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Maria Mancini: Vom französischen Hof zur Zigarre
Sie war die große Liebe des jungen Ludwig XIV. von Frankreich, jene Maria Mancini, die dieser Zigarre ihren Namen gab. Eine feingeistige Schönheit soll sie gewesen sein, die das Interesse des späteren Sonnenkönigs für Kunst und Literatur zu wecken wusste. Schließlich, so wird berichtet, soll Ludwig sogar auf Knien um die Hochzeit mit ihr gefleht haben, doch vergebens. Einflussreiche Kreise bei Hofe ließen die unstandesgemäße Verbindung mit der Italienerin nicht zu. Stattdessen wurde Ludwig gedrängt, die spanische Prinzessin Maria Theresia zu heiraten.
Zwischen Literatur und Zeitgeschichte: Maria Mancini Zigarren
Jahrhunderte später hob Thomas Mann die nach Maria Mancini benannte Zigarre in den edlen Kreis der feinen Künste: Er ließ Hans Castorp, die Hauptfigur seines Romans „Der Zauberberg“, voller Begeisterung Maria Mancini rauchen. Auch Siegmund Freud, der während seiner Arbeit leidenschaftlich gern Zigarren genoss, soll die Maria Mancini sehr geschätzt haben. Aber sowohl der Psychoanalytiker als auch die literarische Würdigung durch einen Nobelpreisträger konnten nicht verhindern, dass die Marke in den Vierziger Jahren vom Markt verschwand.
Neustart in Honduras
Doch inzwischen sind wieder Zigarren mit dem Namen der berühmten Mätresse erhältlich. Die Firma August Schuster aus Bünde hat sich ihrer angenommen. Dabei bauen die Ostwestfalen die Marke von Grund auf neu. In Honduras, das in den letzten Jahrzehnten in Sachen Tabak beachtlich aufgeholt hat, entstehen die Longfiller als Puros des mittelamerikanischen Landes.
Alle Zigarren von Maria im Überblick
Maria Mancini ist eine Zigarrenmarke für Genießer, die charaktervolle Aromen und traditionsreiche Geschichte miteinander verbinden möchten. Die handgerollten Longfiller aus Honduras überzeugen mit einem ausgewogenen Verhältnis von Qualität, Aromatik und Zugänglichkeit. Das Sortiment umfasst drei eigenständige Serien mit jeweils individuellem Charakter und bietet damit eine stimmige Bandbreite von mild und ausgewogen bis hin zu kräftig und würzig.
Maria Mancini Classic: Ausgewogene Zigarren zum Einstieg
Die Classic bildet den milden bis mittelkräftigen Einstieg in die Markenwelt. Helle honduranische Deckblätter und ausgewählte Einlagetabake erzeugen ein ausgewogenes Profil mit Zedernholz, Erde, Nuss, feiner Würze und gelegentlichen Kakaoanklängen.
Maria Mancini Edición Especial: Mehr Körper und würzige Aromen
Die Edición Especial legt bei Körper und Aromendichte spürbar zu. Für die Serie kommen sonnengewachsene honduranische Tabake zum Einsatz, die aus organischem Anbau stammen. Kaffee, Leder, Zedernholz, Milchschokolade, Nuss und Pfeffer prägen das Geschmacksbild, das kräftiger als bei den Classics erscheint, aber kontrolliert und harmonisch bleibt. Sie eignet sich besonders für Raucher, die bereits Erfahrung besitzen und mehr Würze suchen, ohne gleich mit einem Tabakgewitter Bekanntschaft zu schließen.
Maria Mancini Postre de Banquete: Kräftiger Abschluss nach dem Essen
Postre de Banquete bedeutet sinngemäß Nachtisch des Festmahls, wobei hier weder Löffel noch Kuchengabel nötig sind. Die kräftigste Linie der Marke bietet erdige Würze sowie markante Kaffee- und Schokoladennoten, weshalb sie besonders gut nach einem gehaltvollen Essen oder zu einem kräftigen Espresso passt.
Ihr dunklerer, tieferer Charakter spricht Genießer an, die eine ausdrucksstarke Honduras-Zigarre mit klassischer Anmutung suchen.