesprochen lagerfähig. Die vorhandenen roten Virginias dürften über Jahre hinweg zusätzliche Süße und Geschmeidigkeit entwickeln, während sich die einzelnen Komponenten noch enger miteinander verbinden. 9. Fazit: Gregory L. Pease’s Gaslight gehört nach meiner Einschätzung zu den interessanten us-amerikanischen Interpretationen einer kräftigen englischen Mischung. Seine größte Stärke liegt nicht in der Intensität des Latakia, sondern in dessen Integration. Die phenolig-rauchige Dominanz des Latakia wird durch leichte Dämpfung abgeschwächt und durch dunkelfruchtige Virginias und feinwürzige Orienttabake so geschickt ausbalanciert, dass ein außergewöhnlich harmonisches Gesamtbild entsteht. Wo manche moderne Latakia-Mischung in einem Überbietungswettbewerb des Latakiaanteils lediglich Rauch liefert, bietet Gaslight komplexe aromatische Struktur. Gerade deshalb erscheint er mir weniger als moderne „Latakia-Bombe“ denn als ein sorgfältig komponierter, traditionsbewußter englischer Plug us-amerikanischer Provenienz. Für den Liebhaber klassischer englischer Mischungen darf er daher ohne Übertreibung als interessante Bereicherung des traditionellen Kanons gelten.

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Senoritas Kistchen
18.09.2024

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Senorita
verifizierter Kauf

Endlich mal den Gaslight von Peace in meiner kleinen Charles Fairmorn probiert, und ich bin sehr angetan von diesem Tabak. Er kommt als sehr fest gepresster Plug aus der Dose, tiefschwarz mit hellen Einsprengseln und riecht schon kalt sehr rauchig und würzig nach Latakia, aber auch nach sirupartiger Süße, etwas säuerlich, lang gereift. Das Schneiden ist nicht einfach, und ich habe die Scheiben in kleine Cubes geteilt, ein paar blättrige Flocken kamen mit in die Pfeife. Das Trocknen wäre nicht nötig gewesen, da er nach einer Stunde fast hart wurde. Dennoch ließ er sich gut stopfen. Zwei mal das Feuer angesetzt, schon glimmt die Mischung. Satter, süffiger Rauch geht an den Gaumen, und der rauchige Latakia ist perfekt eingebunden in weiche Süße, würzig, kräuterig, nie überfordernd. Ähnliches habe ich nur beim Pink Villa von Benden erlebt, dass die Aromatik so rund ist, hier aber ohne Aromatisierung. Selbst der Raumduft ist angenehm. Den Gaslight kann ich nur empfehlen.

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Favorit123
30.08.2025

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anonym
verifizierter Kauf

Beim Öffnen der Dose typischer Latakiageruch, leicht süßlich, rauchig, ein bisschen feuchte Erde. Nicht schlecht, aber auch nichts besonders aufregendes. Der Tabak kommt als fester Plug, also muss man ein bisschen schnibbeln, bis man ihn rauchfertig hat. Wenn man den Dreh aber raus hat, brennt er schön langsam und gleichmäßig. Ich brauch meistens ein paar Relights mehr als gewohnt. Geschmacklich ist Gaslight dann genau mein Ding. Latakia steht im Vordergrund, aber überhaupt nicht eindimensional. Stattdessen entwickelt sich da eine richtig schöne Tiefe aus verschiedenen Aromen. So eine Mischung aus Teer, Leder und im weiteren Rauchverlauf zuhnehmend was dunkel fruchtig/beeriges, das mich an Brombeeren erinnert, aber ohne Säure und mit nur minimaler Süße, die mal da ist und mal nicht. Eher herb, fast schon ein bisschen rau, aber auf eine gute Art. Dazu kommt diese ölige, dichte Note, die dem Ganzen etwas Erdiges und fast Geheimnisvolles gibt. Irgendwie wirkt der Tabak wie gemacht für ruhige Abende, ein bisschen düster, komplex, mit Charakter, fordert die gesamte Aufmerksamkeit. Obwohl er ziemlich kräftig rüberkommt, ist er angenehm zu rauchen. Kein Kratzen, kein Beißen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass er mit ein paar Jahren Lagerung noch besser wird. Werde mir definitiv ein paar Plugs zur Seite legen, weil ich glaube, dass da noch richtig was geht. Alles in allem ist Gaslight für mich einer der spannendsten Tabake, die ich bisher geraucht habe. Kein Tabak für den schnellen Smoke zwischendurch, sondern eher was zum Zurücklehnen, Genießen und Nachdenken.

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