Esteban Carreras Hawaiian Breeze Kona
Kona
Die Hawaiian Breeze Kona von Esteban Carreras wird in den USA unter dem Namen „Latte“ angeboten, in Europa jedoch aufgrund der geltenden EU-Richtlinien als „Kona“ vermarktet. Der Name verweist auf das exklusive Kaffee-Anbaugebiet auf Hawaiis Big Island. Geschmacklich geht die Zigarre allerdings nicht in Richtung herber Espresso, sondern klar in eine cremige, süßlich-aromatische Kaffee- und Dessertwelt.
Das Aroma: Schokolade, Kakao und Karamell
Schon der Kaltgeruch ist auffällig intensiv und erinnert deutlich an Vollmilchschokolade, Kakao und cremiges Karamell. Diese ausgeprägte Schokoladennote prägt den ersten Eindruck stark und verbindet sich mit den röstigen Nuancen der Mokka-Infusion zu einem sehr eigenständigen Aromaprofil.
Raucherlebnis & Charakter
Am Gaumen zeigt die Hawaiian Breeze Kona vor allem cremigen Mokka, Zimt und eine dezente Süße von Rohrzucker. Das helle Connecticut-Deckblatt unterstützt dabei den weichen, glatten Eindruck, während die Einlage aus Nicaragua und der Dominikanischen Republik zusammen mit dem dominikanischen Umblatt für Substanz sorgt. So wirkt die Zigarre nicht einfach nur süß, sondern klar auf Kaffee-, Kakao- und Dessertnoten abgestimmt.
Durchschnittliche Aromabewertung (3)
Esteban Carreras Cigars, 106 Avenida Miramar, San Clemente Ca. 92672, USA, +1949-487-2442, info@estebancarreras.com
Importeur
Kopp Tobaccos GmbH & Co. KG, Hans-Löns-Weg 36, 25462 Rellingen, info@kopp-tobaccos.com, https://kopp-tobaccos.com
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Bewertungen
Preis/Leistung
Qualität
Stärke

CK
Die Zigarre punktet für mich zunächst mit einer sehr ansprechenden Banderole, die auch ein Stück weit kaufentscheidend war. Nach dem Entfernen zeigt sich ein super glattes, seidiges und einwandfreies Deckblatt mit feinen Adern. Der Duft ist deutlich süß, geprägt von Karamell-, Schokoladen- und Nougatnoten, wobei im Hintergrund ein leicht chemischer Ton mitschwingt (sorry aber erinnert mich an Klosteine) und mir auch von anderen aromatisierten Zigarren bekannt ist. Nach dem Anbohren und Entzünden entfalten sich dunkle Schokolade und nussige Aromen, begleitet von erdigen Nuancen und Röstaromen, im weiteren Verlauf kommt eine minimale Pfeffrigkeit am Gaumen hinzu. Die Aromatisierung sitzt typisch im gedippten Endstück und hinterlässt nach jedem Zug einen süßen Film auf den Lippen, insgesamt aber deutlich dezenter als bei vergleichbaren Zigarren wie die Drew Estate Tabak Especial oder die aromatisierten von Leon James. Die Stärke ordne ich zwischen leicht und mittel ein, der Abbrand ist sehr gleichmäßig, der Zug gut, dürfte für meinen Geschmack aber minimal leichter sein, während das Rauchvolumen kein Wünsche offen lässt. Gegen Ende lässt die Süße nach, da das Endstück wortwörtlich durchgelutscht ist, was der Zigarre zugutekommt, da die klassischen Aromen stärker hervortreten. Auch der passive Rauch zeigt eine angenehm nussige Süße, bevor zum Schluss noch eine leichte Kräuternote dazukommt. Insgesamt hat mir der etwa 40minütige Smoke gut gefallen, auch wenn ich mir die Zigarre in einem größeren Ringmaß a la Robusto o.ä. wünschen würde. Für rund 8 Euro ist sie absolut zu empfehlen und gehört für mich ganz weit oben auf die Liste der Aromatisierten Zigarren. War sicher nicht die letzte.

Raachermannel
Als ich die Zigarre ausgewickelt hatte, stellte ich am Geruch fest, dass sie aromatisiert wurde. Ich hatte es in der Beschreibung übersehen und da ich künstlich aromatisierte Zigarren eigentlich nicht mag hätte ich sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht bestellt. Der Kaltgeruch war nach süßen Nougat, Marzipan und Vanille. Der Kaltzug schmeckte sehr süß auf den Lippen und nach Tabakwürze. Das überraschte schon mal, da ich eigentlich dachte, sie schmeckt so intensiv nach künstlichen Aromen so wie sie riecht. Sie beginnt mit einer Prise Pfeffer in Mund und Nase, Holz, toastige Anklänge, sehr süß auf den Lippen, weißen Nougat und etwas Erde. Im weiteren Verlauf kommt noch etwas Creme auf und die Süße greift sich auf der Kappe ab, so dass sie zurück geht und ein angenehmer Gegenspieler zur Tabakwürze wird. Sie verliert dadurch auch die anfänglich gefühlte Künstlichkeit, da sie sich leicht im Mund entwickelt und nicht mehr voll nur auf den Lippen verspürbar ist. Die pfeffrigen Anklänge sind auch weiter verspürbar, für mich in der Aromatik recht angenehm. Der Rauchgeruch ist der eines aromatisierten Pfeifentabaks, während der Rauchgeschmack der Aromatik einer Zigarre entspricht und die Fremdaromen ganz unterschwellig bis zur Hälfte nur verspürbar sind. Zur Hälfte wird dann die Vanille im Aromenkomplex etwas deutlicher verspürbar, aber ohne andere Aromen zu übertönen oder aufdringlich zu werden. Die Creme legt auch noch etwas zu und ich verspüre neben der Pfeffernote in der Nase noch leicht Chili im Mund. Die Zigarre hatte einen geraden Abbrand, einen glatten Aschekegel der 4cm an der Zigarre hielt. Ich habe an der Zigarre eine gute Stunde geraucht und da sie im ganzen Verlauf eine Zigarre mit der ihr eigenen Tabakwürze blieb und die Aromatisierung hier untergeordnet, angenehm als leichter Mitspieler, im Geschmack mitwirkte, war diese Zigarre für mich eine positive Überraschung wenn einem ein leichter Tatsch an Fremdaromen ausreichend ist.
TAM
